Depersonalisation, Derealisation, innere Unruhe, Panik...

16.02.15 10:55 #1
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Itsrainingmen1 ist offline
Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Hallo. Ich bin 18 Jahre alt und männlich.
Ich erzähle euch kurz meine Allgemeinsituation, damit ihr es euch bildlich vorstellen könnt.

So richtig fing alles mit 13-14 an. Ich hatte schon immer viel Stress zu Hause. Keine Eltern stritten sich sehr häufig. Des Weiteren hat mein Vater mich als Kind immer als "Partner" genommen und mich gegen meine Mutter aufgehetzt. Zudem bin ich seit der Kindheit eingeschüchtert vor ihm, denn gewaltfrei war war er nicht gerade. Ein ganz wichtiger Punkt ist folgender: er schlug und misshandelte meine Mutter sehr oft, bevor ich schon auf der Welt war. Dies erzählte mir meine Mutter als ich ca. 13-14 war.
Zu dem Zeitpunkt wurde auch alles schlimmer. Wenn wir auf einer Familienfeier waren und ich Alkohol getrunken habe, bin ich immer durchgedreht und alles kam hoch.
Ebenfalls habe ich zu dem Zeitpunkt mit dem Cannabiskonsum angefangen. Es hat sich immer mehr gesteigert und die Symptome ebenfalls. Nun bin ich seit 7 Monaten komplett clean.


Das erste mal hatte ich eine Depersonalisation und De realisation, als ich high war. Da dachte ich natürlich noch, dass es das normale Highgefühl sei. Auf jeden Fall verschwand es mit dem runterkommen wieder. Nach und nach blieb die Dp und Dr nach dem Konsum aber. Mal eine Woche, dann zwei und so weiter. Einmal blieb es 2-3 Monate, und verschwand, nachdem ich zu diesem Zeitpunkt nichts konsumiert hatte, von selber.

Leider stecke ich seit meinem letzten und vorletzten Konsum aber dauerhaft in einer Depersonalisation und Derealisation mit einer gewissen Panik/Angst. Seit mindestens 7 Monaten. Ebenfalls ist es so schlimm geworden, dass ich mein Abitur abgebrochen habe. Ich konnte mich gar nicht mehr konzentrieren und die Dp und Dr waren sehr stark.
Bei mir war es so, dass die Dp und Dr mit der Zeit immer schwächer wurden und von selber verschwanden. Doch durch jeden Konsum dauerte dieser Prozess länger. Nun verschwindet sie nicht mehr, denke ich. Auch wenn sie jetzt viel schwaecher ist, als noch vor 7 oder 5 Monaten, wo ich gar nichts machen konnte.

Ich habe schon viele Ansätze ausprobiert. Die ständige Panik könnte auf eine Angst oder Panikstörung hindeuten. Aber ich finde absolut keinen Grund, wovor ich Angst haben könnte oder was in mir die Panik auslösen könnte, zumindest nicht im Zusammenhang mit Cannabis.

Folgendes habe ich bis jetzt unternommen:



- war beim Kinderarzt, Blutbild wurde gemacht, EKG wurde gemacht, Schilddrüsenwerte wurden überprüft. Alles ok.
- wurde dann zu einer Jugend Therapeutin überwiesen. Sie war ja der festen Meinung, eine Verhaltenstherapie würde mir nicht helfen und sie könne mir nicht helfen. Sie wollte mit Doxepin verschreiben, habe dies aber abgelehnt, weil ich dies für völlig schwachsinnig halte.
- war bei einem Hypnose Therapeuten, welcher mir sehr geholfen hat. Ich fühle mich selbst nun viel mehr, aber gelöst ist das Problem noch nicht. Aber ich bin auf eine neue Theorie gekommen.

Und zwar: vor 3-4 Wochen haben sich meine Eltern getrennt und ich bin mit meiner Mutter und meinen Geschwistern ausgezogen. Auf dieses Ereignis lief das Ganze seit dem 13.-14. Lebensjahr auch hin. Ich kann mich erinnern, dass ich ich damals schon als es mir noch "gut" ging bei dem Gedanken Panik bekam.

Ich denke mir nun, dass es vielleicht mit einer starken Depression zusammenhängt. Wenn ich kurz merke, dass ich in der Realität bin und die Dp nicht mehr spüre, bekomme ich Panik und verfalle sofort wieder in die Dp. Vielleicht fühle ich mich ja sogar wohler in der Dp. Ich denke mir, dass ich so viele Probleme in der Realität habe, die ich gar nicht lösen kann. Und vor allem, auch wenn ich sie lösen kann, gibt es etwas, worauf ich keinen Einfluss drauf habe. Nämlich die Belastung durch meine Eltern. Das entzieht mir so viel Kraft und macht mich fertig. Ich wollte die Zeit mit Cannabis überbrücken und warten bis alles vorbei ist, doch jetzt merke ich, der Plan ging nicht auf. Meine Mutter ist immer noch so wie vorher. In der neuen Wohnung hat sich nichts geändert. Ich habe gar keine Chance, mein Leben zu andern.

Aber ich denke, genau diese Probleme halten mich in der dp und Dr, weil ich keine Hoffnung mehr auf Besserung habe. Ich haber versucht durchzuhalten und zu warten bis es vorbei ist, aber es hat sich nichts geändert.

Ich werde mir auf jeden Fall eine neue Therapeutin suchen und vielleicht auch mal zum Neurologen gehen und eine Diagnose machen lassen.

Ich fühle mich auch total erschöpft und reagiere empfindlich auf jegliche Art von Stress. Ich berzweifle sann sofort und drehe durch. Sogar bei Kleinigkeiten, ocjckann nicht mal meine Gedanken weiter denken. So verzweifelt bin ich.

Was meint ihr denn dazu? Passt meine neue Vermutung, mein neuer Ansatz? Oder wisst ihr vielleicht einen anderen Grund?

Mfg


Geändert von admin (16.02.15 um 12:53 Uhr)

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Ich fühle mich zudem körperlich auch sehr schwach, müde und erschöpft. Psychisch fühle ich mich da eigentlich fitter, wenn ich es gegenüber stelle.

Habe eben in nem anderen thread etwas über ne Belastung von Schwermetallen oder so gelesen, zu welchem Arzt muss man da, um das testen zu lassen?
Ebenfalls habe ich gelesen, dass Cannabis den Stoffwechsel durcheinander bringt. Das könnte bei mir ja passen, weil mein Körper sich ja immer nach einer gewissen Zeit nach dem Konsum erholt hat und die Dp und Dr mit der Zeit wieder verschwunden sind.

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Was ich auch schon ausprobiert habe:
L-tryptophan kapseln
Neurodoron
Nichts half gegen meine Dp und Dr.

Habe auch Magnesium Tabletten und co probiert aber nichts half so richtig. Was mir noch eingefallen ist: habe schon ziemlich lange Blähungen uns zwar durchgehend. Bestimmt schon nen halbes Jahr. Habe das bisnjetzt aber einfach immer mit Humor genommen. Aber vielleicht stimmt da ja was mit meinem Darm oder Magen oder so nicht?

Mfg

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Zudem habe ich auch immer das Verlangen nach dem Essen. Zum Beispiel bekomme ich ne halbe bis eine Stunde nach dem Essen wieder Verlangen, obwohl ich allerhoechstens ein Pizzastück essen könnte.

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Piratin ist offline
Beiträge: 736
Seit: 29.09.13
Hallo itsrainingmen,

du liegst schon ganz richtig mit deinen Vermutungen. Es gibt verschiedene Einflüsse, welche eine DR oder DP auslösen und beeinflussen können. Ich vermute aber zwei Haupteinflüsse:

-Traumata: Dies würde auf jeden Fall zu dem passen, was du über deine Lebensgeschichte schreibst. Bei einer Traumatisierung spaltet sich das Bewusstsein vom Körper ab. Wenn dies einmal passiert ist, (so meine Theorie) erinnert sich das Unterbewusstsein daran und wendet diese "erfolgreiche Technik", die einen weniger fühlen lässt, auch bei normalen Stresssituationen an. Depression gehört auch dazu.

-Schwermetalle: Hast du ja selber schon gelesen. Viele, die hier über Schwermetallbelastung schreiben, einschließlich mir, haben ebenfalls dieses Problem. Ich hatte es z.B. ganz übel, als ich mit Chlorella die Schwermetalle aufwirbelte. Da erkannte ich ganz klar den Zusammenhang.

-High sein, egal durch was. Canabis würde ich an deiner Stelle strikt vermeiden. Ich weiß, dass das Kiffen heutzutage verharmlost wird. Ist es nicht! Vor allem nicht im Wachstumsstadium. Ich gehe davon aus, dass Canabis im Wachstumstadium irreparabele oder sehr schwer zu reparierende Schädigungen in der Psyche hinterlässt.

-Blähungen, Heißhunger: Kann ein Hinweis auf Candida und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein. Beides hängt direkt mit Schwermetallen zusammen. Hast du Amalgam oder deine Mutter?

All diese Dinge stehen sehr wahrscheinlich irgendwie in Zusammenhang. Das ist auch erklärbar, nur wie das mit den Traumata da rein passt, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass nicht jeder Mensch gleich auf Schwermetalle reagiert. Es kann also schon auch was mit Prägung et.c zu tun haben.

Die Reaktion der Therapeuten kann ich nicht nachvollziehen. Such dir eine andere und lass dich nicht mit Psychopharmaka abspeisen. Sie richten im Regelfall mehr Schaden an, als dass sie nutzen.

Was du ab sofort schon in Eigenregie tun kannst: Versuche nicht so viel vorm Bildschirm zu sitzen, sondern aktiv zu sein. Das hilft oft schon. Den Körper mit den Händen abklopfen, kalt duschen, alles, was einen Reiz produziert und du merkst: Ja, das ist mein Körper.

Gluten, Zucker und Milchprodukte vermeiden. Achte generell mal auf deine Ernährung: Gibt es Nahrungsmittel nach denen du dich schlechter fühlst?
Aufhören mit kiffen.

Einen Arzt zu finden, der bei der Schwermetallgeschichte mitzieht ist nicht ganz einfach. Meist sind es Heilpraktiker oder alternativ arbeitende Mediziner. Es wäre gut, wenn deine Mutter mitzieht, da du ja noch sehr jung bist und wahrscheinlich kein eigenes Einkommen hast. Wie steht sie zu all dem?

Lieben Gruß

Piratin

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Frank183 ist offline
Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Piratin ist mir zuvor gekommen, ungefähr genauso sehe ich das auch.

Man wird es rückblickend nicht mehr auseinander halten können, iob die Traumatisierungen oder das Cannabis zu dieser DP/DR geführt haben (oder beides zusammen). Aber beides kann schon für sich alleine dazu führen.

Deshalb auch mein Rat:

1. Höre unbedingt auf zu kiffen !!! Was gerne übersehen wird ist, dass heutzutage der THC-Gehalt eines Joints um Faktor 20 bis 50 höher liegt als noch vor 20 Jahren oder so. Hat wohl mit veränderten Anbaumethoden und neuen Züchtungen/Kreuzungen o.ä. zu tun. Ich persönlich habe da keinerlei Erfahrungen, aber ich denke so harmlos wie vor 20 Jahren ist so ein Joint heute nicht mehr.

Wenn Du unbedingt was zur Beruhigung benötigst, dann versuche es erstmal mit etwas planzlichem wie Balrian, Passionsblume o.ä. oder zur Not 1-2 Bier. Aber lass bitte die Finger von Cannabis.

2. Suche speziell nach Traumatherapie. EMDR, Somatic Experiencing o.ä. sollen da sehr hilfreich sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine gewöhnliche Verhaltenstherapie Wirkung zeigt.

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Piratin ist offline
Beiträge: 736
Seit: 29.09.13
Zitat von Frank183 Beitrag anzeigen
Was gerne übersehen wird ist, dass heutzutage der THC-Gehalt eines Joints um Faktor 20 bis 50 höher liegt als noch vor 20 Jahren oder so. Hat wohl mit veränderten Anbaumethoden und neuen Züchtungen/Kreuzungen o.ä. zu tun. Ich persönlich habe da keinerlei Erfahrungen, aber ich denke so harmlos wie vor 20 Jahren ist so ein Joint heute nicht mehr.
Danke, das hatte ich vergessen. Stimme ich voll zu. Ich denke, dass durch (Gen-?)Manipulation und evtl. Beimischung von andern Substanzen die Wirkung heute nicht mehr abschätzbar ist.

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schulz frank ist offline
Beiträge: 348
Seit: 07.12.14
Hallo ,
interessant wären auch Trinkgewohnheiten bezüglich Alkohol !?

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems – Nervenschädigungen, Unruhe, Schlafstörungen, Schwitzen, Wahrnehmungsstörungen, Falschorientiertheit, epileptische Anfälle, Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Wesensveränderungen, Störungen der Schmerz- und Temperaturempfindung
Mir geht es da um extremen Verlust von Mikronährstoffen , der je nach Veranlagung zu massiven Einschränkungen führen kann . Der erlittene Verlust ist , ohne gesonderte Zufuhr von Mikronährstoffen , nicht oder nur schlecht wieder auszugleichen . Schon gar nicht mit Pizza bzw. anderem FastFood !

Gruß !

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Alkohol habe ich das letzte mal vor paar Tagen getrunken, 5-6 Bier. Und davor war mein letzter Konsum ebenfalls 6-7 Monate her.

Was mir gestern unglaubliches passiert ist: gegen 11 Uhr abends ist sie Dp irgendwie komplett von selbst verschwunden. Dies hielt so bis ich schlafen gegangen bincan, keine Ahnung ob ich jetzt gerade wieder in der dp bin oder nicht. Auf jeden FA merkte ich gestern Abend ein Gefühl von enge unter dem Solar Plexus und ich kriege dadurch schwer Luft. Ichchabe gemerkt, so wie ich es vermute, dass ich panische Angst vor einer weiteren Panikattacken habe, wie ich sie mal nach dem Essen hatte. Vielleicht hält mich ja diese Erwartungsangst in der DP? Also so lange wie gestern war ich lange nicht mehr im normalen Zustand, das hat mir echt Hoffnung gegeben. Aber was kann ich gegen diese Erwartungsangst unternehmen?

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hallo Itsrainingmen1,

Was du als Depersonalisation, Derealisation beschreibst, würde ich als eine Histaminreaktion beschreiben.

Dazu passt auch:
habe schon ziemlich lange Blähungen uns zwar durchgehend.
Die Ursachen können eine gestörte Darmflora und eine Fruktoseintoleranz sein. Ich bin sicher, bei Blähungen ist es eine Fruktoseintoleranz, Sorbitintoleranz und/oder Laktoseintoleranz.

Die gestörte Verdauung führt dann auch zu Defiziten in der Mikronährstoffversorgung.

Habe auch Magnesium Tabletten und co probiert aber nichts half so richtig.
Bei diesem Thema solltest du auf jeden Fall dran bleiben. Mängel spielen eigentlich immer eine Rolle aber gleichzeitig darf man auch keine Wunder erwarten. Oft sind es auch mehrere Ursachen, die zusammenspielen.

Schau mal in diesen Thread, da sind einige Punkte angesprochen wie Histaminintoleranz, Fruktoseintoleranz welche dich vielleicht auch betreffen. Da hatte ich auch mal geschrieben, was ich an Mikronährstoffen nehme. Ich meine nicht, dass du das so nehmen sollst/musst. Das soll nur mal eine Anregung sein, an welche Mikronährstoffe man denken sollte und wie man diese zusammenstellen könnte.

Und auf was zu achten ist. Ein paar wichtige Grundregeln wie, dass empfindliche Personen besser keine Citrate nehmen, dass man grundsätzlich keine Carbonate nehmen soll (Beispiel: Magnesiumcitrat und Magnesiumcarbonat nicht aber Magnesiumorotat wäre ok) und das man zwei Stoffe nähmlich Eisen und Kupfer wirklich nur bei nachgewiesenen Mangel nehmen darf.

Ausserdem steht auch in einem meiner Beiträge was man trotz Lebensmittelunverträglichkeiten noch essen kann, falls sich die FI bei dir bestätigt.

Schau mal ins WIKI unter Lebensmittelintoleranzen: Symptome, Ursachen von Krankheiten

Grüsse
derstreeck


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