Auslöser für CFS

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Die Frage nach Auslösern ist berechtigt, verständlich und unendlich oft durchgekaut, jedoch leider nicht zielführend im Sinne einer alleinigen Problemlösung. Warum? Weil alle genannten Faktoren (Dora) zwar mit Sicherheit eine Rolle spielen, damit aber unmittelbar auch ein Dilemma augenfällig wird: Wir haben es mit einer Gleichung mit quasi unüberschaubar vielen Variablen zu tun. Jeder Betroffene ist mit einem ganzen Pool von potentiellen Auslösern konfrontiert und ein Spielball Selbiger.

In dieser Situation muß man eine Alternative suchen. Statt nur den oder die Angreifer ausfindig zu machen und zu schwächen – was allein angesichts der unumgänglichen Umweltfaktoren und „Nahrungsverseuchungen“ ein schier hoffnungsloses Unterfangen ist -, sollte man die Abwehr aufrüsten. Hier beginnt eine notwendige Massnahme, die die Gesundheitsfunktionäre als „unwirtschaftliche Polypragmasie“ diffamieren: Man stellt einen Vergleich zwischen dem intakten Immunstatus eines Gesunden und dem Immunstatus eines Patienten mit auffälliger klinischer Symptomatik an. Dies ist interessant für die Behandlung jeder chronischen Erkrankung und keineswegs CFIDS/ME-spezifisch.

Es gibt mittlerweile genug Grundlagenarbeiten zu Fragestellungen, welche Biostoffe welche Defekte der Immunabwehr per Selbstheilung beheben helfen. Zu nennen wären körpereigene Wirkstoffe (T- und B-Zellprodukte, darunter Zytokine, Interferone, Interleukine, Immunglobuline etc.) und Nutriceuticals (Rohstoffe zur Regeneration von Zell- und Genfunktionen, gleichsam „Wunderwaffen der Evolution“, wie Vitamine, Mineralstoffe etc.)

So können bspw. heute mittels der TLRs (toll-like-receptors) Rückschlüsse zu den Triggerfaktoren gezogen und verfolgt werden. Durch die Analyse der TLRs gelangt man zur Antwort, ob die Entwicklung der adaptiven Immunreaktion optimal ist oder behindert wird, z.B. durch Viren. Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass mit körpereigenen Stoffen auf der Basis der TLR Liganden Viren aller Art zu „killen“ sind. Eine therapeutische Konsequenz wäre also z.B. die Supplementierung zellulär nicht ausreichend vorhandener Fettsäuren – d.h. physiologisch, entsprechend erfolgter Messung.

Die Evolution hat gezeigt, wie effizient die Immunabwehr in Kooperation mit ihren „Treibstoffen“ ist; andernfalls wären die Säugetiere längst ausgestorben. Allerdings muß die Abwehr voll funktionstüchtig sein und aufgrund der in der heutigen Zeit geradezu sprunghaft gewachsenen Herausforderungen mehr denn je möglichst optimal gestärkt werden. Kein Diagnostik- und Therapiesystem kann es mit dieser Form der personalisierten Medizin aufnehmen. Triggerfaktoren sollten sicher (soweit sie bekannt sind) ausgeschaltet werden. Als alleinige Strategie ist das jedoch erwiesenermaßen nicht ausreichend.

Nicht zuletzt wird auch klar, dass die Behandlung von Diagnosen überholter Unsinn ist. Der Übergang von CFIDS/ME und bspw. Autoimmunstörungen stellt sich bei oben beschriebener Betrachtungsweise fließend dar. Behandelt werden müssen Störungen deshalb konsequenterweise immer auf unterster, zellulärer Ebene nach Analyse der molekularbiologischen Gegebenheiten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das wüsste ich auch mal gerne. Ich hab ein überschießendes Immunsystem.
Die Symptome, die da verlinkt wurden treffen fast alle auf mich zu.
 

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