"Gehirnnebel" und Verdauungsstörungen

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Hallo zusammen, ich bin Sophia und 24 Jahre alt. Seit mehreren Jahren habe ich immer wieder Verdauungsstörungen, insb. einen aufgeblähten Bauch, teilweise Verstopfung und Mundgeruch. Seit einigen Monaten esse ich jeden Tag fermentierte Produkte, insb. Kimchi, was wunderbarerweise meine Symptome hat verschwinden lassen. Allerdings kam ein neues dazu, nämlich Gehirnneben, auf Englisch auch Brain Fog genannt, ich fühle mich oft müde, habe gereizte Augen und hat keinen klaren Gedanken fassen. Ich hatte das zwar auch davor, meist nach dem Essen aber nicht auf diesem Niveau. Ich habe gelesen, dass dies mit dem hohen Histamingehalt von fermentierten Produkten zu tun haben könnte. Ich bin jetzt allerdings unschlüssig was ich tun soll: soll ich die fermentierten Produkte absetzen oder weiterhin konsumieren? Hat mir jemand einen Rat? Verschlimmere ich mit dem Kimchi meine gesundheitlichen Probleme?

Vielen Dank und liebe Grüsse
Sophia
 
wundermittel
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Hallo Sophia,

sowas ist wirklich Pech: da hast Du eine Möglichkeit gefunden, Deinen Bauch und Darm zu beruhigen und dafür hast Du Dir einen Gehirnnebel eingehandelt :mad:.
Deine Vermutung, daß der mit einem erhöhen Histamin zusammen hängt, scheint mir schlüssig.
Wenn man sich anschaut, wie Kimchi zubereitet wird, wäre ich mit einer HIT da sehr vorsichtig:


Vielleicht kannst Du die Menge von Kimchi reduzieren und nur noch jeden zweiten oder sogar dritten Tag etwas davon essen?
Hilft - nur um das auszuprobieren - ein Antihistamin?

Grüsse,
Oregano
 
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24.02.18
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Erstmal muss man wissen was deine gesundheitliche Probleme sind.
Erst dann kann man analysieren woran es liegen könnte.
Deine Symptome sind Stresssymptome welche auf eine gestörte Gehirnchemie zurückzuführen sein kann.
Dies kann auch Darmbeschwerden vorausgehen da Serotonin zu 95% im Darm gebildet werden.

Das Chinazeug ist oft mit Glutamat versetzt was gewisse Symptome verstärken kann.
Als Beispiel Messerscharfe Konzentration gefolgt von ziemlicher geistiger Erschöpfung inkl. Müdigkeit und Brainfog.
 
regulat-pro-immune
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wie bei allen krankheiten und beschwerden sollte man besser nicht irgendwas nehmen, weil man es damit nur chron. macht und evtl. auf dauer noch mehr probleme bekommt, sondern die ursachen rausfinden und beseitigen.

wenn du verdauungsprobleme hattest, liegt der verdacht nahe, daß du irgendeine nahrungsmittelunverträglichkeit (uv) hattest bzw. hast.

bzgl. der hi gibt es hier etliche infos (suchfunktion oben rechts), aber es gibt auch eine seite, auf der viele gute infos und eine nahrungsmittelliste zusammengefaßt sind. es geht zwar um mcas, aber abgesehen davon, daß das häufiger ist als angenommen, helfen die maßnahmen auch bei der hi.

am einfachsten findet man uv mit einem ernährungstagebuch heraus, aber das ist da auch beschrieben.
ich hab alle seiten mehrmals gründlich gelesen und jedes mal etwas neues entdeckt und meine damaligen probleme gut in den griff bekommen.






lg
sunny
 

Forenmitglied 60874

Ein Florastatus oder besser ein Mikrobiom mit Gesundheitscheckdarm hat mir erst richtig weiter geholfen. Vorher habe ich mich staendig im Kreis gedreht. Leider habe ich aber auch zu lange an Ratschlägen wie z.B. von Dr. Mutter festgehalten und straight Frischkost (keine Koerner, keine Trockenfruechte, wenig Obst) konsumiert. Mein Darm hat sich demgegenüber immer neurotischer verhalten, wie als wuerde man heisse Kohle in die Haende bekommen. Seitdem ich das Gemüse, ausser gruene Saefte, gekocht esse, seitdem sind FODMAP Lebensmittel kein Problem mehr und über die freut sich der Akkermansia M., welcher bei mir stark vermindert war. Konjak Wurzel, Akazienfaser, resistente Staerke, Flohsamen aus EU, Galactooligosacharide (GOT) usw. sind auch empfehlenswert. Aber immer einzeln austesten. Laktatbildner habe ich mit Probiotika wieder angesiedelt. Gut sind z.B. die Produkte von Dr. Wolz und Allergosan, aber erst nach Darm-Mikrobiom Analyse sonst verschwendest du womöglich Geld und Zeit.
Schon alleine der Ph-Wert sagt sehr viel aus, denn ist er zu hoch können deine Verdauungsenzyme nicht richtig funktionieren, es entsteht ein Teufelskreis. Die Faeulniskeime und Pilze zu bestimmen ist ebenfalls essentiell und ist in den o.g. Untersuchungen enthalten.
Manche Ärzte lehnen solche Untersuchungen ab weil sie sie nicht interpretieren können und dadurch auch keine entsprechende Therapie anbieten koennen.
 
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26.07.21
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Ach, genau das habe ich eben erwähnt mit Kimchi, aber mir ist das einfach zu scharf. Kann es am Chilli liegen, dass man auf Dauer diesen "brain fog" bekommt, oder spielen da mehrere Faktoren hinein? Das wird ja mit dem "leaky gut syndrome" in Verbindung gebracht. Was mir jedenfalls stark geholfen hat die Konzentrationsfähigkeit zu steigern, das ist der Verzicht auf sämtliches Getreide und auch Kartoffelstärke. Mache ich seit mehreren Monaten, also ich habe im Frühjahr damit begonnen. Ich denke, eine Ernährungsumstellung hilft immens, wobei probiotisches schon hilfreich ist, allerdings denke ich mit einem bestimmten Maß und eher mild um die Darmflora aufzubauen. Gerne lese ich hier mit und bin gespannt auf eure Ansätze.
 

Forenmitglied 60874

Ach, genau das habe ich eben erwähnt mit Kimchi, aber mir ist das einfach zu scharf. Kann es am Chilli liegen, dass man auf Dauer diesen "brain fog" bekommt, oder spielen da mehrere Faktoren hinein? Das wird ja mit dem "leaky gut syndrome" in Verbindung gebracht. Was mir jedenfalls stark geholfen hat die Konzentrationsfähigkeit zu steigern, das ist der Verzicht auf sämtliches Getreide und auch Kartoffelstärke. Mache ich seit mehreren Monaten, also ich habe im Frühjahr damit begonnen. Ich denke, eine Ernährungsumstellung hilft immens, wobei probiotisches schon hilfreich ist, allerdings denke ich mit einem bestimmten Maß und eher mild um die Darmflora aufzubauen. Gerne lese ich hier mit und bin gespannt auf eure Ansätze.
Hallo,
fermentierte Lebensmittel wie Kimchi enthalten i.R. hohe Mengen Histamin. Das Histamin führt, im entsprechenden Milieu, zur Vasodilatation über die endotheliale NO Freisetzung und das bereitet den meisten Kopfschmerz und Fatigue. Manchen läuft auch die Nase oder sie verstopft u.v.m.
Du kommst ohne Laborparameter nicht weiter. In die Glaskugel zu schauen und irgendwas zu nehmen kann auch schaden, du ver!ierst Zeit und Geld. Ein Darmcheck machen zur Prävention auch gesunde Menschen.
 
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24.10.05
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In solchen Fällen nehme ich immer meine Dosis Rizinusöl ein; hier findet sich alles, was man hierzu wissen sollte:
 
regulat-pro-immune

Forenmitglied 60874

In solchen Fällen nehme ich immer meine Dosis Rizinusöl ein; hier findet sich alles, was man hierzu wissen sollte:
Du meinst wenn du vor der Frage stehst, was könnte mein Problem sein, erstmal Rizinusoel einnehmen?
 
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24.10.05
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Völlig richtig, dies hat sich bei mir seit Jahrzehnten bewährt - nur achte auf das optimale Verfahren zur Einnahme von Rizinusöl.
Für mich hat es sich als zweckdienlich erwiesen, morgens früh oder nachts, wenn ich z. B. durch einen Blähbauch geplagt bin, 30 ml Rizinusöl in den Mund zu nehmen und nach 30 min Einspeicheln zu schlucken. Auf diese Weise verliert sich dessen für viele unangenehme Geschmack, es wird dünnflüssig und greift beim Durchgang durch den Magen die dortige Schleimhaut nicht an.
Guten Erfolg!
 
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18.12.17
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Hi Sophia,
Falls du hier nochmal vorbei schaust, wäre mein Tipp: Gluten.
Zöliakie kann plötzlich auftauchen bzw auch "still" verlaufen und macht sehr vielfältige Beschwerden, auch den Brainfog. Die ideale Reihenfolge wäre Bluttest, auch ohne Ergebnis dann danach strikte Auslassdiät. Der Bluttest stellt Zöliakie fest, aber nur zuverlässig, wenn man nicht vorher aufhört Gluten zu essen. Die Auslassdiät, wenn sie wirklich strikt befolgt wird, deckt noch die Glutenunverträglichkeit ab. Die meisten Betroffenen merken nach Tagen bis wenigen Wochen eine starke Verbesserung.
 
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