Nerven und Lebensumstände

30.11.08 04:05 #1
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Wish ist offline
Beiträge: 6
Seit: 30.11.08
Hallo in die Runde
gerade eben hier registriert suche ich weiter hilfe, welche mir nach meiner ansicht ein herkömmlicher Arzt nicht geben kann. Um es in kurze Worte zu fassen - ich fühle mich nicht gerade besonders während ich das hier abtippe - folgende ereignisse traten in den letzten 2 Monaten auf;

Anfangs Oktober hatte ich das erste mal in meinem Leben sogenannte Panikattacken. Mit 41 Jahren und einem bisher aus meiner sicht eher ruhigen, äusserlichen Lebenswandel überkamen mich diese alle drei Tage während 2.5 Wochen. Beim 3. mal hatte ich dann genug und rief mitten in der Nacht beim Ärztlichen Notdienst an. Nach 1stündigem gespräch mit dem Doktor gab mir dieser 2 Streifen Xanax als "Feuerwehr" - wie er es selbst beschrieb - mit. Bei der 4. Panikattacke erwartete ich keine wirkung mehr von diesem Medikament und ging in den Notfall. Dort wurde ich zu meiner überraschung sehr schnell untersucht und laut denen wäre bei meinem Körper alles normal. (Wer's glaubt wird selig... schulmedizin ist eben nur oberflächlich) EKG, Blutuntersuchung, dann die verabreichung eines Medikaments dessen name ich vergessen habe senkten meinen Panikzustand erst mal. Auf anraten der Ärzte wurde ich zur Kriseninterventionsstation der psychiatrischen Tagesklinik gefahren. Dort bekam ich nach erst mal 2, danach täglich eine Tablette des selben Medikaments wie bereits im Notfall. 5 nächte verbrachte ich dann auf den durchgelegenen und unbequemen Matratzen der Station. Mit immer stärker werdenden Kreuzschmerzen (ja, die Matratze!) brachte ich die 5 Tage mit herumlaufen im Haus und einigen austritten in den nächsten Wald durch. Die ruhige und reizarme Umgebung der Natur sowie das wegfallen der sonst üblichen Reize wie TV/Radio/Menschenansammlungen verhalf mir wieder zu etwas geistiger Kraft. 2 gespräche mit dem Chefarzt der Tagesklinik sowie die relativ trostlose umgebung veranlassten mich, am 5. Tag dem Chefarzt mitzuteilen dass ich lieber wieder heim gehen werde.

Um noch mal auf das Xanax zurückzukommen, dieses Medikament bewirkte nach der beendigung der einnahme während ca. 2 Wochen Gefühle wie absterbende Füsse mit gleichzeitigem leichtem Krampfgefühl, ständig wiederkehrendem Harndrang obwohl nichts raus musste, ess- sowie verdauungsstörungen. Bevor ich die Panikattacken bekam, hatte ich während einiger Wochen einen stärkeren druck in der Brust sowie ein Würgegefühl im Hals. Starke wallungen, das Gefühl eines gefühllosen linken Arms sowie Muskelschmerzen und ein Druck auf dem Herz. Essen war schlicht unmöglich und Appetitmangel oder die Lust am essen fehlt mir eigentlich schon seit einigen Jahren! Seelisches unwohlsein sowie psychischer Stress schlägt mir definitv auf den Magen. Ich vermute heute, dass sich dass sich mein aktueller Zustand seit ca. 5 Jahren angebahnt hat!
Schliesslich entschloss ich mich mal im netz zu googeln was es mit Xanax so auf sich hat. Als ich gelesen hatte welche Nebenwirkungen es haben kann, flogen die Xanax fix in den Mülleimer! Eine seite eines deutschen Psychologen brachte mich dann auf Johanniskraut-tee und Kava-kava-tee. Kaum gelesen ging ich am nächsten Tag in die Drogerie und kaufte mir eine Schachtel Johanniskrauttee. Nach einigen Tassen stellte sich dann das Wunder ein; diese komischen empfindungen vom Xanax waren wie weg geblasen und auch mein "inneres System" schien wieder einigermassen im Lot zu sein! Und das, obwohl ich noch nie ein überzeugter Teetrinker war. Ich versuche es seither sehr ruhig zu nehmen und "verarztete" mir darauf hin täglich 2 bis 3 Tassen Johanniskrauttee was anfangs auch sehr gut wirkte. Doch je länger ich das zu mir nahm, desto stärker fühlte sich mein Hirn an wie das Gefühl beim anfassen von Brennesseln. So liess ich das Kraut mal auf der Seite und googelte weiter was mich dann wieder zu Kava-kava brachte. Das selbe Spiel nach einem passenden Heilmittel fing also wieder von vorne an, und ich nehme seit ca. 4 Wochen täglich mindestens 2 Tabletten Kava-kava. So weit hat sich meine innere Unruhe vorläufig - was ich persönlich dem Kava-kava zuschreibe - verringert.
Doch seit gestern habe ich leichte Bauchschmerzen sowie ein empfinden eines leichten brennens im Hirn und eine starke, innere Nervosität. Der druck auf dem Herz sowie sporadisch auf- und abschwellende Muskelspannungen sind aber wieder da. Begleitet von sporadischen starken Schwindelanfällen. Ich versuche seit gestern zustäzlich mit Mangotee dieses unwohlsein zu lindern. Schlafen kann ich seit dem absetzen von Xanax eigentlich wieder schnell und tief, wie es früher schon war. Oberflächlich hilft der Mangotee leicht, doch die Umstände warum mein Gesundheitszustand so weit gesunken ist habe ich aus den vorangegangenen Ereignissen nicht schlussfolgern können.

Ich werde zur weiteren abklärung aufgrund meiner Meinung über die Schulmedizin niemals in eine öffentliche, psychiatrische Klinik gehen weil; war man erst mal da hat man einen Ruf den man nie mehr wieder los wird! Egal weswegen du da warst! Wenn stationäre Psychiatrie, dann höchstens in einer geeigneten Klinik wo primär auf die Ursachen des Patienten eingegangen wird. Starke Medikamente verabreichen wie die "üblichen Verdächtigen" es praktizieren, um den Patienten ruhig zu stellen lindern die Ursache der erkrankung nicht - sie verlagern sie! Doch bevor ich mich wirklich zu so einem schritt entschliesse, versuche ich erst mal hier weitere Hilfe zu finden.

Meine Medizinische vorgeschichte geht in dem zusammenhang auf meine Kindheit zurück, wo ich durch lauter unglückliche Umstände ein Opfer einer Medikamentenmisshandlung wurde. Damals "diagnostizierte" ein Facharzt bei mir Epilepsie, obwohl spätere EEG's sowie spitalärztliche Tests keinerlei solche Erkrankung diagnostizieren konnte. Lange rede kurzer sinn, schlussendlich hatte dieser saubere Doktor meinen Eltern damals falsche Unterlagen vorgelegt um eine weitere behandlung rechtfertigen zu können! Mein vertrauen in die Schulmedizin ist seit dem natürlich bei unter null und ich möchte mein Problem auf Homöopathischem weg sowie vielleicht auch per Gesprächstherapie aus der Welt schaffen. Aber NIEMALS wieder CHEMIE.
Chemie kann die Natur nur schlecht wenn überhaupt nachahmen, davon bin ich überzeugt.
Ich hoffe mal, durch diese Sätze einige anregungen von euch zu erhalten. Und ich möchte hier gleich noch bitten, mich in Euren antworten nicht mit medizinischen Fachausdrücken platt zu machen
In dem sinne - mit leicht reduzierten Bauchschmerzen - einen gesunden Tag allen!

Geändert von Wish (30.11.08 um 05:08 Uhr)

Nerven und Lebensumstände

Juliette ist offline
Beiträge: 4.667
Seit: 23.04.06
Hallo Wish,

schön das du zu uns gefunden hast.

Was mir auffällt ist das du Panikattacken aus heiterem Himmel bekommst. Was ist dem denn vorausgegangen?

1. Sind es Gedanken die dich quälen und damit eine gewisse Anspannung im Körper hervorrufen bis zu guter letzt die Panikattacke auftritt?

2. Hast du vielleicht Amalgam in den Zähnen und wieviel. Bei einem großen Teil der Bevölkerung, laut WHO sind es 25 Prozent, fehlen gewisse Entgiftungsenzyme, oder werden zu wenig gebildet. Dadurch kann sich das Quecksilber im Körper anreichern, was auch Auswirkungen auf das Lymbische System hat. Im Lymbischen System werden die Gefühle gebildet, zum Beispiel auch Angst. Der Adrenalienspiegel ist ständig zu hoch und eine Panikattacke ist die Konseqzenz des ganzen.
Holzschutzmittel oder anderes Chemikalien dieser Art haben einen ähnlichen Effekt.

3. Nahrungsmittelunverträglichkeiten können ebenfalls das Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringen.

4. Wie sieht es mit dem Vitamin- und Mineralstoffhaushalt aus? Ist da alles in Ordnung. Fehlen gewisse Stoffe, so hat das auch Auswirkungen auf das Nervensystem.
Du kannst in unserem Wiki einmal nachschauen. Da wurde einiges darüber zusammengetragen.
Von B12-Mangel ist mir bekannt das solche Symptome auftreten können.
Da aber die B-Vitamine, genauso wie die Mineralien gegenseitige Wirkungen und Wechselwirkungen haben, sollte man versuchen gute Präparate zu bekommen, keine aus dem Supermarkt usw.
Der Säure-Basenhaushalt könnte bei einem Mangel ebenfalls aus dem Gleichgewicht sein. Hier könnte ein Mineralstoffpräparat helfen, beispielsweise aus dem Reformhaus Basen-Medizinal. Da ist auch kein Milchzucker drin, der als billiger Füllstoff dient.

In der Rubrik Neurostress, Nitrostress findest du gute Tipps über Nahrungsergänzungsmittel.

Bei Panik ist es wichtig, das man lernt mit der Panik umzugehen. Bei vielen Menschen ist die Ursache eine körperliche Belastung und eine seelische Belastung.

Tipps über den Umgang mit den Paniken findest du hier.

http://www.symptome.ch/vbboard/geist...angst-tun.html

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (30.11.08 um 11:10 Uhr)

Nerven und Lebensumstände

Salima ist offline
Beiträge: 1.062
Seit: 10.02.08
Hallo Wisch,

ich kann mich Juliette nur anschließen?
Gibt es denn irgendwelche Gründe dafür, dass das ganze eine psychische Ursache hat. Eine Trennung, Tod eines Nahestehenden, Jobwechsel etc.
Wenn du es dir selbst nicht erklären kannst, dann würde ich auf der körperlichen Ebene weitersuchen.
Natürlich können psychische Gründe sowas auslösen.. meiner Tante ging es z.B. 1,5 Jahren lang so, nachdem ihre Man starb mit dem sie 35 Jahre verheiratet war.
Aber die Ärzte schieben es oft sehr leichtfertig auf die Psyche, weil man dann nicht weitersuchen muss. Diese Frage kannst du dir wohl selbst am Besten beantworten.

Auf der körperlichen Ebene hat auch Juliette schon die wichtigsten Faktoren erwähnt. Amalgam im Mund.. oder sonstige Schwermetalle im Körper (durch alte Bleiwasserrohre, duch Beruf, etc.).
Eine Stoffwechselstörung wie KPU können auch solche Symptome auslösen. Oder auch eine Unverträglichkeit auf Histamie.
Eine Fehlfunktion der Schilddrüse fällt mir auch noch ein.
Lies dich mal im WIKI (oben rechts neben FORUM) ein. Da kannst du einiges über diese Punkte erfahren.

Wurde dein Herz untersucht (Panik, Druck in der Brust, gefühlloser linker Arm)?

Hast du auch noch andere Symptome? Schlafprobleme, Schwitzen, niedriger Blutdruck.. oder hoher. Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, etc.

In der Zwischenzeit versuche es weiter mit pflanzlichen Präparaten. Passionsblume soll auch helfen und Baldrian. Alle 2-3 Wochen wechseln, sonst gewöhnt sich der Körper daran.
__________________
lg, Salima

Nerven und Lebensumstände

Wish ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.11.08
Aus meiner sicht ein monotones Leben sowie die ganzen Umstände mit denen ich während der letzten 10 Jahre gelebt habe (oder leben musste?).

Mir kommt das zurück betrachtet vor wie wenn ich mich nur im kreis drehe, aber meine Wünsche und Träume die ich durchaus mal hatte, nie mehr oder nur ganz minimal noch verwirklichen kann. Vor ein paar Jahren verspürte ich sowas wie innere resignation und dass es mir ab da eigentlich ziemlich egal war, was meine Umwelt von mir denkt und/oder wie gut ich meine täglichen aufgaben mir selbst gegenüber erledige. Mir gehen viele gedanken durch den Kopf aber rückbezogen auf die Panikattacken beschäftige ich mich seither nur noch mit dingen, die mir spass machen. Der rest bleibt mehr oder weniger lang liegen. Ein messi bin ich nicht nur perfektion interessiert mich diesbezüglich nicht mehr. Vielleicht auch, um der Angst vor weiterem versagen aus dem weg zu gehen. Angst vor der Angst ist so gesehen wirklich etwas sehr oberflächliches doch die beschriebenen Übungen sind mir schon länger durch intensives überlegen bewusst.

Dazu kommen noch andere Symptome wie Schlafprobleme (selten), Schwitzen (seit den attacken weniger,vorher täglich), Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen. Eine Herzuntersuchung wurde angeblich gemacht, als ich nach der 4. Attacke selber in die Notaufnahme ging. Es hiess, mein Herz wäre in ordnung Ich trinke viel Milch, keine ahnung ob das längerfristig eine negative auswirkung auf mich hat. Kava-kava scheint beruhigend auf mich zu wirken doch seit ich diese Tabletten einnehme (Homöopathische!!) brummt mir der Schädel.

Vielleicht ist das ganze mit diesen Panikattacken auch nur eine unglückliche kombination aus innerer resignation, bewegungs- sowie essmangel. Wie erwähnt, seit ich innerlich resigniert habe nehm ich es mit all dem nicht mehr so genau. Ich wurde schon von einigen Personen darauf hingewiesen dass bewegung & essen wichtige Faktoren wären, aber eben... diese bequemlichkeit wieder. Ein teufelskreis, durch den man sich selbst herabziehen kann aber selbst keine Lösung weiss wie man daraus wieder heraus kommt!

Geändert von Wish (06.12.08 um 10:27 Uhr)

Nerven und Lebensumstände

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Wish,

n ordnung Ich trinke viel Milch, keine ahnung ob das längerfristig eine negative auswirkung auf mich hat.
Milch ist ein häufiges Allergen und es gibt dazu noch die Laktose-Intoleranz. Bei Allergie und Intoleranz können auch "psychische" Probleme auftreten wie Herzrasen, hoher oder niedriger Blutdruck usw.

Vielleicht wäre es ganz gut, wenn Du mal für ein paar Wochen Milch ganz meiden würdest, also alle Milchprodukte überhaupt?
Auch die anderen Intoleranzen können alles mögliche anrichten, und kaum einer kommt darauf.

Bitte informiere Dich doch mal über die Intoleranzen hier im Wiki:
http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite

Die Frage nach Amalgamfüllungen wurde bereits gestellt.

Vielleicht ist es ja nicht so, daß Du resigniert hast sondern daß Dein Körper mit irgendwelchen Belastungen nicht fertig wird und deshalb Deine Kraft abgenommen hat, auch die geistige?

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (11.12.08 um 07:53 Uhr)

Nerven und Lebensumstände

Wish ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.11.08
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Hallo Wish,


Milch ist ein häufiges Allergen und es gibt dazu noch die Laktose-Intoleranz. Bei Allergie und Intoleranz können auch "psychische" Probleme auftreten wie Herzrasen, hoher oder niedriger Blutdruck usw.

Vielleicht wäre es ganz gut, wenn Du mal für ein paar Wochen Milch ganz meiden würdest, also alle Milchprodukte überhaupt?
Auch die anderen Intoleranzen können alles mögliche anrichten, und kaum einer kommt darauf.

Bitte informiere Dich doch mal über die Intoleranzen hier im Wiki:
http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite

Die Frage nach Amalgamfüllungen wurde bereits gestellt.

Vielleicht ist es ja nicht so, daß Du resigniert hast sondern daß Dein Körper mit irgendwelchen Belastungen nicht fertig wird und deshalb Deine Kraft abgenommen hat, auch die geistige?

Gruss,
Uta
Keine Ahnung ob das an der Kraft liegt. Ich denke eher das könnte doch auch vom vielen überlegen kommen, warum dass so ist. Bin ich ein hyperchonder?
Zahnfüllungen sind keine da, doch meine Zähne sind nicht die besten.
Zuviel Milch trinken ergibt eine zufuhr von zu viel tierischen Proteinen, doch mir fehlt generell die Lust am essen. Ich denke dass ist das wichtigste, wie ich diese unlust überwinden kann. Aber wie?

Geändert von Oregano (11.12.08 um 07:54 Uhr)

Nerven und Lebensumstände
Weiblich KimS
Hallo Wish,

Du schriebst:

Zitat von Wish Beitrag anzeigen
Vielleicht ist das ganze mit diesen Panikattacken auch nur eine unglückliche kombination aus innerer resignation, bewegungs- sowie essmangel. Wie erwähnt, seit ich innerlich resigniert habe nehm ich es mit all dem nicht mehr so genau.
Vielleicht findest Du in dem Artikel in dieser Link http://www.symptome.ch/vbboard/thera...ersorgung.html ein par Hinweise, wie Du Dein motorchen wieder gut am Drehen bekommst. Leider keine garantie dass es keine 'medizinische Ausdrücke" dadrin gibt, aber durchaus interessant, weil Du da lesen kannst, wie das mit dem Essen seine Auswirkungen haben kann. Und so auch den Weg hinaus sich wieder finden lässt...

Eine alternative wäre noch zu einem Ortohmolekularmediziner zu gehen, wenn Du selber nicht weiter kämst mit all dem.

Herzliche Grüsse
Kim

Nerven und Lebensumstände
Männlich Sternenstaub
Hallo Wish,
ich habe den Eindruck, das Du irgendwie traurig bist, kann dies stimmen?
Wenn ja, wielange hast Du dann schon diese Gefühle?
Hast Du viele Enttäuschungen ertragen müssen?
Wie ist es mit Deinen Kontakten? Hast Du liebe Menschen um dich herum, mit denen Du einiges unternimmst, was Spass macht und der Seele gut tut?
Ich kann mir vorstellen, dass Du vieleicht in einer Midlivecrisis stecken könntest! Währe dies möglich? Es gibt gute Bücher über die Midlivecrisis!
Ist vieleicht auch ein Kinderwunsch in dir gewesen, der nicht erfüllt werden konnte?

Dann ist auf jeden Fall eine gute Ernährung wichtig, Sport, wenn es geht, Spaziergänge u.s.w.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir für die Zukunft alles liebe!

Liebe Grüße Jogi

Nerven und Lebensumstände

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Wish,

wenn Du eine Nahrungsmittelintoleranz hast kann das die übelsten Symptome hervorrufen. Also z.B. Herzrasen und dadurch entstehende Angst ist mir sehr wohl bekannt . Lies Dich hier mal ein:
http://www.symptome.ch/wiki/Laktose-Intoleranz
http://www.symptome.ch/wiki/Histamin-Intoleranz
http://www.symptome.ch/wiki/Fructose-Intoleranz
http://www.symptome.ch/wiki/Gluten-Intoleranz

Und hier gibt es dazu ganz, ganz viele Fragen und Antworten :
http://www.symptome.ch/vbboard/#ern-...nkheitsursache

Sieh mal ob Du hier eine Verbindung finden kannst.


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Nerven und Lebensumstände - die Lösung

Wish ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.11.08
So, nach über 2 Jahren abstinenz hier fasse ich mal abschliessend zusammen:
  • 1.
    Der Auslöser für das alles war hauptsächlich zum einen zuviele optische reize, also am computer sitzen und gleichzeitig fernsehen. Und das jeweils täglich über Stunden.
  • 2.
    Die gefühllosigkeit in den Füssen wurde von Xanax - einem Beruhigungsmittel - ausgelöst. Diese wurde mir nach meiner damals 3. Panikattacke von einem allgemeinmediziner mitgegeben. Im nachhinein möchte ich hier allen die das selbe durchmachen oder durchmachten mitgeben, sich bei Angstattacken psychosomatisch aber nie allgemeinmedizinisch behandeln zu lassen! Also statt zum Doktor, lieber gleich zum psychosomatiker und mittels Gesprächstherapie die ursachen auch allfälliger begleitender Depressionen ermitteln.
  • 3.
    Nach der 4. Attacke lieferte ich mich dann selber notfallmässig im Spital ein, worauf ich dann durch ärztliche anordnung in das psychiatrische Zentrum (ambulatorium) hier übermittelt wurde. 5 Tage hielt ich mich dort auf und mittels gespächstherapie und viel ruhe reduzierte sich meine innere anspannung allmählich.
    Der Tagesablauf dort wurde mir am 3. Tag eigentlich schon zuviel und ich beschloss, dass ich nach 5 Tagen wieder heimgehen werde und mir dort weitere Gedanken darüber mache, wie es jetzt weitergehen soll.
    Am 4. Tag hatte ich nochmal eine starke Krise und bei starkem Regen im Auto sitzend wurde mir dann nach langem Weinen klar, dass meine "toten Beine" vom xanax und nicht sonstwoher kamen. Also holte ich mir erneut gute Ratschläge und beschloss, dass ich nach meiner entlassung am nächsten Tag ins Kräuterhaus gehe und mir dort Johanniskraut, Kava-kava- und Mangotee besorge.
    Wenn man an so einem Ort Leute sieht, die viel grössere psychische Probleme haben als wie so "läppische" attacken muss dir selber klar
    werden, dass es dir eigentlich gar nicht so schlecht geht!

    Auf den Mangotee spreche ich am besten an, so ungefähr 9 Monate lang nach der letzten Attacke trank ich davon täglich einen halben Liter. Aus meiner erfahrung und sicht würde ich Johanniskrauttee nur dann nehmen, wenn die nervliche überreizung wirklich stark ist.

    Von chemischen Medikamenten rate ich ab, weil diese a) über einen längeren Zeitraum süchtig machen und b) nach meinen eigenen beobachtungen an anderen Personen mit den selben Symptomen diese die Ursachen nicht reduzieren können. Und Ärzte sind nach meiner erfahrung meistens geldgeile blutsauger, die primär am finanziellen und erst weit nachher am schicksal ihrer Patienten interessiert sind. Bei den psychosomatikern/psychologen sieht die
    Verhaltensweise nach meiner erfahrung ganz anders aus.
  • 4.
    Bei Panikattacken ist unbedingt viel Ruhe erforderlich. Also keine äusseren Reize. 1 Stunde tägliches spazieren gehen im Wald sowie das persönliche reduzieren des unnotwendigen aufs minimum hilft gewaltig.
  • 5.
    Seitdem sind über 2 Jahre vergangen und es wurde mir klar, dass ich als feinnerviger Fisch weniger in mich hineinfressen und mir auch weniger gefallen lassen muss, was mir selber schlussendlich ein angenehmeres Leben bereitet. Also idoten idioten sein lassen. Zudem habe ich viel über mein vergangenes Leben nachgedacht und daraus die notwendigen Schlüsse gezogen. Und halte diese auch ein.
Depressionen würde ich abschliessend als begleitende Lebensumstände betrachten. Diese kommen aus meiner Sicht daher, dass sich im unterbewusstsein schlechte Ereignisse aus der Vergangenheit langsam sammeln und sich so langsam depressives verhalten/gedankengut ins alltägliche Leben einschleicht. Positiv denken sowie aufgrund eigener Erfahrungen nachfolgend zielgerichtetes Handeln kann Depressionen auflösen. Manchmal sind sie auch einfach die innere reflektion auf unerfüllte Lebenswünsche.

Ich hoffe diese kurze Zusammenfassung hilft euch weiter zumal sich für mich dieses Kapitel meines Lebens geschlossen hat.

Geändert von Wish (06.01.11 um 23:42 Uhr)

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