Unklare Beschwerden

Solche Blutwerte und überhaupt das ganze Medizinwesen dienen dazu, ernsthafte bis lebensgefährliche Erkrankungen auszuschließen bzw. zu behandeln (Diabetes, Leberzirrhose, Pankreatitis etc.). Um Vitamin- und Nährstoffmängel auszuschließen, muß man Vitamin- und Mineralstoffwerte messen, und das zahlt in D keine Kasse.

Das ist leider ein riesiger blinder Fleck der Kassenmedizin.

Ich habe gerade das Buch von Orfanos-Boeckel durchgelesen, darin beklagt sie das immer wieder:
 
Das MCV (80,0 - 96,0) ist bei mir bei 93,4. Spricht das nicht für einen (geringfügigen) Vitamin B12 Mangel und würde das mit meinen Symptomen nicht zusammenpassen? Ich habe mittlerweile nämlich auch festgestellt, dass sich mein Stuhlgang durch weglassen jeglichen Getreides verbessert hat, ich hatte zwar zuvor auch keine (bemerkten) Probleme damit, jedoch hat sich der Stuhlgang zum positiveren verändert, was ja nicht möglich wäre, hätte ich mit Getreide (Gluten) keine Probleme. Zuvor war das Wasser in der Toilette immer trüb, jetzt ist es klar und durchsichtig (vermutlich weil Darmentzündungen Schleim verursachen und sich so das Wasser im Abfluss trübt)?
 
Spricht das nicht für einen (geringfügigen) Vitamin B12 Mangel
Schwer zu sagen. Die Werte sind ja alle noch in der Norm. Ich finde den fT4-Wert viel auffälliger, aber auch das wahnsinnig niedrige Cholesterin.

B12 in höheren Dosierungen einzunehmen ist ziemlich ungefährlich. Man kann das einfach mal ausprobieren. Ich würde da ein hochdosiertes Präparat mit allen B-Vitaminen nehmen, z. B.
 
Sonographie Abdomen wurde gemacht. Ohne Befund. Elastase im Stuhl bei 500. Morgen gehe ich Thorax Röntgen. Was also könnte es sein? Zu wenig vom falschen gegessen und dann auch noch Glutensensitivität und somit schlechtere Aufnahme von allem im Darm? Bis jetzt die plausibleste Erklärung. Gewicht zur Zeit minimal zunehmend. Diese Beschwerden so habe ich mittlerweile eruiert, haben sich über viele Monate (ein Jahr?) schleichend entwickelt. Ohne Jacke und in Bewegung friere ich zur Zeit draußen nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde Dir ja auch raten, auf Vitamin- Mineralstoffmangel, evtl. noch Fettsäuremuster untersuchen zu lassen. Soo teuer ist das m.E. auch nicht - und u.U. eine für die Gesundheit lohnende Investition.
Wenn Du wirklich da zum Teil einen deutlichen Mangel hast, kann eine Substitution in üblichen Dosierungen den auch kaum, mindestens nicht schnell ausgleichen.
 
Was mich wundert, ist dein relativ hoher Zuckerwert (HbA1c) bei dem niedrigen Gewicht und den niedrigen Fettsäuren.
Die niedrigen Fettsäuren liesen sich durch eine Glutenunverträglichkeit erklären, da dass Fett erst im Darm aufgenommen wird und dieser durch die Glutenunverträglichkeit ja nicht mehr so gut aufnahmefähig ist. Bei (erworbener) Glutenunverträglichkeit kommt es zu einem Gewichtsverlust. Der erhöhte Blutzucker liese sich dadurch erklären, dass der Körper intuitiv nach etwas verlangt, was ihn am Überleben hält, und das wäre in diesem Fall Zucker. Im Übrigen bevor ich ins Bett gehe stopfe ich so viel ihn mich hinein, dass die Waage jeden Tag 100g mehr anzeigt. Und siehe da, ich habe schon 1kg plus und war heute nach Frühstück 8 Stunden lang tätig ohne Leistungseinbußen. Ein Blutbild bei einem anderen Arzt habe ich heute zur (Verlaufs)kontrolle anfertigen lassen.
 
Im Übrigen bevor ich ins Bett gehe stopfe ich so viel ihn mich hinein, dass die Waage jeden Tag 100g mehr anzeigt.
Hallo Mann,

ds mag im Moment ganz hilfreich sein. Auf Dauer wird so ein Eßverhalten aber die Bauchspeicheldrüse. schwächen, weil sie ständig stark beansprucht wird.
Ich bin gespannt, ob das neue Blutbild neue Infos bringt.

Grüsse,
Oregano
 
Die niedrigen Fettsäuren liesen sich durch eine Glutenunverträglichkeit erklären, da dass Fett erst im Darm aufgenommen wird und dieser durch die Glutenunverträglichkeit ja nicht mehr so gut aufnahmefähig ist.
Daß dein Darm Fettverwertungsschwierigkeiten hat, habe ich ja schon ganz oben vermutet. Die Bauchspeicheldrüse ist aber offenbar nicht schuld. Ob Glutenunverträglichkeit das verursachen kann, weiß ich nicht. Das kannst du aber einfach testen: einfach mal ein paar Wochen überhaupt kein Gluten essen. Wobei -- ganz einfach ist das nicht.
 
Habe noch zwei weitere Blutbilder machen lassen. Alles optimal. CRP-Wert bei 0,06. Die Triglyceride sind von 65,9 auf 94 in 4 Wochen gestiegen, (mehrere) Flaschen Pflanzenöl ins Essen und Trinken gekippt. Nur das Hitzegefühl für 2-3 Stunden nachts und das Schwitzen an den Händen nachts sind jetzt im Moment noch das Hauptproblem, und dass ich morgens so kaputt bin und es sich im Tagesverlauf immer weiter bessert (bis zum nächsten Morgen). Nachdem jetzt drei Blutbilder ohne Befund vorliegen, nehme ich an, die Hormone sind durcheinander, weil die inneren Organe bewegen sich ja alle im Normbereich? Oder dauert die Normalisierung der Stoffwechsellage nach Weglassen von Getreide und Erhöhung des Obst- und Gemüseanteils noch eine Weile? Und irgendwie scheint mir nach ein paar Stunden körperlicher Tätigkeit die Energie für den Rest des Tages auszugehen, also mehr Essen wie mein Arzt meinte?

Zum Gluten:
Vor Weglassen von Gluten war das Wasser in der Toilette immer undurchsichtig, vermutlich aufgrund des durch die Darmentzündung gebildeten Schleimes, nach Weglassen dauerte es 24 Stunden und das Wasser war klar und durchsichtig. So wie es aussieht vertrage ich jetzt auch wieder die Milch besser. Nach Crash-Test mit 5 Doppelkeksen war wieder alles im malad! Da braucht es keinen Labortest mehr!
 
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Könnte es sein @Mann46Jahre , dass du dich den ganzen Tag hauptsächlich um dich selbst drehst.
Sich selbst als Mittelpunkt der Welt zu sehen macht krank.

Wie wäre es nach außen zu schauen und deinem Körper einfach mal zu vertrauen? Hast du das schon probiert?

Dir wird vielleicht selbst klar sein, dass du jede Kleinigkeit deiner Befindlichkeit auf die Goldwaage legst?

Das ist nur meine Sicht auf die Situation, wobei ich keinen tiefen Einblick in deine Situation habe, vielleicht bist du ja wirklich sehr krank.

Alles Gute
wünscht dir
Mara
 
Wie wäre es nach außen zu schauen und deinem Körper einfach mal zu vertrauen?
Dass die Triglyceride sehr niedrig waren und ich kein Getreide mehr vertragen hamse mitbekommen? Und dass dies zu diversen nachvollziehbaren Symptomen führen konnte hamse auch mitbekommen? Nich? Dann noch mal die ganze Litanei von vorne lesen!
 
ich habe das alles gelesen, konnte jedoch außer ein paar Unbefindlichkeiten nichts Tragisches entdecken.
Getreide ist allgemein weniger verträglich und sollte reduziert verzehrt werden.

Wie gesagt, ich kann nichts feststellen, außer, dass du jede Klitzekleinigkeit auf die Goldwaage legst.

Das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung, könnte sicherlich oberflächlich auf dich wirken.
 
Niedrige Triglyceridwerte haben diagnostisch keine wesentliche diagnostische Bedeutung für die Erkennung einer Krankheit.


Triglyceride Blutwert zu niedrig – 5 Fakten im Überblick:​

  • Die Bestimmung der Triglyceride erfolgt bei Verdacht auf eine Fettstoffwechselstörung.
  • Zu den Blutfetten gehörend, heißen die Triglyceride auch Neutralfette.
  • Bei einer Mangelernährung sinkt die Konzentration des Blutwerts unter den Normbereich.
  • Sinken die Triglycerid-Werte, geht das Phänomen häufig mit einem Verlust der Körpermasse einher.
  • Um die Triglyceride im Blut zu normalisieren, empfehlen die Ärzte eine ausgewogene, aber fettreichere Ernährung.
 
...
Zu den Ursachen von niedrigen Triglyceriden gehören:
  • Mangelernährung
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Resorptionsstörung, also die ungenügende Aufnahme aus dem Verdauungstrakt
  • Einnahme Lipid-senkender Medikamente
  • Fasten oder Hungern
  • Autoimmunerkrankungen
  • Drogenmissbrauch
  • sehr selten: eine Hypotriglyceridämie-Erkrankung
Eine Mangelernährung stellt die häufigste Ursache dar. In der westlichen Welt treten Unter- und Mangelernährungen selten auf. Bei langfristigen Krankenhausaufenthalten beträgt die Rate der Mangelernährten hingegen über 25 Prozent mit steigender Tendenz.7

Folgen

Kurzfristig niedrige Triglyceride wirken sich nicht negativ aus. Auf Dauer könnten Symptome der Erschöpfung und Müdigkeit und ein Verlust der Muskelmasse auftreten. Da die Triglyceride als Energiereserve dienen, fehlt diese dann dem Körper. Langfristig kann die körperliche Schwäche dem Körper schaden.

Triglyceride und Diabetes

Erhöhte Triglyceride hängen häufig mit einer Erkrankung an Diabetes Typ 2 zusammen. Die Hälfte der Erkrankten hat begleitend erhöhte Triglyceride. Allerdings bedeutet das nicht, dass Diabetiker zwangsläufig höhere Triglyceride haben. Dies ist der Fall, wenn der Blutzucker nicht gut eingestellt ist.2,8,9 Bei nicht behandelten oder sich schleichend entwickelndem Diabetes steigen deshalb die Blutfette häufig an.

Die Insulinresistenz als Folge der Krankheit führt dazu, dass biochemische Vorgänge den Fettstoffwechsel beeinträchtigen. Der Fettstoffwechsel läuft dann nicht optimal ab.2 Die Gabe von Insulin senkt in diesen Fällen neben den Glucosewerten auch die erhöhten Triglyceridwerte.

Behandlung

Im ersten Schritt der Behandlung wird die Ursache für die erhöhten Werte gesucht. Außerdem werden weitere Risikofaktoren, wie die Cholesterinwerte, untersucht, um sich einen Überblick über das Risiko für mögliche Folgen zu machen. ...

Da bei Deinen Blutwerten der HBA1C nicht wirklich ideal ist, würde ich in der Richtung „Diabetes“ bzw. „Prädiabetes“ weiter schauen. Dazu würde auch gehören, daß Du Dich eine Weile Diabetes-unfreundlich ernährst, falls Du das nicht sowieso tust. Dazu kommen andere Maßnahmen, wie hier beschrieben:


Grüsse,
Oregano
 
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Niedrige Triglyceridwerte haben diagnostisch keine wesentliche diagnostische Bedeutung für die Erkennung einer Krankheit.
Man muss schon lesen wollen:

„Bei einer Mangelernährung sinkt die Konzentration des Blutwerts unter den Normbereich.“

Mangelernährung!!! (bei mir scheinbar ausgelöst durch Glutenunverträglichkeit), aber der eine oder andere mag das ja knorke finden und nur so verschrobene Typen wie ich versuchen dann die Mangelernährung und deren Folgen wieder gerade zu biegen!
 
Der HDL-Wert sollte nicht zu hoch sein, allerdings sind zu hohe HDL-Werte wiederum auch negativ. Bei Dir liegt der HDL mit 83 mg/dl recht hoch, finde ich, auch wenn erst oberhalb von ungefähr 90 mg/dl von einem erhöhten Arteriosklerose-Risiko ausgegangen wird.

https://www.netdoktor.de/laborwerte/cholesterinwerte/hdl-cholesterin/
Der HDL-Wert wird bestimmt, wenn der Arzt das Risiko für eine Arteriosklerose und speziell für eine Koronare Herzkrankheit (KHK) abschätzen möchte. Dieses Risiko ist erhöht, wenn das HDL-Cholesterin zu niedrig ist. Aber auch bei extrem hohen Werten (oberhalb von ca. 90 mg/dl) ist das Arteriosklerose-Risiko offenbar erhöht.

Außerdem wird der HDL-Blutwert zur Erfolgskontrolle einer fettsenkenden Therapie (zum Beispiel durch Diät oder Medikamente) bestimmt.

Weiß nicht, aber eventuell könnte das auch zutreffen..

https://www.msdmanuals.com/de-de/he...esterinstoffwechsels/erhöhtes-hdl-cholesterin

viele Grüsse
 
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