Frühkindlicher Stress hat auch späte Folgen

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Stressforschung: Frühe Belastungen wirken lange nach
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Stress in früher Kindheit steigert im Erwachsenenalter nicht nur das Risiko für psychische Erkrankungen, sondern auch für körperliche wie Typ-2-Diabetes oder Schlaganfall. Insgesamt kann starker frühkindlicher Stress die Lebenserwartung um 15 bis 20 Jahre reduzieren, wie eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt.

Solche frühen Erlebnisse müssen nicht unbedingt auffallend und eindeutig stressig sein. Auch die Geburt eines Geschwisterchens - noch stärker wirksam: die Geburt eines kranken Geschwisterchens - , kranke Eltern, Trennung oder Tod der Eltern, Gewalterfahrungen usw. zählen dazu.

Gegenmittel gegen diesen frühen Stress sind gute familiäre und soziale Beziehungen.

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Wie kommen die Schäden zustande?
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse), die die Stressreaktion des Körpers und damit auch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol reguliert. Gerät ein Kind häufig und anhaltend unter Stress, ändern sich Menge und tageszeitlicher Rhythmus des Cortisols und anderer Hormone wie Oxytocin, das Schmerzempfinden wird lebenslang gesteigert und die Entzündungsneigung nimmt zu. Proinflammatorische Botenstoffe wie Interleukin-6 und TNF-α werden verstärkt exprimiert. Anhaltender Stress kann in manchen Gehirnarealen eine Neuroinflammation verursachen, was neueren Erkenntnissen zufolge mit der Entstehung von Depressionen in Verbindung gebracht wird.

Zudem ist belegt, dass sich Größe und Funktion verschiedener Hirnareale durch frühkindlichen Stress und anhaltend hohe Cortisollevel verändern.
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Pharmazeutische Zeitung online: Stressforschung: Frühe Belastungen wirken lange nach

Grüsse,
Oregano
 
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