Arztinformationssystem: „in Grenzbereichen hochproblematisch“

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... 29.11.2017
Das Arztinformationssystem (AIS) sollte bereits „auf der Schiene“ sein, wie der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) anmerkt. Doch die Verordnungsermächtigung des Bundesgesundheitsministers hat – zumindest offiziell – noch nicht das Licht der Welt erblickt. Prof. Josef Hecken nutzt daher den Branchentreff Diabetes von cognomed, um seine Präferenzen darzustellen.

Für ihn ist der entscheidende Knackpunkt, welchen Charakter die Wirtschaftlichkeitshinweise zur Therapie haben werden. Hecken favorisiert eine eher unverbindliche „light-Variante“, sprich der Arzt wird über die Vorteile bestimmter Therapieoptionen sowie den Preis des Arzneimittels und der zweckmäßigen Vergleichstherapie (ZVT) unterrichtet. „Dann kann der einzelne Arzt auf Basis dieser Informationen immer noch frei entscheiden, was er am Ende auf den Rezeptblock schreibt“, erläutert Hecken. Möglicherweise müsse er allerdings dokumentieren, wieso er in bestimmter Weise verordnet hat.

Drohen Verordnungsausschlüsse per Arztinformationssystem?

Denkbar ist aber auch, dass die Wirtschaftlichkeitshinweise in Form einer (verbalisierten) Ampel dem Arzt konkrete Vorgaben machen, bei welchen Konstellationen und Patientengruppen er das jeweilige Arzneimittel verordnen darf. „In dem Moment, wo das so da drinsteht, bedeutet das faktisch einen Verordnungsausschluss“, erläutert Hecken. Notwendig werde dann ein „sehr komplexes Anforderungsverfahren“, da ein Verordnungsausschluss einer möglichen Überprüfung durch das Bundessozialgericht standhalten müsse, warnt er. Angesichts der sehr strengen Kriterien für Ausschlüsse verhehlt der G-BA-Chef seine Bedenken bezüglich der Umsetzbarkeit nicht. Auch hätte ein so formalisierter Wirtschaftlichkeitshinweis unmittelbare Auswirkungen auf die Patientenversorgung und sei „gerade in den Grenzbereichen hochproblematisch“. Konkret sieht Hecken keine Probleme bei Krebs, wo Genotypisierungen vorgeschaltet seien. Er denkt eher an Bereiche, wo die geeignete Therapieoption nicht eindeutig zu bestimmen sei. In diesen Fällen hätte dieses System, „wenn es mit einer solchen Apodiktik ausgestaltet wäre, einen ganz anderen Charakter als das bloße Informieren über Preise“.
https://www.gerechte-gesundheit.de/news/detail/news-detail/2479.html

Es ist ja jetzt schon so, daß weder Arzt noch Patient wirklich entscheiden können, welches Präparat sie verschrieben bekommen. Wenn z.B. ein Patient Probleme mit einem Medikament hat, weil die Zusatzstoffe für ihn icht verträglich sind, muß er das erst ausprobieren und "erleiden", damit der Arzt dann - vielleicht - das vorherige Medikament verschreiben kann, das verträglich war.
Die Wirtschaftlichkeit spielt heute schon eine Rolle...
:mad:

GBA: https://www.g-ba.de/institution/aufgabe/aufgabe/

Grüsse,
Oregano
 
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nein der obere meinung stimme ich nicht zu, die politiker entscheiden wie dieses wirtschaftssystem kontrolliert wird , es hört sich für mich sehr nach einer verschwörung an.......wie kann ein politiker über ein präperat entscheiden er ist nicht der fachman

und der obere meinung hört sich sehr naiv an
 

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