Regelmäßig krank, ohne genauen Befund - was könnte es sein?

11.12.09 12:04 #1
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regelmäßig krank, ohne genauen Befund - was könnte es sein?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.472
Seit: 26.04.04
Hallo clarita,

bei einer Hashimoto Thyreoiditis können sich Über- und Unterfunktion zeitweise abwechseln; von daher ist diese Erscheinung nicht selten.

Ich würde einen Termin bei einem auf der Liste positiv bewerteten Facharzt machen; Du kannst Dir im voraus notieren, was Du wissen möchtest, welche Untersuchungen Du gerne durchführen lassen würdest, um endlich Klarheit über Deine hormonelle Situation zu bekommen. Vorbehandlungen wie z.B. die Radiojodtherapie müsstest Du ihm schon schildern, Blutwerte würde ich allerdings erst mal zu Hause lassen. Ein guter Arzt verlässt sich nicht auf die Befunde von Kollegen, sondern er klärt selber ab. Sollte er Vergleichswerte zu früheren Untersuchungen brauchen, kannst Du die dann immer noch nachreichen.

Wie ich Dich verstehe, ist einer der positiv bewerteten Ärzte im selben Endokrinologikum wie die Ärztin, bei der Du schon gewesen bist?
In diesem Fall würde ich mir wohl eine andere Adresse aussuchen - das ist meine persönliche Meinung...

Gerade hormonelle Fragestellungen sind oft sehr kompliziert und schwierig; deshalb ist es wichtig, dranzubleiben und einen guten Arzt zu finden.

Es kann auch noch andere Gründe für Deine Problematik geben; jedoch weist Dein Befinden schon darauf hin, dass etwas nicht optimal läuft, zumal ja auch Hashimoto diagnostiziert worden ist und die Antikörper recht hoch sind.

Liebe Grüsse,
uma

Geändert von Malve (11.12.09 um 23:14 Uhr)

regelmäßig krank, ohne genauen Befund - was könnte es sein?

clarita ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 11.12.09
hallo uma,

ich danke dir für deine hilfreichen antworten.

du hast völlig recht. ein guter arzt würde sich selbst ein bild machen wollen. allerdings, das kann u.a. an den gesundheitsreformen etc. liegen, passiert das nicht mehr immer. so habe ich letzten sommer (2008) einen termin in der schilddrüsenabteilung der charité gehabt. der dortige arzt hat mich ziemlich wütend nachhause geschickt, weil ich die vorherigen befunde nicht mit hatte und wollte, daß er sich selbst noch einmal ein neues bild macht (ich hatte wie hier üblich 3 monate auf den termin gewartet). nun ja, ich kann ihn höchstwahrscheinlich nicht zwingen, sich eine eigene meinung zu bilden.
was mich frustriert, das ist z.b. genau, daß sich die ärzte offenbar nicht viel mühe machen und einfach schon vorhandene befunde abschreiben. (darauf aufmerksam geworden bin ich durch eine bemerkung in einem alten bericht aus berlin-buch, der so überhaupt nicht mehr zutraf. seit dem stelle ich das nahezu dauernd fest.)

das mit dem endokrinologikum finde ich total schade. gerade in dies hatte ich so viele hoffnungen reingesetzt. ich verstehe auch gar nicht, warum mich die ärztin nach hause schickt mit der bemerkung, meine blutwerte seien in ordnung, obwohl sie es doch gar nicht sind. allein dieser eine schilddrüsenwert! und auch andere waren nicht im normbereich. ich habe aber keine ahnung, das einschätzen zu können.

was meinst du, welche anderen gründe könnte es für meine kranken tage geben?
ich hatte ja schon einige vermutungen aufgeschrieben. "psychisch" ist es natürlich auch inzwischen belastend geworden. ist ja klar. diese komische krankheit hat schließlich einen großteil meines lebensablaufes verändert. auch viele lebenspläne sind mit ihr nicht möglich, viele einschränkungen etc.

so, und ich mache jetzt mal schluß für heute. es ist wirklich spät geworden, mir fallen langsam die augen zu. und da ich jetzt in der kranken zeit bin, höre ich wohl besser auf meinen körper.

Geändert von clarita (12.12.09 um 08:50 Uhr)

regelmäßig krank, ohne genauen Befund - was könnte es sein?

clarita ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 11.12.09
hallo zusammen (uma et alii),

ich habe mich gestern bis in den späten abend und auch heute früh bereits hier festgelesen. und ich muß sagen: ich bin begeistert. hier gibt es sooo unglaublich viele zusammengetragenen erfahrungen und informationen (und weiterführende links), daß ich momentan den eindruck habe, dies wird mich deutlich weiterbringen in meiner eigenrecherche zu den möglichen ursachen meiner komischen krankheit.

allerdings stelle ich fest, daß ich ein wenig aufpassen muß.

1. habe ich schon allein gestern und heute soo viel gelesen, daß mir momentan der kopf schwirrt und ich das eine vom anderen nicht mehr unterscheiden kann.

2. besteht die gefahr, daß ich mich da zu sehr einlese und darüber anderes vernachlässige.

und das ist ja nicht der sinn der sache. drum werde ich mal ein ganz klein wenig zurückrudern und die sache langsamer angehen.

momentan bin ich tatsächlich gerade wieder betroffen von meiner komischen krankheit. und das heißt, ich bekomme kaum etwas auf die reihe. muß viel ruhen. kann mich kaum auf wichtige dinge richtig konzentrieren. sie rutschen mir einfach weg. (zum vergleich: wer kann schon richtig gut arbeiten, wenn er ne grippe hat? und das nicht nur wegen husten und schnupfen, sondern auch wegen so nebensachen wie fieber, konzentrationsschwäche, müdigkeit, allgemeines krankheitsgefühl, gliederschmerzen etc. so in etwa fühlst sich das an. )
der körper ist irgendwie undefinierbar mit sich selbst beschäftigt. so viel habe ich begriffe, selbst wenn ich sonst nur relativ wenig weiß bisher. und darum ist es das sinnvollste, dem körper die ruhe zu geben, die er braucht. zumal stures weiterarbeiten keine sinnvollen ergebnisse bringt: zu hoher zeit- und kraftaufwand stehen mangelhafte arbeitsergebnisse gegenüber plus noch größere erschöpfung. also besser gleich ausruhen.

diese zeit "nutze" ich manchmal dazu, weiter zu recherchieren zu dieser komischen krankheit. so wie ich es jetzt mache. das kostet wenig aufwand, rein kräftemäßig, man kann ja währenddessesn liegen und tee trinken. aber pausen zwischendurch sind trotzdem pflicht.

ich habe im übrigen durch die recherche eine gewisse ahnung oder verdacht, was bei mir im argen ist.

im übrigen, uma, DASS etwas nicht in ordnung ist, steht außer zweifel. denn ich bilde mir das ja nicht ein. und die beschwerden sind gravierend genug, mich jeden monat wieder aus der bahn zu werfen. und ich kann mir wirklich etwas besseres vorstellen, als das immer wieder ertragen zu müssen. lustig ist das nicht. es behindert alle meine pläne, macht einige gänzlich unmöglich, behindert mein leben enorm. macht mich bei anderen unzuverlässig etc. (da ich ja immer wieder absagen geben muß, wenn ich mich verschätzt habe und mich die komische krankheit wieder mal plötzlich "heimgesucht" hat)

ich habe hier einiges gelesen und bin nun wieder zuversichtlich, daß es einen weg geben kann. wenn es das ist, was ich momentan vermute (nebenniere, langandauernder streß), dann gibt es sogar gewisse heilungschancen. natürlich nur bei gleichzeitigem lebensumstellungen. aber immerhin.

ich werde hoffentlich nach und nach in der lage sein, auch ohne medizinstudium, das eine vom anderen zu unterscheiden und richtig einzuordnen und so der sache auf den grund gehen.

zumindest bin ich mir inzwischen wieder sicher, daß ich nicht "psychisch" bin, was mir die ärzte immer wieder versuchen einzurden. auch wenn es durchaus "psychische" begleiterscheinungen gibt, teilweise auch folgen. ist ja schließlich auch eine enorme belastung mittlerweile, wie soll es da nicht. aber ich bin durchaus in der lage, meine dinge selbst in die hand zu nehmen (und vermutlich muß ich das auch), auch wenn es nicht immer einfach ist. erschrocken bin ich jedoch über die ignoranz, das unwissen und das desinteresse von ärzten. ist das nur ein ergebnis der gesundheitsreformen? oder war das vorher auch schon so? (ich kenne noch sich kümmernde und interessierte ärzte aus meiner kindheit)
haben ärzte nicht den eid des hippokrates geschworen? manchmal kommt es mir vor, als seien ärzte nur noch auf ihre blutwerte fixiert. das nachdenken über die krankheitsursachen müssen die patienten selbst übernehmen. so gesehen sind ärzte nur noch irgendwelche "dienstleister", die mir die blutwerte liefern. das wäre allerdings traurig, wenns so wäre.

nun die frage an das forum hier:
ob ich es wagen kann, auf die dauer hier rat zu suchen auf meiner weiteren ärztetour, die ich vermutlich noch werde machen müssen? also dahingehend, was jetzt so oder so sinnvoll sein kann etc.?

ich werde ich jetzt erst mal um anderes kümmern, dann ausruhen und später hier wieder reinsehen. bin jedenfalls erst mal froh, daß ich das forum gefunden habe.

wenn noch andere als uma lust haben zu schreiben, würde ich mich übrigens auch freuen.

regelmäßig krank, ohne genauen Befund - was könnte es sein?

Caitanya ist offline
Beiträge: 102
Seit: 01.12.09
Hallo clarita,

von der Schilddrüsenthematik habe ich keine Ahnung, aber bei deinen Beschreibungen fiel mir spontan der Satz "Jede Krankheit ist der Versuch des Körpers, Gifte loszuwerden" ein.

Aus irgendeinem Grund scheint das Loswerden der Gifte nicht zu klappen, so kehrt diese Krankheit ständig zurück.

So generell kann ich dir diesbezüglich dafür unterstützende Maßnahmen wie basische Bäder, basische (Bio-)Ernährung, viel Rohkost generell, ausreichend reines Wasser trinken, Schutz vor E-Smog, viel Frischluft, tiefe Bauchatmung oder Yoga Pranayama, Saunagänge, ... empfehlen.

Vielleicht ist es auch ein Ansatz, die Ausscheidungsorgane (Haut), Lunge, Nieren und Leber mal genauer betrachten zu lassen.
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Om Namo Bhagavate Vasudevaya

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