Aus Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit
... nach Dr. Bodo Kuklinski "häufigste, unerkannte Schädigung des Menschen", Auslöser von nitrosativem Stress und wichtigster Initiator ("Urheber") und Promotor ("Förderer") von Multisystemerkrankungen auf Bevölkerungsebene
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Einleitung
Als Halswirbelsäule (HWS) wird die Gesamtheit der sieben Wirbel zwischen Kopf und Brustwirbelsäule bei Menschen und Säugetieren bezeichnet. Die beiden oberen, dem Schädel am nächsten liegenden Wirbel haben Eigennamen, die durch ihren besonderen Aufbau bedingt sind. Im Klinikalltag sind für die Halswirbel die Abkürzungen C1 bis C7 gebräuchlich, die sich von der lateinischen Bezeichnung Vertebrae cervicales (von lat. vertebra für Wirbel und cervix für Hals, Genick, Nacken) ableiten.
Einen neuen Forschungsansatz zu den Auswirkungen von Instabilitäten im Bereich der Halswirbelsäule entwickelte Kuklinski. Nach seinen Beobachtungen haben diese in verkehrsreichen Ländern wie Deutschland und Österreich enorme Ausmaße angenommen. Auslöser sind dabei in erster Linie nicht Verkehrsunfälle, sondern Unfälle im häuslichen und Freizeitbereich sowie Operationen in Vollnarkose, aber auch neurotoxische Schäden durch Virusinfektionen oder Schadstoffexpositionen. Allein in Deutschland schätzt Kuklinski die Zahl der Unfälle, die sich negativ auf den sensiblen Bereich der Halswirbelsäule auswirken auf jährlich ca. 8,8 Millionen. Die ersten Schäden entstehen nach seiner Ansicht mit hoher Wahrscheinlichkeit schon bei unnatürlichen Entbindungen. Auf derartige Belastungen der Halswirbelsäule bei oder auch vor der Geburt (z.B. Saugglocken- oder Zangenbenutzung, Schieflagen im Mutterleib) wird auch eine Fehlstellung der Halswirbelsäule zurückgeführt, die als KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung) bezeichnet wird. Als "Atlasblockiersyndrom" wurde dieses Phänomen erstmals 1953 von Dr. Gottfried Gutmann beschrieben. Ebenso wie Kuklinskis Forschungsansatz ist das KISS-Syndrom durch die evidenzbasierte Medizin nicht als Diagnose anerkannt, da ein akzeptierter Nachweis der Pathophysiologie und empfohlenen Therapiemethoden bisher fehle.
Die Anatomie der Halswirbelsäule
Die Halswirbelsäule besteht anatomisch aus zwei Teilen:
- Den beiden oberen Wirbeln, C1 bzw. Atlas ("Nicker"; nach Atlas aus der griechischen Mythologie benannt, der von Zeus dazu verdammt wurde, für alle Zeiten den Himmel auf seinen Schultern zu tragen) und C2 bzw. Axis ("Dreher", von lat. axis für Achse) und
- den Wirbeln C3 bis C7.
Entsprechend lässt sich das Hinterhauptsbein, das dem Atlas aufliegt, mit C0 bezeichen. In manchen Quellen wird mit Cx auch das unterhalb des Halswirbelkörpers (Abk. HWK) x liegende Bewegungssegment bezeichnet, z.B. mit C0 das Segment zwischen Hinterhauptsbein (HWK 0) und Atlas (HWK 1). Der Aufbau der Wirbel C3 bis C7 entspricht den Wirbeln der übrigen Wirbelsäule, während Atlas und Axis aufgrund ihrer Funktionen völlig anders aufgebaut sind.
Atlas und Atlanto-Okzipital- oder kraniozervikales Gelenk
Der Atlas besteht aus einem knöchernen Ring mit zwei Gelenkflächen, die den Schädel tragen. Schädel und Atlas bilden das erste HWS-Gelenk, das Atlanto-Okzipital- oder kraniozervikale Gelenk. Es ist das Nickgelenk bzw. "ja"-Gelenk und gleichzeitig ein Sperrgelenk für Rotationen (von lat. rotatio für kreisförmige Umdrehung). Nicken ist nach vorn und hinten um je 15° möglich, Seitenneigungen nur um ca. 5°.
Axis und Atlanto-Axial-Gelenk
Der Axis hat einen vorn in den Atlas aufragenden Fortsatz, den Dens axis (von lat. dens für Zahn), der die beiden Wirbel gelenkartig verbindet. Sie bilden so das zweite HWS-Gelenk, das Atlanto-Axial-Gelenk. Es ist das Rotationsgelenk bzw. "Nein-Gelenk". Rotationen um je 45° sind möglich, Seitenneigungen, Vor- und Rückwärtsbeugungen dagegen nur in geringem Umfang.
Die 3 mm dicken und bis zu 8 mm breiten Ligamenta alaria (Flügelbänder) verbinden den Dens axis mit dem seitlichen Rand des großen Hinterhauptloches und den Gelenkflächen des Atlas. Sie bestehen aus kollagenen Fasern (als Kollagen wird ein "Gerüsteiweißkörper" bezeichnet, der ein Hauptbestandteil interzellulärer Stützsubstanzen ist) mit sehr begrenzter Dehnbarkeit und haben die Aufgabe, den Dens Axis in der Mitte zu halten und axiale Rotationsbewegungen zu begrenzen. Eine Bandscheibe gibt es zwischen Atlas und Axis nicht.
Kraniozervikaler Übergang und Genick
Als kraniozervikaler Übergang (Abk. KZÜ) wird das Gelenksystem zwischen Hinterhaupt und den oberen beiden Halswirbeln, d.h. der Bereich von C0 bis zum Bewegungssegment C1/C2 bezeichnet.
Das dritte HWS-Gelenk (C2/C3) ist mit einer Bandscheibe versehen und ermöglicht deutliche Neigungen zu den Seiten sowie Vor- und Rückwärtsbeugungen. Funktionell bilden die ersten drei Halswirbel das Genick.
Rückenmark, Nerven und Blutgefäße
Der von den Wirbellöchern gebildete Wirbelkanal enthält das Rückenmark und wird bei Bewegungen der Wirbel unter normalen Bedingungen freigehalten. In Höhe des Atlas liegt das obere Halsganglion (von lat. ganglio für Knoten), das vegetative Nerven und Hirnnerven vernetzt. In der benachbarten Medulla oblongata (Teil des Zentralnervensystems) liegt das Atemzentrum.
Die Halsnerven sind vernetzt mit
- den Hirnnerven V (N. trigeminus), VII (N. facialis), IX (N. glossopharyngeus), X (N. vagus), Xl (N. accessorius) und XII (N. hypoglossus)
und dem
- Nervus Sympathikus (der Teil des vegetativen Nervensystems, der den Körper in hohe Leistungsbereitschaft versetzt um ihn auf Angriff, Flucht oder andere außergewöhnliche Anstrengungen vorzubereiten; von griech. sympatheÃn für mitleiden), der im Bereich des Atlas aus dem Schädel austritt, als Grenzstrang entlang der Halswirbelsäule verläuft und wiederum mit zahlreichen Hirnnerven vernetzt ist
Durch die Querfortsätze von Atlas und Axis verlaufen die Vertebralarterien. Diese vereinen sich später zur Arteria basilaris und versorgen das Kleinhirn, die Seh- und Hörzentren, den Hirnstamm, das Innenohr und den hinteren Anteil des Hippocampus.
Die rechtwinklig zur Körperachse verlaufende Blickrichtung des Menschen erfordert bei Bewegungen eine komplexe Vernetzung visueller, peripherer und akustischer Informationen. Möglich wird diese durch die hohe Dichte an nervalen Sensoren (Fühler, von lat. sentire für fühlen) im Bereich des Genicks. In einem Gramm Gewebe befinden sich 2000-5000 Propriozeptoren (Rezeptoren, die für die Vermittlung der statischen und dynamischen Körpermechanik zuständig und an der Regulation der Motorik beteiligt sind). Das Genickgelenk ist damit nicht nur eine sehr bewegliche, sondern auch eine extrem sensible Region - und eine Art Sinnesorgan. Volle betont die Schlüsselrolle des "Sockelgelenkes" des Axis (HWK 2) für die dreidimensionale Raumorientierung und die neuronale Verschaltung dieses Bereiches insbesondere mit dem visuellen Datenaufnahmesystem.
Die Folgen von Gewalteinwirkung auf die Halswirbelsäule
Jede Gewalteinwirkung auf den Körper setzt sich auf die Wirbelsäule fort. Dies betrifft nicht nur Einwirkungen auf den Kopf, sondern auch auf Gesäß, Rücken, Schultern, Arme und Kniegelenke. Eine Schwachstelle ist dabei die HWS mit dem Genickgelenk, insbesondere bei bereits vorliegenden Schädigungen. Trotz noch elastischer HWS-Strukturen sind Kleinkinder mit ihrem relativ zum Körper großen und schweren Kopf bei gleichzeitig noch schwach entwickelter HWS-Muskulatur besonders gefährdet. Als Beispiele erwähnt Kuklinski senkrechte Stürze mit Kopflandung und das Schütteln eines Kleinkindes.
Kritisch sind insbesondere Gewalteinwirkungen
- die unerwartet eintreten und auf eine entspannte HWS-Muskulatur treffen, zum Beispiel bei plötzlichen SchIägen oder Stürzen
- bei rotiertem Kopf (das Flügelband ist hier an der entgegengesetzten Körperseite maximal gespannt und der Nackenmuskulatur bleibt keine Zeit, die Schleuderbewegung des Kopfes abzufangen, so dass vor allem die dünneren Facettengelenke zwischen den Wirbelkörpern geschädigt werden können) - typisches Beispiel sind Auffahrunfälle an Straßenkreuzungen
- bei zur Seite geneigtem Kopf und gleichzeitiger Rotation (führt zu Schädigungen vorwiegend im C2/C3-Gelenk)
Verletzungen von Bandapparat, Kapseln und Weichteilen
Während Frakturen der Halswirbel relativ leicht zu diagnostizieren sind, werden nach Beobachtungen Kuklinskis die viel häufiger auftretenden Dehnungen und Verletzungen des Bandapparates, der Kapseln und Weichteile oft übersehen. Diese umfassen u.a.
- die Bänder im Atlanto-Okzipital-Gelenk
- die Längsbänder der Wirbelsäule
- die Facettengelenke zwischen den Wirbelkörpern
- die Muskeln und Muskelfascien (kollagenbindegewebige Hülle der Muskeln und Halsweichteile)
Da Gelenkkapseln und Sehnen sich nach Dehnungen nicht wieder zusammenziehen können, können auch diese - wie andere Verletzungen - eine Instabilität der HWS verursachen. Narbige Veränderungen von Bändern, Kapseln und Knochenhautansatzstellen (Periostinsertionen) nach Verletzungen des KZÜs können zu einem Funktionsverlust und dadurch zu einer Rückenmarkkompression führen.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Die Auswirkungen HWS-Instabilitäten auf die Gesundheit sind nach Kuklinski gravierend. Während sie sich zunächst als chronisch-funktionelle Störungen äußern, können sie unbehandelt in manifeste Multiorganerkrankungen übergehen. Die im Vordergrund stehenden Erkrankungen variieren dabei je nach individuellen Lebensbedingungen und genetischen Besonderheiten. Bei Verletzungen der unteren HWS überwiegen Symptome der Schultern und Arme. Einwirkungen auf die obere HWS bzw. den kraniozervikalen Übergang haben vielfältigere Folgen und sind besonders tückisch im Bereich des Atlas. Liegen ausschließlich Verletzungen von Weichteilen, Bändern oder Kapseln vor, können die Beschwerden nach Volle zeitverzögert einsetzen. Kuklinski konnte seine These in den letzten Jahren mit ersten klinischen Ergebnissen belegen.
Folgende Auswirkungen von Instabilitäten im Bereich der oberen HWS werden von Kuklinski und Volle beschrieben:
- Beeinträchtigungen der Durchblutung (Ischämien) des Kopfes - bis hin zu zeitweiliger Bewusstlosigkeit durch Ein- oder Abklemmen der versorgenden Arterien -, die zu oxidativem Stress durch Freisetzung von Sauerstoffradikalen und zu echten Hirnschäden führen können
- Ein "tanzender Dens" (Dens axis) aufgrund gedehnter oder angerissener Flügelbänder, der auf die angrenzenden Nerven des Rückenmarkkanals und Blutgefäße drücken kann; ein Modellversuch (Crisco 1991) zeigte unphysiologische Bewegungsabläufe schon bei Verletzung eines der beiden Flügelbänder; wissenschaftlich unstrittig ist nach Volle, dass ein funktioneller Rückenmarkkontakt der Densspitze bei gleichzeitigem Eintreten von Symptomen (z.B. Unwohlsein mit Brechreiz, direkt auslösbare Atembeschwerden) pathologisch ist
- Erhebliche Irritationen der Propriozeptoren, die bewegungs-, lage-, erschütterungs- und stauchungsabhängig zu Fehlinformationen, z.B. über die Kopfposition, an Rückenmark und Gehirn führen und so ein Informationsdefizit oder -chaos auslösen
- Konzentrationsstörungen insbesondere bei der visuellen Wahrnehmung und "Fehlerkennung" mit "falscher Datenspeicherung" (Volle)
- "Sympatikusstress" (Kuklinski), das heißt erhöhter Sympathikustonus bzw. chronische Überaktivität durch Reizungen des Sympatikus; mögliche Folgen sind Durchblutungsminderungen des Hirns von bis zu - 80%, Öffnung oder Schädigung der Bluthirnschranke; wird von Kuklinski bei HWS-Patienten häufig festgestellt und als besonders gefährlich eingeschätzt
Die auftretenden Symptome sind, den Funktionen der vernetzten Hirnnerven entsprechend, vielfältig:
- Kopfschmerzen, Migräne, Nackenmyalgien, Seh-, Hör-, Schluckstörungen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen
- Verlust von Intelligenz- und Integrationsleistungen, Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Schwierigkeiten beim Kalkulieren von Abständen, "Rüttelempfindlichkeit" (z.B. beim Fahrradfahren auf Kopfsteinpflaster)
- aufgrund der Vernetzung mit Nervus Vagus und Sympathicus vegetative Symptome mit erheblichen Konsequenzen für die weitere Gesundheit, die letztlich alle Organsysteme betreffen; neben akuten Stressreaktionen wie Herzrasen, Sodbrennen und Bluthochdruck stehen hier die Symptome und Folgen des Neurostresses im Vordergrund
Gut untersucht ist die Aktivierung des Trigeminusnervs durch Stress, Xenobiotika und physikalische Reize, z.B. durch Atlasverkantungen, Zugluft oder kalte Getränke. Die den Nerv begleitenden C-Nervenfasern schütten Entzündungspeptide (Peptide sind chemische Eiweißverbindungen aus zu Ketten verknüpften Aminosäuren) aus, die zur Stickoxid-Freisetzung und zur Ausschüttung von Histamin führen. Histamin wiederum stimuliert die Stickoxid-Bildung. Es kommt zu nitrosativem Stress und - sofern dieser chronisch wird - nach Kuklinski zu Störungen in der mitochondrialen Energiegewinnung. Es kann angenommen werden, dass diese Mechanismen auch bei Reizungen an den anderen Hirnnerven ablaufen.
Diagnose
Eine zuverlässige Diagnose von Weichteilverletzungen im HWS-Bereich ist mittels herkömmlicher Röntgen- und MRT-Aufnahmen nicht möglich. Dies wird durch Erfahrungen von Forumsteilnehmern bestätigt. Auch Kompressionen des Rückenmarks, die nur bei bestimmten Bewegungen auftreten, lassen sich dabei nicht feststellen.
Es gibt verschiedene bildgebende Verfahren, mit den sich auch Weichteilverletzungen darstellen lassen. Dazu gehören:
Funktionsröntgen
- nach Sandberg: Wird von Kuklinski als ein brauchbares Verfahren genannt, Schaumberger sieht es als eher unzuverlässig. Ein Einfluss wie Zugluft genüge, um pathologische Befunde zu erzeugen.
- in einer Praxis in Memmingen: Zu dieser Untersuchung schickt Schaumberger seine Patienten vor der Behandlung. Im Unterschied zur Verfahrensweise "nach Sandberg" wird sie in gerader, aufrechter Kopfhaltung und nicht bei Rechts- und Linksneigung durchgeführt.
Funktionelles MRT (fMRT), d.h. um einen funktionellen Anteil erweitertes klassisches MRT. Bezogen auf die Wirbelsäule bedeutet das, dass diese in verschiedenen Positionen untersucht wird, so dass sich auch positionsabhängige Pathologien erkennen lassen.
- Upright-MRT: Untersuchung in einem offenen Gerät in aufrechter Haltung und damit unter der natürlichen Gewichtsbelastung, die in wenigen deutschen Praxen durchgeführt wird. Ein Forumsmitglied berichtet, dass nicht alle Strukturen in der gewünschten Qualität dargestellt wurden.
- fMRT bei Dr. Volle: Umfangreiche Untersuchung des KZÜs - eingeschlossen die Arterie vertebralis (Wirbel-Arterien) - in einem speziellen geschlossenen Gerät, u.a. in maximalen Positionen. Das Gerät liefert nach Volle qualitativ höherwertige HWS-Bilder als das offene MRT und die Untersuchung hat besondere Bedeutung für den Nachweis oder Ausschluss von Zerreißungen der Flügelbänder und der Denskapsel-nahen Bandstrukturen. Eine Beschädigung der Denskapsel kann nach Schaumberger nur diese Untersuchung sicher zeigen. Empfehlung von Kuklinski für das funktionelle MRT.
Therapie
Wegen der vielfältigen und tiefgreifenden Auswirkungen einer instabilen Halswirbelsäule auf die Gesundheit besteht das Therapiekonzept Kuklinskis in einer individuell angepassten integrativen und organübergreifenden Komplextherapie. Neben der
Reduzierung des nitrosativen Stresses ist eine Verbesserung der mitochondrialen Energiegewinnung Bestandteil seines Konzeptes. Ursachenbeseitigung ist dabei nicht nur oberstes Ziel, sondern nach Kuklinski auch teilweise erreichbar. Weitere Ziele sind die Behandlung bereits entstandener und Vorbeugung weiterer Schäden.
U.a. folgende Maßnahmen können zur Stärkung oder Entlastung der HWS hilfreich sein:
- Manualtherapien (z.B. Atlastherapie nach Arlen, Craniosacraltherapie, Osteopathie, Therapie nach Dorn, Atlasprofilax) sowie nach Volle Lymphdrainage der verspannten Muskeln
- Isometrisches Training (spezielles Krafttraining, bei dem der Muskel nicht bewegt sondern ein Druck oder Zug aufgebaut und für mehrere Sekunden gehalten wird) oder andere geeignete Übungen
- Unterstützung von Hals und Körper während der Nacht durch Verwendung passender Kissen (z.B. Nackenstützkissen) und Matrazen
- Moderate Bewegung, z.B. in Form "sanfter" und gut an die individuelle Belastbarkeit anpassbarer Ausdauersportarten wie Wandern, schnelles Gehen oder Nordic Walking
- Vermeiden von HWS-Belastungen im Alltag, insbesondere von HWS-belastenden Sportarten wie Joggen und Brustschwimmen mit erhobenem Kopf
Quellen
- Kiss-Kid - Internationale Selbsthilfegruppe: KISS-Syndrom
- Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Das HWS-Trauma - Ursachen, Diagnose und Therapie, ISBN 389901068X (Volltexte von Vorwort, Klappentext, Inhaltsverzeichnis, Register und Sachregister)
- Panakeia Salzburg / Oberösterreich - Zentren für integrative Therapie & Prävention: Die instabile Halswirbelsäule – Auslöser zahlreicher Erkrankungen
- Spinewatchers - DAS RÜCKENTEAM: Anatomie der Wirbelsäule
- Volle, Dr. Eckhard: Diagnostische Methoden bei Verletzungen am kraniozervikalen Übergang (PDF-Datei), Kapitel 9.3 aus: Neurochirurgie, Handbuch für die Weiterbildung und interdisziplinäres Nachschlagewerk, ISBN 3794519914
- Wikipedia: Halswirbelsäule, KISS-Syndrom, Sympathikus
Literatur
- Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Das HWS-Trauma - Ursachen, Diagnose und Therapie, ISBN 389901068X (Volltexte von Vorwort, Klappentext, Inhaltsverzeichnis, Register und Sachregister)
- Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo und Dr. Anja Schemionek: Schwachstelle Genick - Ursachen, Auswirkungen und erfolgreiche Therapie, ISBN 3899010752 (Leseprobe - pdf-Datei, Bestelladresse)
Siehe auch
Forumsbeiträge
(Die genannten Threads dienten teils auch als Quellen.)
Weblinks
- DICOM-Bildbetrachter für Windows (freeware): syngo fastView VX57H31 von Siemens, Download auf CNET (DICOM steht für Digital Imaging and Communications in Medicine und ist ein Format zum Übertragen und Speichern medizinischer Bilder)
- Praxisrelevanz des nitrosativen Stresses - Dr. Bodo Kuklinski (pdf-Datei)
- Kiss-Kid Internationale Selbsthilfegruppe: Auf Kiss/Kidd spezialisierte Ärzte in Deutschland (und Schweiz)
- Krömer, Johannes-Friedrich: Stellenwert der Funktions–Computertomographie in der Begutachtung der Halswirbelsäulen–Beschleunigungsverletzung sowie Beurteilung der allgemeinen und posttraumatischen Halswirbelsäulenbeweglichkeit mit dem Zebris–Bewegungsanalysesystem CMS 100, Dissertation, 2001 (auf Seite 48 findet sich eine bildliche Darstellung der Faserstrukturveränderungen der Ligamenta alaria nach Volle und Montazem)
- Montazem, Dr. med. Abbas - Website: Die Halswirbelsäule (ausführliche Erläuterung der Anatomie der HWS mit Bildern)
- Roche Lexikon Medizin 5. Auflage (Informationen zu den im Artikel genannten medizinischen Fachbegriffen Peptid, Propriozeptoren u.a.)
- Schaumberger, Dr. Klaus: Atlastherapie nach ARLEN bei Umwelterkrankten (schriftliche Ausarbeitung eines Vortrags am 28.10.2006 an der Universität Düsseldorf; erläutert werden u.a. Anatomie der HWS - mit leicht verständlichen Zeichnungen, Auswirkungen von HWS-Schäden auf die Gesundheit)
- Wikipedia: Funktions-MRT, Evidenzbasierte Medizin, Isometrisches Training, Nordic Walking
Kontrolle der Links: 12.09.2009