Ich habe solche Angst - Muskelschmerzen, Zittern etc.

16.09.10 19:16 #1
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Shir ist offline
Beiträge: 9
Seit: 07.02.09
Hallo an alle,

ich glaube es wird Zeit, dass auch mal meine Probleme schildere. Bisher bin ich davor zurück geschreckt, weil es so lang, so viel ist. Ich bin im Grunde ein so lebensfroher Mensch und freue mich auf jeden Tag. Aber jetzt habe ich nur noch Angst. Meine Ärztin drängt mich eine Therapie zu machen, aber ich weiß, dass es damit nicht getan ist und bin überzeugt, ich bin körperlich krank. Ich habe eine kleine Tochter, die immer mehr davon mitbekommt. Ich wäre so gern eine belastbare, gelassene Mama, aber sie sieht mich oft weinen und leidet unter meinen dünnen Nerven. Das macht mich obendrein auch noch sehr traurig.

Schon in den Zwanzigern hatte ich div. Symptome, die immer als Stress gedeutet wurden. Das Gefühl mit dem rechten Bein komisch zu laufen, durch Nebel zu denken, Hals- und Ohrschmerzen sind Dinge, an die ich mich noch erinnere. Es wurde 1996, 2003 und 2006 ein Kopf MRT gemacht, 2008 noch mal ein CT. 1995 habe ich darauf gedrängt eine Stuhlprobe auf Candida zu untersuchen, das Ergebnis war positiv. Meine Ärztin meinte damals, ich solle mich zuckerfrei ernähren, Medikamente bräuchte ich keine. Das habe ich aber nur ein paar Tage getan, weil ich irgendwo las, so würde ich es ohne Medizin nur schlimmer machen. Ich machte damals meine zweite Ausbildung und hatte absolut kein Geld, so dass ich mir kein Nystatin kaufen konnte.

2001 starb meine Mutter und im selben Jahr begann für mich in meiner Firma ein Albtraum. Ich hatte immer gern und viel gearbeitet und die Firma mit aufgebaut. Mein Chef hatte versucht eine Beziehung mit mir anzufangen, was ich ablehnte. Als ich dann eine Beziehung einging fing er an mich zu schikanieren. Das alles auszuführen ginge zu weit, aber es war sehr schlimm. Ich fing manchmal schon auf dem Weg zur Arbeit an zu weinen oder bekam schlimme Magenschmerzen. Viele Kollegen bekamen das mit, aber alle sahen weg. Ende 2003 sagte er mir, ich solle endlich kündigen. Anfang 2004 tat ich das auch. Und arbeitete von da an frei aus dem Home-Office, wobei ich mich aber oft einsam fühlte.

2001 bekam ich auch dieses roten Flushes. Ständig bekam ich auf dem Hals oder im Gesicht rote Flecken. Und ich fing an zu schwitzen. 2003 ließ ich mir (dummerweise) die Schweißdrüsen unter den Achseln "rauskratzen". Das war eine schreckliche OP, ich habe danach viel geweint. Kurz danach stellten sich düstere Gedanken ein. Beklemmungen, die sich wie düstere Vorahnungen anfühlten. Ich konnte plötzlich keine Zukunft mehr sehen, dachte immer, erst war Deine Mutter dran und Du bist die Nächste. Mir war oft schwindelig und ab und zu übel. Ich ging zu einer Angstgruppe, was mir aber nicht half.

Ich hatte seit meiner Kindheit 8 Amalgamfüllungen. 2004 bekam ich sie in zwei Sitzungen ohne Schutz entfernt. Danach schliff der ZA mir meine letzten Backenzähne ab und ich bekam zwei Brücken und zwei Kronen (Biothor Gold mit Keramikverblendung). Ich wusste nichts über ZA Materialien damals, erinnerte ihn nur an meinen Allergiepass. Dort stand, ich wäre allergisch auf Natriumthiosulfataurat und „damit ist eine Kontaktallergie allgemein auf Gold nachgewiesen.“ Also ging ich nach der Sanierung davon aus, Gold hätte ich nicht im Mund. Nun bekam ich Bauchschmerzen. Mein Bauch war ständig geschwollen und meine Verdauung spielte verrückt. Außerdem bekam ich links einen Druckkopfschmerz. Ich ging zu einer HP, die meinte ich solle Herzarbeit machen, ich hätte die Verbindung zu meiner Mutter nicht gelöst.

Kurz darauf fuhr ich mit meinem Mann nach Indien und ließ vorher noch zwei Impfungen auffrischen. In Indien stelle sich heraus, dass ich schwanger war. Bis jetzt ging es mir bis auf die Bauchbeschwerden gut, wegen denen war vorher noch eine Darmspiegelung gemacht worden. Schon auf dem Rückflug ging es mir miserabel. So blieb es auch in den nächsten 2,3 Monaten. Ich kam kaum aus dem Bett, mir war immer übel, ich fühlte mich elend und krank, hatte ständig Halsschmerzen. Es wurde dann etwas besser, ich konnte auch wieder arbeiten. Im Dez. 2005 wurde meine Tochter per Kaiserschnitt geboren. Danach stellten sich weitere Symptome ein. Noch immer der Hals, häufig mit schmerzhaften geschwollenen Lymphknoten. Manchmal heftige Nackenschmerzen, bis zur Übelkeit. Eine taube Stelle auf dem Rücken. Hüftbeschwerden rechts. Schmerzende Fingergelenke. Faltige Haut. Haarausfall.

Meine Ärztin untersuchte mich immer wieder, und schickte mich nach Hause mit dem Rat mir endlich einen Therapeuten zu suchen. Sie prüfte auch die SD Werte und sagte mir, alles wäre o.k., Antikörper seien nur leicht erhöht, kein Grund zur Sorge. Ein Orthopäde machte diverse Bluttests und meinte alles sei unaufällig, es sei wohl Fibromyalgie. Ein weiterer Internist machte eine Magenspiegelung, Bauchultraschall und SD Ultraschall, aber alles war ok.

Tja, und heute sieht es ganz schlimm aus:

Muskelschmerzen bei Druck in den Oberarmen
Muskelschwäche in den Armen und Schultern nach Belastung
Schmerzen im rechten Arm - nur manchmal
Muskelzucken an verschiedenen Stellen
Harte, geschwollene Muskeln und Verkrampfungen in den Waden
Wackelige, zitterige Beine (Oberschenkel, Knie) - nur manchmal
Zittern der Hände in bestimmten Positionen
Schmerzen im linken Ellenbogen und Gelenkschmerzen im rechten Zeigefinger
Immer wieder juckender Ausschlag am Kinn und neben der Nase, sowie an den Schläfen
Noch immer schnell rote Haut im Gesicht und am Hals und Dekolleté
Haarausfall
Schlechte Verdauung, zu wenig und meist zu weich
Ab und zu Watte im Kopf

Ich sagte zu meiner Ärztin, ich hätte solche Angst, wurde mich immer so verkrampfen und mich schon verkrüppelt sehen. Sie lachte nur und sagte:“ So sehe ich Sie überhaupt nicht.“

Der Vollständigkeit halber muss ich noch sagen, dass ein ZA mit im letzten Jahr meine Gold/Keramik-Versorgung herausnahm (ich sprach ihn auf den Allergiepass an und er sagte, ich hätte Gold im Mund und wir könnten es ja gegen Keramik tauschen). Das Entfernen war scheußlich, mir ging es danach ganz furchtbar, als hätte ich Grippe. Er setzte mir widerliche Kunststoffprovisorien ein, die ständig rausfielen, alles tat weh und der 4.4er entzündete sich auch noch – mein letzter Backenzahn in diesem Quadrant, abgesehen von Weisheitszahn. Er tötete ihn, öffnete ihn und ließ ihn, obwohl ich danach öfter da war, einfach so stehen. Er setzte im Juni 2009 die Keramik ein und ich fand sie schrecklich. Mein Zahnfleisch war ständig entzündet und gereizt. Das war mit der vorigen Versorgung nie der Fall.

Im Frühjahr 2010 wechselte ich den ZA. Der neue machte erst mal den 4.4er zu und meinte er sollte bald raus. Ich zögerte noch, weil es ja der letzte war und ich nicht so gern ein Implatat wollte, da überwies er mich an einen Spezialisten für Wurzelkanalbehandlung. Im Juni wurde er in zwei Sitzungen gefüllt, zieht aber noch immer. Die Keramikversorgung kam übrigens wieder raus, weil ich im Epikutantest auf die Verblendung reagierte. Auch fing ich 2009 zusammen mit einer HP eine Ausleitung mit Chlorella und Co an, sie testete immer wieder die Dosis aus, aber nach einem guten halben Jahr hörte ich auf, weil ich das Gefühl hatte, dass sie mir viele Rechnungen schickte, aber nicht wirklich viel darüber wusste. Ich wollte aber jemanden, der mich bei einer solchen fachkundig Ausleitung begleiten konnte.

Ich war jetzt bei einem Endokrinologen, der hat mir Blut abgenommen, Ergebnis steht noch aus. Ich war auch bei dem ZA Dr. Runte in Wannweil, er hat mich an einen Kollegen hier in Norddeutschland verwiesen, dort habe ich nächste Woche einen Termin. Einen Termin bei einem Umweltmediziner habe ich in zwei Wochen. Beim Neurologen leider erst Anfang November. Meine HA hat gerade wieder Blut abgenommen und mir mitgeteilt, es wäre alles gut. Sie hat Elisa und Westernblot gemacht, irgeneinen Muskelabbauwert, Vitamin B12 (auch mit Urintest) und ein paar andere Sachen. Ich war auch bei einem Osteopathen, der mir gesagt hat, ich müsse erst verschiedene Traumata lösen, bevor ich ausleiten könne. Ansonsten wären da viele Blockaden, aber ich solle mich nicht verrückt machen lassen. Toll

Die Muskelschmerzen habe ich übrigens erst seit letztem Jahr, nach Beginn der Ausleitung und der Entfernung der Versorgung und dem Einsatz der neuen Materialen und der Entzündung des 4.4ers. Alle anderen Muskelbeschwerden habe ich erst seit diesem Sommer. Ich habe so furchtbare Angst. Ich ziehe mich immer mehr zurück, sage immer mehr ab, obwohl ich so gern leben würde. Wenn ich mal nicht an meine Symptome denke, bzw. sie gerade nicht so bedrohlich sind, habe ich meine alte Kraft und Zuversicht und bin genauso gut drauf und voller Tatendrang wie früher. Aber dann merke ich wieder die Schwäche in meinem Arm oder ein Zucken und Zittern im Bein und die ganze Angst ist wieder da.

Entschuldigt bitte, dass es so lang wurde. Ich danke euch im Voraus sehr für das Lesen.

Liebe Grüße von
Shir

Ich habe solche Angst

Gleerndil ist offline
Beiträge: 3.894
Seit: 26.07.09
Liebe Shir,

ich hatte gestern schonmal Deine Geschichte gelesen, tut mir leid, daß bei Dir so vieles durcheinander geht!

Inzwischen wurde Dein Beitrag zwar 70 mal angeklickt, aber leider hat Dir noch niemand was sagen können.

Ich hoffe, es ist ein erfahrener Umweltmediziner, bei dem Du einen Termin hast. Hast Du Dich schonmal mit Deiner Wohn-, Lebens-, Arbeits-Umwelt beschäftigt, mal etwas genauer hingeschaut? Ohne sich Angst zu machen, gibt es da schon ein paar Möglichkeiten, vor allem wenn man diese dann nicht einzeln, sondern in der Summe sieht.
Bei Indien-Rückflug fiel mir Desinfektion bei solchen Flügen ein. Kann, muß nicht sein. Es hat aber schon Leute gegeben, die auch damit größte Probleme hatten.
SD-Antikörper 'leicht' erhöht, hört sich auch leicht seltsam an, aber da müßtest Du eher mal hier im SD-Forum lesen, weil ich davon nicht viel verstehe.

Wie sieht es mit Deiner Ernährung aus? Kannst Du da diverse Zusatzstoffe etc. vermeiden? Ich weiß sehr genau, daß das gar nicht immer so einfach ist!

Wie alt bist Du heute? Anfang dreißig?


Gerade denke ich, ist Shir Dein richtiger Name? Ist es ein indischer Name?


Liebe Grüße!
Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

Ich habe solche Angst

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Shir,

´na, da hast Du aber einen ganz schönen Leidensweg hinter Dir . Aber jetzt erst einmal im Forum !

Mir fiel gleich dieser Satz auf:
Sie prüfte auch die SD Werte und sagte mir, alles wäre o.k., Antikörper seien nur leicht erhöht, kein Grund zur Sorge.
Da könnte ich schon wieder die Krise kriegen . Es muss ja nicht alles an der SD liegen, doch unter diesen Umständen, mit Deinen Beschwerden, ist es schon ein Knaller, dass der Ärztin dazu nicht mehr eingefallen ist!

Nun, Du schreibst Du warst inzwischen beim Endo, das ist prima . Wenn Du die Ergebnisse hast schreibe sie doch einmal hier auf, viele Augen sehen mehr als zwei . Außerdem, falls Du irgendwelche Werte von Deiner Ärztin hast kannst Du sie ja vorab auch schon einmal hier aufschreiben, vielleicht kann man dann schon etwas sehen .

Es gibt, auch wenn Deine Ärztin anscheinend nicht auf diese Idee kam, ja noch andere Hormone die den Körper bei einem Ungleichgewicht aus dem Lot bringen können. Da fällt mir Dein Stress auf den Du in den letzten Jahren hattest, deshalb schau Dir auch mal diese Seite an:
Nebennierenschwäche durch Stress | Adrenal-Fatigue

ch bin im Grunde ein so lebensfroher Mensch und freue mich auf jeden Tag.
Dies ist die richtige Einstellung ! Das wird schon wieder !


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Ich habe solche Angst

Shir ist offline
Themenstarter Beiträge: 9
Seit: 07.02.09
Hallo Gleerndil, hallo Heather,

vielen lieben Dank für eure Antworten.

Gleerndil, der Rückflug von Indien kann es nicht gewesen sein, es fing vorher am Flughafen an mir schlecht zu gehen. Zuhause schob man es auf die Schwangerschaft, aber ich denke, ich hatte mir da im letzten Moment noch etwas eingefangen. Ob das mit den heutigen Beschwerden noch etwas zu tun hat ist fraglich. Mein Nik, Shir, ist der Name einer frühreren israelischen Freundin. Der Name hat mir immer sehr gefallen. Ich bin übrigens 43.

Was Gifte angeht, ja, ich habe Dinge in meinem Mund, die mir nicht "schmecken." An nächsten Donnerstag bin ich bei dem von Dr. Runte empfohlenen ZA, mal sehen, was er sagt. Das Wohnumfeld ist ganz normal, optimal ist es vermutlich nicht. Es gibt Laminat, mit farblosem Anstrich versehene Tapeten, WLAN. Es gibt auch einen Mobilfunkmast, ca. 200 m entfernt. Im Herbst 2008 zogen wir ein und mir lief beim ersten Eintreten prompt die Nase. Ich habe manchmal das Gefühl, mir wird der Kopf zusammen gedrückt, wenn ich reinkomme. Kurz nach unserem Einzug bekam ich Spengersan von einer HP und nach der Verwendung eine heftige Sinnusitis. Ich hatte in diesem Winter oft Schleim im Hals, und immer wieder geschwollene, schmerzende Nebenhöhlen. Es wurde ein CT der Nebenhöhlen gemacht. Das hat sich zwar wieder gebessert, ich habe aber immer noch oft einen Druck hinter dem linken Auge, und einen Druck auf dem Jochbein (hoffe, es ist die richtige Bezeichnung?). Wenn ich erkältet bin, was zum Glück nicht mehr oft der Fall ist, bekomme ich jedes Mal Schmerzen und eine Schwellung mit blutiger Kruste in der Nase links. Der HNO sagte, es ist nichts besonderes.

Ernährung - ich weiß noch nicht so richtig, was mir bekommt, und was nicht. Ich koche gern und lege Wert auf viel frisches, gutes Essen. Es gibt viel Gemüse und viele Hülsenfrüchte (ich liebe die!). Mein Mann liebt Fleisch und Fisch, ich selbt esse weniger davon, kaufe es aber auf dem Markt. Keine Kuhmilchprodukte, überhaupt wenig Milchprodukte, mal etwas Joghurt oder Käse von Schaf oder Ziege. Getreide auch wenig, meist glutenfreies Vollkorngetreide wie Hirse oder Buchweizen. Nun habe ich von Dr. Runte wegen meiner Nickelallergie den Tipp bekommen, kein VK Getreide mehr zu essen. . Habe auch immer Sojamilch in den Kaffee genommen und gern Tofu gegessen, nun höre ich, dass Soja einen sehr hohen Nickelgehalt hat...Wir trinken gern mal ein Glas Wein, wobei ich von Rotwein fast immer und von Weißwein manchmal feuerrot im Gesicht, an Hals und Dekolletee werde. Alles in allem bin ich ernährungstechnisch etwas verwirrt.

Heather, ich habe mit großem Interesse den von Dir eingestellten Link gelesen. Es wäre bei dem psychischen Stress in den letzten Jahren vermutlich kein Wunder, wenn sich da etwas verschoben hätte und die Symptomatik passt zu einem großen Teil auch zu mir. Ich werde das auf jeden Fall beim Arzt ansprechen. Und auch Befunde hier einstellen.

Ein schönes Wochenende und viele liebe Grüße von

Shir
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Wo die Angst ist, geht es lang

Geändert von Shir (18.09.10 um 10:52 Uhr)

Ich habe solche Angst

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Shir,

erstens, wenn Du mit Nahrungsmitteln Probleme hast ist dieses Thema für Dich bestimmt interessant :
Histamin-Intoleranz
Passend dazu:
http://www.symptome.ch/vbboard/hista...-allergie.html

Es gibt auch Wiki-Artikel über andere Intoleranzen, schau Dir das doch alles mal an.

Gleerndil, der Rückflug von Indien kann es nicht gewesen sein, es fing vorher am Flughafen an mir schlecht zu gehen. Zuhause schob man es auf die Schwangerschaft, aber ich denke, ich hatte mir da im letzten Moment noch etwas eingefangen.
Wenn das damals anfing solltest Du Dich vielleicht mal an ein Tropeninstitut wenden. Hast Du Dich denn schon einmal damit beschäftigt? Sieh mal hier:
Tropeninstitut - Tropenkrankheiten
Zu beachtende Reisekrankheiten in Indien

Möglicherweise hast Du Dir tatsächlich etwas "mitgebracht" was Deine Probleme verursacht .


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Ich habe solche Angst

Gleerndil ist offline
Beiträge: 3.894
Seit: 26.07.09
Guten Morgen, Shir !

Das mit dem Rotwein ist ja wohl mehr als ein deutliches Zeichen. Bei Symptomen der Histamin-Intoleranz findest Du ihn immer mit an vorderster Stelle. Dann der Zusammenhang mit allergischen Reaktionen, und eben die Tatsache, daß Histamin im Körper auch als Neurotransmitter wirkt. Also da kann man doch einige Zusammenhänge erahnen.

Ich selber esse seit einiger Zeit fast gar keine Getreide mehr. Hatte immer Probleme mit Viel-Essen-Müssen, dabei Nicht-Satt-Werden, aber auch Nicht-Zunehmen, und sogar eher sehr niedriges Gewicht. Als ich dann einige Zeit alle Getreide-Produkte wegließ, habe ich es komischerweise überhaupt nicht vermißt, obwohl ich gerne, aber eben zum Teil wirklich in großen Mengen, Brot gegessen habe.

Nickel 'bekommt' man wohl auch aus Edelstahl-Gegenständen, die wir benutzen, Chrom-Nickel-Edelstahl. Ich habe meine 'glänzenden' Töpfe, nur wenige, abgeschafft, und benutze emaillierte. Ich weiß, da kann man sich natürlich auch noch ein paar Gedanken dazu machen.


Liebe Grüße! Gerd
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Ich habe solche Angst

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Hallo Shir,

auch von mir ein herzliches Willkommen.

Ein paar Fragen hätte ich an Dich:

Hast Du Magenprobleme, Sodbrennen?

Wenn Du Dich bis in Deine Kindheit zurück erinnerst,
hattest Du da schon Probleme mit der Verdauung, evtl. Ausschläge?

Wurdest Du auf Eisenmangel getestet?

Ich habe solche Angst

Kerstin9 ist offline
Beiträge: 2.455
Seit: 25.10.04
Hallo Shir,

es hört sich auch so an, als wäre dein Darmpilz noch aktiv. Der allein macht schon sehr viele Symptome, wie Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Nebelgefühl... der Nacken (=> Nackenschmerzen) hängt ja auch sehr eng mit dem Darm zusammen.

Deine Muskelzuckungen könnten durch die Stoffwechselgifte/ Verdauungsgifte kommen, aber auch durch einen Nährstoffmangel. Nimmst du Vitamine und Mineralien ein oder hast dich darauf testen lassen?

Wenn der Darm durch Gifte/ Pilz und NMU´s in Mitleidenschaft gezogen ist, ist auch die Resorption gestört und die Darmflora leidet.

Wichtig wäre herauszufinden, was du nicht verträgst und die Allergene strikt meiden. Dazu könntest du eine Pilzdiät machen, allerdings in Maßen, da die Pilze auch ihre Aufgabe bei einer Vergiftung haben. Ich würde zumindest Zucker und Auszugsmehle meiden.
Alkohol würde ich auch weglassen, da die Leber schon genug an Arbeit hat...


Viel Glück weiterhin,
Kerstin
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Wer keine Zeit für Gesundheit hat, benötigt später viel Zeit für seine Krankheit (Kneipp)

Ich habe solche Angst

Shir ist offline
Themenstarter Beiträge: 9
Seit: 07.02.09
Hallo ihr Lieben,

Gleerndil - ja, das mit dem Rotwein ist wohl ein Symptom - ich hatte immer gehofft, nicht unter HI zu leiden, weil ich so gern und reichlich Hülsenfrüchte esse, vor allem Kichererbsen. Ich habe aber auch das Gefühl, dass ich die ganz gut vertrage, müsste mal genauer darauf achten. Ich werde mich mal hier im Forum informieren, wie ich eine HI testen lassen kann.

Wie aussagefähig ist eigentlich ein Allergie-Bluttest? Bei mir wurden per Blut Unverträglichkeiten von Kaffee, Dinkel, Weizen, Roggen, Fructose, Tomaten, Äpfel, Karotten, Nüsse, Erdnüsse, Kasein, Lactose und Fructose festgestellt.

Anonym09 - ja ich habe auch Magenprobleme. Sie haben in den letzten Wochen sogar zugenommen, ich habe eine ganz miese Verdauung. Mein Magen wurde 2008 und 2009 gespiegelt. Im letzten Jahr hatte ich auch öfter Sodbrennen und es wurde ein Refluxproblem diagnostiziert. Das hatte ich vorher noch nie gehabt. Ich bekam ein Medikament, dass habe ich aber nur zwei, drei Mal genommen (nehme nicht gern Medis). Es ging dann auch wirklich so wieder weg.

Eine Darmspiegelung hatte ich 2005. Ich habe eigentlich immer Verdauungsprobleme gehabt, einen Blähbauch nach dem Essen, oft Durchfall. Wie eine normale Verdauung funktioniert, sehe ich bei meiner 4-Jährigen. Ich muss leider sagen, davon bin ich meilenweit entfernt, ich kann mich auch nicht mehr daran erinnern, dass es bei mir jemals so war.

Ausschlag hatte ich als Kind nicht, ich hatte immer schöne Haut, 2001 begannen dann die Rötungen (meine Mama starb in diesem Jahr und ich kam mit meinem Mann zusammen. Von da an trank ich öfter Rotwein, weil er ein richtiger Weinliebhaber ist. Vorher hatte ich nur ganz selten mal ein Glas getrunken). Aber dieser juckende Ausschlag, der ist noch neuerer Natur. Neben der Nase, unter den Ohren, an den Schläfen. Auch ein paar Pigmentansammlungen im Gesicht, all das habe ich erst in den letzten zwei Jahren bekommen. Ich habe das Gefühl, dass der Ausschlag neben der Nase durch Sonne und wenn ich meine Regel bekomme zunimmt. Wenn ich meine Regel habe bekomme ich auch rote Flecken im Gesicht nach dem Duschen und manchmal schwillt mein eines Ohr an und wird rot. All das hatte ich noch vor zwei Jahren nicht.

Am 27. bekomme ich zunächst mal die Ergebnisse der Endo-Blutuntersuchung. Und am 29. habe ich den Termin beim Umweltmediziner. Mal sehen...

Liebe Grüße von Shir
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Shir ist offline
Themenstarter Beiträge: 9
Seit: 07.02.09
Ich denke, dass hier ist noch sehr wichtig:

Im Grunde sind die o. g. Symptome nicht die schlimmsten. Am schlimmsten sind die Muskelsymptome. Ich befürchte wirklich ALS zu haben. Ich denke ständig daran. Meine Nerven sind durch diese Angst so dünn, dass ich ständig weinen oder ausrasten könnte, was es auch für meine kleine Tochter immer schwieriger macht. Ich habe mich tagelang in diesem Forum umgesehen und das hat meine Angst nur noch untermauert.

Ich habe genau die Symptome, und ich scheine die einzige mit exakt diesen Symptomen zu sein. Gewebeabbau, dadurch vor allem dünne Unterarme, blaue Schwellungen, Schwäche in Schultern und Armen, Muskelzucken- und Kribbeln, Schwäche in den Beinen, leichte wandernde Kälteempfindungen, Krämpfe und Verspannungen in den Wadenmuskeln. Meine Ärztin nimmt das noch immer nicht sonderlich ernst. Sie sagte: "Sie sehen doch ganz normal aus, man wird ja auch älter. Sie kennen ja meine Meinung. Alles psychisch."

Das stimmt einfach nicht. Und es ist offensichtlich, dass das nicht stimmt. Es hat letztes Jahr angefangen mit Muskelschmerzen in den Oberarmen und seit etwa 2 Monaten habe ich in den Armen die Muskelschwäche, alles andere hat in den letzten zwei, drei Wochen eingesetzt. Ich winkle auch immer die Arme so komisch an, bin sehr verkrampft.

Einen Termin beim Neurologen habe ich leider erst im November. Es geht mir wirklich schlecht, aber nur körperlich, psychisch geht es mir gut, ich mag das Leben und habe Spaß dran. Aber die Symptome und die Angst lassen mich nicht mehr richtig leben. Ich weiß, ich muss ich mich aufraffen, denn wenn ich rausgehe und mich ablenke, wird es oft besser, aber es fällt mir schwer, Angst lähmt auch.

Liebe Grüße
Shir
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