Unklare Ursache - Was fehlt mir?

08.05.11 14:36 #1
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Unklare Ursache - Was fehlt mir?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Das Problem ist das selbst wenn die Medikamente helfen sollten, wird das Problem dadurch nicht beseitigt. TD braucht aber auch eine langfristige Lösung.

Medikamente und Neuroleptika hat er schon durch und es hat ihn nicht viel weitergebracht.

Viele Leute haben selbst wenn sie auf Medikamente ansprechen keine besonders gute Lebensqualität. Das alleine reicht oft nicht aus um sich wirklich gut oder normal zu fühlen. Genau deshalb suchen sie auch nach besseren Lösungen so dass sie wieder ein menschenwürdiges Dasein haben.

Ausserdem sollten Risperdal und andere Neuroleptika sofern es geht auch nicht langfristig genommen werden wg. möglicher Probleme (Bewegungsstörungen etc.) die auch in den "angeblich" sicheren Dosen auftreten können und permanent nach dem Absetzen weiter bestehen können. Mal abgesehen davon das genug andere NW auftreten können bzw. Gewichtszunahme, erhöhtes Risko versch. Krankheiten etc.

Medikamente sind eventuell vergleichbar mit Schmerzmitteln bei einer Verletzung. Sie können manchmal (aber nicht immer) die Beschwerden reduzieren so das man nicht so viel von den Beschwerden wahrnimmt aber sie können den verletzten Körperteil nicht wieder gesund machen.

Unklare Ursache - Was fehlt mir?

Flummi ist offline
Beiträge: 369
Seit: 29.07.09
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Das Problem ist das selbst wenn die Medikamente helfen sollten, wird das Problem dadurch nicht beseitigt. TD braucht aber auch eine langfristige Lösung.
Oft bringen Medikamente auch eine Heilung mit sich. Ob das hier passieren wird ist unklar, aber ich würde es versuchen. Wenn es nicht so ist - sei's drum. Hält ja auch kein Diabetiker für eine Einschränkung der perönlichen Freiheit Insulin nehmen zu müssen.
Und langfristige Lösungen gibt's hier im Forum sowieso keine. Da werden jahrein jahraus die gleichen Tipps an den Mann gebracht ohne dass auch nur ein nennenswerter Teil der Betroffenen einen wesentlichen und dauerhaften Schritt weiterkommt - da nehm ich doch lieber Psychopharmaka die angeblich nur Symptombekämpfung sind.

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Medikamente und Neuroleptika hat er schon durch und es hat ihn nicht viel weitergebracht.
Es gibt halt schwierige Fälle wo man länger rumprobieren muss. Außerdem ist ja nicht gesagt, dass er eine passende Diagnose hat auf der man eine passende Behandlung aufbauen könnte.

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Viele Leute haben selbst wenn sie auf Medikamente ansprechen keine besonders gute Lebensqualität. Das alleine reicht oft nicht aus um sich wirklich gut oder normal zu fühlen. Genau deshalb suchen sie auch nach besseren Lösungen so dass sie wieder ein menschenwürdiges Dasein haben.
Der weitaus größte Teil derer die Psychopharmaka nehmen kommt gut damit klar. Ich hab's in der Klinik täglich selbst erlebt.

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Ausserdem sollten Risperdal und andere Neuroleptika sofern es geht auch nicht langfristig genommen werden wg. möglicher Probleme (Bewegungsstörungen etc.) die auch in den "angeblich" sicheren Dosen auftreten können und permanent nach dem Absetzen weiter bestehen können. Mal abgesehen davon das genug andere NW auftreten können bzw. Gewichtszunahme, erhöhtes Risko versch. Krankheiten etc.
Spätdydkinesien treten bei Risperdal mit einer Häufigkeit von irgendwas < 5% auf. Sie treten außerdem nur auf wenn man auch zuvor Frühdyskinesien bekommen hat (weil dann anfangen die Synapsen zu verkümmern). Hat man das nicht, was in den weitaus meisten Fällen so ist, dann braucht man diesbezüglich keine Bedenken zu haben.
Gewichtszunahme und damit verbundenes metabolisches Syndrom ist unter Risperdal ein Thema wenn man es in Größenordnungen nimmt wie es Leute mit Schizophrenie bekommen. Das steht hier eh nicht zu Debatte.

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Medikamente sind eventuell vergleichbar mit Schmerzmitteln bei einer Verletzung. Sie können manchmal (aber nicht immer) die Beschwerden reduzieren so das man nicht so viel von den Beschwerden wahrnimmt aber sie können den verletzten Körperteil nicht wieder gesund machen.
Psychopharmaka machen nicht gesund. Aber sie geben dem Gehirn oft die Ruhe, dass es sich selbst gesund machen kann.

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Der weitaus größte Teil derer die Psychopharmaka nehmen kommt gut damit klar. Ich hab's in der Klinik täglich selbst erlebt.
Wenn das so ist warum ist das Leben von den meisten Leuten die ich kennedie PP nehmen sch***?

Psychopharmaka machen nicht gesund. Aber sie geben dem Gehirn oft die Ruhe, dass es sich selbst gesund machen kann.
Da die Psychiatie von chron. Leiden ausgeht bei den meisten Diagnosen kann es keine Gesundung geben.

Ich kenne auch niemanden der langfristig krank war der gesundet ist permanent.

Die psychiatrischen Diagnosen gelten als chronische Krankheit wie auch bei TD. ADHS heilt sich nicht von alleine genauso wenig wie viele andere Sachen.

Das ist ein Schwachsinn.

Geändert von dmps123 (06.02.13 um 17:35 Uhr)

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Traumdenker ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Ich hatte etwa 10 verschiedene AD,Neuroleptika.Hat alles nichts gebracht.Ich glaube Flummi,du bist selbst sehr verzweifelt.Hat dich ein Psychopharmakum geheilt? Was hast du für Symptome?
Du hast mir ja über PN ein Medikament empfohlen,nun will ich wissen warum....

Es kann ja auch sein dass mir garnichts hilft und ich mich vorher umbringe..Ich hoffe es wird nie so weit kommen.

Geändert von Traumdenker (06.02.13 um 17:36 Uhr)

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Abendschein ist offline
Beiträge: 419
Seit: 11.01.13
Zitat von Flummi Beitrag anzeigen


Psychopharmaka machen nicht gesund. Aber sie geben dem Gehirn oft die Ruhe, dass es sich selbst gesund machen kann.

Niemals! Psychofarmaka sind schädlich, machen Abhängig und haben tausend Nebenwirkungen., Sie dämpfen, machen Wesensveränderungen und ich rate dringend davon ab. Wer sie nimmt, braucht oft wieder andere Tabletten wegen der ganzen Nebenwirkungen.

Mit einem Insulin Patienten doch nicht zu vergleichen,


Liebe Grüße der
Abendschein

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Traumdenker ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Cool,es wird richtig interessant hier :-)

Freut mich dass so viel in meinem Thread los ist,echt vielen dank Leute!

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Abendschein ist offline
Beiträge: 419
Seit: 11.01.13
Zitat von Traumdenker Beitrag anzeigen
Es kann ja auch sein dass mir garnichts hilft und ich mich vorher umbringe..Ich hoffe es wird nie so weit kommen.
Das hoffe ich auch, das es nie so weit kommen wird.

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Und langfristige Lösungen gibt's hier im Forum sowieso keine. Da werden jahrein jahraus die gleichen Tipps an den Mann gebracht ohne dass auch nur ein nennenswerter Teil der Betroffenen einen wesentlichen und dauerhaften Schritt weiterkommt
Woher weisst du das hast du alle Leute hier interviewt?

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Flummi ist offline
Beiträge: 369
Seit: 29.07.09
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Woher weisst du das hast du alle Leute hier interviewt?
Nein, aber es gäb hier entsprechende Berichte wenn sich eine dauerhafte Besserung abzeichnen würde.

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Es gibt genug Berichte hier..

Ich denke nicht das PP zwangsläufig schlecht sind aber sie sind halt nicht das Nonplusultra und ausserdem machen sie nicht gesund.. sie wirken solange sie genommen werden und dann nicht mehr. Wenn sie nötig dann können sie genommen werden. Aber nur das??

Es gibt aber auch unglaublich viele Rohrkrepier unter den Pharmatherapien viele Patienten haben so ein besch**** Leben darunter und werden auch nicht annäherend gesund deshalb muss man auch nach besseren Lösungen suchen.


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