Candida als Ursache für HIT

Themenstarter
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Hallo Community,

auch wenn es hier im Forum viele Beiträge zum Thema Candida und/oder HIT gibt, konnte ich doch keinen Thread finden, welcher sich speziell auf die Zusammenhänge bezieht. Daher hier mal ein Faden zur „Fragestellung“: Löst Candida HIT aus bzw. ist Candida Befall des Darms eine der (möglichen) Ursachen für eine Histaminintoleranz.

Ich habe selbst mal recherchiert und gehe daher gerne in Vorleistung. Laut vielen Internetseiten gibt es einen ursächlichen bzw. kausalen Zusammenhang zwischen Candida und HIT.

Hier mal die Liste der Seiten, welche ich gefunden habe. Leider gibt es auf nur wenigen Seiten konkrete Quellen- / Studiennachweise. Die Argumentation ist allerdings relativ logisch für mich nachzuvollziehen. Gestörter Darm durch Candida = Verminderte Leistung Histamin abzubauen -> Histamin-Symptome

Histaminikus – „Candida kann Ursache einer Histaminintoleranz sein“

Pharmawiki.ch – „Zu den möglichen tieferen Ursachen gehören unter anderem entzündliche Darmerkrankungen und Pilzinfektionen mit Candida, die das gastrointestinale Milieu schädigen können.“

Leben-Mit-Ohne - „Selbst wenn noch keine Histaminose besteht, kann eine Candidose ein möglicher Auslöser sein.“

Docplayer.org – „Denn auch Darmpilze können über die Beeinflussung des Histamin-Stoffwechsels gastritisartige Beschwerden verursachen, häufig auch allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel.“

Fuerstenmed.de – „...Candida können Histamin bilden oder den Körper dazu anregen, Histamin auszuschütten)

In Englisch:

Mastcell360.com – „Candida overgrowth can trigger Mast Cell Activation Syndrome and Histamine Intolerance.”

Healinghistamine.com – “Are candida and histamine a related issue? Yes. // Will treating Candida help resolve histamine intolerance/excess histamine/mast cell activation? Possibly.

Icwellness.org – “Research shows that candida triggers histamine release.”


Habt ihr selbst Erfahrungen damit? Kennt ihr Personen welche durch die Beseitigung des Candida gesund/beschwerdefrei geworden sind? Falls ja, wie war deren Vorgehensweise?

Bei mir selbst wurde Candida mehrfach erhöht im Stuhl nachgewiesen (siehe dazu auch diesen Faden). Ich bin nun dabei meinen Darm "aufzubauen", habe aber das Gefühl, dass ich über Diät und NEMs den Candida nicht loswerde. Im Thread geht es mir aber eher um die generellen Zusammenhänge als um Therapievorschläge für mich persönlich. Diese gerne dann im anderen Faden oder per PN.

Danke euch
 
wundermittel
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18.03.16
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Candida ist selbst wiederum nur eine Folge einer Schwermetallvergiftung. Der Pilz und meist auch die Histaminempfindlichkeit verschwinden, wenn das grundlegende Problem beseitigt ist.
 
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12.10.18
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kann durchaus eine rolle spielen, ist aber sicherlich nicht die einzige bzw. notwendige ursache, es gibt auch hi und mcas (ist ähnlich, aber meist noch heftiger und hat mehr trigger ) usw. ohne candida.

Schwermetallvergiftung

ist wohl auch eine der ursachen.

aber wie loswerden ?

ich hab früher (leider noch ohne infos) etliche "entgiftungen" bei versch. "umweltmedizinern" usw. machen lassen und gebracht hat es nichts. jedenfalls nichts postives. es hat sich alles trotzdem (oder teils auch deswegen) weiter verschlimmert.

erheblich gebessert hat sich alles als ich mehr infos hatte und vor allem alle weiteren gifte (auch in arbeits- und wohnräumen, in wasch-und pflegemitteln usw. usw.) gemieden habe und die ernährung optimiert habe (gesund war sie auch vorher schon).

durch den crash war alles wieder schlimmer geworden (da waren keine schwermetalle im spiel, nur ein normales lokalanästhetikum und ein normales schmerzmittel per infusion, beides nur einmal), bessert sich aber gsd schon wieder, weil ich weiß wie es geht (bei mir. bei anderen kann es auch anders sein, je nach ursache der beschwerden usw.).
 
regulat-pro-immune
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18.03.16
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Die Erstverschlimmerung ist typisch für praktisch jede Entgiftungskur. Die Gifte werden mobilisiert (aus dem Gewebe gelöst), bevor sie ausgeschieden werden können, und dann geht es einem erst einmal schlecht. Man darf es also nicht übertreiben mit der Dosierung, sondern muss über einen längeren Zeitraum immer wieder ran und die Dosis vorsichtig steigern.

Ob das bei dir noch sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen. Du reagierst mittlerweile auf praktisch alle Stoffe allergisch und ein Entgiftungsprozess würde sehr lange dauern und deine Beschwerden womöglich ebenso lange verschlimmern. Da ist das Risiko für schwere Komplikationen sehr groß.
 
Themenstarter
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26.05.21
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kann durchaus eine rolle spielen, ist aber sicherlich nicht die einzige bzw. notwendige ursache, es gibt auch hi und mcas (ist ähnlich, aber meist noch heftiger und hat mehr trigger ) usw. ohne candida.
Ich wollte auch nicht suggerieren, dass es die "one and only" Ursache für HIT bzw. Histaminosen ist. Mir geht es eher darum diese eine "Schiene" zu betrachten, welche (vermutlich) doch viele betrifft. Zumindest könnte ich mir das durchaus vorstellen.

Aufgrund der Beiträge stellt es sich ja folgendermaßen dar:

Ursache (z.B. Schwermetallvergiftung) --> Candida --> Darmprobleme --> HIT

Ich bezweifle dass eine Schwermetallvergiftung die häufigste Ursache für Candida ist, sondern es häufiger mit Antibiotika und Fehlernährung (bzw. deren Kombination) zu tun hat. Auch wenn ich für mich in Anspruch nehme relativ gesund zu leben, war das sicherlich nicht immer so und wenn der Pilz einmal da ist, geht er ja leider nicht mehr von alleine. Von daher bin ich unsicher ob es (in meinem Fall) immer mit einer Schwermetall-Entgiftung starten muss. Was, wenn der Pilz aufgrund von Antibiotika oder anderen Einflüssen entstanden ist, langsam gewachsen ist und dann irgendwann zu HIT geführt hat? Zumindest für mich selber wüsste ich nicht wo eine chronische Schwermetallvergiftung herkommen sollte.

Grüße
 
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12.10.18
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Was, wenn der Pilz aufgrund von Antibiotika oder anderen Einflüssen entstanden ist, langsam gewachsen ist und dann irgendwann zu HIT geführt hat?

sicher eine der möglichen ursachen und wohl auch durch andere ernährung plus meiden von schädlichem (u.a. auch div. medis usw) zu beheben.

mir wurden schon als kind mehrmals ab verabreicht, später auch ein paar mal und da ich beim letzten mal dadurch sehr heftige und sehr lange vorhandene colonblutungen bekommen hatte, hab ich sie von da an abgelehnt. gsd wußte ich da schon genug über homöop. mittel um auch üble entzündungen ohne ab wegzubekommen.


lg
sunny
 
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21.12.20
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Hey, natürlich spielt eine Dysbiose eine große Rolle bei HIT. Somit auch Schwermetalle und Pilzerkrankungen durch die fehlerhafte Verdauung. Also muss der Histaminabbau im Darm und in den Mastzellen sehr wichtig genommen werden. Ich hab neue Erfahrungen mit Vitamin C gemacht. Vitamin C wirkt histaminabbauend. Ich nehme das 1000 mg Depot. Oder auch das Ester C 500. Dazu kombiniere ich je nach Beschwerden Zink 15 MG mit Vitamin C oder Methionin mit Magnesium. Methionin verursacht bei mir sonst Blasenschmerzen, da bei mir Blase und Leber sofort entzündlich reagiert, wenn Histamin durch die Mastzellen ausgeschüttet wird. Alle 4 NEM sind histaminabbauend oder zumindest regulierend. Vitamin B6 will ich noch anführen als Co-Faktor für die Regulierung des Histaminhaushalts. Histaminsenkende Probiotika sind Lactobacillus reuteri, Bifido longum und Bifido linfantis. Des weiteren sind alle Bifidobakterien zumindest neutral und nicht histaminausschüttend. Ich nehme Vitamin C gleich morgens als erstes. Dadurch kann ich den Kaffee wenigstens vertragen. Außerdem denkt daran jede Adrenalinausschüttung führt auch zur Histaminausschüttung der Mastzellen. Also bei Stress könnt ihr euch helfen mit hauptsächlich Vitamin C. Ja und es ist vererblich. Meine Tochter hat es auch. Gleicher Anfang wie bei mir. Ich hoffe ich kann ihr 40 Jahre Ärztemarathon und Antibiotika bis zum Abwinken ersparen. Bis jetzt klappt es bei ihr. Und da waren schon ein paar heftige Blasenschmerzen und auffällige Leberwerte dabei.
Ich wünsche euch alle viel weniger Beschwerden. Viel Glück.
LG Jutta
 
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