Entfernung der Lymphknoten bei Brustkrebs unnötig

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Fragwürdige Operation
Tausenden Frauen könnte Leiden erspart bleiben
Bei Brustkrebs ist die Entfernung der Achsellymphknoten möglicherweise nicht notwendig. Der zurzeit noch übliche Eingriff verursacht bei den Patientinnen oft starke Schmerzen.
Eine Forschergruppe um den Mediziner Armando E. Giuliano vom "John Wayne Cancer Institute" im kalifornischen Santa Monica untersuchte 891 Brustkrebspatientinnen. Bei 445 der Frauen hatten Ärzte zehn oder mehr Achsellymphknoten entfernt, bei 446 der Patientinnen wurde nur der Wächterlymphknoten operiert, der dem Tumor am nächsten liegt.

Die Wissenschaftler konnten keine höhere Überlebensrate bei den Patientinnen feststellen, denen die Achsellymphknoten entfernt wurden. Dagegen litten in dieser Gruppe nach der Operation deutlich mehr Frauen an Wundinfektionen, Schwellungen und unangenehmem Kribbeln.

Die Wissenschaftler schließen aus ihrer Studie, dass die Entfernung der Achsellymphknoten bei vielen Patientinnen nicht mehr gerechtfertigt ist. "Wenn diese Praxis geändert wird, könnten jedes Jahr die mit der Operation verbundenen Beschwerden von tausenden Frauen reduziert werden, ohne ihre Überlebenschancen zu vermindern", so die Autoren der Studie
Fragwrdige Operation - Tausenden Frauen knnte Leiden erspart bleiben

In der Sendung sagte Prof. Nadia Harbeck vom Kölner Brustzentrum, daß diese neue Vorgehensweise bei den nächsten Richtlinien zur Brustkrebsbehandlung berücksichtigt werden wird.

Gruss,
Oregano
 
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Fragwrdige Operation - Tausenden Frauen knnte Leiden erspart bleiben

In der Sendung sagte Prof. Nadia Harbeck vom Kölner Brustzentrum, daß diese neue Vorgehensweise bei den nächsten Richtlinien zur Brustkrebsbehandlung berücksichtigt werden wird.

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Oregano

Bei den Folgen der Lymphknotenentnahme geht es nicht nur um "Wundinfektionen, Schwellungen und unangenehmes Kribbeln", sondern vor allem um Lymphödeme. Wer einmal in der Földi-Klinik in Hinterzarten (Schwarzwald) gewesen ist, hatte dort Gelegenheit, all die bedauernswerten Frauen mit ihren Lymphödemen mit eigenen Augen zu sehen.

Wie ich in der Verwandtschaft festzustellen vermochte, nutzt es wenig, wenn eine Patientin gegenüber dem Operateur vor dem Eingriff ausdrücklich mitteilt, daß sie Wert darauf legt, daß die Lymphknoten nicht entfernt werden. Derselbe hat sich nicht darum gekümmert und nach dem Eingriff der Patientin gesagt, daß dies dazugehört. Damit hat umgekehrt eine Patientin den Operateur unterschreiben zu lassen, daß er den ausdrücklichen Wunsch der Patientin zur Kenntnis genommen hat, auf die Entnahme der Lymphknoten zu verzichten.
 

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