HvB Anhang Listen
Aus Symptome, Ursachen von Krankheiten
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Sammlung von Aufzählungen, Listen und Tabellen
Ernährung
Ernährungskreis (als Liste)
Hildegard - Ernährungskreis (als sortierbare Tabelle)
|
| ca. %
| ERNÄHRUNGSGRUPPE
| NAHRUNGSMITTEL
|
| 6
| Süssmittel
| Zucker, Honig, Melasse
|
| 19
| Getreide, Getreideprodukte
| Getreide: Dinkel, Roggen, Weizen, Hafer Kerne, Samen: Flohsamen, Mohn, Leinsamen, Kürbis, Mandeln
|
| 17
| Gemüse, Hülsenfrüchte
| Gemüse: Fenchel, Meerrettich, Sellerie, Pastinak, Knoblauch, Schalotte, Lauch, Kürbis, Rettich Hülsenfrüchte: Bohne, Linse, Saubohne, Kichererbse, Hirse
|
| 6
| Essig, Kräuter
| Melisse, Salbei, Raute, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Brunnenkresse, Bachminze, Brennnessel, Gundelrebe, Beifuß, Wermut, Rainfarn, Liebstöckel, Schafgarbe, Metra, Bärwurz, Königskerze, Poleiminze, Meisterwurz, Mariendistel, Basilikum
|
| 20
| Obst, Beeren
| Äpfel, Kastanie, Kirsche,Kornelkirsche, Mispel, Quitte, Schlehe, Weintraube, Zitrone, Johannisbeere, Pfirsich, Pflaume, Berberitze
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| 6
| Getränke
| Bier, Wein, Wasser, (Tee), Saft
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| 8
| Milchprodukte
| Kuh, Ziege, Huhn, Ei, Bergkäse, Frischkäse
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| 14
| Fisch, Fleisch, Eier
| Fisch:Hausen, Stör, Wels, Koppe, Lasz, Hecht, Barbe, Karpfen, Brachsen, Nase, Forelle, Barsch, Maifisch, Äsche, Rotauge, Gründling, Hasel, Blicke, Grundel, Kaulbarsch, Groppe, Krebs
Vögel: Strauß, Huhn, Birkhuhn, Auerhahn, Rebhuhn, Schnepfe, Wachtel
Tiere: Hirsch, Reh, Wisent, Rind, Schaf, Ziege
|
| 4
| Öl und Butter
| Palmöl, Olivenöl, Kuhbutter, Ziegenbutter
|
Die Tabelle ist sortierbar!
Nahrungsmittel sollen nähren und Lebensmittel sollen am Leben erhalten. Wichtig ist, daß sie richtig gelagert und zubereitet werden. Einige davon sind auch Heilmittel, weil sie die Lebenskraft enthalten, die manchen Krankheiten und Funktionen im Körper verloren gegangen sind. Diese Heilmittel bauen wieder auf und stellen die Funktionen wieder her. Hildegard sagt z.B. "wenn Du dieses öfter ißt, wirst Du gesund werden - es sei denn Gott will es nicht."
Nahrungsmittelliste
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Nahrungsmittel und Lebensmittel und ihre (Kaloritäten) Beschaffenheiten nach Hildegard von Bingen.
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Getreide
- Dinkel warm
- Weizen warm
- Hafer warm
- Roggen kälter als Weizen
- Gerste kalt
- Mohnsamen mäßig, feucht, kalt
Gemüse
- Fenchel angenehme Wärme, weder trocken noch feucht
- Sellerie mehr grün als trocken
- Knoblauch rechte Wärme
- dünner Lauch schnelle Wärme unnütze Wärme
- Kürbis kalt trocken
- Rettich mehr warm als kalt
- Brennessel sehr warm und hat Rauhheit
- Meerrettich warm
- Salat
- Zwiebel
- Karotten
- rote Rüben
- Erbse kalt
- Linse kalt
- Saubohne kalt
- Kichererbse warm
- Hirse kalt und doch etwas warm
- Portulak kalt
- Pastinak kalt
- Melde mehr kalt als warm und feucht
- Bärenfenchel warm und trockene Grünkraft
- Kappus mehr kalt als warm und doch etwas trocken
- Kohl etwas mehr kalt als warm
- Leinsamen warm
Getränke
- Bier Dinkelweiße Hefebier und dunkles Bier
- Wein aus Franken und vom Hundsrück Pfälzer
- Wasser das aus der Tiefe kommt, Quellwasser
- Kräuter in Wasser gekocht (Tee)
- Säfte sind nicht genannt, aber erlaubt nur stark verdünnt, frisch gepreßt:
- Äpfel, Zitrone, Quitte, Trauben, Kirschen, Johannisbeeren
- Karotten, Sellerie, Rote Rüben
Milch und Milchprodukte
- Kuhmilch
- Ziegenmilch
- Frischkäse
- Ziegenkäse
- Kuhkäse
- Schafskäse
- Frischkäse
Obst, Beeren, Nüsse
- Apfel warm und feucht
- Quitte mehr kalt
- Mandel sehr warm
- Kastanie sehr warm
- Zitrone mehr warm als kalt
- Brombeeren mehr warm als kalt
- Maulbeeren kalt im guten Sinn
- Kornelkirsche warm und mild mit süßer Feuchtigkeit
- Kürbiskerne kalt und trocken
- Kirsche mehr warm als kalt
- Schlehe mehr warm als kalt und trocken
- Berberitze mehr kalt als warm
Fette und Öle und Süßungsmittel
- Sonnenblumenöl
- Butter
- Olivenöl, Baumöl mehr warm als kalt
- Honig sehr warm
- Zuckerrohrsirup
- Apfelmelasse warm und feucht
- Birnenmelasse mehr kalt als warm
- Ahornsirup nicht genannt aber erlaubt kalt und auch trocken
Fisch
- Steinbeißer mehr kalt
- Barbe mehr warm als kalt
- Stör mehr kalt als warm
- Grundel mehr feucht als trocken
- Koppe mehr kalt als warm
- Hecht mehr warm als kalt
- Barsch mehr warm
- Äsche mehr kalt
- Rotauge mehr warm
- Gründling mehr warm als kalt
- Hasel mehr warm
- Blicke mehr warm= Halbbrachsen oder Güster = Karpfenfisch
- Kaulbarsch mehr warm
- Groppe mehr kalt
- Krebs mehr warm
- Wels mehr warm als kalt
- Hausen mehr von der warmen als der kalten Luft
- Schleie Wärme der Sümpfe
- Lachs mehr kalt als warm
- Lasz mehr warm als kalt = Rotfisch= Huchen = Donaulachs
- Karpfen mehr warm als kalt
- Döbel mehr kalt als warm
- Hering unbeständig und kalt
- Bitterling mehr warm
- Brachsen mehr warm als kalt
- Nase kalt
- Scholle warm
- Forelle mehr warm als kalt
- Maifisch kalt und feucht
Fleisch
- Huhn kalt und trocken Hühnereier sind mehr kalt als warm
- Rebhuhn kalt
- Birkhuhn kalt
- Rind kalt
- Schaf kalt
- Ziege sehr plötzliche Wärme
- Hirsch plötzliche Wärme
- Reh kalt
- Schwein warm
- Hase mehr warm als kalt
- Strauß sehr warm
- Hagelgans sehr warm
- Wildente schwere Wärme
- Wachtel warm und feucht
- Gans warm
Gewürze frisch und getrocknet
- Essig
- Salz sehr warm und etwas feucht
- Flohsamen kalt nützliche Mischung
- Galgant ganz warm
- Bertram warm und trocken
- Zimt sehr warm, mäßig feucht, starke Kräfte
- Muskat große Wärme
- Kubebe warm und trocken, richtige Mischung
- Gewürznelke sehr warm, gewisse Feuchtigkeit
- Quendel warm und gemäßigt
- Ysop trockene Natur, mäßig warm, große Kraft
- Dill, warm und trocken, gemäßigt
- Diptam, warm und trocken
- Bohnenkraut mehr warm als kalt
- Zitwer sehr warm, große Kraft
- Ingwer sehr warm und ausgedehnt
- Pfeffer sehr warm und trocken
- Petersilie mehr warm als kalt, kräftige Natur
- Wermut sehr warm
- Schwarzkümmel = Kreuzkümmel = Mutterkümmel warm und trocken
- Dost warm und trocken
- Thymian warm und trocken
- Schwarzer Senf warm und etwas trocken
- Kerbel gesunde Wärme und trocken
- Lorbeer warm und trocken
- Süßholz gemäßigte Wärme
- Raute gemischte Wärme
- Bibernell mehr kalt als warm
Würzkräuter und (Tee)kräuter in Wasser zu kochen
- Salbei warm und trocken
- Basilikum kalt
- Raute warm und feucht
- Petersilie kräftige Natur mehr warm als kalt
- Kerbel mehr warm als kalt
- Bachbunge warm
- Ackerminze mehr warm als kalt
- Bohnenkraut warm und feucht
- Brennessel warm und etwas rauh
- Brunnenkresse warm
- Gundelrebe warm und trocken
- Beifuß sehr warm
- Rainfarn warm und etwas feucht
- Liebstöckel gemäßigte Wärme
- Tormentill kalt
- Schnittlauch nicht zu warm gemäßigt
- Katzenminze warm
- Meisterwurz warm
- Königskerze warm und trocken etwas kalt
- Bockshornklee mehr kalt als warm
- Mariendistel Kälte die vom Tau ist
- Melisse warm
- Lavendel warm und trocken
- Wegwarte warm und feucht
- Fenchelsamen angenehme Wärme
- Ackerminze mehr warm als kalt
- Krauseminze mäßige Wärme scharfe Wärme
- Schafgarbe etwas warm trocken
- Poleiminze angenehme Wärme trotzdem feucht
- wilde Minze mehr warm als kalt
- Thymian warm und trocken
- Muskatellersalbei warm
- Ringelblume kalt und feucht
- Andorn warm und genug Saft
|
Säftetherapien
Mittel die schlechte Säfte bereinigen können nach Hildegard von Bingen.
|
| Nr.
| Mittel
| Wirkung auf Säfte
|
| 1
| Galgant (Ingwerarten)
| Schmerzen wegen üblen Säften
|
| 2
| Pfeffer
| mindert alle schädlichen Säfte
|
| 3
| Bertram
| mindert Fäulnis
|
| 4
| Bertram
| mindert Schleim im Kopf
|
| 5
| Zimt
| mindert üble Säfte
|
| 6
| Zimt
| bereitet gute Säfte
|
| 7
| Hirschzunge
| nimmt innere Fäulnis und Schleim weg
|
| 8
| Lilie
| hilft dem, der kranke Säfte in sich hat
|
| 9
| Salbei
| ist nützlich gegen die kranken Säfte
|
| 10
| Salbei
| hilft bei Überfluß an Schleim
|
| 11
| Salbei
| vermindert Säfte und Schleim
|
| 12
| Salbei
| hilft dem der Blut speien muß wegen üblen und verdichteten Säften
|
| 13
| Raute
| gut gegen trockene Bitterkeiten die im Menschen wachsen und für den, dem die richtigen Säfte fehlen
|
| 14
| Ysop
| reinigt den kranken Schaum der Säfte
|
| 15
| Fenchel
| vermindert den üblen Schleim oder die Fäulnis
|
| 16
| Fenchel
| gegen üblen Schleim im Magen
|
| 17
| Pastinak
| verschafft gesunde Säfte
|
| 18
| Lauch
| verkehrt roh gegessen die Säfte in das Gegenteil
|
| 19
| Knöterich, Weißgras
| erzeugt keine schädlichen Säfte
|
| 20
| Raps
| bereitet keine üblen Säfte
|
| 21
| Rettich
| für den der viel Schleim in sich hat
|
| 22
| Brennessel
| wenn von üblen Säften Würmer wachsen
|
| 23
| Beifuß
| bei Fäulnis, die jemand sich durch Speise und Trank zugezogen hat
|
| 24
| Beifuß
| CC üble Säfte fließen bei geritzter Haut heraus (Baunscheidt)
|
| 25
| Rainfarn
| gut gegen alle fließenden und ausfließenden Säfte
|
| 26
| Habichtskraut
| mindert die üblen Säfte die sich an einer Stelle gesammelt haben
|
| 27
| Zwergholder
| wem der Kopf von üblen Säften wie ein Sturzbach tost
|
| 28
| Akelei
| wer viel Schleim auswirft
|
| 29
| Steinbrech
| wem im Magen oder in der Blase sich viel Schleim zusammengeballt
|
| 30
| Blutwurz
| wer überfließende und eitrige Säfte in sich hat
|
| 31
| Honig
| bereitet Fäulnis in sich
|
| 32
| Weinessig
| mindert die Säfte
|
| 33
| Weinessig
| reinigt den Unrat
|
| 34
| Stur
| hilft mit, unnütze Säfte auszutreiben
|
| 35
| Wasserlinse
| mindert die unnützen Säfte
|
| 36
| Thymian
| mindert die schlechten Säfte
|
| 37
| Zitwer
| wer viel Speichel und viel Schaum in sich hat
|
| 38
| Odermenning
| damit ein Mensch von Speichel und Auswurf gereinigt wird
|
| 39
| Mandeln
| wer viel Schleim hat
|
| 40
| Buche
| Säfte, die auf den unrechten Weg der gelben Galle gelenkt werden
|
| 41
| Smaragd
| wer viel Speichel in sich hat
|
| 42
| Silber
| wer Überfluß an Säften hat
|
| 43
| Eisen
| vertreibt auf den Magen gelegte Säfte
|
| 44
| Reh
| reinigt von Schleim und Unrat
|
| 45
| Ameise
| wer viel Schleim hat in Kopf, Magen oder Brust
|
| 46
| Pfaffenhütchenbaumrinde
| Wassersucht
|
| 47
| Hausen (Fischart)
| wenn die Wassersucht zuzunehmen beginnt
|
| 48
| Pfau
| ein Mensch der Wassersucht hat
|
| 49
| Straußenei Schalenpulver
| wenn jemand wassersüchtig ist
|
Siehe auch Pflanzennomenklatur im Vergleich: hystorisch und modern (Vergleich der durch die historischen Autoren Hildegard von Bingen und Leonhart Fuchs pflanzlichen Arzneimitteln zugeschriebenen mit aktuell anerkannten Indikationen), Dissertation von: Christine Mayer-Nicolai aus Bukarest (opus-bayern.de)
- Teil 1 S.1, Inhaltsverzeichnis und Dissertation: Punkt 1. - 8. (Anlagen: Punkt 9.)
- Teil 2 S.93, Anlage: Pflanzen Verzeichnis Hildegard von Bingen
- Teil 3 S.238, Anlage: Indikationsverzeichnis nach Fuchs
- Teil 4 S.423, Anlage: Auflistung der zum Vergleich herangezogenen aktuellen Indikationen
Mensch
Menschentypen
- Sanguiniker (leichtblütiger, heiter, lebhaft, phantasievoll, gesprächig...)
- Phlegmatiker (langsamer, ruhig, schwerfällig, friedliebend, zuverlässig...)
- Choleriker (leicht erregbar, unausgeglichen bis jähzirnig, furchtlos, starker Wille und Entschlossenheit)
- Melancholiker (schwermütig, trübsinnig, traurig, misstrauisch, kritisierend, verlässlich, selbstbeherrscht)
Tugenden und Laster
Gegenüberstellungen (nach Hildegard von Bingen)
|
|
| TUGENDEN
| LASTER
|
| 1
| Liebe zum Himmlischen
| Weltliebe
|
| 2
| Zucht
| Ausgelassenheit
|
| 3
| Schamhaftigkeit
| Vergnügungssucht
|
| 4
| Barmherzigkeit
| Herzenshärte
|
| 5
| Gottes Sieg
| Feigheit
|
| 6
| Geduld
| Zorn
|
| 7
| Sehnsucht nach Gott
| Ausschweifung
|
| 8
| Enthaltsamkeit
| Schlemmerei
|
| 9
| Hochherzigkeit
| Engherzigkeit
|
| 10
| Frömmigkeit
| Gottlosigkeit
|
| 11
| Wahrheit
| Lüge
|
| 12
| Friede
| Streitsucht
|
| 13
| Seligkeit
| Schwermut
|
| 14
| Maßhalten
| Maßlosigkeit
|
| 15
| Seelenheil
| Verstocktheit
|
| 16
| Demut
| Hochmut
|
| 17
| Liebe
| Mißgunst
|
| 18
| Gottesfurcht
| Ruhmsucht
|
| 19
| Gehorsam
| Ungehorsam
|
| 20
| Glaube
| Unglaube
|
| 21
| Hoffnung
| Verzweiflung
|
| 22
| Keuschheit
| Wollust
|
| 23
| Gerechtigkeit
| Ungerechtigkeit
|
| 24
| Tapferkeit
| Stumpfsinn
|
| 25
| Heiligkeit
| Gottvergessenheit
|
| 26
| Beständigkeit
| Unbeständigkeit
|
| 27
| Sehnsucht nach Himmlischem
| Sorge für das Irdische
|
| 28
| Zerknirschung
| Verschlossenheit
|
| 29
| Weltverachtung
| Habsucht
|
| 30
| Eintracht
| Zwietracht
|
| 31
| Ehrfurcht
| Spottsucht
|
| 32
| Stetigkeit
| Umherschweifen
|
| 33
| Gottes Dienst
| Magische Kunst
|
| 34
| Genügsamkeit
| Geiz
|
| 35
| Himmlische Freude
| Weltschmerz
|
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Lebensalter
Dies spielt eine Rolle bei der Gruppierung der Tugenden und Laster
| Alter
| Gegensatzpaar
| Betrifft
|
| vorgeburtlich
| 1-7
| Kopf
|
| Kindheit
| 8-15
| Brust
|
| Jugend
| 16-22
| Bauch
|
| Reife
| 21-30
| Schenkel
|
| Alter
| 31-35
| Füße
|
Säfte
Sie wirken sich aus in den Organen und bei den Abläufen im Körper
|
Betriebssäfte des Körpers (Phlegmen)
|
| zwei himmliche
| zwei weltliche
|
| Blut
| Interstitinalflüssigkeit (in oder zwischen den Zellen)
|
| Lymphe
| Restsäfte, Fehlsäfte, Giftstoffe, Galle
|
Fehlsäfte
folgt...
Beschaffenheiten der Säfte
Es gibt aber auch noch Unterarten wie
- mehr warm als kalt
- mehr trocken als feucht
Daraus entwickeln sich durch weitere Stoffwechseltätigkeit die Auszüge aus den Kardinalsäften
Phlegmen und Schleime
- Phlegmen
- Blut (warm)
- Lymphe (kalt)
- Schleime
- Intertistinalflüssigkeit ('Betriebswasser') (schaumig)
- Restsäfte, Gifte, Schwarzgalle (lauwarm))
So sind die Grundbedürfnisse der Menschen, was die Hildegardheilkunde angeht.
Auf jede Beschaffenheit paßt ein Heilmittel, so hat es die Natur für uns vorgesehen.
(Mit der subtilitas rerum der Heilpflanzen und Heiltiere werden die Beschwerden angegangen)
Denn auch die Pflanzen sind warm, kalt, feucht und trocken und wirken, indem sie die
Bedürfnisse unterstützen. (Es gibt viele Mischungen, die je nach Bedarf eingesetzt werden können.)
Von der richtigen Mischung hängt Gesundheit oder Krankheit ab, vom richtigen Einsatz eines Heilmittels die Wiederherstellung.
- Was zu warm ist wird gemäßigt indem es abgekühlt wird.
- Was zu kalt ist wird erwärmt, oder moderiert
- was zu feucht ist, wird entwässert
- was zu trocken ist wird angefeuchtet
Temperamente
- Blutreich (der Sanguiniker)
- Schaumreich (der Phlegmatiker)
- Schleimreich (der Choleriker)
- Schwarzgallig (der Melancholiker)
Jahreszeiten (Lebensabschnitte)
- Kindheit - entspricht dem Frühling (warm und trocken)
- Jugend - entspricht dem Sommer (warm und feucht)
- Reife - entspricht dem Herbst (kalt und feucht)
- Alter - entspricht dem Winter (kalt und feucht)
Rhythmen (Organe)
- Herzrythmus
- Atemtythmus
- Verdauungsrythmus
- Ausscheidungsrythmus
Diese Elemente betreiben die Funktionen des Körpers und schaffen Kraft.
Heilung
Heilmittelwirkungen
- Die Wärme des Feuers macht ein trockenes Phlegma
- Die Feuchtigkeit der Luft macht ein feuchtes.
- Aus dem wäßrigen Blut ein schaumiges, (?)
- aus dem erdhaften Fleisch ein lauwarmes Phlegma. (?)
Alle vier werden ausgezogen und ausgeschieden. Jedes temperiert das vorhergehende und hält es im rechten Maß. Kommt alles aus dem Gleichgewicht, nimmt eines überhand, folgt das andere nach und der Mensch befindet sich körperlich in Unruhe.“
Säftetherapie
Mittel die schlechte Säfte bereinigen können nach Hildegard von Bingen.
|
| Nr.
| Mittel
| Wirkung auf Säfte
|
| 1
| Galgant (Ingwerarten)
| Schmerzen wegen üblen Säften
|
| 2
| Pfeffer
| mindert alle schädlichen Säfte
|
| 3
| Bertram
| mindert Fäulnis
|
| 4
| Bertram
| mindert Schleim im Kopf
|
| 5
| Zimt
| mindert üble Säfte
|
| 6
| Zimt
| bereitet gute Säfte
|
| 7
| Hirschzunge
| nimmt innere Fäulnis und Schleim weg
|
| 8
| Lilie
| hilft dem, der kranke Säfte in sich hat
|
| 9
| Salbei
| ist nützlich gegen die kranken Säfte
|
| 10
| Salbei
| hilft bei Überfluß an Schleim
|
| 11
| Salbei
| vermindert Säfte und Schleim
|
| 12
| Salbei
| hilft dem der Blut speien muß wegen üblen und verdichteten Säften
|
| 13
| Raute
| gut gegen trockene Bitterkeiten die im Menschen wachsen und für den, dem die richtigen Säfte fehlen
|
| 14
| Ysop
| reinigt den kranken Schaum der Säfte
|
| 15
| Fenchel
| vermindert den üblen Schleim oder die Fäulnis
|
| 16
| Fenchel
| gegen üblen Schleim im Magen
|
| 17
| Pastinak
| verschafft gesunde Säfte
|
| 18
| Lauch
| verkehrt roh gegessen die Säfte in das Gegenteil
|
| 19
| Knöterich, Weißgras
| erzeugt keine schädlichen Säfte
|
| 20
| Raps
| bereitet keine üblen Säfte
|
| 21
| Rettich
| für den der viel Schleim in sich hat
|
| 22
| Brennessel
| wenn von üblen Säften Würmer wachsen
|
| 23
| Beifuß
| bei Fäulnis, die jemand sich durch Speise und Trank zugezogen hat
|
| 24
| Beifuß
| CC üble Säfte fließen bei geritzter Haut heraus (Baunscheidt)
|
| 25
| Rainfarn
| gut gegen alle fließenden und ausfließenden Säfte
|
| 26
| Habichtskraut
| mindert die üblen Säfte die sich an einer Stelle gesammelt haben
|
| 27
| Zwergholder
| wem der Kopf von üblen Säften wie ein Sturzbach tost
|
| 28
| Akelei
| wer viel Schleim auswirft
|
| 29
| Steinbrech
| wem im Magen oder in der Blase sich viel Schleim zusammengeballt
|
| 30
| Blutwurz
| wer überfließende und eitrige Säfte in sich hat
|
| 31
| Honig
| bereitet Fäulnis in sich
|
| 32
| Weinessig
| mindert die Säfte
|
| 33
| Weinessig
| reinigt den Unrat
|
| 34
| Stur
| hilft mit, unnütze Säfte auszutreiben
|
| 35
| Wasserlinse
| mindert die unnützen Säfte
|
| 36
| Thymian
| mindert die schlechten Säfte
|
| 37
| Zitwer
| wer viel Speichel und viel Schaum in sich hat
|
| 38
| Odermenning
| damit ein Mensch von Speichel und Auswurf gereinigt wird
|
| 39
| Mandeln
| wer viel Schleim hat
|
| 40
| Buche
| Säfte, die auf den unrechten Weg der gelben Galle gelenkt werden
|
| 41
| Smaragd
| wer viel Speichel in sich hat
|
| 42
| Silber
| wer Überfluß an Säften hat
|
| 43
| Eisen
| vertreibt auf den Magen gelegte Säfte
|
| 44
| Reh
| reinigt von Schleim und Unrat
|
| 45
| Ameise
| wer viel Schleim hat in Kopf, Magen oder Brust
|
| 46
| Pfaffenhütchenbaumrinde
| Wassersucht
|
| 47
| Hausen (Fischart)
| wenn die Wassersucht zuzunehmen beginnt
|
| 48
| Pfau
| ein Mensch der Wassersucht hat
|
| 49
| Straußenei Schalenpulver
| wenn jemand wassersüchtig ist
|
Siehe auch Pflanzennomenklatur im Vergleich: hystorisch und modern (Vergleich der durch die historischen Autoren Hildegard von Bingen und Leonhart Fuchs pflanzlichen Arzneimitteln zugeschriebenen mit aktuell anerkannten Indikationen), Dissertation von: Christine Mayer-Nicolai aus Bukarest (opus-bayern.de)
- Teil 1 S.1, Inhaltsverzeichnis und Dissertation: Punkt 1. - 8. (Anlagen: Punkt 9.)
- Teil 2 S.93, Anlage: Pflanzen Verzeichnis Hildegard von Bingen
- Teil 3 S.238, Anlage: Indikationsverzeichnis nach Fuchs
- Teil 4 S.423, Anlage: Auflistung der zum Vergleich herangezogenen aktuellen Indikationen
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