"Psychosomatisch" oder nicht?

19.05.12 22:13 #1
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"Psychosomatisch" oder nicht?

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo Wobi,

ich könnte mir vorstellen, dass Deine Beschwerden durch eine gestörte Verdauung erklärbar sind, die zur Bildung von Fusel Alkohol führt.

Symptome des kranken Darms

Der gesamte Verdauungsschlauch, vom Magen bis zum After, ist müde und träge geworden. Der Nahrungsbrei wird nicht mehr so schnell weiterbefördert, wie es für diesen günstig und optimal wäre. Wird die Nahrung zu langsam durch den Darm bewegt, können sich Bakterien munter vermehren und es kommt zu Gärungs- und Fäulnisprozessen. Sie bemerken dies am Gluckern und Kollern im Bauch und schließlich auch am Entstehen von Blähungen. Wenn diese abgehen, so sind sie entweder geruchlos oder übelriechend.
Geruchlose Blähungen bedeuten Gärung im Darm, entstanden durch hauptsächlich vegetarische Nahrungsmittel. Neben Luft entstehen bei der Gärung auch die sogenannten Fuselalkohole. Diese entwickeln sich bei schlecht geführter Gärung zu Wein als unerwünschtes Nebenprodukt. Im Volksmund wird daher auch ein minderwertiger Wein als Fusel bezeichnet. Fuselalkohole verursachen bei vielen Menschen Kopfschmerzen. Ob diese nun von Wein oder aus dem Darm kommen, ist den Nervenenden im Gehirn gleichgültig. Schwirren zu viele von diesen Fuselalkholen im Kopf herum, reagiert eben so mancher mit Schmerz.
aus: Der kranke Darm

Wenn ich denn mal halbwegs schlafen kann, werde ich morgens wach, als hätte ich am Abend vorher mindestens eine ganze Flasche Whisky ausgetrunken, Kopfschmerzen, Drehschwindel und ausgeprägte Nervosität.
Der Fuselalkohol (Methanol) belastet die Leber. Wurden die Leberwerte denn auch mit kontrolliert?

Verstärkt wird der Katzenjammer vermutlich durch Methanol. Der „Fusel-Alkohol“ ist in geringen Mengen in jedem alkoholischen Getränk enthalten und wird von denselben Enzymen (ADH und AIDH) zerlegt. Der Unterschied: Zuerst wird Ethanol abgebaut, dann Methanol. Die Abbauprodukte des Methanols –- Formaldehyd und Ameisensäure –- sind beide hochgiftig, sie verursachen in kleiner Dosis bereits Übelkeit und beeinträchtigen außerdem die Herzleistung. Die Bildung der Stoffwechselprodukte des Methanols fällt zeitlich klar mit dem Einsetzen der Kater-Symptome zusammen.
Alkohol: Der Morgen danach | Online | ZEIT ONLINE

Darum hilft auch das Trinken einer geringen Menge Alkohols (Ethanol) gegen die Symptome eines "Katers", weil die Leber dann das Methanol erst mal "liegen lässt".

Wer Schmerztabletten braucht, kann sich mit Acetylcystein (ACC) oder N-Acetylcystein (NAC) helfen. Auch kann eine Magnesium-Brausetablette hilfreich sein, denn Alkohol verbraucht alle Vorräte. Wer mag, kann das homöopathische "Katermittel" Nux vomica testen.
Vielleicht wäre Acetylcystein mal einen Versuch wert.

Wichtig wäre für Dich aber dann herauszufinden, was Dein Organismus nicht verdauen kann und was dann überhaupt zur Bildung des Fuselalkohol führt. Gern Probleme macht da schon mal das Gluten (bestimmtes Eiweiß, dass in Getreide enthalten ist). Es würde durchaus Sinn machen, dies noch mal genauer abklären zu lassen. Wie ist denn eigentlich Deine Stuhl Beschaffenheit. Ist er manchmal "fett glänzend" ?

Liebe Grüße

Ulrike
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Ein Wunder passiert nicht gegen die Natur, sondern gegen unser Wissen von der Natur.

"Psychosomatisch" oder nicht?

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
kleiner Nachtrag:

als ich mich dann gegen 1.30 Uhr ins Bett gelegt habe, war es dann schlagartig vorbei. Alles staute sich, krampfartige Bauchschmerzen und eine sich immer stärker aufblähende Bauchdecke. Habe mich dann über 2 Stunden im Bett herumgewälzt und schliesslich den Bauch massiert.
Bei Gärung entstehen leider nicht nur unser geliebter Alkohol, sondern auch die Fuselalkohole Methanol, Butanol und Propanol. Wenn wir noch dazu abends viel Rohkost konsumieren, also zu einer Zeit, in der die Verdauungsleistung sowieso schon eingeschränkt ist, liegen wir dann quasi als lebendiges „Mostfass“ im Bett. Nun ist die Leber besonders gefordert und wir wachen zur Leberzeit (1-3 Uhr) auf und leiden unter Durchschlafstörungen.
Die darmbedingte Katastrophe

Liebe Grüße

Ulrike
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