Hirschhausens Hirnschmalz

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Als erstes sieht man bei diesem Link ja die Überschrift "Schockt nicht" ...
Selbst nach traumatischen Erlebnissen gelingt es den meisten Menschen, psychisch stabil zu bleiben oder sogar an den gemachten Erfahrungen zu wachsen.
Lange Zeit fand ich diesen Eckart von Hirschhausen ganz witzig mit seinen medizinisch-wissenschaftlich-humorvollen Vorträgen, Auftritten etc....bis ich dann in den letzten Jahren mal seine Meinung/Ansichten zur Homöopathie hörte (war's glaube ich vor allem) - oder war's auch über Ernährung allgemein?..weiß ich nicht mehr ganz genau - das fand ich ziemlich einfach und "billig", was er da über alternative Heilkunde sagte, allgemein.

Hier lese ich im weiteren..
Mehr als 80 Prozent der Menschen, die brutale Schicksalsschläge erleben, kommen damit klar.
Es braucht seine Zeit, aber auch ohne Therapie waren die meisten Betroffenen nach zwei Jahren nicht mehr beeinträchtigt, oft sogar seelisch gestärkt.
Unfälle, Krankheit, Trennung und Tod gehören zum Leben. Es gibt das "Böse" – warum, weiß Gott oder der Geier. (Und ich hoffe inständig, dass es sich hier um zwei verschiedene Instanzen handelt.)
Doch Menschen besitzen die schier unglaubliche Fähigkeit, Schicksalsschläge zu überstehen und sogar daran zu wachsen – meist ohne professionelle Hilfe.
Nun, was in dem Zusammenhang ein "Mördergag" mit Gott und Geiern bringt - geschenkt - aber was sollen jetzt die fast 20% solcher Menschen machen? Sozusagen der "Rest"?

Sollen die vielleicht 2 Jahre abwarten? Sich Gedanken über den Unterschied von "weiß Gott" und "weiß der Geier" machen"?

Und was wird denen vielleicht von anderen Menschen entgegen kommen? Also dem 20% Rest, der leider Gottes nach diesen Zahlen n i c h t mit solchen Situationen klar kommt usw? Denen wird man vielleicht sagen "ABER so viele, 80%, kommen doch damit klar, die wachsen sogar daran, und DU meinst wirklich, daran jetzt leiden zu müssen? Schau doch mal beim Ecki rein, dem Hirschhausen, dann wird's schon wieder!"

Wird damit den 20 Menschen von 100 traumatisierten Menschen unbedingt viel geholfen, die es nach (2?) Jahren nicht alleine geschafft haben (vielleicht auch noch daran zu wachsen!)?

Nein, glaube ich nicht. Da vermisse ich eher etwas "Hirnschmalz" von Herrn von Hirschhausen.

Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd,

Du hast Recht: die 20%, die sich nicht selbst wieder "normalisieren" können, sind arm dran. Das heißt aber trotzdem, daß die Fähigkeit, "sich selbst zu helfen" offensichtlich bei vielen Menschen vorhanden ist.
Leider sind die meisten Dinge im Leben eben nicht 100%ig. Es gibt doch eigentlich immer auch die andere Seite?

Deine Überlegungen könntest Du doch direkt an Herrn v. Hirschhausen schreiben. Ich könnte mir gut vorstellen, daß so eine Rückmeldung wichtig für ihn ist.

Grüsse,
Oregano
 

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