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Ehe / Heiraten ----> Pro und Kontra

Themenstarter
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09.01.04
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Die Eheschliessungen stagnieren stetig!

Der Staat und die Landeskirchen bemühen sich redlich um die traditionellen Familiengründungen zu fördern. Steuer Erleichterungen, Wohnungen und Eigenheim zuweisungen sind für Familien günstiger.

Wird das alt hergebrachte Familien - Patriarchat mit der Zeit verschwinden?

Was denkt Ihr,

Michael
 
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07.01.04
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Ich würde das sehr bedauern. Bin der Meinung, dass die Ehe doch noch ganz was spezielles ist. Eine Zusammengehörigkeit die es beim einfach Zusammenleben nicht geht. Auch wenn ich schon fast 40 bin würde ich mich freuen, doch mal noch heiraten zu können.
 

Philipp

Hallo Michael

Ich sehe für Familien, die Kinder kriegen wollen, nach wie vor die Ehe. Stellt sich nur die Frage, ob je länger je mehr von diesen Ehen dann wieder geschieden werden. Es ist heute ja auch in "erhöhtem" Alter möglich, wieder jemanden zu finden, da ja in allen Altersstufen genügend Singles vorhanden sind. Das macht es natürlich einfacher als früher. Man wird auch nicht mehr so geächtet wie früher, wenn man geschieden ist. Stattdessen zeigt man ja eher auf die Leute, die noch glücklich verheiratet sind. Verkehrte Welt irgendwie.
Nun werden wir dann ja aber auch das neue Scheidungsgesetz haben. Und wohl kriegt man das tatsächlich nicht so hin, dass eine Scheidung für beide Seiten fair ist und nicht mindestens eine Partei danach voll ausgenommen wird.
Sicherlich gehen heutzutage auch viele Leute mit einer gesunden Position an Kritik und Risikobewusstsein an eine Ehe ran. Jeder hat sicherlich genügend geschiedene Leute in seinem Umfeld, von denen auch einige ganz arg dran sind.

Philipp
 
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06.01.04
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auch ich würde es sehr bedauern, wenn die familie aussterben würde. ich finde, es ist doch auch für die kinder wichtig in einer familie aufzuwachsen.

ich denke da auch an die traditionelle familie, in der die mutter für die kinder da ist und ihnen nicht einen schlüssel um den hals hängt und sie an krippen oder tagesmütter übergibt. natürlich gibt es situationen bei denen eine frau auch mitarbeiten muss, da bin ich für die fremdbetreuung. geht es aber nur um den zusätzlichen luxus finde ich es schade, wenn dann die kinder auf der strecke bleiben.

ich denke es wird auch viel zu schnell der pickel weggeworfen und man geht auseinander. die leidtragenden sind dann auch wieder die kinder. ich bin der meinung, dass die partner wieder lernen müssen, probleme zu meistern und zusammen zu halten. in jeder beziehung gibt es ab und zu reibereien. doch probleme sind meines erachtens da um gelöst zu werden.

ich weiss es gibt jetzt wieder viele, welche das recht der frauen zum beruf in den vordergrund stellen. dies ist aber meine meinung und die darf ich ja auch haben.
es gibt doch nichts schöneres, als die kleinen aufwachsen zu sehen und sie in ihrer kindheit zu begleiten.

ich bin der mienung, entweder kinder oder karriere. beides liegt meistens nicht drin.

gruss vreni
 
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07.01.04
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Hallo Vreni

Ich stimme Dir zu. Wenn man sich für ein Kind entscheidet sollte man auch dazu stehen und seine Pflichten kennen. Ich bekomme da leider in der Schulpflege betr. der Schlüsselkinder sehr viel mit. Die Meisten haben psychische oder schulische Probleme. Aber nur zu Heiraten weil ein Kind unterwegs ist finde ich trotzdem falsch. Das ist es dann was die Scheidungsrate in die Höhe zwingt. Eine Frau darf durchaus auch wieder arbeiten gehen. In einem kleinen Rahmen Krippenplätze zu beanspruchen befürworte ich. Da kriegen auch schon kleine Kinder den Kontakt mit anderen. Es ist einfach sehr schwierig genau abzuwägen wie oft das geschehen darf/kann. Da gibt es auch keine Faustregel. Das ist von Kind zu Kind sehr individuell. Kurzum, die Karriere darf nicht in Vordergrund gestellt werden (Weder von der Mutter aber auch nicht vom Vater!!!) aber alles aufgeben gibt eine totale Unzufriedenheit und auch das muss dann das Kind austragen.
 
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13.01.04
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Ich war 44 Jahre lang ein Gegner der Ehe und habe nur aus rein technischen Gründen, wie Finanzamt und Krankenversicherung, geheiratet.
Heute, nachdem es schon 16 Jahre lang richtig gut gelaufen ist, würde ich aus Überzeugung heiraten. Einziger Wermutstropfen: Zum Kinderkriegen fehlte uns, auf Grund meiner Erkrankung, der Mut.

saranga :) :) :)
 
Themenstarter
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09.01.04
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Einige meiner Bekannten, die Jahre bezw. Jahrzehnte in Konkubinat zur Harmonie zusammengewachsen sind und mit viel Geschick den Hafen der Ehe umschifft haben, wollten es wissen.....!!??
Eine so lange Zeit mit gegenseitiger Achtung und Zufriedenheit, sollte eigentlich unter Staatlicher Aufsicht auch funktionieren, dachten sich meine Bekannten.

Von allen, die den Hafen der Ehe angelaufen haben, ist nur noch ein Pärchen zusammen, die anderen haben das Handtuch geschmissen und mit "Getöse" das Schiff versenkt!
Die heufigste Aussage, vor allem von den Frauen "früher war ich die Frau XY, und heute din ich die Frau von Herrn XY. Irgendwie verlieren die Frauen Ihre Identität, auf jeden Fall steigern Sie sich in dieses Gefühl, fast wie eine Perönlichkeitsspaltung!
Der Staat ist da nicht unbeteiligt oder unschuldig an solchen Empfindungen, wenn nichts anderes vereinbart wird, ist automatisch der Name des Mannes der zukünftige Familienname. Die Gesellschaft mukiert sich immer noch, wenn der Familienname von der Frau abgeleitet wird!!??

Einige meiner Geschlechtsgenossen sind natürlich auch nicht müde, den Frauen quasi den Putzlumpen in die Hand zu zwingen!! Früher, da kurvten Sie auch mal mit dem Staubsauger durch die Wohnung und brachten sporadisch mal Blumen nach Hause! Kaum verheiratet, verfallen einige in ein Pascha - Gehabe, und vergessen die Grundlagen Ihrer Kinderstube.
Wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen, dann sind nur Sie müde, die Frau war ja den ganzen Tag zuhause und konnte sich ausruhen. Mit solchen und ähnlichen Aussagen hätten Sie sich früher zurückgehalten, sonst wäre die "Geliebte" am Kofferpacken.

Bitte schiebt mir ja nicht den "Schwarzen Peter" zu, das sind Verallgemeinerungen, ich wasche meine Hände in Unschuld ;-))

Ich freue mich jetzt schon auf Euere Aussagen

Michael
 
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06.01.04
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hallo michael
einerseits muss ich dir recht geben. wenn die männer im haushalt mehr helfen würden, könnte eine frau auch ihrem beruf nachgehen.
ich finde es nur schade, dass, wenn einmal kinder da sind und die frau weiter arbeitet ihrer karriere zu liebe und ihr kind weg gibt. eine frau weiss nicht was sie alles verpasst, wenn sie ihr kind nicht aufwachsen sieht. es gibt so viele schöne momente in der erziehung eines kindes. ausserdem ist es für kinder wichtig, dass mutter oder vater als bezugspersonen da sind. die meisten männer können aber gar nicht weniger arbeiten, da sie sonst ihre stelle verlieren. wenn aber eine frau für den lebensunterhalt aufkommen kann und der vater zuhause bleibt sieht das ganze wieder anders aus.

ich bin nicht unbedingt dafür, dass die frau nur noch zu hause bleiben muss wenn kinder da sind, aber als bezugsperson wäre es das optimalste. du kannst mir jetzt altertümliche ansichten vorwerfen, mir ist es egal.
meine tochter hat einen 14 monate alten sohn und bekommt im september ihr 2. baby. sie sagt selber, dass sie sich nicht vorsellen könnte, das kind wegzugeben um zu arbeiten. da sei ihr ihre karriere wurscht.

wenn man sieht wie mit schlüsselkindern probleme in schule und in ihrer freizeit entstehen, dann muss man doch einfach erkennen, dass mit unserer gesellschaft etwas nicht mehr stimmt. wenn jugendliche sachen anderer beschädigen, leute und läden ausrauben, sprayen, mitmenschen zusammenschlagen usw. - und das nur aus langeweile, dann muss doch jeder einsehen, dass eine familie eben doch noch nötig ist.

sicher gibt es auch ausnahmen. drogenkinder können auch aus den besten familien stammen. aber wenn ich in die zukunft schaue gibt mir das schon zu denken. - eltern arbeiten beide - kinder sind auf sich gestellt.

gruss vreni
 

Urs

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05.02.04
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Hallo zusammen,

ist ja intressant wie über das Thema der Ehe gesprochen wird: Kaum ist sie freiwillig, kaum muss Mann und Frau nicht mehr Heiraten, da Kirche, Staat und Gesellschaft es so «wünschten» und basta…, eben kaum ist dieser Zwang nicht mehr, redet man von der Auflösung der Ehe. Ist hier unterschwellig noch immer dieser Zwang am Wirken mit dem grossen Unterschied, dass wir uns freiiwillig einzwängen?

Für mich ist diese Wahlfreiheit ein grosser Gewinn, denn erst heute, ja heute (wieder), ist die Ehe langsam das, was sie sein soll:
Ein Bund der Liebe zweier Menschen vor Gott bezeugt.
Früher, ja, da war es das wahren von Besitzstand… zumindest bei den Reichen, und die Armen wusssten's oft auch nicht besser.

Leute, bevor die Ehe aussterben würd, würd's die Menschheit tun. Und das nicht wegen der glücklicheren Kinder aus geehelichten Familien smile.
Drum schrei ich ein Hurra, denn endlich wird die Liebe frei… ob mit oder ohne Ehe sollen die Glücklichen selber bestimmen.

Urs
 
Themenstarter
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09.01.04
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Liebe Vreni

Du vertrittst, zu recht, die Ideologie einer intakten Familie, was leider nur noch in Ländlichen Gebieten gelebt wird. Ich denke da an die intakte Grossfamilie, zwei bis drei Generationen in unmittelarer Nachbarschaft. Die Städteplaner scheren sich einen Deut um diese Werte, eher noch fördern sie die Monogame klein und kleinst Familien, das beweisen auch die schwindenden Geburtenraten!!

Nein, nein "altertümliche Ansichten vorwerfen" das würde mir nie im Traum einfallen, ich schätze Dein Gedankengut und bin ganz Deiner Meinung. Ich kenne Deine Wohnverhältnisse, und die Deiner Tochter selbstverständlich nicht.
Ich habe das Glück, dass unsere Tochter nur etwa 100m Luftline von uns entfernt eine Wohnung gefunden hat. Als allein erziehende Mutter, arbeitet Sie 80% und in dieser Zeit ist unsere 5 J. Enkeltochter in unserer Obhut. Da wir wirtschaftlich gut bis sehrgut gestellt sind, ist es für uns wie auch für unser Schätzchen eine willkommene Abwechsung und eine riesige Bereicherung. Zusätzlich haben wir noch eine 3 J. und einen 2 J. zwei ganze Tage, von Bekannten aus dem selben Quartier, zur Obhut.
An den "Kinderreichen" Tagen kann mich im Beruf nichts erschüttern, da bin ich meistens überpünktlich zuhaus. Die überschwängliche Begrüssung von der Kinderschar ist für mich mittlerweile zu einer "Droge" geworden, da werde ich schwach und vergehe wie eine Glacé in der Sonne.
Das soll heissen, dass ich diese, gebe zu, egoistischen Empfindungen nicht haben könnte, wenn die jeweiligen Mütter der Kinder nicht arbeiten würden. Wir sehen unsere Berechtigung als Grosseltern sehr luxuriös, zugleich aber auch realistisch genug und nehmen auch die Aufgabe ernst.
Ich ein bisschen weniger, die kleinen wickeln mich um Ihre kleinen Fingerchen ;-)) Opferhaltung eben, die Leidtragende ist die "Beste Frau", Sie erhält nicht mehr so viele Blumen wie auch schon, mein Taschengeld ist mitte Monat schon fast aufgebraucht!!
Meine Stuation ist schon fast als Mustergültig zu betrachten, wenn man die Grosstadtnähe betrachtet, wo die Kinder mit dem Schlüssel um den Hals anzutreffen sind.

Ich würde es allen Kindern und Familien gönnen, wenn Sie die Grosseltern in die Erziehung mit einbeziehen könnten, alle würden auf irgend eine Art profitieren!!

Gruss, Michael
 
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06.01.04
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hallo michael

wie recht du doch hast. nur ist die grossfamilie leider auch out. dass eure tochter in der nähe eine wohnung gefunden hat und ihr für euer enkelchen da seid finde ich wunderschön.

meist ist es aber so, dass die grosseltern, auch die omi, noch voll im beruf aufgehen und gar keine zeit für die enkelkinder haben. wir wohnen auch auf dem land, unsere tochter etwa eine viertelstunde von uns entfernt.
aus gesundheitlichen gründen kann ich mich leider nicht so viel um unsern enkel kümmern wie ich gerne hätte, ausser mein mann hat ferien. trotzdem glaube ich nicht, dass unsere tochter anders handeln würde.

diese familienkonstellation wie bei dir ist natürlich optimal für alle. aber, hand aufs herz, wo ist das noch so ???? leider !!

gruss vreni
 

Urs

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05.02.04
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Hi nochmal

Für mich gibts da aber noch viele Schattierungen zwischen dem angeblichen Ideal der Grossfamilie und der vereinsamten, überforderten und verarmten Alleinerzieherin mit ihrem Schlüsselkind:

Da gibts den erfolgreichen, geschiedenen Bappi, der seiner Ex. stets unter die Arme griff und nun den Jungen zu sich nimmt. weil sie nimmt mehr klar kam;

Die alleinerziehende Mutter, ganz ohne Vati irgendwo, die mit viel Herz und Geduld ihre Tochter zu einem mitfühlenden Mitmenschen grosszieht;

der Mittvierziger, der mit der geschiedenen Freundin zusammenzieht und voll für das Kind aus erster Ehe sorgt.

Da gibts, die nach aussen hin intakte Kleinfamilie, die Spannungen sind gross und entladen sich an den wehrlosen Kindern.

Ich sags mal so: kommen zwei Menschen zusammen, die Ihr Glück und Erfüllung durch die Heirat sehn, wünsch ich herzlichen Glückwunsch.

Kommen zwei Menschen zusammen, die es lieben unkompliziert Zusammenzuleben, ohne direkte Absichten grad eine Familie zu gründen, vielleicht sogar wechselnde Liebeskontakte pflegen. Auch dann wünsch ich viel Glück auf ihren Wegen.

übrigens: ich bin in einer Familie, die zur Grossfamilie ausgewachsen, ist aufgewachsen ;o).

Gruss, Urs
 
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