Altes erfahrenes Mitglied braucht Denkhilfe !! Wanderröte zu sehen.

wundermittel
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14.03.07
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Wenn man rein schulmedizinisch den Blutbefund interpretiert, lieber tito, dann würde man wohl eine abgelaufende Borreliose diagnostizieren oder wie geäußert - abgelaufene Infektion.
Hattest Du in der Vergangenheit schon mal einen positiven Befund? und wurde dieser mit AB behandelt?

Kann ich mir wirklich sicher sein, dass die Wanderröte doch keine Wanderröte war obwohl sie größer geworden ist?
Ich würde sagen, sicher kannst Du Dir nicht sein. Wenn ich Dich richtig verstehe, dann ist die Wanderröte sogar größer geworden? Also einen roten Kranz/Ring außen und nach innen hin weiß?

Wenn Du Mut hast, dann würde ich den Elisa Test nochmals wiederholen (erst nach ca. 3 Wochen) und dann inklusive Westernblot.

Oder Du behandelst sofort mit AB (ich würde da allerdings auch auf Doxy setzen), aber das entscheidest DU!
Die Krux bei der Geschichte ist, dass nach AB Einnahme sich die Antikörper verändern werden und Du nicht weiß, ob Du eine Borreliose hattest. Hat vielleicht psychisch auch seine Vorteile?.

Du könntest vielleicht jetzt noch um einen Westernblot bitten, vielleicht sieht man da noch etwas mehr, dieser dürfte dann in 1-2 Tagen gemacht sein.

Alles Gute für Dich
Kayen
 
Themenstarter
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19.07.21
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Hmm,
also die AK nach ca. 3 Wochen sind also schon aussagekräftig?
Welcher Bluttest wäre denn erst nach 6-8 Wochen aussagekräftig?
Die Zahl 6-8 Wochen habe ich irgendwie im Hinterkopf.

Ich muss auch dazu sagen, dass ich aktuell mehr Angst vor den Folgen der Borreliose habe, als vor der Antibiose.
Und ja, die Empfehlung des ersten Arztes (Minocyclin + Tinidazol) ist sicherlich nicht unumstritten und ich habe mir auch Studien zur Kanzerogenität von Tinidazol angeschaut.

Sollte jetzt doch was frisches, jedoch noch unerkanntes da sein, dann fände ich es ärgerlich direkt am Anfang nicht schon mit der Keule drauf gegangen zu sein. Andersrum möchte ich mich auch nicht unnötig belasten.

Die Wanderröte war zunächst komplett rot, die letzten Tage hat man einen minimalen Rand gesehen, und jetzt ist sie komplett weg.
Ich habe vor 4 Tagen auch Minocyclin angefangen wie vom Borreliose Centrum Bad Orb empfehlen. Ab Morgen wäre dann zusätzlich Tinidazol angesagt für 20 Tage.
 
regulat-pro-immune
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02.10.10
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Hi,

kann ja sein, dass die jetzigen IgG's von einer alten Borreliose kommen. Ob die dann ausgeheilt ist, ist die Frage. Wenn es jetzt aber eine Wanderröte ist (wenn es gewachsen ist und es dann doch einen Rand hatte, würde ich das schon denken), spricht es schon für eine Borreliose. Das LTT-Ergebnis kommt ja auch noch.

Es ist schwierig, weil es selten eindeutig ist, von daher wird es dabei
Sollte jetzt doch was frisches, jedoch noch unerkanntes da sein, dann fände ich es ärgerlich direkt am Anfang nicht schon mit der Keule drauf gegangen zu sein. Andersrum möchte ich mich auch nicht unnötig belasten.
wohl bleiben und die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.
Sollte es chronisch sein, kann man es mit Kräutern behandeln, aber das kann man im akuten Fall ja auch machen. Ich kenne auch Leute, die in so einer Situation waren und es von Anfang an nur mit Kräutern behandelt haben.

Wenn Du AB nehmen willst, kannst Du Dich ja nochmal informieren, wie da der aktuelle Stand ist, mit welchen AB's man behandelt. Ich hätte auch an Doxycyclin gedacht, aber ich bin da nicht auf dem aktuellen Stand.

Viele Grüße
 
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25.08.20
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Er meinte, die IgM AK sollten sofort da sein.
Die brauchen schon so ab 5 Tage bei Primärinfektion.
Kann ich mir wirklich sicher sein, dass die Wanderröte doch keine Wanderröte war obwohl sie größer geworden ist?
Nein.
Bestätigungstest (Westernblot) empfohlen.
Der Western Blot ist obligat bei positivem Elisa und nicht lediglich empfohlen.

Da du in der Vergangenheit schon einmal eine Borrelieninfektion hattest (erkennbar am IgG - wobei der Blot dazu fehlt) würde bei erneuter Infektion IgM wahrscheinlich nicht mehr ansteigen, sondern nur IgG geboostert.
 
Themenstarter
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19.07.21
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IgG geboostert? Ist solch ein Phänomen wissenschaftlich bekannt? Ich bin jetzt kein Fachmann in Immunologie :)

Was mich noch stört, ich habe an genau dieser Stelle schmerzen in der Wade, als hätte ich eine starke Muskelzerrung bzw. ein leichter Faserriss. Ob das nur Zufall ist? Und zwar seit dem 23.06. als ich im Wald einen leichten Hügel hoch ging und direkt einen stechenden Schmerz gemerkt habe.

Ich bin ja eigentlich sportlich und war in den Wochen zuvor auch sehr oft Joggen. An einer Unsportlichkeit kann es nicht liegen und an einer Überanstrengung eigentlich auch nicht, denn so oft hatte ich nun auch wieder nicht Sport gemacht.

Daher MUSS es eigentlich Zufall sein.

Mein Bauch sagt mir, ich möchte keinesfalls das durchmachen was meine Mom durchmachen musste, daher tendiere ich zur Antibiose.

Zum Thema Doxy:
Ich hab am Wochenende versucht viele Studien zu lesen und da ist mir eine Studie im Kopf geblieben, dass Doxy dafür sorgt, dass die Anzahl der Spirochäten sinkt, dafür aber die Menge der verkapselten Borrelien pusht. Ich weiß nicht wie sehr diese Studien in diesem Forum bereits zerpflückt wurden.

Zum Thema Tinidazol:
Klar gibts es in der Literatur Hinweise auf Kanzerogenität, aber so viel ich weiß bei lebenslanger Anwendung bei Mäusen und Ratten, nicht jedoch bei Hamstern. Und ich hatte noch ne Studie im Kopf bei der über 700 Frauen mit Tinidazol behandelt wurden und es keine Auffälligkeiten gab.

Klar, es ist meine Entscheidung, wie bei allem im Leben.
Noch habe ich ein paar Stunden Zeit um mich für oder gegen Tinidazol zu entscheiden. Minocyclin nehme ich bereits seit 4 Tagen.
 
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25.08.20
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IgG geboostert? Ist solch ein Phänomen wissenschaftlich bekannt?
Das sind immunologische Grundlagen würde ich sagen. Die Realität ist ohnehin komplexer als die Faustregeln, die niedergelassene Ärzte anwenden. Jedenfalls kann man aus deinem serologischen Ergebnis nur sagen, dass du irgendwann mal mit Borreliose infiziert warst, das aber nicht vom aktuellen Stich kommen kann, denn IgG bildet sich erst nach einigen Wochen und persistiert dann über Jahre.
 
regulat-pro-immune
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09.04.16
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Hallo! Könnte so eine Hauterscheinung nicht auch von einer latenten LUES verursacht sein? Sind ja auch Spirochäten, die aber scheinbar viel leichter zu diagnostizieren und auch zu therapieren sind …. Gr A.
 
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