Jordan-Young, Rebecca: Testosteron - Warum ein Hormon nicht als Ausrede taugt

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Der Besprechung im Bayer. Rundfunk nach ist das ein durchaus interessantes, wenn auch nicht ganz leicht zu lesendes Buch:

... Eine lesenswerte, wenn auch nicht ganz leicht konsumierbare Abhandlung gegen Vereinfachungen, die im Gewand naturwissenschaftlicher Erkenntnisse daherkommen. Und ein Buch darüber, wie Wissen und Wissenschaft ihrerseits sozial und politisch codiert sind. Die immer wieder durchdeklinierte Botschaft lautet: Es kommt auf die Kontexte an, die Perspektive, das Erkenntnisinteresse. Testosteron ist weder "das Tier im Mann" noch der verlässliche biochemische Motor für Motivation und Dominanz. Das Verhältnis zwischen Biologie und Gesellschaft ist, schlicht gesagt, komplizierter – was selbst keineswegs eine schlichte These ist. ...

Unverzichtbar für die aktuellen Diskussionen zu #metoo, Gender und toxischer Männlichkeit ¬- der Mythos Testosteron neu beleuchtet

Testosteron macht männlich. Testosteron ist schuld an sexuellen Übergriffen und Gewaltexzessen im Krieg. Testosteron macht durchsetzungsfähig im Beruf. Die Mythen, die sich um das vermeintliche männliche Geschlechtshormon ranken, sind weitverbreitet, verzerren die Realität - und sie sind gefährlich. Rebecca Jordan-Young und Katrina Karkazis räumen auf mit den Halbwahrheiten rund ums Testosteron. Sie zeigen, wie sie sich auf unser Denken und Handeln auswirken und wie sie überwunden geglaubte Auswüchse von Sexismus, Rassismus und Klassismus nähren. Als Gesellschaft müssen wir diese Mythen endlich hinter uns lassen.

Grüsse,
Oregano
 
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