Medikamente nicht in die Toilette entsorgen!

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Hallo an alle,

die Problematik der Entsorgung von Medikamenten ist außerordentlich wichtig, wurde jedoch leider bis heute nicht zuverlässig gelöst.
Fast jeder Siebte in Deutschland kippt seine alten Tabletten gerne mal ins Klo. Einige Fische bekommen die Auswirkungen bereits zu spüren. Und auch für Menschen könnte dies gefährlich werden. Doch wie entsorgt man alte Medikamente richtig?

Medikamentenspuren im Grund- und Trinkwasser können angesichts steigenden Arzneimittelkonsums zum wachsenden Umweltrisiko werden....

Vor allem bestimmte Antibiotika, aber auch hormonell wirksame Substanzen aus Verhütungsmitteln oder Schmerzmittel wie Diclofenac könnten in Zukunft Probleme bereiten, hieß es. Schließlich werde die Bevölkerung älter und nehme insgesamt mehr Medikamente. Zwar geraten Medikamentenreste auch durch die Ausscheidungen ins Klär- und Grundwasser, aber ein relevanter Teil eben auch durch falsche Entsorgung...

Jüngst war im Fachjournal „Science“ eine Studie schwedischer Forscher veröffentlicht worden, wonach Barsche unter dem Einfluss von Psychopharmaka-Spuren im Wasser ihr Verhalten deutlich änderten: Die sonst scheuen, vorsichtigen Tiere wurden mutiger, verließen ihr sicheres Versteck und veränderten ihr Sozialverhalten. Ältere Studien zeigten, dass Diclofenac Zellveränderungen bei Regenbogenforellen sowie sinkende Fruchtbarkeit bei Fischen herbeiführen kann...

Verbraucher geben abgelaufene Medikamente daher am besten in der Apotheke ab... „Wer die alte Arznei in der Apotheke nicht los wird, kann sie auch über die Restmülltonne entsorgen, so gelangt nichts in die Umwelt“, erklärt Martin Ittershagen vom Umweltbundesamt in Dessau. Denn der Müll werde rückstandslos verbrannt.

Umwelt: Bloß nicht ins Klo: Medikamente dürfen in den Hausmüll - FOCUS Online

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Ich hatte Medikamente gesammelt und bin dann zur Apotheke damit gelaufen, um sie abzugeben.
Die wollten sie aber gar nicht nehmen und haben mich gebeten, sie in die Mülltonne zu werfen.

Grüsse,
Oregano
 
Habe gelessen, dass die Apotheken nicht mehr verpflichtet sind wie früher, dies zu tun. Viele sollen es aber freiwillig machen. Hausmüll ist schon besser als Klo und Spüle.

Bei uns zu Hause werden seit Jahren, bis auf ein paar Mariendistel-Kräutertabletten, keine Pillen konsumiert. Aber ich bin prinzipiell dagegen, dass man vieles in die Toilette kippt, z. B. Essensreste, Pillen u. v. m. Ich bin diesbezüglich überempfindlich.
 
Der Unterschied ist lokal. Die Apotheken bei uns sagen dazu, es kommt alles in die Müllverbrennung, daher können Medikamente in den Hausmüll.

In der Verbrennung werden unter großer Hitze die Moleküle in den Medikamenten aufgebrochen - je nach Höhe und Dauer der Prozedur könnte das im Extremfall alles in die einzelnen Atome runtergebrochen werden. So weit geht es natürlich in keiner praktischen Müllverbrennung, aber jedenfalls bleibt von den ursprünglichen Molekülen in Medikamenten nicht viel übrig.

Wenn es Müll-Lagerung auf der Halde wäre, dann müsste man das anders machen, da sollten keine Medikamente mit rein, da die ins Grundwasser gehen. Auch nicht ins Abwasser (Toilette)!
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber ich bin prinzipiell dagegen, dass man vieles in die Toilette kippt, z. B. Essensreste, Pillen u. v. m.
Hallo Miglena,

da bin ich ganz Deiner Meinung. Seit bei uns vor vielen Jahren mal die Toilette verstopft war, und zwar durch hinein geworfene Papiertaschentücher, bin ich da auch ganz strikt!

Grüsse,
Oregano
 

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