Das kleine Handbuch zur Nutzung des menschlichen Körpers!

HRoesch01

in memoriam
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Vorbemerkungen

Sinn dieses kleinen "Online-Pamphlets" soll sein, einem
relativ unbedarften Einsteiger in das Thema "Gesundheit
und allgemeines Wohlbefinden"
einen Satz an Leitlinien
an die Hand zu geben, die ihm einen Weg durch den Dschungel
der unterschiedlichsten Denkschulen und Ansätze weist.

Ich schreibe immer, dass ich ein "Extensionist" bin. Das hört sich
natürlich schick an, soll aber letztlich nur verdeutlichen, dass ich
viele meiner Informationen von der Life Extension Foundation
(Highest Quality Vitamins And Supplements - Life Extension)
und allgemeiner von einer Menschengruppe beziehe, die sich
ziemlich konsequent einer Lebensführung verschrieben hat,
die zu einem langen Leben in guter Gesundheit führen soll. Auch
wenn viele Extensionisten durchaus als Ziel die relative Unsterblich-
lichkeit auf ihre Fahnen geschrieben haben, so soll das nicht zu
der Meinung verleiten, dass es um esoterische Spinnereien geht.
Im Gegenteil ist es so, dass der klassische Extensionismus auf
einer rein wissenschaftlichen Basis betrieben wird. Man möge mir also
nachsehen, dass es hier keine Homöopaathie, Bioresonanz, Astrologie,
Religion und Wundermittelchen jeder Art geben wird.

Das primäre Ziel ist nicht etwa die Lebensjahre zu zählen, sondern
jedes Jahr als solches zu einem glücklichen und wertvollen Jahr des
persönlichen Lebens zu machen. Da ohne gute Gesundheit alles andere
sehr schnell an Wert und Bedeutung verliert, ist ziemlich klar, dass es
von absoluter Wichtigkeit ist, alles zu tun um die Gesundheit zu fördern
und Krankheiten aus dem Weg zu gehen. Leider reift diese Erkenntnis
bei vielen Menschen spät und erst zu einem Zeitpunkt, wo bereits erhebliche
Probleme aufgetreten sind.

Auch wenn ich über eine gewisse Begabung verfüge, meine Ideen und
Erkenntnisse in einer überzeugenden Weise zu formulieren, so möchte
ich unbedingt darauf hinweisen dass ich mindestens ebenso sehr ein
Suchender bin, wie ich Erfahrungen und Wissen weiterzugeben habe.
Es möge also bitte jeder, der Fehler, Unklarheiten oder ausgelassene
Themen oder Informationen entdeckt diese nach eigenem Ermessen und
ohne Scheu hier einbringen. Das Ziel ist, eine kleine Wissensbasis von
bleibendem Wert für den Einsteiger in das Thema zu schaffen.

Wichtig ist mir, den einzelnen Themen selbst wie auch den Inhalten
eine Struktur nach der Wichtigkeit und Bedeutung zu geben. Um die
Klarheit der Aussagen nicht zu verwässern werde ich sehr wenig auf
Details eingehen
, und bitte auch alle anderen Beitragenden, sich nicht
mit Details aufzuhalten. Diese Strategie soll es für den Leser einfach
machen, die Informationen zu verstehen und umzusetzen und natürlich
auch mir eine Menge Arbeit sparen! :D

Je besser ich das Forum kenne, desto mehr bin ich beeindruckt von der
Menge an Erfahrung und profundem Wissen, die sich hier angesammelt hat.
Ich glaube also nicht, dass ich hier wesentlich Neues beitragen kann,
sondern sehe das Ziel darin, einen Überblick zu verschaffen und den Weg
zu den Detailinformationen zu ebnen. Insofern freue ich mich besonders
über Links zu wichtigen Beiträgen im Forum wie auch allgemein im Internet.

Bei einigen Informationen unterscheide ich zwischen "Jüngeren" und "Älteren".
Das soll in keinster Weise eine Wertung sein, sondern nur der Tatsache
Rechnung tragen, dass sich ab einem Alter von etwa 35 Jahren durch den
biologischen Vorgang des Alterns Veränderungen ergeben, die ich konkret
berücksichtigen möchte.

Ich werde jedem Kapitel einen eigenen Beitrag widmen und versuchen, meine
Beiträge in einem Zeitrahmen von etwa zwei Wochen abzuschließen.
 
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wundermittel

HRoesch01

in memoriam
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Gedanken zur Funktion des "Systems Mensch"

Gedanken zur Funktion des "Systems Mensch"

Hier wird es nun tatsächlich mal ansatzweise etwas philosophisch,
aber ich verspreche: Das wird die Ausnahme bleiben. :D

Alle folgenden Kapitel hängen irgendwie mit diesem zusammen.
Wie stehen wir zu unserem Körper und wie verstehen wir seine
grundlegenden Funktionen?


Ist der menschliche Körper eine Maschine, die aus einzelnen
Baugruppen aufgebaut ist, die Fehlfunktionen aufweisen können,
die dann detailliert analysiert und repariert werden müssen?
Verschleissen diese Baugruppen durch ihre Nutzung und müssen
dann ersetzt werden? Möglichst durch eine künstlich erzeugte
Version 2.0, die dann alles besser kann? Kann man einzelne
Baugruppen aus diesem System einfach herausreissen, wenn
sie nicht mehr gebraucht werden? Oder gibt es gar Baugruppen
die überhaupt nicht benötigt werden, und die man vorsichtshalber
gleich aus dem System entfernt?

Genügt es, diesem System einfach eine ausreichende Menge an
Energie (Kalorien) zur Verfügung zu stellen, damit es präzise
funktioniert? Ist dieser Körper vielleicht insgesamt eine ziemliche
Fehlkonstruktion, die erst durch eine Vielzahl an pharmazeutischen
Produkten und Hilfs- und Heilmitteln zu halbwegs brauchbarer
Funktion zu bewegen ist? Und ist es vielleicht auch völlig egal, wie
wir diesen Körper benutzen? Wird er einfach eine vorbestimmte Zeit
lang funktionieren und dann sterben ohne dass wir irgendeine Form von
Einflussmöglichkeit auf diesen Prozess haben? Ist das System überhaupt
in der Lage in einer feindlichen Umwelt aus Viren, Bakterien, Umwelt-
giften und Strahlungen aller Art zu bestehen, ohne dass wir ihm da
mit vielfältigen Methoden auf die Sprünge helfen?

Das sind schon eine ganze Reihe von dämlichen Fragen, nicht wahr?
So wird es ja wohl nicht sein! Und doch verhalten sich viele Menschen
und unter ihnen leider auch eine Gruppe, die es schon aus beruflichen
Gründen viel besser wissen müsste genau so, als ob zumindest ein
Teil dieser Fragen offensichtlich nur falsch beantwortet werden könnte.

Wie ist es nun also wirklich?

Abgesehen von einem tatsächlich allgemein vorhandenen Konstruktions-
fehler ist der menschliche Körper ein Wunderwerk der Biologie von einer
Vollkommenheit, die für unsere Verhältnisse schwer zu begreifen ist. Er
entwickelt sich aus einer einzelnen Zelle aus einem Bauplan, der trotz
vollmundiger Sprüche auch nicht annähernd verstanden ist. Er ist in
der Lage höchste Leistungen und feinste Arbeiten der vielfältigsten
Art in bewundernswerter Perfektion zu vollbringen. Und er verfügt über
vielfältige präzise Sinne und einen Verstand, der es ihm ermöglicht, unsere
Umwelt in beeindruckender Weise wahrzunehmen und zu gestalten.

Und dieser Körper verfügt über gewaltige Sebstheilungskräfte und eine
schier unüberschaubare Anzahl an Tricks und Notlaufprogrammen, die
letztlich nur einem Ziel dienen: Den Zustand der Homöostase, des
körperlichen und auch seelischen Gleichgewichts trotz aller Misshandlungen
und kleinerer und größerer Unfälle stets wieder einzunehmen.

Jetzt spinnt er aber, gell? Wenn das so wäre, dann gäbe es ja wohl
nicht diese Unzahl an Krankheiten und Unpässlichkeiten jeder Art, die
einem das Leben zur Qual werden lassen können. Was ist also zu tun,
um das reale Leben und die Heinz'schen Träumereien wieder halbwegs
auf eine Linie zu bringen?

In Kurzform: Dazu müssen wir den angesprochenen Konstruktionsfehler
elegant umschiffen und ansonsten den Körper in der ihm angepassten und
bestimmten Weise benutzen sowie ihm unnötige Belastungen ersparen.

Man könnte es auch so sagen: Wir müssen die Verantwortung für das System
uneingeschränkt erkennen und wahrnehmen. Denn einen Körper zu nutzen hat
nichts mit dem Fahren eines Autos zu tun, das man bei Problemen in der
Werkstatt abstellt und auf Reparatur wartet.

Und genau darum geht es jetzt in den folgenden Kapiteln!
 
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regulat-pro-immune

HRoesch01

in memoriam
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1. Körperliche Aktivität und Sport

1. Körperliche Aktivität und Sport

Sport auf Platz 1! Vor einigen Jahren hätte ich das noch schwächer
priorisiert. Aber ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ein durch-
aus anspruchsvolles Fitnessprogramm die wichtigste Komponente auf
dem Weg zur vollkommenen Gesundheit ist.

Dass ein Leben tagsüber auf dem Bürostuhl und abends auf dem Fernsehsessel
der Gesundheit abträglich ist, kann wohl als Allgemeinwissen vorausgesetzt
werden. Aber es ist noch schlimmer: Mit einer solchen Lebensweise fordert
man eine Vielzahl von degenerativen Krankheiten geradezu heraus. Besonders
offensichtlich ist der Zusammenhang bei
  • Herz- und Kreislaufkrankheiten
  • metabolischem Syndrom
  • Muskelschwund
  • Knochenschwund
Aber diese Liste lässt sich beinahe beliebig verlängern.

Auf das Thema konkret angesprochen sagen die meisten Menschen ja
von sich, dass sie eigentlich ziemlich aktiv seien. Ich beobachte aber doch
häufig Autos, die schon mit einem Rad auf der Haustreppe stehen, um zehn
zusätzliche Schritte zu vermeiden. Auch Schlangen vor Aufzügen, um zwei
Stockwerke zu überwinden sind eigentlich ziemlich gängig. Und wer schon
nach einem strammen fünfminütigen Fußmarsch an die Grenzen seiner
Leistungsfähigkeit kommt, sollte das Thema wirklich dringend überdenken.

Was ist also zu tun?

Für die Jüngeren sehe ich das Ganze ziemlich locker. Hier sollte einfach
mindestens drei mal die Woche und für mindestens eine Stunde ordentlich
die Post abgehen. Welcher Sport gewählt wird ist ziemlich nebensächlich.
Er sollte sicher Spaß machen, damit man bei der Stange bleibt. Es sollte kein
Leistungssport sein, da dieser beim heute üblichen Leistungsniveau nicht mehr
als gesund gelten kann. Und es sollte natürlich keine Risikosportart sein.

Für die Älteren ist etwas mehr Disziplin angesagt. Hier kommt man kaum
um einen richtigen, von einem ausgebildeten Trainer ausgearbeiteten und über-
wachten Trainingsplan herum. Es geht darum, den ab etwa dem 35. Lebensjahr
einsetzenden Muskel- und Knochenschwund von rund 1% pro Lebensjahr durch
konkretes Training aufzuhalten oder gerne auch umzukehren. Hierzu ist vor allem
ein ganzkörperbezogenes Gewichtstraining (Widerstandstraining) von besonderer
Bedeutung. Dieses wird durch kontrolliertes Cardiotraining auf einem Ergometer
abgerundet. Ein solches Training sollte mindestens zwei mal in der Woche statt-
finden und darf natürlich gerne weiterhin durch Spaß-Sport abgerundet werden.

Dass kranke und behinderte Menschen nicht ohne weiteres auf einen Crosstrainer
steigen können, ist natürlich auch mir klar. Aber es gibt fast immer einen Weg, den
man mit guten Fachleuten diskutieren und dann auch konkret umsetzen sollte.

Der wohlverdiente Lohn ist der erste und wichtigste Baustein für einen gutge-
formten und gesunden Körper!

Empfehlenswerter Link: Dr. Kurt A. Moosburger
 
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HRoesch01

in memoriam
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06.04.09
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2. Die gesunde Ernährung - Teil 1

2. Die gesunde Ernährung - Teil 1

Also gesund ernährt sich ja beinahe jeder! Oder war "ausgewogen"
das richtige Adjektiv? Und was ist eigentlich eine ausgewogene Er-
nährung? Wenn man ganz konkret fragt, dann erhält man zu diesem
Thema eigentlich von jedem Esser eine andere Antwort. Und die
fasse ich immer gerne so zusammen: "Alles was schmeckt!"

Dann kursiert auch eine Aussage, die mir immer wieder die Haare
zu Berge stehen lässt. Die geht etwa so: "Noch nie in der menschlichen
Geschichte gab es für die Menschen in den entwickelten Staaten eine
bessere Ernährung!" Damit wird dann darauf angespielt, dass Nahrung
im Überfluß zur Verfügung steht, diese von bester Qualität ist und die
vielfältigsten Obst- und Gemüsesorten zu jedem Zeitpunkt des Jahres
verfügbar sind.

Aber irgendwas passt nicht in diesem System. Denn wenn man mal über
die simple Tatsache nachdenkt, dass jede einzelne Zelle unseres Körpers
aus unserer täglichen Nahrung aufgebaut und versorgt wird, dann müsste
unter den obigen idealen Ernährungsvoraussetzungen der durchschnittliche
Mensch kerngesund sein. Und dass er das nicht ist, kann man ziemlich un-
schwer erkennen wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.

Wo liegt also das Problem?

Das Hauptproblem ist die massive industrielle Verarbeitung unserer Nahrung
und auf zweiter Ebene die stetig abnehmende Qualität der landwirtschaftlichen
Rohprodukte.

Und was ist jetzt eine gesunde Ernährung ganz konkret?

  • der Verzicht auf Zucker!
  • der Verzicht auf Auszugsmehle und geschälten Reis!
  • der vollständige und unbedingte Verzicht auf Transfette!
  • die maximale Steigerung der Menge an Obst, Salaten und Gemüsen
  • die Reduktion von gesättigten Fetten und Omega 6-Fetten (Sonnenblumenöl!)
  • die Steigerung des Anteils von Omega 9-Fetten (Olivenöl)
  • die Steigerung des Anteils von Omega 3-Fetten (Leinöl, Tiefseefisch)
  • der vollständige Verzicht auf Wurst
  • die deutliche Reduktion des Fleischkonsums
  • der Ersatz von rotem Tierfleisch (Schwein und Rind) durch Geflügel und Fisch
  • der weitgehende Verzicht auf Milch- und Milchprodukte
  • die Flüssigkeitsaufnahme ausschließlich über Wasser und Tee
Hinzu kommt eine deutliche Verbesserung der Qualität der verwendeten
Lebensmittel durch Bioware oder idealerweise Produkten aus friedfertigem
Landbau oder gar dem Hausgarten. Dass die meisten Fertiggerichte keinen Platz
in einer gesunden Ernährung finden, versteht sich sicher von selbst.

Eine gesunde Ernährung muss keineswegs rein vegetarisch oder gar vegan sein,
obwohl vieles für diese Ernährungsform spricht, wenn sie intelligent praktiziert
wird. Eine extreme Rohkostdiät ist ebenfalls nicht erforderlich, man sollte den
Anteil an Rohkost lediglich steigern, bzw. alle Lebensmittel die gut roh gegessen
werden können, auch so verspeisen.

Da ich jetzt hier natürlich für die meisten Menschen ein reines Horrorszenario
errichtet habe, erlaube ich mir noch zwei Hinweise. Natürliche Lebensmittel
können richtig zubereitet und gewürzt unglaublich gut schmecken, wenn man
sich mal wieder an deren Geschmack gewöhnt hat.

Und Hysterie in der Ernährung ist nicht nötig. Gelegentliche Ausreisser verzeiht
der Körper ganz locker, wenn die große Linie stimmt.

Empfehlenswerter Link: https://www.symptome.ch/wiki/Ernährung
 
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HRoesch01

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06.04.09
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2. Die gesunde Ernährung - Teil 2

2. Die gesunde Ernährung - Teil 2

Da ich das Folterbesteck gerade so schön sortiert parat habe
möchte ich noch auf zwei weitere Aspekte eingehen.

Das eine ist das Heilfasten. Hier ist zum einen das permanente
Heilfasten zu erwähnen. Dieses gehorcht der einfachen Regel,
jeden Tag mindestens 12 Stunden Pause bei der Nahrungs-
aufnahme zu machen. Diese Strategie soll dem Körper die Ge-
legenheit geben, den Verdauungsvorgang abzuschließen und
sich davon zu erholen. Dazu läßt man entweder das Frühstück
ausfallen, oder aber besser das Abéndessen.

Das permanente Heilfasten ergänzt man dann ein oder zwei
mal im Jahr durch ein reguläres Heilfasten über 8-10 Tage.

Und jetzt noch das wichtigste Thema für diejenigen, die ein langes
Leben anstreben. Die einzige Methode hierzu, die bislang als hinreichend
erforscht und weitgehend wasserdicht angesehen werden kann ist die
allgemeine Kalorienreduktion. Die Basis ist eine vitalstoffreiche und
kalorienarme Ernährung. Der Volksmund nennt so etwas "permanentes
Hungern"!

Die einfachste und schlüssigste Erklärung zur Funktion ist folgendes Bild:
Der Körper hat nur beschränkte Ressourcen zur Verbrennung und Umsetzung
einer bestimmten Energiemenge. Bei spartanischer Ernährung reichen diese
Ressourcen für ein langes Leben, bei Völlerei nur für ein relativ kurzes. Dass
unsere übliche Ernährung eher mit dem Begriff Völlerei übereinstimmt muss
ich vermutlich nicht näher begründen. :D Die kalorienreduzierte Ernährung
hat nichts mit den üblichen Diäten zu tun und führt eher als Nebenwirkung
zu einem Gewicht an der unteren Grenze des BMI-Bereiches.

Ich will hier nicht näher auf die Details eingehen, da diese Methode sicher
nur für wenige Menschen wirklich ernsthaft in Betracht kommt. Wer sich
einlesen will möge mit dem angegebenen Link beginnen.

Eine interessante Alternative könnte das Resveratrol sein. Erste Forschungs-
ergebnisse zeigen Wirkungen der Resveratrol-Einnahme die den genetischen
Wirkungen der Kalorienreduktion ähneln. Das wäre natürlich sehr schick, aber
noch ist es zu früh für definitive Erkenntnisse.

Empfehlenswerter Link: Research that will change your life! | CRS
 
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HRoesch01

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06.04.09
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3. Keine Macht den Drogen!

3. Keine Macht den Drogen!

Grölte der fettleibige Mann mit der dunkelroten Nase und
gestikulierte heftig mit dem Bierhumpen in der rechten
und der Zigarette in der linken Hand.

Dass für Drogen jeder Art in einer gesunden Lebensführung
kein Platz ist wird vermutlich nicht weiter diskutiert werden
müssen.

Aber zu diesen Drogen zähle ich auch ziemlich gleichwertig
den Alkohol. Und wenn man mal die Zahl der Opfer vergleicht,
dann sind die meisten verbotenen Drogen fast schon harmlos
im Verhältnis zu der Katastrophe, die die legale und gesell-
schaftlich akzeptierte Droge Alkohol anrichtet.

Ich bin insofern kompromissbereit als ich einem echten Wein-
liebhaber ein gutes Glas Rotwein einmal die Woche bei einem
guten Essen zubillige. Aber das war's dann auch schon!

Zum Rauchen sollte man ja eigentlich auch nichts sagen müssen.
Kaum eine Verhaltensweise ist so gründlich auf ihre gesundheit-
lichen Auswirkungen untersucht wie das Rauchen. Und es ist in fast
jeder Beziehung ein unglaubliches Desaster. Jeder Raucher versichert
einem, dass ihm das völlig bewusst sei. Aber wenn die ersten gesund-
heitlichen Probleme auftreten, dann suchen die meisten nach allen
möglichen Ursachen und Heilmethoden und kommen gar nicht auf
die Idee, zunächst mal diese dämliche und todbringende Angewohnheit
einzustellen.

Seit ich zudem weiss, wie einfach es einem Klassenkameraden von
mir gelungen ist, nach mehr als zwei Jahrzehnten Kettenrauchen das
Rauchen aufzugeben (natürlich erst nach gesundheitlichen Problemen),
ist mein Verständnis für diesen Unfug nahe am Nullpunkt angekommen.

Deshalb ganz klar: Sofort Schluss mit diesem Schwachsinn. Und wenn
man das nicht kann oder will: Ab zum Schreiner und ein schönes Erdmöbel
zum Frühbucherpreis sichern. Es wird sicher bald benötigt!
 
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HRoesch01

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06.04.09
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4. Kampf dem Übergewicht!

4. Kampf dem Übergewicht!

Auch hier habe ich keine weltverändernden Neuigkeiten
zu bieten, sondern mache nur auf das Offensichtliche auf-
merksam. Es geht hier auch nicht um die paar Kilos zu
viel, die eher dem Ego als der Gesundheit schaden. Es
geht um das Thema Fettleibigkeit.

In der ersten Näherung zum Thema sollte man mal seinen
sogenannten Body Mass Index (BMI) bestimmen. Von den
vielen im Netz verfügbaren Rechnern habe ich willkürlich
einen herausgesucht, der nicht zu viel Werbung enthält:

BMI Rechner - Body Mass Index Rechner - bmi rechner - Body Mass Index Rechner

Das persönliche Ergebnis sollte nicht zu weit oberhalb von
25 liegen und auf jeden Fall unter 30.

Der BMI ist natürlich ein ziemlich grobes Maß und scheitert
grundsätzlich, wenn ein Bodybuilder seine Werte eingibt.

Mir gefallen zwei andere Maßstäbe besser. Frauen sollten
einen Körperfettanteil von etwas unter 20% anstreben.
Und bei Männern ist es ganz einfach: Der Bauchumfang
muss kleiner oder gleich dem Hüftumfang
sein. Leider neigen
gerade die Männer zur Wampenbildung und leider ist gerade
die besonders ungesund.

Was ist also konkret zu tun, wenn das Gewicht ein Problem ist?

Dass eine Diät nicht zum Ergebnis führt, haben die meisten
vermutlich schon selbst erkannt. Wie soll das auch klappen?
Man hungert sich herunter, zwingt den Körper zu Notlaufprogrammen
die sich der Gewichtsabnahme mit aller Macht entgegenstellen
und nach einer gewissen Zeit macht man weiter wie gehabt und
hat die Pfunde plus weiteren Zuwachs wieder ruckzuck drauf.

Und dabei ist es doch so einfach! Die Einhaltung der ersten
drei schon besprochenen Regeln und zu einem gewissen Anteil
die noch folgende Nahrungsergänzung sorgen fast automatisch
für ein vernünftiges Gewicht, wenn auch nicht in Rekordzeit.

Und umgekehrt führt ein bewegungsarmes Leben und Fastfood-
Ernährung fast immer zu einem stark überhöhten Gewicht.

Man sollte übrigens nie zu schnell Gewicht abbauen. Der Körper
hat die Tendenz, viele Schadstoffe im Fettgewebe abzulagern.
Wenn dieses nun abgebaut wird, dann müssen diese Schadstoffe
entgiftet werden, und das kann ziemlich schlauchen. Also wie bei
so vielen Dingen: Langsam aber dafür stetig ist das ideale Rezept!
 
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HRoesch01

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06.04.09
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5. Nahrungsergänzung - Teil 1

5. Nahrungsergänzung - Teil 1

So, jetzt wird's spannend. Wir kommen zu den Voodoo-Techniken.
Zunächst die beiden Dinge, die ich für ganz unabdingbar halte und
einfach jedermann egal ob jung oder alt, krank oder gesund
empfehlen möchte.

Das Vitamin C-Problem

Ich habe ja schon von dem ominösen Konstruktionsfehler im
menschlichen Körper gesprochen. Und den gibt es leider tatsächlich
und er macht uns in der Konsequenz zu einer ziemlich bedauerns-
werten Kreatur. Nahezu alle Tiere auf diesem Planeten beherrschen
die Vitamin C-Synthese und sind damit völlig unabhängig von in der
Nahrung enthaltenem Vitamin C. Lediglich das Meerschweinchen, die
Fledermaus und einige Menschenaffenarten teilen unser Schicksal.

Der Konstruktionsfehler ist ein Gendefekt, der die Bildung eines
einzigen Enzyms verhindert: Die Gulonolactone-Oxidase. Und hätten
wir dieses Enzym zur Verfügung, dann würden wir wie jedes andere
Tier unser Vitamin C selbst und in der passenden Menge aus einfacher
Glucose direkt in den Blutkreislauf synthetisieren.

Ich will hier wie üblich nicht weiter auf die detaillierten Hintergründe
eingehen. Der empfohlene Link mag als Startpunkt für die eigene
Recherche dienen, leider eine englische Website. Ich werde nur eines
meiner Geschichtchen erzählen, das zum Nachdenken anregen soll.

Unsere geliebten Hauskatzen sind natürlich Vitamin C-Produzenten. Sie
synthetisieren auf Menschengewicht umgerechnet etwa 2,5g Vitamin C
täglich. Wenn sie unter Stress stehen oder krank sind, dann können sie
diese Menge zügig bis auf etwa 10g steigern. Von DGE-Empfehlungen
haben diese Tierchen offensichtlich noch nie etwas gehört! Eine unserer
Katzen hat derzeit irgendwo ein Plätzchen, wo sie täglich bis zu fünf
Zecken einfängt. Und was passiert? Genau, gar nichts, ausser hektischen
Aktivitäten unsererseits, die Biester verschwinden zu lassen. Und als
weitere Randinformation: Wir sind hier Borreliose-Risikozone, und
die einzige Zecke die unser Töchterchen in ihrem bisherigen Leben ein-
gefangen hat, hat sofort zu einer Borreliose-Infektion geführt. Könnte
das Vitamin C irgendwas mit dieser Infektanfälligkeit zu tun haben?

Langer Rede kurzer Sinn: Wir müssen unserem Körper täglich Vitamin C
in einer weit höheren Dosis zuführen, als allgemein angenommen wird.
Ein rabiater Rohköstler kann das gerade so in etwa über die Ernährung
schaffen, wenn er gesund ist und ein günstiges genetisches Profil hat.

Für den ganzen Rest gilt es, täglich mindestens 3g Vitamin C auf
gänzlich unnatürliche Weise zu sich zu nehmen. Man kann das über
einfache Ascorbinsäure (E300) aus der Apotheke tun, oder auch mit
teurem Acerola-Extrakt. Das Vitamin C tut jeweils das gleiche, der
Extrakt bietet weitere Zusatzstoffe, die zusätzlich gesundheitsfördernd
wirken können. Die Einnahme sollte so gut als möglich über den Tag
verteilt werden, weil Hochdosen im Blut nur eine Halbwertszeit von
30 Minuten haben. Ideal wäre also z.B. 6 x 500mg, alle vier Stunden.
So genau wird's wohl nicht gehen, aber die Tendenz sollte klar sein.

Das Vitamin D-Problem

Warum das ein Problem ist habe ich selbst noch nicht so richtig begriffen.
Abgesehen von wenigen Menschen die einen angeborenen Gendefekt haben,
der die Synthese beinträchtigt kann jeder Mensch in kurzer Zeit in der
Sonne enorme Mengen an Vitamin D produzieren. Diese synthetisierten
Mengen sind absolut nicht DGE-konform und können bei einem halbstündigen
Sonnenbad Werte zwischen 3000 und 20000 IE erreichen.

Und trotzdem scheint ein erheblicher Teil der Bevölkerung selbst im Sommer
den gewünschten Mindestpegel von 50ng/ml im Blut nicht zu erreichen. Erst
ab diesem Pegel beginnt frühestens die Speicherung im Gewebe für die
sonnenarmen Zeiten. Im Winter wird es dann dementsprechend schnell dramatisch.

Gerade in den letzten Jahren gab es zudem jede Menge Forschung, die dem
Vitamin D immer wichtigere Bedeutung zuweist. Die gesundheitlichen Probleme,
die ein Vitamin D-Mangel bewirken kann sind sehr erheblich und sollten nicht
vernachlässigt werden.

Also raus in die Sonne und wenn das nicht geht mit mindestens 2000IE
täglich ergänzen. Natürlich gilt die alte Regel, dass man sich keinen
Sonnenbrand holen darf, aber dafür kann man auch ohne Sonnenschutzcreme
sorgen. Im Winter auf jeden Fall mit mindestens dieser Menge ergänzen.

Wer es genau wissen will kommt um einen Bluttest auf 25(OH)D nicht
herum. Das Zielfenster liegt bei 50-70ng/ml und noch höhere Pegel sind
sicher kein Anlass zur Sorge!

Empfehlenswerte Links:
The Vitamin C Foundation
Vitamin D Council | Understanding Vitamin D Cholecalciferol[
 

Horaz

in memoriam
Beitritt
05.10.06
Beiträge
4.016
Hallo Heinz,

deine Zusammenstellung gefällt mir gut. Nahezu Allem konnte ich auch zustimmen, aber ich stolpere wieder über den angeblichen Konstruktionsfehler des Menschen. Der Mensch ernährte sich unendlich lange Zeiten von Obst, Wurzeln, Pflanzen und hin und wieder vom tierischen Fleisch. Deshalb nahm er auf diese Art und Weise genügend Vitamin C auf. Und weil er sich an der frischen Luft bewegte bekam er auch genug
Vitamin D.
Die Katze war immer ein Raubtier und hielt nicht so viel von Äpfeln und Eicheln. Deshalb war es konstruktionstechnisch sinnvoll, dass sie Vitamin C im Körper selbst herstellen konnte.
Dass der Mensch später seine Lebensweise änderte und in Zweizimmerwohnungen in Städten hauste und im Supermarkt Fertigprodukte kaufte, kann man nicht der Konstruktion ankreiden.
Ich habe noch nie NEM`s genommen, weil ich ausreichend Vitamin C durch Obst und Gemüse zu mir nehme. Ein „radikaler Rohköstler“ bin ich keineswegs. Es stört mich einfach, wenn mir jemand einreden will, dass ich nur durch die Zufuhr von künstlich hergestellten Stoffen gesund sein könnte. Vom Theater mit der Gefährlichkeit der Sonne mal ganz zu schweigen.

Viele Grüße, Horaz
 
Beitritt
06.04.09
Beiträge
2.228
5. Nahrungsergänzung - Teil 1

5.
Wer es genau wissen will kommt um einen Bluttest auf 25(OH)D nicht
herum. Das Zielfenster liegt bei 50-70ng/ml und noch höhere Pegel sind
sicher kein Anlass zur Sorge!


Hallo,

mache seit zwei, drei Monaten Therapie bei Dr. Kuklinski und habe wie so viele D-Tabletten verordnet bekommen. Als ich meinen Laborwert von 29ng/ml (na ja, immerhin am Ende des Winters gemessen) rauskramte, meinte er, der müsse auf 100 hochgebracht werden.
Ich war schon immer viel in der Sonne. Habe wohl gefühlt, daß ich das brauche. werde schnell braun und trotz Verzicht auf Sonnencreme ist mit ein bißchen Grips ein Sonnenbrand gut zu vermeiden.
Die interessante Entdeckung, die ich jetzt machte, daß ich jetzt nach der Substitution im Frühjahr dann bei den ersten Sonnenbädern noch umempfindlicher für auch nur die leisestens Anzeichen von Sonnenbrand war.

Könnte mir gut vorstellen, daß diejenigen, die überhaupt keine Sonne vertragen, einen ganz eklatanten Vitamin D-Mangel haben.

Hier noch zwei deutsprachige Links:

Cholecalciferol ? Wikipedia

VitaminDelta.de_________SonnenVitamin.de

Gruß, Brigitka
 
Beitritt
05.08.08
Beiträge
1.272
Der angebliche "Konstruktionsfehler" widerspricht der Evolutionstheorie: ungeeignete genetische Konstellationen verbreiten sich nicht weltweit; sie gehen unter.

Neuere Studien zeigen zudem, dass die Zufuhr von hohen Vitamindosen (auch Vitamin C) mehr Schaden anrichtet als es nützt. Die Vitamin-Präparate sind vor allem eine "nette" Geschäftemacherei. Die wenigsten Menschen benötigen sowas.
 
regulat-pro-immune
Beitritt
04.01.07
Beiträge
810
Gemäss Linus Pauling hat der gemeinsame Vorfahre all der Wesen, die heute kein Vitamin C bilden können, vor ca. 25 Mill. Jahren durch eine Mutation die Fähigkeit zur Vit-C-Bildung verloren. Dieser "Verlust" war evolutionsmässig jedoch ein Gewinn, weil damit mehr Ressourcen für andere Aufgaben zur Verfügung standen, und weil die Nahrung genügend Vit. C bereitstellte.

Es gibt auch heute kein Hindernis, reichlich Vit. C zu verzehren, aber die Realität, insbesondere das, was unsere Kinder verzehren, sieht erschreckend aus.

Viele Grüsse
Baffomelia
 

HRoesch01

in memoriam
Themenstarter
Beitritt
06.04.09
Beiträge
1.410
Hallo Horaz!

Der Mensch ernährte sich unendlich lange Zeiten von Obst, Wurzeln, Pflanzen und hin und wieder vom tierischen Fleisch. Deshalb nahm er auf diese Art und Weise genügend Vitamin C auf. Und weil er sich an der frischen Luft bewegte bekam er auch genug Vitamin D.

Da sind wir völlig einig, vor allem auch was das Vitamin D angeht. Und
Du siehst ja auch an meiner Rangordnung Ernährung auf Platz 2 und
NE auf Platz 5 wo ich da die Schwerpunkte sehe. Aber ich bin auch Realist
und weiss, dass ich auch noch fünf weitere Handbücher schreiben könnte,
und trotzdem 9 von 10 Menschen keine konsequent gesunde Ernährung
wie Du praktizieren würden (Baffo hat mir den Weg zu deinem EP
gewiesen! Top! :D).

Aber auch mit der gesunden Ernährung schaffst Du die gewünschten Blutpegel
an Vitamin C nur so mit knapper Not. Und wenn Du nun krank wirst oder
verletzt bist, dann könntest auch Du massiv von Vitamin C profitieren, und
zwar völlig ohne Risiko und zu minimalen Kosten. Warum sich also dieser
Möglichkeit enthalten?

Die Katze war immer ein Raubtier und hielt nicht so viel von Äpfeln und Eicheln. Deshalb war es konstruktionstechnisch sinnvoll, dass sie Vitamin C im Körper selbst herstellen konnte.

Da hast Du natürlich Recht. Aber wir müssen nicht über die Katze sprechen.
Reden wir vom Eichhörnchen, dem Reh, dem Schaf, der Kuh, dem Pferd...
Alles reine Vegetarier, die das Vitamin C sicher nicht so nötig haben, wie ein
Fleischfresser, aber trotzdem fleißig selbst produzieren.

Dass der Mensch später seine Lebensweise änderte und in Zweizimmerwohnungen in Städten hauste und im Supermarkt Fertigprodukte kaufte, kann man nicht der Konstruktion ankreiden.

Wiederum völlig einverstanden. Aber die Konsequenzen der modernen
Lebensweise wirken sich halt durch den Konstruktionsfehler so dramatisch
aus. Und so oft ich den Leuten die gesunde Ernährung predige, so oft
scheitere ich auch. Mit dem Vitamin C ist meine Erfolgsrate nicht viel besser,
aber doch immerhin etwas! :D

Ich habe noch nie NEM`s genommen, weil ich ausreichend Vitamin C durch Obst und Gemüse zu mir nehme. Ein „radikaler Rohköstler“ bin ich keineswegs. Es stört mich einfach, wenn mir jemand einreden will, dass ich nur durch die Zufuhr von künstlich hergestellten Stoffen gesund sein könnte.

Bitte lieber Horaz, einreden ist nicht das rechte Wort! Empfehlen habe ich
glaube ich geschrieben. Und einer Empfehlung kann man folgen oder eben
auch nicht. Und ich sehe das Ganze durchaus sportlich und nach einem alten
Grundsatz meiner Branche: Niemals etwas reparieren, das nicht wirklich kaputt
ist! Wenn Du also in einer konkreten Lebenssituation an den ollen Heinze
denkst und seine Empfehlung in Erwägung ziehst, dann bin ich schon vollkommen
glücklich! :D

Viele Grüße

Heinz
 
Zuletzt bearbeitet:

HRoesch01

in memoriam
Themenstarter
Beitritt
06.04.09
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1.410
5. Nahrungsergänzung - Teil 1

Hallo Brigitka!

Vielen Dank für deine Infos und die Links!

mache seit zwei, drei Monaten Therapie bei Dr. Kuklinski und habe wie so viele D-Tabletten verordnet bekommen. Als ich meinen Laborwert von 29ng/ml (na ja, immerhin am Ende des Winters gemessen) rauskramte, meinte er, der müsse auf 100 hochgebracht werden.
Da bin ich wieder mal ganz seiner Meinung, nur hätte ich mich
nicht getraut, das so offiziell ins Handbuch zu schreiben! :D

Könnte mir gut vorstellen, daß diejenigen, die überhaupt keine Sonne vertragen, einen ganz eklatanten Vitamin D-Mangel haben.

Das halte ich ebenfalls für sehr gut möglich! Magst Du uns noch sagen,
mit welcher Dosis Du jetzt ganz konkret supplementierst?

Viele Grüße

Heinz
 
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HRoesch01

in memoriam
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Hallo Bunnydog!

Der angebliche "Konstruktionsfehler" widerspricht der Evolutionstheorie: ungeeignete genetische Konstellationen verbreiten sich nicht weltweit; sie gehen unter.

Ja, wenn wir nur so genau wüssten, wie die Evolution wirklich
funktioniert, und was die konkreten Ergebnisse der Selektion
sind. Baffomelia hat dir ja dazu eine sehr interessante Überlegung
aufgeschrieben.

Das Wort "angeblich" missfällt mir allerdings massiv, denn der Gendefekt
ist kein Glaubensgrundsatz sonder allgemein anerkannter Stand der
Forschung. Beschäftige dich zum Beispiel nur mal mit den Laborversuchen
an Ratten und Mäusen, wo mit riesigem Aufwand erst mal die VC-Produktions-
fähigkeit der Tiere zerstört werden muss, damit die Ergebnisse auf den
Menschen übertragbar werden.

Neuere Studien zeigen zudem, dass die Zufuhr von hohen Vitamindosen (auch Vitamin C) mehr Schaden anrichtet als es nützt.

Zum einen sind diese Studien nicht so neu und zum anderen ist
neu <> besser, das kann ich dir als Computerspezi ganz sicher sagen! :D
Aber darum geht es nicht. Das Verhältnis positiver zu negativer Studien
ist immer noch weit größer als 10 : 1 und eine weitere negative Studie
ändert nicht plötzlich die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus mehr als
75 Jahren Vitamin C-Forschung. Im übrigen sind einige der negativen
Studien wissenschaftlich so schwach, dass es fast schon eine Zumutung
ist, sich damit zu beschäftigen.

Aber nochmal ganz deutlich: Der Hinweis auf Studien die man nicht konkret
benennt und deren Inhalt man nicht wenigstens zusammenfassend beschreibt
macht mich immer sehr nervös um es vorsichtig zu umschreiben.

Die Vitamin-Präparate sind vor allem eine "nette" Geschäftemacherei.

Gerade habe ich wieder einen guten Jahresbedarf für meine Familie
gekauft. 5kg für 50€. Aber wo Du es jetzt sagst: Jetzt wird mir klar
wie der Apotheker zu seinem neuen Ferrari kommt! :D

Viele Grüße

Heinz
 
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Hallo Heinz

Das Wort "angeblich" missfällt mir allerdings massiv, denn der Gendefekt ist kein Glaubensgrundsatz sonder allgemein anerkannter Stand der Forschung.

Dass der menschliche Stoffwechsel nicht fähig ist, Vitamin C herzustellen können wir gerne als Tatsache ansehen.

Was mir missfällt ist der Begriff "Gendefekt", welcher auf Krankheit und Schwäche hindeutet. Eine natürliche Mutation ist grundsätzlich erstmal eine Veränderung, und kein Defekt. Sollte sich die Veränderung als nachteilig erweisen, dann geht sie unter, ist sie vorteilhaft, findet sie Verbreitung. Vor 100'000, vor 10'000 und vor 2000 Jahren konnte sich niemand für 50€ beim Apotheker mit Vitamin C eindecken. Die Notwendigkeit dies zu tun ist also nicht gegeben. Schon gar nicht heutzutage, wo hierzulande niemand mehr an Mangelernährung leiden muss.

Gruss - BunnyDog
 
regulat-pro-immune

Binnie

Schon gar nicht heutzutage, wo hierzulande niemand mehr an Mangelernährung leiden muss.
Quantitativ gibt es hierzulande heutzutage in der Tat meist mehr als nötig zu Essen. Aber qualitativ ist die Ernährung heutzutage weitaus schlechter, als noch vor etwas 50 Jahren. Insofern leiden doch sehr viele wieder unter Mangelernährung...

Heinz: eine Frage zur Vitamin C-Einnahme hätte ich jetzt doch mal: Dr. Mutter schreibt, dass Vitamin C auch prooxidativ wirken kann, falls der Glutathionspiegel der Zellen zu niedrig ist. D.h. so ganz unbedenklich kann man wohl doch nicht jedem, der sonst nichts weiter an NEM substituiert, und der sich auch nicht besonders thiolhaltig (Gemüse, Kräuter, usw.) ernährt, das Vitamin C in Hochdosen empfehlen, oder ?
 

Horaz

in memoriam
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Hallo Heinz,

das ist aus meiner Sicht völlig in Ordnung, was du schreibst.
Nein, das ist zu schwach, es ist gut! :)
Weswegen ich auf NEM`s leicht gereizt reagiere, hängt mit einer von dir ja ausgesprochenen Klage zusammen. Würden sich die Menschen bewußt so ernähren, wie es ihrer Gesundheit zuträglich wäre, gäbe es viele Probleme nicht.
Die durch das, was wir "Gesundheitssystem" nennen, gesundheitlich entmündigten Menschen wurden darauf konditioniert, dass sie Pillen einwerfen. Im allgemeinen nicht zu ihrem Wohle, sondern zum Wohle anderer. NEM`s sind letzlich auch wieder Pillen. Deshalb plädiere ich für rohe Kohlrabis, Brombeeren am Waldesrand und ausreichend Sonne, statt Retortenprodukten.

Viele Grüße, Horaz
 
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