DMPS

Aus Symptome, Ursachen von Krankheiten

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Allgemein

(RS)-2,3-Dimercapto-1-propansulfonsäure ist ein Chelatbildner, das heisst dieser Stoff kann stabile Verbindungen mit manchen Metallen eingehen. Diese Eigenschaft wird bei der Entgiftung genutzt, denn weniger stabile Verbindungen werden im Darm erneut resorbiert und die Entgiftung findet nur in geringen Maße statt. DMPS gilt als Antidot bei Schwermetallintoxikationen, akut und chronisch.




DMPS-Ampullen intravenös wirken weniger allergiesierend als Kapseln oral. Um eine Allergiesierung auf den enthaltenen Schwefel möglichst gering zu halten, sollte DMPS regelmäßig in großen Abständen (6 Wochen) gespritzt werden. Der Ersttest auf Schwermetalle im Urin erfolgt über die Vene. Therapeutisch bei entsprechender Indikation sollte DMPS intramuskulär (Delta-Muskel/Gesäß) verabreicht werden. Der Wirkungseintritt geschieht über einen längeren Zeitraum mit selber Effektivität bei gleichzeitig besserer Verträglichkeit. Ampullen sind wesentlich effektiver als Kapseln.


Gelegentlich wird empfohlen, die Dämpfe von DMPS kurz ein zu atmen (nicht bis in die Lunge = "Schnüffeln"). Dadurch sollen Metalle aus dem Nasen-/Kieferhöhlen-/ Riechnervbereich entfernt werden. Dies wird bei "Hirnsymptomen" geraten und soll im 4-6 wöchigen Abstand und mit Metallanalyse im Stuhl erfolgen.


DMPS ist rezeptpflichtig und sollte nur durch Ärzte mit ausreichend Erfahrung verschrieben werden.

DMPS-Test

  • Indikation

kommt noch!

  • Praktischer Ablauf

Der Patient gibt eine Urinprobe ab, diese wird als Urin I bezeichnet. Daraufhin wird die DMPS-Ampulle verabreicht entweder langsam als Spritze z.B in den Po-Muskel oder in die Armvene. Nach 45 Minuten wird wieder eine Urinprobe genommen, diese wird als Urin II bezeichnet. Beide Urinproben werden an ein Labor versendet und dort auf Metalle untersucht.

Wie finde ich einen "DMPS-Arzt"

Die Urinproben der Patienten werden vom Arzt in der Regel an ein spezialisiertes medizinisches Labor versandt. Dort laufen die Proben aus vielen Arztpraxen zusammen. D. h. ein Labor kann auf Anhieb viele Ärzte nennen, die Urinproben zur Auswertung eingesandt haben und sich infolge dessen auch mit der DMPS-Anwendung auskennen. Die Chance einen kompetenten Arzt zu finden ist also sehr hoch wenn man sich direkt beim Labor erkundigt anstelle telefonisch einzelne Arztpraxen zu kontaktieren.


Kosten

  • Dimaval Ampulle (Heyl) ca. 42 €
  • Unithiol Ampulle 5% (russisches Präparat, basischer als Heyl) 10 Amp. 171,80 € / Preis Jan. 06
  • Dimaval Kapseln (Heyl, 20 Stck. à 100mg) ca. 130 €
  • Mercuval Kapseln (9 Stck. à 100mg) ca 63 €

Infos/ Links

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