Die Kunst der Unterbrechung schafft Veränderung (mit Daniel)

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Erst einmal tief atmen und innehalten, bevor man der üblichen Art reagiert, kann tatsächlich Veränderung in einem Dialog welcher Art auch immer mit sich bringen. Es geht darum, den Autopiloten, der seine eingefahrene Strecke automatisch fahren will, abzuschalten, eine Pause einzulegen und selbst das Steuer in die Hand zu nehmen.
Darüber spricht Daniel vom Stadtkloster:

DIE KUNST DER UNTERBRECHUNG SCHAFFT VERÄNDERUNG:

Das HB-Männchen von einst hat eben geraucht :) ...

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
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das erste video konnte ich nicht ansehen, weil man da cookies akzeptieren muß und das mach ich nicht.

aber das hb-männchen.


:giggle: :giggle: :giggle: :giggle: :giggle:


lg
sunny
 
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Erst einmal tief atmen und innehalten, bevor man der üblichen Art reagiert, kann tatsächlich Veränderung in einem Dialog welcher Art auch immer mit sich bringen. Es geht darum, den Autopiloten, der seine eingefahrene Strecke automatisch fahren will, abzuschalten, eine Pause einzulegen und selbst das Steuer in die Hand zu nehmen.
Darüber spricht Daniel vom Stadtkloster:
Hallöle :) zusammen!

Ganz feine Sache, was er da vorschlägt um den Autopiloten auszuschalten.
Er beschreibt Herangehensweisen, die auch im Amygdala Retraining Tag um Tag genutzt werden, um das Gehirn umzutrainieren. Bezogen auf schnelle, unbewusst verlaufende
Reaktionen der Amygdala und Insula.
Nur, dass wir es dort halt gezielt nutzen um auch physische Prozesse zu beeinflussen neben den psychischen nämlich
das Immunsystem und die Stressreaktion (HPA Achse)
Aber in meinem Gesundheitsverständnis und Weltbild sind beide Seiten sowieso verknüpft, niemals getrennt.

Daniel vom Stadtkloster hat heute eine Variante gebracht, die ich mit in meine Strategien hineinnehmen werde: Die Hand. Das langsame Auflegen der Hand auf das Herzchakra.
Schön.
Im Amygdala Retraining wird zur Zeit des intensiven Trainings empfohlen, etwa alle Stunde einmal kurz zu pausieren.
Das Tempo soll verlangsamt werden. Über Atmung und das Hineinspüren in den Körper wird man sich gewahr, was gerade IST.
Dadurch entscheidet man bewusster weiter über Aktivität oder noch tieferes Ruhebedürfnis.(Schlafen müssen. meditieren, Haupttechnik praktizieren, andere aktivere Tätigkeiten machen oder pacen).
Die Entlarvung von Stressoren, extern wie intern, denen man sich vorher gar nicht bewusst war, fällt dadurch mit der Zeit leichter. Diese Stressoren führen bei vielen zum (unbewussten) Überschreiten ihrer Kraftreserven.
Bewusstwerdung ist ein Schlüssel zur Veränderung.

Was Daniel beschreibt, kann jeder in kleinen Varianten in seinen Alltag einbauen.
Hat mir gut gefallen Oregano, auch wie er es erklärt :)

Liebe Grüße von Felis
 
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....ganz kurz innehalten,
die ersten Sekunden Video sehen und hören 🧩 mein Name ist David 🧩
Hallo David!
Grüße 🌅
 

Kate

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Hallo zusammen,

ich habe keine Videos geschaut (technische und zeitliche Gründe), aber das Thema spricht mich sehr an.
Erst einmal tief atmen und innehalten, bevor man der üblichen Art reagiert, kann tatsächlich Veränderung in einem Dialog welcher Art auch immer mit sich bringen.
Letztlich ist dieser Gedanke schon recht "alt", Viktor Frankl hat es so formuliert:
„Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum.
In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht,
unsere Reaktion zu wählen.
In unserer Reaktion liegen
unser Wachstum und unsere Freiheit.“

Ich bekomme immer wieder eine Gänsehaut, wenn ich das - genau in dieser Formulierung - lese. Vor einiger Zeit kam mir im Rahmen schwieriger und teils häßlicher Auseinandersetzungen im engeren Umfeld dieser Gedanke gerade recht. Er konnte Reaktionen erklären, mir aber auch helfen, mir diesen "Raum" bewusst zu schaffen. Im direkten (mündlichen) Gespräch ist das schwieriger als im schriftlichen (Mail, Brief, Forum,...), deshalb bevorzuge ich für manches den schriftlichen Austausch. Aber auch im Gespräch gibt es Möglichkeiten - manchmal reichen ja schon einige Sekunden und es gibt auch die Möglichkeit, um eine Gesprächspause zu bitten (Beine vertreten, Toilette aufsuchen, "Raucherpause",...) oder es zu vertagen.
Es geht darum, den Autopiloten, der seine eingefahrene Strecke automatisch fahren will, abzuschalten.
Dies Thema ist mir kürzlich in meinem Mini-Online-MBSR-Kurs begegnet, es war einer der Schwerpunkte. Es scheint mir allerdings wichtig, den Autopiloten nicht negativ zu besetzen, sondern ihn unbedingt wertzuschätzen, denn ohne ihn kämen wir nicht zurecht (nur deshalb gibt es ihn). Es gilt, sich dessen bewusst zu sein und zu lernen, ihn zu benutzen (oder auch nicht).
Ganz feine Sache, was er da vorschlägt um den Autopiloten auszuschalten.
Ich meine, dass es sehr individuell ist, was für jeden da gut funktioniert. Ich stelle oft fest, nicht dem statistischen Durchschnitt zu entsprechen, hinsichtlich nützlicher Methoden für die mentale Steuerung. Da muss man vielleicht etwas suchen, aber es lohnt sich.
Die Entlarvung von Stressoren, extern wie intern, denen man sich vorher gar nicht bewusst war,...
... finde ich auch extrem wichtig und hilfreich; und war auch Gegenstand im MBSR-Kurs.

Gruß
Kate
 
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14.08.10
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....ganz kurz innehalten,
🧩 mein Name ist David 🧩
Hallo David!
Jetzt habe ich gedacht, warum schreibt der Gerd jetzt dem David "Hallo"....
:D
Erwischt! Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich beim Schreiben Elton John gehört habe.
"Daniel". 🎧
https://genius.com/Elton-john-daniel-lyrics
MBSR, Kate, das habe ich eher zufällig neulich im Forum gesehen, dass du da etwas erwähnt hast.
Ich bekomme viel zur Zeit nicht mit oder nur zeitversetzt.
Darauf komme ich eventuell zurück.
Fand ich nämlich sehr interessant.

Liebe Grüße von Felis
 
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:D:D Das ist ja witzig. Ob Oregano auch "Daniel" gehört hat?
 
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Oregano war anscheinend etwas schläfrig ...

Grüsse,
Oregano
 
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26.07.09
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war ... etwas schläfrig ...
Es geht darum ... eine Pause einzulegen und selbst das Steuer in die Hand zu nehmen.
Schlaf ist auch eine Pause, eine Unterbrechung, die sich "das Leben" irgendwann von selber nimmt,
wenn es nicht mehr anders geht, da hilft auch kein starkes Bewusstsein oder Selbstbewusstsein, vielleicht sowas wie Selbsterkenntnis, dass man schon an den eigenen Grenzen angekommen ist, dass sich Veränderungen einschleichen, oder auch Fehler, die man nicht beabsichtigt und auch nicht möchte, Veränderungen, die man vielleicht verändern möchte, sozusagen rück-verändern möchte ..... 🧩
 
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10.01.04
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Schlaf ist auch eine Pause, eine Unterbrechung, die sich "das Leben" irgendwann von selber nimmt,
Hallo Gleerndil,

das stimmt. - Nur ist hier ja eher von einer bewußten Pause die Rede, die man selbst einlegt, um "runter zu kommen".
Dieser Unterschied zwischen dem Abschalten des Körpers aus Erschöpfung und dem bewußten Abschalten aus Einsicht ist hier wichtig - meine ich wenigstens.
Einfach einschlafen ist ja keine "Kunst" wie in "Kunst der Unterbrechung" angesprochen. Kunst beinhaltet auch Aktivität und Überlegung.

Grüsse,
Oregano
 

Kate

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16.11.04
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Guten Morgen :coffee:
Dieser Unterschied zwischen dem Abschalten des Körpers aus Erschöpfung und dem bewußten Abschalten aus Einsicht ist hier wichtig - meine ich wenigstens...
Das meine ich auch. Womöglich kann man erstgenanntes durch zweitgenanntes (regelmäßig praktiziert bzw. zur Gewohnheit geworden) sogar oftmals verhindern.

🧘‍♀️
Kate
 
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26.07.09
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... einer bewußten Pause ... die man selbst einlegt, um "runter zu kommen".
... bewußten Abschalten aus Einsicht ist hier wichtig - meine ich wenigstens.
Kunst beinhaltet auch Aktivität und Überlegung.
Das meinte ich eigentlich mit ...
... vielleicht sowas wie Selbsterkenntnis, dass man schon an den eigenen Grenzen angekommen ist, dass sich Veränderungen einschleichen, oder auch Fehler, die man nicht beabsichtigt und auch nicht möchte, Veränderungen, die man vielleicht verändern möchte, sozusagen rück-verändern möchte .....
Einsicht, Überlegung und Selbsterkenntnis sind doch nah beieinander. Und Schlaf eben auch eine Pause und ein Abschalten und Innehalten - wenn auch nicht bei Bewusstsein. Aber das Signal wahrnehmen, dass der Körper müde wird, und das Bewusstsein teilweise vielleicht doch schon auf "Autopilot" umschaltet, das muss man bewusst tun - bevor eben Körper und Geist spontan auf unbewusst und Schlaf umschalten.
 
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