"Den Tumor weglächeln" (?), SZ v. 16./17.3.13

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In der SZ stand ein Artikel mit dem hübschen Titel "Den Tumor weglächeln". Ein Fragezeichen steht nicht dabei, die setzt der Artikel dann selbst.

Daß manche Menschen aufgrund ihrer Persönlichkeit Krebs bekommen, ist widerlegt. Dennoch behaupten alternative Heiler, die Krankheit lasse sich mit Psychotechniken behandeln. Doch die oft teuren Praktiken sind wirkungslos und gefährlich.
...

In diesem Artikel geht es nicht darum, nur die schulmedizinische Behandlung des Krebses zu vertreten. Es geht darum, Argumente vorzubringen gegen "alternative" Heilungsmethoden, die teuer sind und nichts bringen, sagt der Artikel.

U.a. werden genannt
- der chinesische Arzt Dr. Zhi Gang Sha, der "Diener des Göttlichen". Er bietet für teures Geld Do-it-yourself-Übungen per Olinekurs aus Kanada an und Fernbehandlungen.
- Aufhebung von Blockaden auf verschiedenen Wegen:
.. Psychobionik, erfunden von Ing. Bernd Joschko.
.. Familienstellen nach Hellinger
.. Reinkarnationstherapie
...

Statt einer Verbesserung können solche Techniken abgesehen von einer Nichtheilung auch Verschlechterungen mit sich bringen. Kranke werden auf der Suche nach Blockaden oft mit dem Thema "Schuld" in Berührung gebracht. DAs kann sie aus der Bahn werfen. Sie sind dann nicht nur in der Situation der Krebs-Erkrankung sondern auch noch in der Situation, sich schuldig zu fühlen an dieser Erkrankung.
Auch der Kampf gegen den Krebs ist eine Anstrengung, die manchmal zu viel wird. Es gibt "Phasen von Trauer und auch Ängste gehören zur Verarbeitung der Krankheit" vom Krebsinformationsdient des DKFZ.

Heiler dieser alternativen Richtung werden keine offenkundigen Heilsversprechen machen, weil diese ja in Deutschland nicht erlaubt sind. Sie werden aber dennoch andeuten, daß sie viele Erfolge hatten, was dann wiederum Hoffnung macht.

Grüsse,
Oregano
 
Ich habe gerade so ne Sendung auf ARTE geschaut, da meinte man, dass wahrscheinlich 95% der Zellwucherungen auf Infektionen zurückzuführen sind.
(Bisher sind 20% bewiesen)

Da aber viele diese Infektionen haben, aber nur unter 1% den jeweiligen chronischen Entzündungsprozess mit Zellwucherungs-Folgen bekommen, muss noch irgendetwas bzw. evtl. auch vieles "dazwischenspielen".

Weglächeln halte ich auch für schwierig, allerdings kommen Zellwucherungen erst durch eine lange oder auch enorme / kurzfristige Entzündungsreaktion.
Der Körper selber schüttet dabei jede Menge Cytotoxine (d.h. zellzerstörendes Gift, welches Gewebe sogar absterben lassen kann) aus!

Das Immunsystem eines Menschen kann bekanntlich vom Menschen selber gesteuert / bzw. zumindest beeinflusst werden. Wenn es extrem hochfährt, kommt es so auch eher bzw. zu einer stärkeren Entzündungsreaktion ... der bekanntlichen "Vorstufe" von Zellwucherungen infolge eigener Cytotoxinschädigung (das Gift soll eigentlich der Abwehr dienen)

Folglich kann man auch gar kein generelles "Mittel gegen Krebs" entwickeln. Man kann ja diese, im Grunde sehr wichtige Abwehr nicht ausschalten.

Man könnte demzufolge lediglich die entsprechenden grundsätzlichen Auslöser für Entzündungsprozesse beseitigen, wie eben Infektionen oder schädigende Substanzen / Strahlung.
Oder eben jeden Stress vermeiden der das Immunsystem, insbesondere die eigenen Cytotoxine extrem hochpusht - insbesondere wenn man die besagten Vorschädigungen und Belastungen hat. :kraft:
 
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