Herx oder Candida?!

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da es hier im forum desöfteren über beschwerden nach oder während ner antibiose geht, will ich diesen thread eröffnen, der da heißt: herx oder candida.


gibt es eindeutige symptomatiken, zeitspannen, merkmale, etc., nach/während ner antibiose dass man nun von ner candidaüberbesiedelung oder ner herxheimerreaktion sprechen kann.

da viele neben den beschwerden, weswegen sie AB's verschrieben bekamen, noch chlamydien, yersinen, borrelien, etc. in sich tragen und vielleicht dann gerade ein hochdosiertes AB bekamen welches auch bei den bakterien eingesetzt werden, welche diejenigen bisher nicht vermuteten, dass sie eben solche besitzen,......puhh, langer satz,.........und diese dann aktivieren..........

........KAAANN es sein, dass gerade diejenigen dann fälschlicher weise nur glauben: ok, das ist candida punkt aus.

diese dann durch die schlechte befundung (falsch negativ) von chlamydientests, etc.etc. noch mehr glauben: candida, candida, candida.


bitte um aufschlussreiche erfahrungsberichte, hardfacts, udgl...

greetz
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Falls jemand Lues hat, kann da auch eine Herxheimer-Reaktion bei der Therapie mit Penicillin auftreten:
In etwa der Hälfte der Fälle einer primären und 90 Prozent der Fälle mit sekundärer Syphilis kommt es unter Antibiotikagabe zum massenhaften Absterben und der Freisetzung von Endotoxinen (Zellgiften), die zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen führen. Mit Bettruhe und fiebersenkenden Medikamenten lassen sich die Symptome dieser so genannten Jarisch-Herxheimer-Reaktion lindern.
http://www.onmeda.de/krankheiten/lues.html?tid=2&
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Bei Borreliose:
Bei Therapiebeginn ist mit der Möglichkeit einer Herxheimer-Reaktion zu rechnen: Der Patient wird nach wenigen Stunden auffallend blaß, bekommt manchmal Schüttelfröste und eventuell Fieber und eine deutliche Vasokonstriktion. Am zweiten Tag kehrt sich dieser Effekt um: der Blutdruck fällt infolge starker Vasodilatation, der Patient zeigt eine starke Gesichtsrötung und klagt über Abgeschlagenheit, Kopf- und Muskelschmerzen. Am dritten Tag verschwindet in der Regel diese Reaktion, Gelenkbeschwerden können sich allerdings protrahiert über mehrere Tage verschlechtern. Gelenkergüsse können sogar erstmalig unter Therapie auftreten. (Literatur: Steere, Weber, Hassler) Bei Infusionsbehandlung mit einem der Cephalosporinpräparate ist die Herxheimer-Reaktion praktisch immer zu beobachten. Tritt sie überhaupt nicht auf, sind Zweifel an der Diagnose erlaubt. Die Herxheimer-Reaktion wird mit großer Wahrscheinlichkeit durch die Freisetzung von Tumor*nekrosefaktor (TNF) bzw. Interleukin 1 (Il-1) aus stimulierten Makrophagen ausgelöst.



Zur Prophylaxe der Herxheimer-Reaktion hat sich z.B. Solu-Decortin in einer Dosierung von 250 mg intravenös 60 Minuten vor der ersten Infusion bewährt. Bei oraler Therapie im Stadium 1 ist dies nicht nötig. Die Herxheimer-Reaktion wird durch die Corticoid-Prophylaxe nicht vollständig, aber weitgehend unterdrückt.
http://www.dieterhassler.de/index.php?id=91
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ÜberblickDie Herxheimer-Reaktion, Kurzname "Herx", ansonsten auch als Jarisch-Herxheimer bezeichnet istursprünglich ein Phänomen, das bei der Behandlung von Syphilis beobachtet wurde, aber später auch beianderen Krankheiten. Als allgemeiner Begriff, wird diese als eine vorläufige Zunahme von Symptomenbeschrieben wenn antisyphilitische Medikamente (Antibiotika) verabreicht werden.Was über die Borreliose-Herxheimer bekannt ist oder spekuliert wird, wird stark auf die Reaktionen, die beiSyphilis bekannt sind bezogen. Wegen der Tatsache, dass beide Krankheiten von der selben Bakterienart(Spirochäten) verursacht werden, dem Syphiliserreger (Treponema-pallidum) und dem Borrelioseerreger(Borrelia-burgdorferi). Die Herxheimer-Reaktionen bei Borreliose sind aber zu jenen, die bei der Syphilisbeobachtet werden unterschiedlich, besonders in Hinsicht auf Zeitpunkt, Häufigkeit und Dauer wie untenerwähnt.Es wird angenommen, das die Ursache der Herxheimer bei Borreliose durch Endotoxin-Freisetzungausgelöst wird. Das sind Toxine (Gifte) innerhalb der Spirochäte, die freigesetzt werden, wenn die Borrelienabgetötet oder aufgebrochen werden. Die Herxheimer könnte eine direkte Folge des Toxins oder dieImmunantwort des Körpers darauf sein.SymptomeWie erwähnt, ist die allgemeine Beschreibung eine vorläufige Zunahme von Symptomen, schließt aber auchdie Entstehung von neuen Symptomen mit ein. Speziell schließt es normalerweise folgende Symptome ein:verstärkte Gelenk- oder Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber (normalerweise leichterhöht), niedriger Blutdruck, Uticaria (Nesselsucht) und Hautausschläge. Es wurde auch eine Reihe andererSymptome beschrieben. Zu bemerken ist, dass Nesselsucht und Ausschläge manchmal mit einerallergischen Reaktion verwechselt werden. Es ist Aufgabe des Arztes dieses zu bestimmen. Aber mitgenauer Beobachtung und richtiger Behandlung (siehe Therapie) kann ein vielleicht unnötiger Abbruch derTherapie verhindert werden. In starken Fällen der Herxheimer wird eine Erniedrigung der Dosierung odereine vorübergehende Einstellung der Behandlung empfohlen.Zeitpunkt, Häufigkeit und DauerDies ist individuell verschieden, die Herxheimer kann innerhalb Tagen bis zu Wochen nach dem Beginnantibiotischer Therapie vorkommen. Bei einigen Patienten kommt sie einmal oder zweimal vor (fallsüberhaupt) und bei anderen besteht sie während der ganzen Therapie, nimmt aber normalerweise an Stärkeab.Sie kann wie öfters beschrieben wird in Zyklen vorkommen (Beispiel: alle 4 Wochen) und Tage bis zuWochen andauern. Es kann sehr nützlich sein, jede Verschlechterung zu dokumentieren. Manche Ärztebenutzen diese als Richtlinie für die Therapie. Weiter kann dies helfen, die Herxheimer von den normalenSymptomen oder dem Krankheitsverlauf der Borreliose zu unterscheiden.BehandlungDie Herxheimer-Reaktionen kann für Patienten sehr problematisch sein und sich auf die Einhaltung derTherapie auswirken. Deshalb sollten unterstützende Maßnahmen gesucht werden oder angewendet werden,um nötigenfalls die Beschwerden zu lindern. Die Verwendung von Aspirin, NSAIDs (nicht-steroidaleentzündungshemmende Medikamente), Schmerzmedikamente, Muskelrelaxans, heiße Bäder oder anderegeeignete Mittel. Anmerkung, einige haben Benadryl hilfreich gefunden, selbst bei nicht vorhandenenAusschlägen oder Nesselsucht.Stand: November 2005 / V.07111/2
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Das Gute daran ist die Überlegung, dass die Herxheimer anzeigt, daß die Antibiotika tatsächlich wirksamsind und daß jeder Verschlechterung eine um so größere Verbesserung folgen kann. Auch ein Ausbleibender Herxheimer-Reaktion sollte keinen Anlass zur Besorgnis geben wenn sich die Symptome verbessern.Andere ÜberlegungenEs wird oft übersehen, aber eine Candida (Hefepilz) Infektion kann ähnliche Symptome hervorrufen.Behandlung mit Acidophilus und falls erforderlich können rezeptpflichtige Medikamente wie Nystatin oderDiflucan verordnet werden.Zur Herxheimer-Reaktion in der 4. Behandlungswoche schreibt Dr. Burrascano in seinem Artikel"Diagnostische Hinweise und Richtlinien für die Therapie":Bei Behandlung ist es üblich, daß Symptome in der vierten Woche ausbrechen, dann alle weiteren vierWochen, bis die Borrelien nicht mehr aktiv sind. Dies stellt vermutlich Herxheimer-ähnliche Reaktionen dar,(die auftreten,) wenn Borrelia burgdorferi in ihre verletzbare Wachstumsphase eintritt. Aus nicht bekanntenGründen tritt die schlimmste am Ende der vierten Behandlungswoche auf.Bei lange Zeit kranken und unter starken Symptomen leidenden Patienten, die in einer intravenösen-Therapie stehen, kann sie sehr schwer sein, ähnlich einer Serumkrankheitsreaktion. Vorübergehendkönnen dabei die Leukozyten erniedrigt und/oder die Leberenzyme erhöht sein. In solchen Fällensollte die Dosierung der Medikamente zeitweise eingeschränkt oder die Behandlung für einige Tageausgesetzt werden. Dann beginnt man wieder die Behandlung mit einer geringeren Dosierung.Wenn es gelingt, die Therapie fortzusetzen und den Patienten über diese harte Zeit hinwegzuhelfenund mit der intravenösen Behandlung fortzufahren, bessert sich sein Zustand dramatisch.Wird die Behandlung zu diesem Zeitpunkt abgebrochen und nicht gleich wieder aufnommen, muß inder Regel wegen anhaltender oder wieder auftretender Beschwerden mit einer weiteren Behandlungbegonnen werden.Patienten, die in der 4. Woche der intravenösen Therapie starke Herxheimer-Reaktionen zeigen,benötigen weitere parenterale Antibiotika für mehrere Monate.Wenn diese monatliche Reaktion schließlich in ihrer Stärke nachläßt, kann die intravenöse Therapiedurch eine orale oder intramuskuläre ersetzt werden. Genau dies sollte das Kriterium für denbehandelnden Arzt sein, die intravenöse Therapie zu beenden. Im allgemeinen behandelt manintravenös, bis eine eindeutige positive Reaktion eintritt, danach werden Antibiotika intramuskuläroder oral verabreicht, bis die Symptome einer aktiven Infektion 4 bis 8 Wochen lang ausgebliebensind (Beispiel, d. Übers.). Es gibt jedoch Patienten, die auf eine orale oder intramuskuläreBehandlung nicht ansprechen, und deshalb fortlaufend intravenös therapiert werden müssen.Nachzulesen unter: http://www.lymenet.de/BurrD.htmSelbsthilfe braucht selbst Hilfe! Wer meine ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen möchte, darf gerne einen Beitrag auf folgendesKonto überweisen: ING-DiBa - BLZ: 500 10 517 - Konto-Nr.: 550 376 9245H e r z l i c h e n D a n k !Stand: November 2005 / V.07112/2
http://tinyurl.com/rm89v

Uta
 
Themenstarter
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20.01.06
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hi,

"Andere Überlegungen: Es wird oft übersehen, aber eine Candida (Hefepilz) Infektion kann ähnliche Symptome hervorrufen."

ok, das ist bekannt. also so wie in den artikeln beschrieben tritt eine herx meist klar zu beginn einer antibiotischen therapie auf...

...ALSO, und das kommt nicht so gut heraus, kommen die candidasymptome eher später (nat. jene, welche man mit ner herx verwechseln könnte) dh am ende der antibiose oder ein paar tage danach oder kann der pilz auch gleich zu beginn mit allen finessen herumschmerzen, zwicken, jucken, etc.

greetz
human
 
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13.12.05
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herx oder candida?!

Ist es wirklich so, dass die herx..Reaktion weinige stunden nach der Antibiotika Therapie einstellt?
Danke posch
 
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14.01.04
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herx oder candida?!

Hallo zusammen

Möchte auf Uta's guten Zitaten aufbauen.

Also, wenn es nach AB Herx gibt, dann liegt dass an den toxischen Stoffen der absterbenden Bakterien etc und nicht an Candida. Wenn man aber nach der AB Therapie unter neuen Symptomen leidet, dann kommt dies oft von Candida, der sich eben (auch) wegen dem AB so stark wachsen konnte. Wenn dann dem Candida mittels vollen Antipilzmitteldosen auf die Pelle gerückt wird, kann es zu Herx kommen, wegen den toxischen stoffen durch das schnelle Abstreben übermässig vieler Candidapilze.
Kurz gesagt, ob Symptome vom Pilz kommen, lässt sich in den meisten Fällen recht gut bestimmen, aber meistens auch nie ganz sicher.
 
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26.03.10
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herx oder candida?!

Das mit der Herxheimer Reaktion ist eine Sache an sich ... die eine haben es 2-3 Tage und direkt kurz nach behandlungsbeginn... die anderen bekommen die Herx erst viel später und quälen sich teilweise wochenlang damit rum .. aber normal nimmt sie an stärke ab. Wie schon beschrieben .. durch den zerfall der Baktierien werden Toxine freigesetzt die normal über das blut durch die Niere bzw die Leber in den darm zur auscheidung kommen .. werden diese Toxine jetz aber nicht gebunden und ausgeschieden kommt es zu einem kreislauf in dem die Toxine vom Körper über den Darm wieder augenommen werden was eine erneute vergiftung bedeutet .. deswegen ist ja auch das viele Trinken und ausleiten von diesen Toxinen so wichtig ... Bei Antibiotika hast du halt das problem mit dem Pilz ... deswegen ist es wie gesagt wichtig .. leber und niere und lymphsystem zu unterstützen ... viel bewegung wie möglich , viel trinken .... Ernährungsumstellen ... und dem körper die nötigen mineralien und Spurenelemente sowie Vitamine geben. usw .. ein haufen arbeit :D
 
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