akutes Nierenversagen - Gewichtsproblem

18.06.09 17:21 #1
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Michele14 ist offline
Beiträge: 54
Seit: 14.06.09
Liebe Gemeinschaft,

ich wurde 2003 und 2004 wegen akuten Nierenversagens im Spital aufgenommen und entging der Dialyse zweimal mit knapper Not. Seit damals habe ich ein enormes Gewichtsproblem. Ich stieg langsam von ca 75 kg auf bis heute 105 kg und wurde mit immer stärkeren Dosen eines Entwässerungsmittels (Lasix, jetzt Furohexal) behandelt. Ziur Zeit nehme ich am Morgen 125 mg, zum Mittag 80 mg Furohexal, war aber zwischenzeitlich schon auf 2000 mg täglich eingestellt.
Meine Beine sind beständig geschwollen (Oedeme), Stützstrümpfe tun mir weh, so daß ich sie nicht trage. Meine verordneten Bewegungen (lange Spaziergänge (forciertes Gehen ist wegen meiner Herzerkrankung - dilatative Cardiomyopathie - nicht möglich, ich schaffe es nicht) führe ich durch, aber leider ein bissi schlampig). Ich habe vom Herz her keine Schwierigkeiten, doch bin ich trotz aller Bemühungen nicht so leistungsfähig wie ich es gern wäre.

Bei der Flüssigkeitszufuhr bin ich leider schlampig, denn ich halte die 1,5 l täglich nicht ein, sondern komme auf mindestens 3 - 5 l (Wasser, Blümchenkafee, Kräutertee, manchmal etwas Soda - für mich angeblich giftig).

Hat jemand unter Euch dasselbe Problem, bzw. könnte er/sie mir bitte raten.

Alles Liebe,

Michele
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Es ist wundervoll zu wissen, daß frau gehört und zu wem sie gehört - Michele

akutes Nierenversagen - Gewichtsproblem

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.920
Seit: 09.09.08
guten morgen michele ;-)


ich kenne mich bei deinen konkreten problemen leider gar
nicht aus; doch es gibt viele, die nun einiges an fragen an
dich aufzählen werden...

also zb amalgam [intoxination - symptome-wiki] oder
deine ernährung [symptome-wiki] eventuelle, nie erkannte
parasiten [symptome-wiki] und/oder ein unerkannter
pilz [symptome-wiki], ein lange schleichendes hormon-
problem [schildrüse - symptome-forum], oder auch
spezielle unverträglichkeiten [symptome-wiki] mit
eventueller kombination von (ebenso noch unerkannten)
allergien [symptome-wiki]...

... was sich alles oder einzelnes davon - möglicherweise - seit
jahrzehnten subsumierte und schließlich als ursache/n deiner
aktuellen erkrankungen dienen könnte/n...


ps: auch jahrelange befunde (blutuntersuchung etc - und
immer "in ordnung" sind) von schul(d)medizinern betreffend
der obgenannten möglichkeiten sind keine ausrede! viele dinge
werden von der schul(d)medizin leider übersehen... oft muss
man speziellere untersuchungen machen...


pps: befunde (auch die "in ordnung" ) kannst du auch hier
natürlich auch posten! (unterhalb des erstellungsfensters
findest du "zusatzliche einstellungen" -> "dateien anhängen")...



ppps: es könnte freilich auch angeboren (genetisch) sein...



zusätzlich mag ich dir auch noch diesen thread empfehlen:
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...-koerpers.html



so, jetzt hast du zum teetrinken keine zeit mehr zum abwarten,
kannst auch schon ein bisschen selbst aktiv finden...




wünsch dir was
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Geändert von alibiorangerl (19.06.09 um 08:39 Uhr) Grund: ppps ;)

akutes Nierenversagen - Gewichtsproblem

sumsi ist offline
Beiträge: 25
Seit: 08.10.08
Hallo Michele,

deine Symptome hören sich ganz stark so an, als ob deine Nieren ihre Arbeit noch weiter runtergefahren haben (...also langsam den Geist aufgeben). Daher denke ich deine starke Gewichtszunahme ist Wasser und nicht Masse. Wenn die Nieren kaum noch arbeiten, dann wirken auch Entwässerungsmedikamente kaum mehr, sprich, was du trinkst, bleibt zum grössten Teil in dir drin! Das führt zu Ödemen und zu Atemnot, weil sich Wasser auch in der Lunge sammelt. Bei einem (schnellen) Besuch beim Internisten/ Nephrologen kann mittels Ultraschall festgestelllt werden, wieviel deines Gewichtes nun tatsächlich aus Wasser besteht.
Die Folgen werden sein, falls ich richtig liegen sollte: starke Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr und irgendwann doch Dialyse. Das wird dich nicht freuen, aber du solltest auf jeden Fall dringend zu einer ärztlichen Kontrolle, den ab einer gewissen Menge an Wassereinlagerung im Körper, kann es leider früher oder später auch lebensgefährlich werden.

akutes Nierenversagen - Gewichtsproblem

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.920
Seit: 09.09.08
wuhu michele ;-)
Zitat von sumsi Beitrag anzeigen
...
Die Folgen werden sein, falls ich richtig liegen sollte: starke Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr und irgendwann doch Dialyse. Das wird dich nicht freuen, aber du solltest auf jeden Fall dringend zu einer ärztlichen Kontrolle, den ab einer gewissen Menge an Wassereinlagerung im Körper, kann es leider früher oder später auch lebensgefährlich werden.
*jessas* das hab ich ja ganz und gar überlesen! du trinkst 3 - 5 liter flüssigkeit am tag, obwohl du gar nicht so viel dürftest? wie schaffst du das nur? ich bin schon froh, wenn ich nicht auf die obligaten täglichen 1 - 1,5 liter "vergesse"...

obwohl, seit ich vitamin-C hochdosiert nehme, trinke ich doch ein bisschen mehr

bitte schau da mehr drauf!!!
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akutes Nierenversagen - Gewichtsproblem

Michele14 ist offline
Themenstarter Beiträge: 54
Seit: 14.06.09
Liebstes Orangerl,

genau genommen bin ich froh, daß Du Dich bei meinen Problemen nicht auskennst, denn das hieße, daß Du sie gleichfalls hast und das wäre sehr schlimm. Nein, bitte erspar Dir schwache Nieren und Gewichtsprobleme deswegen.

Übrigens geht mir gerade eine ganze Batterie an großen Scheinwerfern auf. Oooooh, Du..........!

Ich bin natürlich bereit alle Fragen zu beantworten, soweit ich das kann. Und ich bin auch sehr dankbar für jeden Hinweis.

Hormonprobleme kann ich ausschließen, denn a) hatte ich stets einen Testosteron-Wert, der sogar unter dem Wert einer Frau lag, b) haben sich etliche meiner Erkrankungen nach der OP und dem damit verbundenen Umschwung in der Hormonversorung wesentlich gebessert. So ist von einer 2003 diagnostizierten COPD - Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung nach der OP kein Anzeichen davon mehr zu erkennen. Eine Herzerkrankung (dilaltative Cardiomyopathie) hat sich sehr zur Freude meiner Herzspezialistin und auch zu meiner stark gebessert. Zuckerentgleisungen gibt´s nur mehr, wenn ich "sündige" (ach wie lecker ist doch so ein Teller Fusili mit darübergestreuter Trocken-Trinkschokolade um 1 Uhr Früh *rot wird vor scham*

Bitte sei nicht so streng mit den Schulmedizinern, sie sind gar nicht so schlecht. Ganz im Gegenteil, die meinen im Hanusch waren immer Spitze. Vielleicht zur näheren Erklärung: Ich bin Dibatikerin Typ II B - also insulinpflichtig. "B" steht für meine Diabetologen für undiszipliniert. Ich hab mich bis vor wenigen Monaten nicht so genau an ihre Anweisungen gehalten.....Siehe fusili mit Schololadepulver!

Liebstes Orangerl, die Befunde erspare ich dir und unseren Mitgliedern lieber, denn die füllen bereits Ordner. Aber welche Befunde würdest du vorschlagen? Labor? Nehphro? Stationäraufenthaltsbefunde der Nephrologischen Station?

Das einzige, das ich von meiner Mutter vererbt bekam war eine Infertilität als Mann und der Diabetes. Ehrlich!

Übrigens ganz lieben Tag für das Kleine Handbuch zur Nutzung des menschlichen Körpers. Ich habe vorhin ein bißchen darin geschmökert. Es ist absolut interessant. Ich werde es bstimmt nicht nur einmal lesen!

Womit glaubst du, daß ich meine Nächte vberbringe? Mit SELBST AKTIV FINDEN! *hmpf* Also Du hast eine Meinung von mir hast Du. Schrööööcklich!!! Ich bin erst ganz kurz in diesem Forum und kenn es schon besser, als meine Handtasche! Selbst aktiv finden! *pfüh*

wuhu, Du Kritische
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Michele14 ist offline
Themenstarter Beiträge: 54
Seit: 14.06.09
Hallo Sumsi,

Du sprichst meine allergrößte Angst laut aus. Ich erlitt Dezember 2003 und dann November 2004 ein akutes Nierenversagen und stand 2003 nur Sekunden vor der Dialyse. Der mich behandelnde Arzt im Spital hatte 2003 bereits die Zuweisung zur ersten Dialyse ausgestellt und unterschrieben. Erst kaum fünf Minuten vor dem von ihm festgelegten Zeitpunkt für eine Entscheidung kamen die ersten Tröpflein.
Auch ich glaube, daß es Wasseransammlungen im Körper sind, die für meine Gewichtszunahme veranwortlich zeichnen. Das Eigenartige: Ich verliere nach der Einnahme des Entwässerungsmedikaments innerhalb von 4 - 5 Stunden 2 - 3 kg an Gewicht. Halte ich mich an die vorgeschriebenen 1,5 l Flüssigkeitszufuhr täglich (so ungemein schwer einzuhalten, denn ich habe eigentlich permanent Durst (wahrscheinlich durch scharf gewürzte Speisen, vor allem stark gesalzene - Ich weiß, ein schlimmer Fehler). Allerdings achte ich seit wenigen Tagen wirklich auf meinen Flüssigkeitskonsum, aber 3 l werden es immer noch. Diese zu halbieren ist mir leider kaum möglich. Wenn ich nur saure Äpfel lieber hätte.
Andererseits überprüfte mein Urologe vor wenigen Tagen meine Harnblase mit dem Ultraschallgerät (Restharn in der Blase?) und gab einen Befund o.B.

Was ich zur Zeit tue ist, daß ich mich genau an die Anweisungen eines Freundes halte, der mit mir Gymnastik macht und mir befiehlt - ja wirklich! BEFIEHLT! - lange, ausgedehnte Spaziergänge zu machen. Und ich ansonsten faules Stück tu das sogar! Ich weiß auch eines ganz sicher: Würde ich mich genauer an die ärztlichen Weisungen mit der Flüssigkeitszufuhr halten, ich würde abnehmen! Ich nehme es mir wieder und wieder vor! Aber was geschieht - Meine Aufzeichnungen sagen: 3 l, 4 l, 5 l und manchmal mehr. Es ist zum heulen. Sogar mein Freund sagt behutsam: Kleines ein paar Deka weniger würden Dir nicht schaden! Ich schäme mich wegen meines Dickseins vor ihm, habe durch das Übergewicht manchmal Atemprobleme - und werde einfach nicht klüger!

So jetzt habe ich mich ausgeweint. Und war erstmals brav mit der Flüssigkeitszufuhr: erst einen halben Liter seit 0500 Uhr Früh!

Alles Liebe,

Michele
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Michele14 ist offline
Themenstarter Beiträge: 54
Seit: 14.06.09
Liebstes orangerl,

wie ich das schaffe, so viel Flüssigkeit täglich zu mir zu nehmen weiß ich nicht - ich weiß nur, daß ich ständig Durst habe. Die Diabetologen zucken ratlos mit den Schultern und nachdem die nephrologische Überwachung bei den Diabetologen liegt ändert sich mein Problem nicht. Vielleicht sind es die 18 Sorten an Medikamenten, die den Durst fördern, die Entwässerungtabletten, von denen ich 205 mg nehme, was nicht so arg ist. Ich weiß es einfach nicht.

Soviel ich weiß, ist Vitamin C durstlöschend. Also könnte ich mir vorstellen, daß es an Deinem Antidurst nicht ganz unschuldig ist. Zudem, bitte Vorsicht: Ab einer gewissen Dosis wird Vitamin C vom Körper abgebaut und kann so der Abbau nicht mehr funktioniert gefährlich werden. Ich darf zum Beispiel kein bißchen Vitamin C in Tablettenform zu mir nehmen, denn es ist für mich Gift - übrigens so wie Sodawasser, das stark kohlensäureangereichert ist (alle Sprudelwassersorten, die "prickelnd" sind, sind für mich giftig - dies sagt meine Nephrologin). Und ich Kalb trinke sie, wenn ich ausgehe, denn ich bin Antialkoholikerin und "stille Wasser" sind mir ein Greuel.
Nimmst Du die hohen Vitamin C-Dosen auf ärztliche Anordnung, oder aus eigener Entscheidung? Ich bitte Dich, frage - ehe Du weiterhin hohe Vitamin C-Dosen zu Dir nimmst - Deinen Hausarzt.

Darf ich Dich fragen, was Du vorwiegend trinkst? Wasser? Mineralwasser? Fruchtsaft? Tee? Kaffee?

Ich freu mich schon auf Deine Antwort!

Alles Liebe an Dich,

Michele mit wuhu
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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.920
Seit: 09.09.08
wuhu michele ;-)

also einerseits testosteron: auch frauen haben und brauchen es! also wenn das zu niedrig ist (was du ja schreibst) könnte eine sehr geringe dosis (zb gel) dir auch da helfen! nimmst du außer östrogen (estradiol und/oder estriol) auch noch progesteron (ist ein bisschen wie ein "weibliches testostereon")? weiters sind einschnitte in den hormonhaushalt oft auslöser für eine schleichende unterleistung der schilddrüse! es gibt spezielle tests, die auf einem "normalen" blutbefund (meist) nicht zu finden sind! sehr wichtig!!!

ps: ich bin da auch grad auf der suche: http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...tml#post313580 & http://www.symptome.ch/vbboard/schil...tml#post295362

andrerseits vitamin C: es wird wohl in deinem fall nicht "gscheit" sein, es zu nehmen, da du ja schwache nieren hast; doch auch wenn: bei vitamin c gibt es das vorurteil, dass es ab einer gewissen menge schädlich ist; ließ doch die "anleitung" noch mal oder den entsprechenden thread, dann erkennst du es sicher bald; aber nur wenn du mal zeit, hast, bei dir ist es wohl kontraindiziert... oder auch nicht; frag ma mal einen (unter vielen) nahrungsergänzungsmittel-meister
edit: laut lef und erfahrungsberichte hier im forum anscheindend doch nicht kontraindiziert!!!

letztlich: diabetes ist also vererbt?! ich kenn mich damit nicht aus, aber manche meinen ja, dass auch vererbungen mit einer gewissen ernährungsumstellung wenigstens zu lindern sind, wenn schon nicht zu heilen
ernährungsexperten gibts hier auch ne menge; es kann aber durchaus sein, dass sie nicht hier her in deinen thread finden; ich denke deren beiträge werden dich noch mehr erhellen
geh einfach auf die suchfunktion -> Das Ende der Symptombekämpfung - Foren durchsuchen und gib zb den nicknamen "joachim" (einer der ernährungsexperten) ein, du findest dann alle beiträge von ihm...

und zum allerletzten: die ärzte - liefere dich nicht blinden vertrauens aus, das ist bei vielen (auch hier im forum) schon mal sehr schief gegangen!!!

pps: und verzeih mir mein "find doch mal selber"

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Geändert von alibiorangerl (19.06.09 um 23:15 Uhr)

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alibiorangerl ist offline
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Seit: 09.09.08
wuhu ;-)
Zitat von Michele14 Beitrag anzeigen
...
Darf ich Dich fragen, was Du vorwiegend trinkst? Wasser? Mineralwasser? Fruchtsaft? Tee? Kaffee?
...
ja, ja, ja, ja und ja;

mineralwasser aber entweder "sanft" (ich hasse die kohlensäure, anstatt flüssigkeits-gefühl im mund spürt man nur gas-blässchen ) oder ganz still;

fruchtsaft meist direktgepresst und aufgspritzt (schorle);

tee (grüner mit zitrone und stevia) schmeckt mir sehr, doch das kochen...

kaffee (ist immer da, für die anderen ) - leider nicht schwarz sondern - mit viel milch und stevia

aber alles in allem (inklusive mit der festen - auch gekochten - nahrung, die ja wasser enthält) komme ich sicher nicht auf mehr als 2 - 3 liter am tag!!!



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alibiorangerl ist offline
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Seit: 09.09.08
nachtrag... und gleich sorry...
wenn wir mit (altem) hund und/oder (alter) katz bei der/dem tante/onkel tierarzt sind, fragt die/der auch immer gleich, obs viel trinkt oder mehr trinkt als fürher... hinweis auf diabetes sagt die/der ta dann immer...
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Geändert von alibiorangerl (19.06.09 um 17:51 Uhr)


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