20 Jahre krank, kein Befund

05.03.08 18:01 #1
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20 Jahre krank, kein Befund

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Hallo fak,

du hast im Beitrag 121 Klinghardt zitiert.
Aus welchem Vortrag/Text stammt es denn.
Interesiere mich dafür, da ich auch einen pos. Borre-LTT (neben einer chron. Schwermetallbelastung durch Amalgam) habe und mich auch so fühle.
Habe letztes Jahr eine AB mit Minocyclin/Quensyl gemacht, siehe:
http://www.symptome.ch/vbboard/borre...tml#post206070

Es kann doch echt nicht wahr sein, dass man die Drecksviecher nicht in den Griff bekommen soll.
Aber die Kombination Schwermetallvergiftung/Borreliose sei wohl so ziemlich das am schwierigsten zu therapierende "Krankheitsbild" überhaupt.

Naja, wenn schon dann richtig!

Gruß
Rübe
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Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

20 Jahre krank, kein Befund
Soren
Der Wert des LTT ist sehr umstritten, Dr. Hassler (Borreliose-Spezialist aus dem Kraichgau) hält nicht viel von ihm.

Der Lymphozytentransformationstest


In den letzten Jahren machte ein Verfahren Furore, welches angeblich in der Lage ist, auch bei Patienten, bei denen der übliche Labortest negativ ist, eine Borreliose zu beweisen: Der LTT. Diese Aussage ist blanker Unsinn! Der LTT erbringt sehr häufig falsch positive Ergebnisse und täuscht in diesen Fällen eine Borreliose nur vor.

Das Prinzip funktioniert so: Lymphozyten des Patienten werden im Reagenzglas in Kontakt mit Borrelien oder anderen Erregern gebracht, man beobachtet dann, ob diese ihren Stoffwechsel steigern. Dies wird dann als Zeichen gewertet, daß die Lymphozyten den Erreger „wiedererkennen“. Leider unterliegt dieser Test so vielen Störungen und ist überhaupt nicht hinreichend validiert, daß er in der Routine völlig ungeeignet ist. Wir haben Serien von Messungen an einem einzigen Patienten gesehen, in denen der Test mal negativ und mal positiv war und um mehrere tausend Prozent in den gemessenen Werten schwankte.

Man kann nur wiederholen: Seronegative Borreliosen gibt es nicht! Wenn ein Erreger einen Menschen krank macht, so entstehen die Krankheitssymptome hauptsächlich durch die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Erreger. Die Abwehrzellen schicken Botenstoffe wie Interleukine aus, die ja dann für die Symptome, zum Beispiel das „Grippegefühl“ verantwortlich sind. Wenn also das Immunsystem den Erreger erkennt, bildet es auch meßbare Antikörper. Das ist bei allen Infektionskrankheiten so, warum sollte es bei der Borreliose anders sein?

Seronegative Borreliosen (Ausnahme im Frühstadium) sind also schlichte Fehldiagnosen!

Diagnostik
Bei mir war der LTT hochpositiv, nachdem die "normalen" Tests in mehreren Laboren negativ waren.

MfG
Soren

20 Jahre krank, kein Befund

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Also hast Du keine Borreliose?
Welche andere Labore wurden denn sonst noch so gemacht?

Gruß
Rübe
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Soren
Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
Also hast Du keine Borreliose?
Welche andere Labore wurden denn sonst noch so gemacht?

Gruß
Rübe
In 3 Laboren war der Elisa-Test negativ, aber das sagt nicht viel aus (konnte keinen Hausarzt überreden den Westernblot mitzumachen), dann war ich im Kölner Speziallabor beim Westernblot-Test einmal negativ (nur die p41 Bande tauchte auf), nach einem kläglichen Selbstversuch mit Tetrazyklin halbwegs positiv (p41 und die hochspezifische p39 Bande).
Ich hab dann in der Richtung nicht mehr viel gemacht, weil ich selbst vom Borreliose-Verdacht abgekommen bin.

MfG
Soren

Geändert von Soren (05.01.09 um 15:49 Uhr)

20 Jahre krank, kein Befund

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Eigentlich gibt´s doch gar keinen aussagekräftigen Test zur Borreliose, oder?
Mein CD57-Wert ist ja auch relativ im Keller mit 60.
Welchen Test würdest Du mir noch raten, auf alle Fälle noch zu machen?

Gruß
Rübe
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Soren
Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
Eigentlich gibt´s doch gar keinen aussagekräftigen Test zur Borreliose, oder?
Mein CD57-Wert ist ja auch relativ im Keller mit 60.
Welchen Test würdest Du mir noch raten, auf alle Fälle noch zu machen?

Gruß
Rübe
Ich kann dir da keinen Rat geben, Rübe. Ich hab selber viele Beschwerden und weiss net wirklich weiter.

Die Tests sind bei Borre alle nicht so das Wahre, stimmt schon, aber der Westernblot dürfte von allen der Beste sein.

MfG
Soren

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Freut mich das ihr diskutiert.
Ob jetzt ein Test gut, schlecht oder falsch ist, ist nicht das einzige worauf ich mich verlasse. Der LTT-Test wird an verschiedenen Stellen als der Beste benannt, wobei man ihm zur Absicherung mit anderen Kombinieren kann.

Aber das sind ja auch noch die Symptome. Ich verlass mich jetzt auch nicht darauf das ich Borre hab. Aber nach meiner langen Leidensgeschichte muss ich einfach alles versuchen. Ich habe mehrere Berichte und noch das empfehlenswerte Buch von Dr. Petra Hopf-Seidel gelesen. Es würde schon passen, wie dort die Verläufe und Symptome beschrieben werden. Für sie ist das Mittel der Wahl (bei chonischer Borre) Tetracilin. Ich nehme seit 2 wochen Doxycylin. Erste Woche 200mg, seit der 2. Woche 400mg. Nach 3 Tagen wurde mein Stuhl besser. Farbe und konsistens. Mir ging es allgemein aber nicht gut, event. Herxheimer-Reaktion. Trotzdem habe ich das Gefühl das es irgendwie verändert ist, wenn auch nicht besser. Jedenfalls mach ich jetzt mal die 4 Wochen voll. Sollte sich was ändern, berichte ich davon.

Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft e. V. schreibt ja von einer Behandlungsdauer von 3-6 Monaten. Ein Wechsel des AB bei Unwirksamkeit frühstens nach 6 Wochen, spätestens nach 8 Wochen.

Übrigens ist das Buch sehr empfehlenswert, weil es günstig ist und sehr gute Tips beinhaltet, wie zB. Antidepressiva, wegen des niedrigen Serotonins (wie es bei mir auch ist) und auch warum man es nehmen sollte, oder Mittel die die Neurotoxine ausleiten, wie das Colestyramin, damit der Nebel im Kopf verschwindet usw. Natürlich wird auch über natürliche Hilfsmittel (Chlorella usw.) geschrieben. Salz/VitC ist nicht erwähnt.

Gruß

20 Jahre krank, kein Befund

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Die ungleich geweiteten Pupillen hab ich übrigens auch. Mal mehr mal weniger. Kuklinski sagt, dass es durch indirekte Sehnervreizungen im HWS Bereich kommt.
__________________
Gruß Tobi

20 Jahre krank, kein Befund

Angie ist offline
Beiträge: 3.390
Seit: 18.04.08
Hi Fak,

was hast du denn schon so an Therapien gemacht? (sorry, ich weiß deine Geschicht nicht mehr so ganz)

LG

Angie

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Hi Angie.
Welche meinst du allgemein oder bezogen auf Borreliose ?


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