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Wunschkaiserschnitt das Beste für Mutter und Kind? - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Blog, Tipps zu Gesundheit

Wunschkaiserschnitt das Beste für Mutter und Kind?

Kategorien:Allgemein, Familie und Erziehung, Gesundheit Babys und Kinder, Gesundheit Frauen, Krankheitsbilder allgemein, Partnerschaft und Sexualität

In den vergangenen Jahren wird in vielen Ländern der Trend beobachtet, dass Schwangere einen Kaiserschnitt der normalen Entbindung vorziehen. Patientinnen (eigentlich ja „nur“ werdende Mütter) und Ärzte können sich lange vorher auf den passenden Termin einstellen. Die Schwangere muss nicht stundenlange Schmerzen ertragen, der Beckenboden wird geschont, das Sexualleben später nicht beeinträchtigt, das Baby wird nicht dem schrecklichen Geburtsstress ausgesetzt, das Köpfchen ist nicht verformt. Und seitdem man den Kaiserschnitt in Periduralanästhesie (PDA) machen kann, wird es nicht mal durch Narkosemittel belastet. Bei der Kaiserschnittgeburt kann eigentlich nichts Unvorhergesehenes passieren!? Und doch: die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert, dass die Zahl der Kaiserschnitte begrenzt werden müsste und kritisiert die verharmlosende Darstellung.

symptome geburten nach wochentagen

Häufigkeit des Kaiserschnitts

In den deutschsprachigen Ländern liegt die Kaiserschnittrate inzwischen über 30%, allerdings mit ausgeprägten regionalen Unterschieden. Die WHO wertete die Geburten- und Kaiserschnittraten des Jahres 2008 von 132 Ländern aus. Fast 20 Millionen Kaiserschnitte wurden weltweit in dem Jahr durchgeführt. 40% der Länder hatten Kaiserschnittraten unter 10%. In diesen 54 Ländern wurden aber 60% (77 Millionen) aller Kinder weltweit geboren. In den 69 Ländern mit Kaiserschnittraten über 15% wurden nur 37,5% (48 Millionen) aller Kinder weltweit geboren. Während die WHO nur sechs Entwicklungsländer identifizieren konnte, die zu selten Kaiserschnitte durchführten, wird in den Industrienationen offensichtlich zu viel operiert. An der Spitze stehen China und Brasilien mit Sectioraten von etwa 50%.

Die WHO geht davon aus, dass nur 10-15% der operativen Entbindungen medizinisch notwendig sind.
Wo liegen also die Gründe, dass Frauen und Ärzte bei uns so großzügig mit dem Kaiserschnitt umgehen?

Gründe für einen Kaiserschnitt von Seiten der Ärzte/Kliniken

  • Planbarkeit: Es ist keine Frage, dass eine normale Geburt nur schlecht planbar ist. Nur 10% aller Geburten treten wirklich am errechneten Geburtstermin ein. Dabei bemühen sich die Ärzte redlich, die Geburten durch Geburtseinleitung oder Kaiserschnitt planbarer zu machen. Die Schweizerische Ärztezeitung demonstrierte in den Jahren 1969-2005 die Abnahme der Geburten an Wochenenden und die Zunahme an den Werktagen, besonders mittwochs (Abb.).
  • Personal: Wenn man ständig mit ungeplanten Geburten rechnen muss, muss Tag und Nacht entsprechend mehr Personal vorgehalten werden, und das kostet viel Geld.
  • Zeitaufwand: Wenn eine Spontangeburt abgewartet werden soll, muss so manche werdende Mutter mehr als einen Tag in der Klinik oder im Kreißsaal überwacht und betreut werden. Ist aber erst einmal ein Kaiserschnitt durchgeführt, der rein operativ in weniger als einer halben Stunde erledigt wird, so brauchen die Patientin und ihr Baby keine individuelle kontinuierliche Überwachung mehr. Das spart Zeit und Personal.
  • Kosten: Für eine Kaiserschnittentbindung kann deutlich mehr Geld von den Patientinnen und ihren Krankenkassen verlangt werden als für eine Spontangeburt. In der Schweiz kostet eine vaginale Entbindung etwa nur halb so viel wie eine Kaiserschnittentbindung. In einer deutschen Studie wurde vor ein paar Jahren gezeigt, dass dies nicht bedeutet, dass der Aufwand für den operativen Eingriff so hoch ist. Die Bewertung ist nur zu ungleich, so dass das Krankenhaus mit einem Kaiserschnitt mehr Gewinn machen kann.
  • Sicherheit: Schließlich kann im Laufe einer Spontangeburt Unvorhergesehenes passieren: die Herztöne können schlechter werden, die Schmerzen zu stark, es geht nicht so recht weiter, die Schulter verkeilt sich, usw. Viele Geburtshelfer glauben deshalb, mit einer Kaiserschnittentbindung „auf Nummer sicher zu gehen“. Bei Kontroversen wird man vor Gericht immer sagen können, dass man mit einem Kaiserschnitt das Bestmögliche getan hat.

Gründe für einen Kaiserschnitt von Seiten der Mütter

  • Alter: In den westlichen Ländern sind die Frauen bei ihrer ersten Schwangerschaft immer älter. Sie haben mehr Angst als junge Frauen, dass dies die letzte Schwangerschaft sein könnte, deshalb wollen sie kein Risiko eingehen und glauben, dass der Kaiserschnitt besser ist.
  • Ein Kind: auch die Tatsache, dass viele Paare nur ein Kind wollen, spielt eine Rolle. Bei dieser einen Schwangerschaft und diesem einen Kind soll alles optimal laufen.
  • Fruchtbarkeitsbehandlung: noch mehr unter Druck stehen die Mütter, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen haben, die oft jahrelang mit Hormonspritzen und Geschlechtsverkehr nach Vorschrift oder sogar künstlichen Befruchtungen auf ihr Kind hingearbeitet haben. Sie fallen automatisch in die Kategorie „erhöhtes Risiko“ und machen großzügig Gebrauch von dem Kaiserschnittangebot.
  • Übergewicht: Durch unsere Wohlstandsgesellschaft sind mehr Frauen als früher übergewichtig. Aber nicht nur die Mütter, auch die Kinder sind schwerer geworden. Glücklicherweise kann man ja heute im Ultraschall recht genau das Gewicht des Babys voraussagen (obwohl erfahrene Hebammen und Ärzte früher in der Klinik mit ihren Schätzungen allein durch das Abtasten des Bauches auch immer sehr gut lagen). Bei vermutlich schwerem Kind wird die Mutter eher geneigt sein, einem Kaiserschnitt zuzustimmen, als einer möglicherweise länger dauernden Geburt.
  • Risikoschwangerschaft: Im Gefolge des Übergewichts und der Fruchtbarkeitsbehandlungen sind Risikoschwangerschaften häufiger geworden: Mehrlinge, Präeklampsie, Uterus myomatosus, drohende Frühgeburt, usw.
  • Befürchtung: kosmetische Veränderungen oder sexuelle Einschränkungen nach einer vaginalen Entbindung
  • Ungenügender Wissensstand: 86% der Frauen nach Wunschkaiserschnitt gaben in einer Studie an, die Folgen des Eingriffs unterschätzt zu haben.

Es gibt durchaus eine Reihe von medizinischen Gründen, warum die Kaiserschnittraten in den letzten Jahren zugenommen haben. Wir können froh und dankbar sein, dass die Kaiserschnittoperation bei uns seinen Schrecken verloren hat. Besteht ein erhöhtes medizinisches Risiko bei der Schwangeren, so ist heute der Kaiserschnitt in einer Klinik relativ sicher und kann Mutter und Kind vor Schäden bewahren. Allerdings weicht der Begriff des „erhöhten Risikos“ immer mehr auf, da reicht schon eine Sterilitätsbehandlung oder ein Zustand nach Kaiserschnitt!

Ein Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation, also ein Wunschkaiserschnitt, ist aber keineswegs sicherer für Mutter und Kind als die Vaginalgeburt.

Risiken eines Kaiserschnitts für den Körper der Mutter

  • Narkoserisiko
  • Thromboserisiko
  • Erhöhter Blutverlust während der OP und danach durch mangelhafte Rückbildung der Gebärmutter
  • Wundheilungsstörungen in der Gebärmutter oder der Haut
  • Infektionen der Wunde oder der Harnblase
  • Verwachsungen, dadurch später Schmerzen beim GV oder Stuhlgang, erschwerter Schwangerschaftseintritt bei erneutem Kinderwunsch
  • Postoperative Schmerzen
  • Eingeschränkte Stillfähigkeit
  • Verlängerte Rekonvaleszens
  • Bei Folgeschwangerschaften erhöhtes Risiko für regelwidrigen Plazentasitz

Risiken eines Kaiserschnitts für die Psyche der Mutter (und des Kindes)

  • Depression
  • Minderwertigkeitsgefühl
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Bindungsprobleme

Risiken eines Kaiserschnitts für das Kind

Dazu muss man wissen, dass das Baby offenbar den Stress der vaginalen Geburt braucht. Durch den Druck auf das Köpfchen, die Wehen und das langsame durch das Becken Gleiten werden Stresshormone ausgeschüttet. Die stoppen in der Lunge die Bildung von Flüssigkeit und steigern die Bildung eines Stoffes, des Surfactant, der die Entfaltung der Lungen fördert. Das erleichtert dem Neugeborenen die ersten Atemzüge. Wird das Baby per Kaiserschnitt aus der Gebärmutter gezogen, so verschlägt es ihm buchstäblich den Atem. Und das umso heftiger, je früher vor dem Entbindungstermin der Kaiserschnitt gemacht wird.

Ein weiteres wichtiges Erlebnis wird dem Baby bei einem Kaiserschnitt vorenthalten, nämlich der Kontakt mit der Scheiden- und Darmflora der Mutter. Denn bei dem Durchtritt durch die Scheide wird der kindliche Magen-Darmkanal offenbar schon mit den Keimen der Mutter besiedelt. Die sind nötig, damit das kindliche Immunsystem sich richtig entwickeln kann.

  • Sterberisiko: Nach einer Studie der Universität Genf verdoppelt ein Wunschkaiserschnitt das Sterberisiko für das Baby: 1 von 1.000 Kindern stirbt nach einer vaginalen Entbindung und 2 von 1.000 nach einem geplanten Kaiserschnitt.
  • Nach der Geburt: Anpassungsstörungen, das heißt beschleunigte Herztätigkeit, Atemnot, eventuell Bluthochdruck in den Lungen. Die Neugeborenen müssen häufiger auf der Intensivstation versorgt werden. Diese Probleme treten bei Wunschkaiserschnitt in der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) fast viermal häufiger auf als bei einer Vaginalgeburt in der 37. SSW. Je näher am Termin der Kaiserschnitt gemacht wird, desto geringer im Vergleich zur Vaginalgeburt fallen die Unterschiede aus.
  • Kindesalter: Asthma
  • Übergewicht im Kindergartenalter
  • Später: Diabetes
  • Möglicherweise Autoimmunerkrankungen
  • Emotionale Entwicklung während des ganzen Lebens wird beeinflusst durch Ereignisse während der Schwangerschaft und die Art der Geburt

Meine Empfehlung, wie Sie das Beste für sich und Ihr Baby tun können

  • Suchen Sie Fakten. Informieren Sie sich genau, ob bei Ihnen medizinische Risiken vorliegen, was für Entbindungsmethoden in Ihrer Gegend angeboten werden, und hören Sie sich die Erfahrungen anderer Frauen an.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Hebamme, welche Vor-und Nachteile die verschiedenen geburtshilflichen Methoden für Sie haben.
  • Machen Sie sich klar, dass eine Geburt keine Krankheit ist, dass sie ein erfüllendes wunderbares Erlebnis ist, das Sie auf Ihrem Weg als Frau und Mutter weiterbringt.
  • Beziehen Sie Ihren Partner ein. Bereits bei der Geburtsvorbereitung kann er Ihnen helfen. Nutzen Sie Schwangerschaft und Geburt als Chance für die Vertiefung Ihrer Partnerschaft.
  • Stellen Sie sich der Angst vor der Geburt, und nutzen Sie die zahlreichen Therapieangebote: Entspannungsmethoden, Yoga, Hypnobirthing, Methoden, die Ihnen auch unabhängig von der Schwangerschaft später zur Verfügung stehen und Ihr Leben vertiefen und vereinfachen werden. Durch diese Methoden vertiefen Sie frühzeitig die Beziehung zu Ihrem Baby, es wird weniger zu Lage- und Einstellungsanomalien kommen, und Sie müssen weniger Angst vor Geburtskomplikationen haben. Besonders positiv wirkt sich das auch auf Sie auf, wenn Sie eine Risikoschwangerschaft haben.
  • Nutzen Sie die Angebote der ganzheitlichen Medizin und setzen sie gezielt Pflanzenheilmittel, Homöopathie, Aromaöle während der Schwangerschaft und der Geburt ein. Sorgen Sie für einen elastischen Damm durch regelmäßige Massage mit guten Ölen.
  • Suchen Sie sich eine Hebamme, die die Geburt durch das Baby lenken lässt und nicht durch Technik und Zeitdruck.
  • Eine Geburtsbegleiterin, Doula, kann eine große Hilfe sein. Sie gibt Ihnen Sicherheit und Vertrauen in Ihren Körper. Studien zeigen, dass dadurch die Geburtsdauer verkürzt wird, die Kaiserschnittrate sinkt ebenso wie die Notwendigkeit von Zangenentbindungen, es sind weniger Schmerzmedikamente erforderlich. Die Paarbeziehung wird gestärkt, der Stillerfolg erhöht, und der Wochenbett-Blues fällt milder aus. Allerdings fehlt ihnen das fachliche Wissen und Sie müssen sie selber bezahlen. Dadurch besteht die Gefahr, dass noch mehr Hebammen eingespart werden und die Geburt von der Technik dominiert wird.

Forderungen an die Politik

Sicher haben Sie gemerkt, dass meine Empfehlungen ziemlich unrealistisch klingen. Wo gibt es noch diese Hebammen? In welcher Klinik gibt es Ruhe und Zeit für die Schwangere?

Obwohl in anderen Ländern, wie Holland, Schweden, Dänemark gute Erfahrungen mit Hausgeburten und Geburtshäusern gemacht wurden, laufen in der Schweiz nur 2% aller Geburten zu Hause oder in Geburtshäusern ab. Nur 4% aller Geburten inner- und außerhalb der Kliniken werden von Hebammen geleitet!

Aktuelle Studien aus Australien und Großbritannien konnten eindeutig nachweisen, dass gesunde Frauen mit niedrigem geburtshilflichen Risiko unter kontinuierlicher, individueller Betreuung einer Hebamme während der Schwangerschaft und Geburt sehr gut auch außerhalb einer Klinik entbinden konnten. Ihre Kaiserschnittraten, Dammschnitte, Anästhesien waren niedriger als bei den üblichen Klinikgeburten. Und noch wichtiger: den Babys ging es nicht schlechter, sondern sie mussten seltener intensivmedizinisch betreut werden.

In Deutschland hat der Arbeitskreis Frauengesundheit eine Kampagne zur Senkung der Kaiserschnittrate initiiert, der sich auch Schweizer Verbände angeschlossen haben. Lesen Sie hier mehr, und unterstützen Sie sie mit Ihrer Unterschrift. Die Erfahrungen und das Wissen unserer Hebammen bleiben weitgehend ungenutzt. Dabei könnten sie wunderbar als Partnerinnen der Schwangeren deren individuelle Bedürfnisse unterstützen und sie bei einer selbstbestimmten Geburt begleiten.

Ein Hebammenkreißsaal, Geburtshäuser oder Hausgeburten sind nicht gefährlich. Bei guter Organisation und einem vertrauensvollen Umgang zwischen ärztlichem Geburtshelfer, Hebamme und Schwangerer und ihrer Familie lassen sich Kosten einsparen. Die Geburt wird wieder zu dem gemacht, was sie immer war: ein freudiges Ereignis, ein neues Leben, das der Familie geschenkt wird. Und eine Herausforderung für die Frau, aus der sie gestärkt und selbstbewusst hervorgeht. In der Schweiz wird zurzeit eine Umfrage gemacht, um genaue Daten über die Bedürfnisse der Frauen zu erhalten. Nehmen Sie daran teil! Für das nächste Jahr ist eine Petition der Schweizer Hebammen geplant, in der sie fordern, dass, ähnlich wie in anderen Ländern, die durch Hebammen geleitete Geburt in die Kliniken implementiert wird.

Und wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, einen geplanten Kaiserschnitt haben müssen, ohne dass bei Ihnen oder Ihrem Baby eine Notsituation vorliegt, dann so lange wie möglich bis zum errechneten Termin abwarten und nicht aus organisatorischen Gründen zu einer vorzeitigen Entbindung drängen lassen. Denn

  • es ist nicht egal, wann Ihr Baby das Licht der Welt erblickt,
  • es ist nicht egal, wie Ihr Baby das Licht der Welt erblickt und
  • es ist nicht egal, wie Sie sich in der Schwangerschaft fühlen!

Die moderne Forschung weiß heute, dass die gesamte lebenslange Entwicklung dieses kleinen Lebewesens in Ihrem Bauch dadurch beeinflusst wird, wie Sie in der Schwangerschaft und bei der Geburt mit sich und ihm umgehen.

Haben Sie Vertrauen in sich!

Mein herzlicher Dank gilt der Berner Hebamme Frau Marianne Haueter, die mich mit den Verhältnissen in der Schweiz vertraut machte und mir aktuelle Studien zukommen ließ.

 

Prof. Dr. Ingrid Gerhard

Frauenärztin, Reproduktionsmedizin
Naturheilkunde und Umweltmedizin
Universitätprofessorin
1972-2002 Univ. Frauenklinik Heidelberg
1993 Gründerin und Leiterin der Ambulanz für Naturheilkunde an der Univ. Frauenklinik
verschiedene Auszeichnungen für ihre Forschung in der Komplementärmedizin
1995 Bundesverdienstkreuz 1.Klasse
Verfasserin der Lehrbücher Gynäkologie und Geburtshilfe integrativ
Veröffentlichungen in der Laienpresse, zuletzt die Bücher "Ganzheitliche Frauenheilkunde" und "Die neue Pflanzenheilkunde für Frauen".

9 Kommentare in “Wunschkaiserschnitt das Beste für Mutter und Kind?

Solea August 13, 2012
Herzlichen Dank, liebe Frau Prof. Gerhard für den guten Artikel. Ich habe auch noch einen Grund hinzuzusetzen, warum ein Kaiserschnitt, der nicht med. notwendig ist, vermieden werden sollte. Wir arbeiten mit Untersauerstoff-Therapie IHHT, in Russland hat man mit dieser Methode bereits 20 Jahre Forschungsarbeit hinter sich. Gehen wir von einem weiblichen Baby im Mutterleib aus, es bringt ca. 2000 befruchtungsfähige Eier mit auf die Welt, davon haben ca. 1000 einen Gendefekt. Durch die Wehentätigkeit= Untersauerstoff sterben die defekten Eier ab und das Mädchen kann später gesunde Kinder mit auf die Welt bringen. Bei einem Kaiserschnitt bleiben die 1000 defekten Eier leider erhalten und die spätere Frau kann bei jedem 2. Kind einen Gendefekt weitergeben. Das ist finde ich ein wichtiges Argument um für sein Kind, wenn es ein Mädchen wird die Schmerzen zu ertragen und sich später an den gesunden Enkelkinder zu erfreuen. Wir wenden den Untersauerstoff während der Schwangerschaft an, es werden wunderschöne Babys und auch bei Müttern, die vorher z.B. zweimal Mongoloide Kinder bekommen haben sind jetzt super gesunde Babys entstanden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Bericht weiterhelfen sich für eine normale Geburt zu entscheiden.
    seelenheil August 15, 2012
    Die Intervall-Hypoxie-Therapie (IHHT) ist sicher eine effektive Methode, den Stoffwechsel anzuregen. Wendet man diese Behandlung in der Schwangerschaft an, so ist es durchaus denkbar, dass sich Mutter und Baby damit wohlfühlen. Allerdings kann man in solch einer Schwangerschaft nicht verhindern, dass ein mongoloides Kind geboren wird, da ja bereits bei der Befruchtung der Chromosomensatz festgelegt wird. Ein interessanter Aspekt wäre es, ältere Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch oder Zustand nach Missbildungen bereits vor der Schwangerschaft mit der IHHT zu behandeln, um die Funktion der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut zu optimieren.
momo-1 August 13, 2012
hallo liebe Dr. Ingrid und @ in die Hände klatsch, bravo bin froh um dieses Posting, dass es Aerzt-INNEN sich da stark machen. ich komme von Richtung Naturheilkunde und Homöopathie und vieles mehr... kann nur ja sagen, was ich hier lese. Es wird Zeit, dass der Kinderschutz sich endlich durchsetzt. Ich bin medial (das heisst nicht, dass ich was Besseres bin)... drum red ich für die kommenden Wesen: Ihr solltet das Schreien von ihnen hören, denn man anerkennt noch nicht, dass die Babys in anderen Dimensionen Erwachsene sind... für jeden Menschen ist hierher inkarnieren unangenehmer Prozess... WIE erst, wenns durch Kaiserschnitt hierkommen müssen... es ist erwiesen, dass die sanfte, natürliche, möglichst Wassergeburt Kinder bringt, die keinen SCHOCK bekommen. erst mal von Wasser zu Wasser. Ihr wisst doch alle, wies früher mit den Hausgeburten war, oder? aber erst Internet machts möglich, dass wir mehr über alles erfahren können, nicht wahr? Einige nennen Wassergeburten Delphinkinder. Das kommt daher, dass das Baby die Lungen dann sehr schnell-stark entwickeln kann und das ist gut für die Immunentwicklung (ich würds gern anders sagen: für die Entwicklung der Selbstregulation, denn Immun assoziert Krieg)... sag ich zu allen. Frau Dr. wirds wissen. Notfälle gibts immer, völlik klar in der Klinik IST es IMMER ein Schock, weil sofort grelles Licht kommt, es ist laut und hektisch... wenn das Baby dann noch in eine Konflickt-Ehe geboren wird, noch schlimmer, wenn die Mutter viel Existenzangst hat, überträgt sich das aufs Kind... durch all das nehmen die Krankheiten zu. WENNS dann noch geimpft wird, ist Schock PERFEKT und dann wundern wir uns über Vermehrung der Zappelphilippe? und Vermehrung von frühkindlichen Erwachsenenkrankheiten??? Ich hoffe, dass inzwischen klar geworden ist, dass solche Uebel gewollt sind. Ich habs von einem tollen Reburther gelernt, was für Folgen möglich sind. Ich könnte noch viel schreiben, aber ich denke, es reicht. und dann gibts noooch ein schreckliches Thema, hört sich paranoisch an, leiiider aber ist es das nicht. Genau dasselbe wie der Organspende-Missbrauch, da wurd ma früher noch ausgelacht, es zu äussern: Babys, wo man den Müttern sagt: tut uns leid, ihr Baby starb in letzter Minute, man konnte das weder sehen, noch verhindern... Ausreden gibts genug... und weiterdenken wäre vonnoten.... sorry fürs Polarisieren. wir Frauen haben diese Probleme zu lösen, schön wenns noch Männer gibt, die dann HINTER ihrer Frau stehen.... hoffen ist ja ned verboten tschüssis Momo (Weiblein)
aromen August 13, 2012
Besten Dank an Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard für diese wunderbare Abhandlung ! Jedoch stellt sich mir noch eine zusätzliche Frage: Was halten Sie von einer Wassergeburt und welche Risiken/Vorteile hat sie? Liebe Grüße :-) Manfred Eck
    seelenheil August 15, 2012
    Eine Wassergeburt ist bei normaler Schwangerschaft eine wunderbare Sache: die Frau kann besser entspannen, sich im Wasser leichter bewegen, die Geburtsdauer ist verkürzt, auch die Babys haben weniger Stress, und die Nachgeburtsblutungen sind geringer. Nachteile sind, dass man bei Komplikationen nicht so rasch reagieren kann und ein Dammschutz kaum möglich ist. Auch eine PDA kann man natürlich nicht setzen, was aber wegen der insgesamt geringeren Schmerzen nicht erforderlich ist. Eine Wassergeburt ist natürlich nur etwas für die Frauen, die sich im Wasser wohl fühlen, nur weil es Mode ist, sollte man es nicht machen.
Fremder August 13, 2012
Ich finde es gut, dass dieses Thema mal behandelt wird und man dazu Stellung nehmen kann. Meine Frau hatte 4 normale Geburten und die letzte 5. Geburt war ein Kaiserschnitt. Meine Frau hat immer betont, dass die Normalgeburten "schöner" waren. Sicherlich, es ist keine Frage, es ist mit vielen unangenehmen Dingen verbunden, insbesondere die lang anhaltenden Wehen und der Schmerz bei der Geburt. Aber sie sagte immer, die normale Geburt sei ein Erlebnis, das man nie vergessen wird und das zu einem unsäglichen Glücksgefühl führt. Ich war auch immer bei den Geburten dabei und wir haben unsere Kinder gewissermassen "zusammen" auf die Welt gebracht. Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir ein sehr enges und liebevolles Verhältnis zueinander haben. Die Kinder waren erwünscht und in Liebe gezeugt. Ich glaube, dass dies auch eine große Rolle spielt. Alle unsere Kinder haben sich hervorragend entwickelt. Dass die Geburt für das Baby von Nachteil ist, kann ich mir nicht vorstellen, auch wenn es ein Stress ist, geboren zu werden. Ich frage mich auch, ob man immer allen unangenehmen Dingen unbedingt aus dem Weg gehen muss. Zum Leben gehören solche Dinge nun mal dazu. Wenn wir uns immer alles zu leicht machen, dann wissen wir ja gar nicht mehr, dass es uns gut geht. Das sind nun zwar sicherlich philosophische Fragen, aber diese gehören eigentlich zum Leben auch dazu. Ich glaube, dass vieles übertrieben wird bezüglich der Geburtsrisiken. Man kann immer alles ein wenig verzerrt oder übertrieben darstellen und die Meinungen der Menschen dadurch stark manipulieren. Auf jeden Fall kann ich in keiner Weise bestätigen, dass sich z.B. das Sexualempfinden auch nur ein klein wenig verändert hätte durch die Normalgeburten. Vielleicht gibt es Ausnahmen, aber diese sollten uns nicht dazu verführen, diese Dinge zu verallgemeinern. Sicherlich ist auch nicht jede Geburt gleich schwer. Sicherlich gibt es viele Geburten, die wirklich schlimm sind und natürllich gibt es Risikogeburten. In solchen fällen muss man einen Kaiserschnitt machen. Ich muss jedoch auch dazu sagen, dass meine Frau keine leichten Geburten hatte und bis zu 12 Stunden (einmal sogar fast 2 Tage) in Wehen war. Und trotzdem hatte sie von den Normalgeburten eine bessere Meinung. Ich denke hier besonders auch an die emotionle Seite. Und auch für mich als Mann war es immer ein tiefes und inniges Erlebnis, das ich bis an mein Lebensende nicht vergessen werde. Die Geburten liegen nun durchschnittlich 50 Jahre zurück und immer noch denke ich mit Freude und tiefer Liebe an diese Stunden. Es war mir ein Bedürfnis, diese Dinge mal von einer ganz anderen Seite zu beleuchten und nicht immer nur von Risiiken oder technischen Dingen zu reden. Schließlich sind wir Menschen und deshalb gelten frü uns auch noch andere Dinge. Liebe Grüße Werner
    seelenheil August 15, 2012
    Lieber Werner, vielen Dank für diesen differenzierten und liebevollen Kommentar, der sicher viele Frauen und Männer ermutigen wird, sich den Herausforderungen einer normalen Geburt zu stellen. Zu Ihrer Zeit war es ja noch eine ganz große Ausnahme, dass die Männer ihren Frauen im Kreißsaal beistanden. Und sie nahmen nicht wie heute schon an Vorbereitungskursen teil, um ihren Frauen eine echte Unterstützung zu sein. Ich freue mich, dass Sie bestätigen, wie jede Geburt ein unvergessliches Erlebnis für Sie und Ihre Frau war, das nicht etwa Ihre (sexuelle) Beziehung belastet hat, sondern Sie nur noch enger und liebevoller zusammengeschweißt hat. Noch einmal Dankeschön, dass Sie uns an Ihren Erfahrungen und Überlegungen teilhaben ließen.
Coco71 August 17, 2012
Hallo Zusammen, ich hatte vor 9 Wochen leider meinen 2. Kaiserschnitt. Meine beiden Kinder lagen beide in der BED (Beckenendlage).Der Versuch mit homöopathischen Mitteln die Babies zu drehen hat bei Beiden leider nicht geklappt. Bei Lilli war ein Termin beim Arzt vereinbart zur versuchten Drehung. Da die Fruchtblase jedoch 3 Wochen früher platzte und die Herztöne schlecht waren, wurde ein Notkaiserschnitt angesetzt. Bei Jan, Geb. 7.6.2012, wurde wegen der BED gleich einen Termin festgelegt (10 Tage vor dem errechneten Termin). Jan hätte eine Vaginalgeburt nicht überlebt! Der Kaiserschnitt dauerte 15 Minuten! weil er völlig "verkrüppelt" in der Gebärmutter sass, danach brauchte er Sauerstoff bis die Atmung einsetzte und regelmässig erfolgte. Dies nur als kurze Vorinformation. Beide Kinder waren resp. sind Kinder mit starken Krämpfen, Extension (Überstreckung nach hinten), "kötzeln" ständig (Lilli neun monatelang) , brüllen stundenlange Tag und Nacht... Bei Lilli und auch bei Jan habe ich Hilfe in der Homöopathie und der Craniosacral Therapie gesucht und gefunden. Die Homöopathie hilft v.a. dass das Furzen leichter geht und der "Gaggi" besser ausgeschieden werden kann. Die Cranio bessert die Verkrampfung im ganzen Körper, v.a. im Kopfbereich und Magen-Darm. Kurze Info: Cranio = Schädel, Sacral = Steiss. Die Cranio Sacral Therapie geht davon aus, dass die Verbindung resp. der Liquorfluss (Flüssigkeit in Gehirn und Rückenmark) vom Schädel via Rückenmark zum Steiss durch den Kaiserschnitt gestört ist. Durch leichte Bewegungen (sieht aus wie Handauflegen) wird diese Stauung behoben. Es braucht mehrere Behandlungen bis das Baby darauf reagiert. Danach wird es zunehmender ruhiger und die Verkrampfungen bessern sich. Ich bin davon überzeugt, dass jede noch so schlimme Geburt für das Kind besser ist, als ein Kaiserschnitt. Das Baby kann sich nicht auf den Kaiserschnitt einstellen, es wird plötzlich aus seiner schützenden Umgebung heraus gerissen und hat vermutlich Todesangst. Dies alles führt u.a. zu Verkrampfungen im und am ganzen Körper. Auch für mich waren beide Geburten sehr schmerzhaft. Nach dem Kaiserschnitt weiss man nicht wie man sich vor lauter Schmerzen bewegen soll. Aufstehen wird zur Tortur. Und ohne Schmerzmittel geht es in den ersten Tagen nicht. Und diese Schmerzmittel sind wiederum schlecht für das Baby. Ich habe die Schmerzmitel mit Hilfe von Homöopathie reduzieren und die Einnahme vorzeitig beenden können, man kann sein Kind vor lauter Schmerzen nicht geniessen, weiss manchmal nicht wie man es Stillen soll, weil alles weh tut. Die Nervenbahnen im Unterleib sind durch den Schnitt gestört und es kann ein Taubheitsgefühl zurückbleiben (was bei mir bereits bei der ersten Geburt im 2010 der Fall war). Jan ist auf dem Weg der Besserung. Schreit und Kötzelt immer noch viel, lässt sich aber besser beruhigen und hat stundenweise ruhige Phasen. Drum mein Ratschlag an alle Schwangeren: bringt wenn möglich eure Kinder Vaginal zur Welt! Es ist das Natürlichste was es gibt und hat sich seit Jahrtausenden nicht geändert! Kaiserschnitt ist für Mutter und Kind ein riesiger Stress! liebe Grüsse C. Walter (Naturheilpraktikerin & Homöopathin)
Emil999 Mai 7, 2013
Bei "Kaiserschnittkindern" entwickelt sich die Intestinalflora anders als bei normalen Geburten. Daher ist eine Vaginalgeburt die "beste Geburt". Natürlich gibt es begründete Kaiserschnittgeburten. Dr. Schuler & A. Schuler äussern sich in der Schrift Physiologie und Pathologie der Intestinalflora dazu. Nachzulesen hier: http://www.ernährungsberateronline.org/html/literatur_ueber_den_darm.html MfG Emil

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