Einläufe mit DMSO, ja oder nein?

Themenstarter
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Hallo allerseits,

ich befasse mich seit kurzem mit DMSO und bin verwirrt über die vermeintliche Eignung für Einläufe. An vielen Ecken wird dies empfohlen oder zumindest erwähnt (u.a. sogar von Hartmut Fischer selber), vor allem auch in der Kombination mit CDL (was mich besonders interessiert).

Nun hab ich aber gesehen dass Andreas Kalcker bei seinen Protokollen eindeutig davon abrät ("Man benutzt es nicht für Einläufe, da ansonsten die vorhandenen Giftstoffe im Darm reabsorbiert würden"), und eine befreundete Ärztin die auch viel Kenntnis in Biochemie und speziell mit CDL hat, sieht das ebenso und hat angedeutet dass dadurch pathogene Stoffe aus dem Darm in das umliegende Gewebe transferiert werden können.

Wer hat hierzu spezielle Erfahrungen oder Erkenntnisse?

Ich hatte schon einen Löwenzahnauszug in DMSO fertiggestellt den ich eigentlich meinem nächsten CDL-Einlauf hinzufügen wollte...

Schönen Gruß,

Tobias
 
wundermittel
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26.02.19
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(...) dass dadurch pathogene Stoffe aus dem Darm in das umliegende Gewebe transferiert werden können.

Wer hat hierzu spezielle Erfahrungen oder Erkenntnisse?

Hallo Tobias

Besser spät (ich hin neu hier) als nie, habe ich mir Gedanken über Deine Frage gemacht, nicht zuletzt deshalb, weol ich eben dasselbe fragen wollte. :)
Und ich bin zu folgendem vorläufigen Schluss gelangt, den ich gerne zur Diskussion stellen möchte:

Obwohl ich mich nicht daran erinnere, dass in Dr. Fischers DMSO-Handbch von Einläufen damit die Rede ist, kann ich mir vorstellen, dass er während Seminaren entsprechende Empfehlungen ausgesprochen haben mag, wobei man da den genauen Zusammenhang kennen sollte um die Aussage beurteilen zu können. Gleichermassen erscheint mir Dr. Klackers Ermahnung zur Vorsicht als naheliegend und die Begründung nachvollziehbar.

Ich selbst würde nach reiflicher Überlegung meinen, dass Einläufe mit DMSO und evt. kombiniert mit anderen Phytosubstanzen/-Zubereitungen oder mit CDL durchaus sinnvoll und empfehlenswert sein können, wenn...

a) ... bereits mehrere Darmreinigungen - beispielsweise mit Bittersalz, etwa nach F. X. Mayr oder Andreas Moritz - durchgeführt wurden...
b) ... die letzte Darmreinigung nicht länger als wenige Monate her ist...
c) ... direkt vorab zwei drei Darmspülungen mit Wasser gemacht werden (optional mit etwas Salz oder Aloe Vera Saft)!

Letzteres empfiehlt sich auch vor CDL-Einläufen.

Ausserdem lässt sich auch noch die folgende Überlegung mit anstellen; die potentielle Gefahr, dass pathogene Stoffe mit ab-/resorbiert werden könnten, besteht ja eigentlich immer und bei jeder Applikations-, also Einnahmeform. Das ist dann aber auch hoch eine Frage der Dosis und ob der systemische Kreislauf diese dann überhaupt aufnimmt oder ob sie vielleicht sogar sehr bald einfach wieder ausgeschieden werden. Ein pathogener Effekt muss also nicht einmal zwingend eintreten. Im Gegenteil, beteachtet man die Eigenurin-Therapie im Vergleich, könnte der Effekt sogar positiv sein, oder..?

So, das waren meine Überlegungen soweit. Was meint Ihr dazu?
 
Themenstarter
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08.08.18
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Danke Dir für die Rückmeldung und für die Gedanken dazu! Ich hatte Dr. Fischer damals zu dem Thema angeschrieben und er hatte mir folgendes geantwortet, ich denke dass er gar nichts dagegen hat wenn ich das hier nun poste:

"Einlauf-Mischungen mit bis zu maximal 15% DMSO Gehalt sind möglich, wenn der Darm vorher gereinigt wurde. Das heißt die ersten 1 bis 2 Einlaufanwendungen werden ohne DMSO gemacht. Es ist so ähnlich wie bei den Chelat-Infusionen. Auch hier ist zu empfehlen, die ersten Anwendungen zunächst ohne DMSO auszuführen, bevor man dieses Mittel dazu gibt. Mikroorganismen können natürlich ohnehin nicht von DMSO "transportiert" werden, doch es ist eine Vorsichtsmaßnahme bei den Einläufen um ein re uptake von Metaboliten oder Stoffwechselprodukten von Bakterien beispielsweise zu verhindern.

CDL würde ich ebenfalls nicht mit DMSO kombinieren für Einläufe. Und MMS sollte man aufgrund des niedrigen pH-Wertes auch nicht für Einläufe verwenden, sondern nur pH-Wert neutrale CDL."
 
regulat-pro-immune
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14.09.09
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"Einlauf-Mischungen mit bis zu maximal 15% DMSO Gehalt sind möglich, wenn der Darm vorher gereinigt wurde. Das heißt die ersten 1 bis 2 Einlaufanwendungen werden ohne DMSO gemacht.

DMSO ist ein universelles Lösungsmittel und transportiert die gelösten Stoffe in den Körper. Dabei entscheidet DMSO nicht, ob es die gewünschten Stoffe sind oder ob es Schadstoffe sind. Das ist unabhängig davon, ob DMSO auf die Haut oder in den Darm gebracht wird. Man muss immer darauf achten, dass mit DMSO nicht versehentlich Schadstoffe in den Körper gelangen.

Der Darm dürfte sich kaum sicher reinigen lassen. E. coli hat im Blut nichts zu suchen.

Aber was soll mit dem DMSO im Darm erreicht werden? Der Dickdarm ist dazu konzipiert, Flüssigkeiten aufzunehmen. Man braucht kein DMSO. Wozu also ein Risiko eingehen?
 
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