Diabetes und Infektionen

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Diabetes und Infektion: Wenn Keime sich besonders wohl fhlen <i>[5.6.2008]</i>

(Danke für den Link :))

Die Suszeptibilität gegenüber gewissen Infektionen ist bei Diabetikern unbestritten höher als in der Allgemeinbevölkerung, was unter anderem auf eine typische Beeinträchtigung bestimmter Immunmechanismen zurückzuführen ist.
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„Bekapselte Bakterien wie Pneumokokken, Hämophilus, Klebsiellen finden sich besonders häufig, aber auch Staphylokokkus aureus, Pseudomonas und Candida.“
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„Kolonisation und Wundheilungsstörung bedingen, dass das Risiko für postoperative Wundinfektionen beim Diabetiker um den Faktor 2,8x höher ist als beim Nicht-Diabetiker.“ Die Stoffwechsellage spielt dabei die ausschlaggebende Rolle: Auch Nicht-Diabetiker weisen bei Bestehen einer postoperativen Hyperglykämie eine Risikoverdopplung auf.
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Das diabetische Fußsyndrom wird in erster Linie (60-70%) durch grampositive Erreger wie S. aureus, Streptokokken und Enterokokken hervorgerufen.
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Ein häufiges Problem in der klinischen Praxis ergibt sich aus dem (Wieder-)Auftreten von MRSA-Infektionen. Vancomycin und Teicoplanin sind als Glykopeptide mit einer schlechten Penetration behaftet; je nach Resistenzlage stellen Linezolid, Fusidinsäure, Rifampicin, Fosfomycin oder andere Agenzien Optionen dar. „All diese Substanzen sollen nicht als Monotherapie angewendet werden, da es sonst innerhalb von wenigen Wochen zu einer Resistenzinduktion kommt“, warnte Weiss.
Ein MRSA-Befall ist hartnäckig. „Bei 80% der Patienten, die bereits positiv getestet haben, wird der Keim zu einem späteren Zeitpunkt wieder nachgewiesen.“ Das Zeitintervall steht in Korrelation zur Behandlungsdauer: „Je länger man therapiert, desto später kommt der MRSA wieder.“

Gruss,
Oregano
 
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