Das Geschäft mit dem Hunger - Arte Themenabend

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Etwas sehr erfreuliches zum Thema Welthunger habe ich zufällig beim zappen im Fernsehen entdeckt.
Der Mann verdient meinen Respekt.

Lösung gegen den Welthunger?

Die Mainzer Firma Cultivaris züchtet im rheinhessischen Gensingen eine Pflanze, die den Hunger in der Welt bekämpfen könnte. Eine Nutzpflanze, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war.


Keim Brotfruchtbaum

Keim des Brotfruchtbaums im Gensinger Labor
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"Ein Baum kann eine vierköpfige Familie ernähren. Nicht nur für ein Jahr, sondern über einen Lebenszeitraum von 70 Jahren", sagt Garry Grüber von dem Mainzer Unternehmen Cultivaris. Das liege vor allem an den bis zu zwei Kilogramm schweren Früchten, die besonders eiweißreich und außerdem glutenfrei sind. Aus der Frucht des Brotbaums lässt sich fast alles machen, was man auch aus Kartoffeln machen kann. Man kann sie backen, kochen, zu Pommes verarbeiten oder sogar Bier daraus brauen.

Jede Zelle einer Pflanze habe außerdem das Potenzial, wieder zu einer ganzen Pflanze heran zu wachsen, so Grüber weiter. In dem Labor in Gensingen geht der Brotfruchtbaum in Massenproduktion. Ziel ist es, den Baum dorthin zu bringen, wo Hunger und Armut herrschen. Abnehmer sind Hilfsorganisationen oder Regierungen wie beispielsweise die Regierung von Tahiti, die bereits 2.000 Bäume bestellt hat und diese als Nahrungsquelle wieder rekultivieren will.

Etwas zurückgeben

Aus Samoa stammte die erste Brotfruchtzelle, aus der das Mainzer Unternehmen nun viele neue Brotfruchtbäumchen gezüchtet hat. Aus diesem Grund fühlen sich die Pflanzenmacher dem kleinen Inselstaat im Pazifik auch verpflichtet. "Für jede verkaufte Pflanze bekommt Samoa 50 Cent", sagt Grüber. Wenn die Pflanze kommerziell von der Firma genutzt werde, dann solle auch etwas zurückfließen.

SWR Mediathek - made in Südwest - Bäume gegen Hunger - Wie die Firma Cultivaris die Welt retten will der Film dazu
 
Hunger entsteht heute selten dadurch, dass es rein mengenmäßig zu wenig Nahrung gibt. Verschiedene soziale, politische und ökonomische Faktoren sind dafür verantwortlich, dass die Nahrung nicht zu denjenigen gelangt, die sie brauchen.
 
Keiner steht einfach auf und sagt "Ich werde mir das hier nehmen, weil ich es will." Er wird sagen, "Ich werde es nehmen, weil es ja eigentlich mir gehört, und es besser für alle wäre, wenn ich es hätte." Das trifft auf Kinder zu, die sich um Spielzeug streiten, und auch auf Regierungen, die in Kriege ziehen. Niemand ist jemals in einen Angriffskrieg involviert; es ist immer ein Verteidigungskrieg - auf beiden Seiten.

Noam Chomsky
 

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