Buch: „Durch die Krise begleiten“ von Maja Günter u. Dr. Andrea Sterr

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... Der erste Schritt, um einer anderen Person wirklich zu helfen (und dabei nicht unterzugehen), liegt also darin, die eigenen Befindlichkeiten und Bedürfnisse zu kennen – und Grenzen zu setzen. Im nächsten Schritt lassen sich dann Ressourcen aufbauen, um besser helfen zu können.

Das klingt möglicherweise recht theoretisch, aber die Autorinnen verdeutlichen die Theorie an vielen Beispielfällen. Das gibt all dem etwas sehr Nahbares und man hat das Gefühl, sich wirklich verstanden zu fühlen. Die Autorinnen beziehen auch klar Stellung und fordern: „Raus aus der Aufopferungsfalle“ und ermutigen: „Das eigene Selbst zu stärken“. Anhand von vielen Übungen und Impulsen geben sie dazu konkrete Anregungen.

Maja Günther und Andrea Sterr wissen beide aus eigenen Erfahrungen, wie es ist, sich um einen Menschen zu kümmern und wie schwer es fällt, sich als Pflegende und Helfende nicht zu überfordern. Maja Günther war vor kurzem im Podcast „Leben. Lieben. Pflegen. Der Desideria-Podcast zu Demenz und Familie“ zu Gast und hat mir dort von ihrer Erfahrung berichtet: “Ich habe jahrelang gepflegt und war sehr, sehr ausgelaugt. Ich dachte, ich muss da durch und alles alleine schaffen. Der Wendepunkt war das Gespräch mit einer Stewardess.“ Sie habe ihr von der Rettung in Notfällen im Flugzeug berichtet und Maja habe verstanden: Es ist überlebenswichtig, zuerst die eigene Rettungsmaske anzulegen und dann der anderen Person zu helfen. „Ich habe verstanden, dass wenn ich zusammenbreche, ich mich auch nicht mehr um meinen Angehörigen kümmern kann“, erzählt sie. ...

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Grüsse,
Oregano
 
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