Stinkender Urin aber keine Schmerzen [nach Geburt, hört nicht auf]

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Huhu,

ich heiße Kerstin und komme aus Gelsenkirchen.

Am 12.11.2008 habe ich meine Tochter per Kaiserschnitt zur Welt gebracht – und seitdem habe ich ein paar Probleme, bei denen mir bisher niemand wirklich helfen konnte.

Alles ist zunächst gut verlaufen, aber seit der Geburt habe ich ständig stinkenden Urin und einen gelblichen bis manchmal hellbraunen Ausfluss.

Es wurden bereits Abstriche und Urinproben gemacht – ohne Befund. Trotzdem riecht der Urin unangenehm, und es bessert sich einfach nicht.

Ich habe schon vieles ausprobiert: Antibiotika, Cremes, Vagihex-Tabletten, Vagisan-Seife – nichts hat geholfen.

Die Ärztin meint, das liege an den Hormonen, aber das glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr.

Nach dem Sex brennt es stark, als wäre alles wund (was es nicht ist) – der Schmerz fängt während des Verkehrs an.

Seit der Geburt habe ich außerdem ständig das Gefühl, jemand sitzt auf meiner Blase. Ich muss dauernd auf die Toilette, und trotzdem fühlt es sich an, als wäre sie nie ganz leer.

Dazu kommen Blähungen, ein aufgeblähter Bauch nach dem Essen und chronische Verstopfung – ich kann nur alle 3–4 Tage auf die Toilette.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und wäre sehr dankbar für jeden Rat.

Bitte lest das und versucht, mir zu helfen – ich bin langsam am Verzweifeln.
 
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Hallo nanny,

ist denn vom Abstrich auch eine Anzucht der Erreger versucht worden? Falls das ein Pilz sein sollte, kann das lange dauern, weil manche Anzuchten zu früh verworfen werden, obwohl der Pilz noch gekommen wäre.
Das würde ich den Arzt auf jeden Fall noch einmal fragen!
Warst Du bei einem Frauenarzt oder auch beim Urologen?

Gruss,
Uta
 
:-)))


Ich habe alles durch selbst der Urologe weis nicht was es sein soll...

Es ist ein eklig beissender Geruch..

Und bei den Abstrichen kam nichts bei raus...

Mein Ausfluss ist mittlerweile auch mehr geworden und ist nun gelblich
 
Ist denn tatsächlich eine Kultur angelegt worden? Oder nur gleich im Mikroskop nachgeschaut worden?
Ist auf Geschlechtskrankheiten untersucht worden?

Der "eklig beissende" Geruch klingt für mich nach Ammoniak.

Der Urinstix
Die Diagnostik erfolgt durch die kombinatorische Auswertung mehrerer Felder:

pH
Alkalische Werte (pH über 8) lassen an einen Harnwegsinfekt oder zu langes Stehenlassen des Urins denken. Als Erreger eines Infekts kommen dabei vor allem harnstoffspaltende Mikroorganismen in Frage, da bei dieser Reaktion der alkalinisierende Ammoniak (NH3) freigesetzt wird. Am häufigsten ist Proteus mirabilis, allerdings können auch einzelne Stämme von Klebsiellen, Pseudomonas, Providencia und Staphylokokken das harnstoffspaltende Enzym Urease enthalten.
www.biorama.ch/biblio/b50chem/k30niere/neph330.htm

Vielleicht spielt eines dieser oben genannten Bakterien bei Dir eine Rolle?

Gruss,
Uta
 
Ja ne Kultur wurde angelegt,es wurde ein Pilz angelegt und ich bekam Antibiotiker dafür...

Wurde unter dem Mikroskop und zur Sicherheit eingesendet ins Labor...

Die haben dann den Pilz festgestellt.

Naja dann gab es Antis und später wurde noch eine Kultur angelegt wo man nichts mehr gefunden hatte..

ich hab aber auch übermässig vielm Magensäure könnte auch daher kommen???
 
:idee

Der Pilz war damals mit einem Fischgeruch verbunden...

Das ist ganz anders als jetzt...
 
Naja dann gab es Antis und später wurde noch eine Kultur angelegt wo man nichts mehr gefunden hatte..
Meinst Du damit ein Antipilzmittel?

Wurde denn auch überprüft, ob irgendeines der Bakterien oben (Proteus mirabilis, allerdings können auch einzelne Stämme von Klebsiellen, Pseudomonas, Providencia und Staphylokokken ) Dich befallen haben?

Vorsichtshalber sollte auch untersucht werden, ob Du Dir einen Krankenhauskeim eingefangen ist (> MRSA - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit).

Falls es eine Rolle spielen sollte, daß sich die B lase bei Dir nicht richtig entleeren kann, wäre vielleicht eine entsprechende Gymnastik sinnvoll? Evtl. Beckenbodengymnastik?

ich hab aber auch übermässig viel Magensäure könnte auch daher kommen???
Heißt das, daß Du Sodbrennen hast?

Ein Grund für zu viel Magensäure kann sein, daß Du eine Histaminintoleranz hast:
Histamin-Intoleranz - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit
Falls Du Dich da wieder erkennst, solltest Du Dich an eine entsprechende Ernährung halten und auch die entsprechenden Medikamente meiden.

Auch ein Vitamin B-12-Mangel kann zu erhöhter Magensäure führen. Wie sieht das bei Dir aus? - Am besten Methylmalonsäure oder Homocystein testen lassen.

Was Du ausprobieren könntest, ohne weitere Untersuchungen über Dich ergehen zu lassen: Vitamin C. Z.B. könntest Du Dir Acerola-Taler kaufen und davon 2 Stück am Tag nehmen. Genauso gut geht das Pulver der Acerola-Kirsche oder Ascorbinsäure aus der Apotheke oder aus dem Supermarkt.

Grüsse,
Uta
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vielleicht hast du auch einen Vitamin-, Mineralstoffmangel nach der Geburt. B12 ist ein Faktor, aber es gibt ja auch andere Stoffe. Wenn da zuwenig vorhanden ist, dann kann der Körper nicht richtig arbeiten. Die Schleimhäute brauchen Beispielsweise, Vitamin C, B12 und Vitamin A und andere B-Vitamine.
In unserem Wiki steht einiges über Nahrungsergänzungsmittel.:)

Grüsse von Juliette
 
Danke für die antwort aber das kanns nicht sein.

Ich wurde bereits auf alles mögliche untersucht.

Und spinnerei kann es auch nicht sein da das Bad am miefen ist wenn ich auf Toilette war.das sagen mehrere
 
Hallo Kerstin,
Hat nicht eventuell der Arzt etwas in Deinem Bauch vergessen, wärend dem Kaiserschnitt. Das wäre nicht das erste mal.
Ich war vor 27 Jahren als unsere Tochter per Kaiserschnitt zur Welt kam dabei. Und da geht es ja schon ganz strub und schnell zu und her. Das Kind muss ja nach der Narkose so schnell wie möglich entbunden werden.

Gruss Ruedi
 
:idee:


Hm....

Keine Ahnung,war ja ganz weg gewesen..

Normalerweise wird ja nur lokal betäubt,mich haben se ganz weg gehauen..
 
Hallo nanny,

Hmmm, wurde mal ein Ultraschall oder ein CT gemacht? Hast Du zeitweise Bauchschmerzen? Fieber?
 
ne Die Ärztin hat alles gemacht aber kein Ultraschall.
Sie schiebt es auf die Psyche..
Muss dazu sagen,das meine Schwangerschaft alles andere als einfach war...

IN den ersten 6 Wochen war alles ok.
Danach hab ich 5 Wochen nur erbrochen und konnte nichts essen.
dann ging es etwas besser.
Ab Dem 5 Monat habe ich bis zur Geburt durch gebrochen.
Am Ende wurde meine Tochter 6 Wochen zu früh geholt,da Lebensgefahr bestand.
Konnte ab dem 5 Monat rein garnichts bei mir behalten nicht mal als ich nen Tropf bekam ..

Es ergab sich,das ich eine Blutunverträglichkeit hatte,vom Personal im Krh psychisch angeschlagen war usw.

Naja und zu guter Letzt erbrach ich nur noch Blut und grüne Galle.
Selbst dagegen wurde rein garnichts getan...
Jetzt hab ich ständige Magensäure,die viel zuviel ist..

Ich habe seit der Geburt ab und zu mal Stiche auf der rechten Seite und auch mal ein Ziehen aber kein Fieber !!
 
Hallo Kerstin,

wenn du schon alle klassischen Wege gegangen bist – Abstriche, Antibiotika, Hormoncremes, Intimpflege etc. – dann ist es Zeit, weiterzudenken.

Solche Beschwerden nach einem Kaiserschnitt haben oft mehrere Ebenen gleichzeitig:

1. Narben und Faszienverklebungen
Nach einem Kaiserschnitt verkleben häufig die Faszien rund um Blase, Gebärmutter und Darm. Das kann den Lymphabfluss behindern – dadurch staut sich Gewebeflüssigkeit, Bakterienreste und Stoffwechselprodukte können nicht richtig abtransportiert werden.
Ein erfahrener Osteopath oder Physiotherapeut mit viszeraler Erfahrung kann das ertasten und lösen. Danach bessert sich häufig auch der Druck auf der Blase.

2. Darm-Leber-Ausscheidung und pH-Milieu
Wenn der Urin streng riecht, ohne dass Bakterien nachweisbar sind, kann das mit Stoffwechselrückständen über Leber und Darm zu tun haben.
– Unterstütze den Gallefluss und die Leber (Artischocke, Mariendistel, Bitterstoffe, warmes Wasser morgens).
– Basenreiche Ernährung (Gemüse, Kräuter, viel Wasser) kann das Milieu im Körper und in der Blase verändern.

3. Mikrobiom der Harnwege und Vagina
„Kein Befund“ heißt meist nur: keine klassischen Keime.
Eine gestörte Balance der Mikroorganismen (z. B. fehlende Lactobazillen, Biofilm mit anaeroben Bakterien) kann trotzdem bestehen.
Hier helfen Urogenital-Probiotika (z. B. Lactobacillus crispatus) oder autologe Milchsäurezäpfchen, die das natürliche Milieu wieder aufbauen.

4. Postpartale vegetative Dysregulation
Nach einer schweren Geburt (Kaiserschnitt, Blutverlust, Stress) reagiert das vegetative Nervensystem oft überempfindlich – Blase, Darm und Beckenboden geraten aus dem Takt.
Unterstützend können Atemübungen, Beckenboden-Entlastung, Akupunktur oder Neuraltherapie helfen, den „Daueranspannungsmodus“ zu lösen.

5. Entzündungsreste im Körper
Manche Frauen haben nach Geburt und Antibiotikabehandlung niedriggradige Entzündungen, die labortechnisch nicht auffallen, aber riechende Ausscheidungen verursachen.
Hier lohnt sich eine sanfte Ausleitungskur mit Zeolith, Heilerde, Chlorella oder kolloidalem Silizium – langsam und unter Beobachtung.

Fazit:
Du hast wahrscheinlich kein „klassisches gynäkologisches Problem“ mehr, sondern ein funktionelles, das mehrere Systeme betrifft – Narben, Faszien, Mikrobiom und Stoffwechsel.

Ich würde an deiner Stelle eine ganzheitliche Untersuchung bei einem erfahrenen Naturheilkundler oder Osteopathen machen lassen. Mit der richtigen Kombination aus Darmregeneration, Narbenbehandlung und Stoffwechselaktivierung bekommt man solche chronischen Reizzustände oft wieder in den Griff.

Alles Gute dir – es ist lösbar, aber nicht über die Standard-Schiene.

Liebe Grüße

Heather
 

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