Depersonalisation, Derealisation, innere Unruhe, Panik...

16.02.15 10:55 #1
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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Aber bei dem späteren Blutbild war das Bilirubin doch wieder in Ordnung:
Gesamt-Bilirubin 0.3 (<1.1)

Die Krankenschwester meinte, dass der Wert einfach zu hoch gewesen sein könnte, z.B. weil ich einen Tag davor was falsches gegessen hätte.
Zum einen, kann das obige Bilirubin dann falsch niedrig sein, wenn man vergessen hat, das Blutröhrchen mit einem Lichtschutz zu versehen (was m. E. häufig bzw. fast immer der Fall ist, denn ich habe noch nie erlebt, dass bei einer Blutentnahme dafür Vorkehrungen getroffen werden).
Zum anderen verlaufen Leberkrankheiten im allgemeinen und evtl. Hämolysen schubweise.

Gerade bei der Hämolyse gibt es die sog. "hämolytischen Schübe" und bei diesen ist dann das Bilirubin höher als wenn gerade kein solcher Schub vorliegt. Hämolytischer Schub bedeutet, dass vorübergehend mehr rote Blutkörperchen absterben als sonst. Wenn dies nicht sehr ausgeprägt ist, hat man weniger heftige Beschwerden. Es kann sich aber auch zuspitzen und dann geht es einem so schlecht, dass man Hilfe beim Arzt oder Notarzt benötigt.
Je nach der Stärke eines solchen Schubes sind mehr oder weniger Laborwerte auffällig:
Folgende Werte können dies sein (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Bilirubinerhöhung, LDH-Erhöhung, GOT-Erhöhung, Haptoglobinerniedrigung, Erniedrigung der roten Blutkörperchen, von MCV, von Hämoglobin, Erniedrigung des Alpha-2-Globulins in der Eiweißelektrophorese.
Oft aber ist als einziger auffälliger Wert das Haptoglobin erniedrigt.
Daher rate ich, dies mal bestimmen zu lassen in einer Zeit, wo kein Infekt oder Entzündung vorliegt (sonst ist es falsch hoch).
Auch würde ich das Bilirubin immer wieder mal bestimmen lassen.
Denn es kann immer wieder erhöht sein, wenn man eine latente Hämolyse hat.

Ich habe eine solche aufgrund des M. Wilsons, daher habe ich mich schon wiederholt damit beschäftigt. Bei mir ist meist das Haptoglobin erniedrigt.

Aber ich kann natürlich nicht sagen, woher bei Dir diese Bilirubinerhöhung kam.
Dass sie vom Essen kommt, ist mir nicht bekannt. Aber ich bin auch kein Arzt - und ob eine Krankenschwester dazu viel weiß, wage ich zu bezweifeln. Diese Aussage von ihr, ist m. E. eher spekulativ zu sehen.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Itsrainingmen1 ist offline
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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Ich bin wieder mal am grübeln. Als die Benommenheitsgefühle vor ein paar Tagen ja für jeweils 10-20 Minuten komplett verschwanden, waren die jetzigen Gefühle, die ich unter der Benommenheit habe, gar nicht präsent.
Zum Beispiel habe ich in letzter Zeit jeden Abend Liebeskummer, obwohl es schon 1 Jahr her ist. Und noch ganz andere Dinge gehen mir ja durch den Kopf. Sprich ich habe ganz andere Gefühle, die unter dem Benommenheitsgefühl präsent sind. In den Phasen, wo die Benommenheit weg war, habe ich nicht solche Gefühle verspürt und fühlte mich sehr gut.
Ich habe mir das früher so erklärt: Ok, das Benommenheitsgefühl ist ein Zustand, der durch irgendetwas ausgelöst wird. Also nicht die Normalität, bzw. irgendetwas stimmt nicht.
Aber heute ging mir durch den Kopf: Unter dem Benommenheitsgefühl habe ich ja jeden Abend Liebeskummer etc, ganz andere Gedanken im Kopf. Und die MÜSSEN ja real sein. Die sind nicht einfach da, weil es eine Ursache für die Benommenheit gibt (oder?). Liebeskummer etc. ist ja etwas ganz normalers.
Allerdings müssten das ja dann unterdrückte Gefühle sein. Sprich alles unterdrückte kommt während dem Benommenheitsgefühl zum Vorschein. Oder doch nicht? Oder geht es mir einfach allgemein durch die Ursache schlechter und ich habe durch die Ursache das Benommenheitsgefühl und weil es mir schlechter geht, habe ich auch ganz andere Gedanken und Gefühle?

Das geht mir momentan die ganze Zeit durch den Kopf.
Vielleicht sind unterdrückte Gefühle die Ursache für die DP? Mir gehen immer so viele Theorien durch den Kopf.
Aber in den Phasen, wo die Benommenheit weg ist, geht es mir ja sehr gut und mir kommt es nicht so vor, als ob ich da Gefühle unterdrückt habe oder tue. Mir kommt es allgemein so vor, als ob jegliche Geschehnisse und Gefühle und Gedanken während der Depersonalisation/Benommenheit viel stärker/intensiver wirken und wahrgenommen werden. Und genau das ist ja etwas, was mein Leiden sehr erhöht.
Kann sowas alles durch eine Histaminintoleranz/Vitaminmangel/Schwermetallvergiftung ausgelöst werden oder sind es echt unterdrückte Gefühle, die so zum Vorschein kommen?

Klar, erklärbar wäre es ja auch so: Durch das Benommenheitsgefühl bin ich ja extrem eingeschränkt, habe nicht mehr mein Körpergefühl, keinen normalen Tagesablauf etc, und das führt dann alles zu den negativen Gedanken wie Liebeskummer etc.

Es gibt ja so viele Erklärungen und Theorien. Man oh man. Oder alles hängt zusammen...

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Habe heute richtig lange geschlafen. Und fühle mich jetzt gerade RICHTIG schlecht und benommen. Die Benommenheit ist zwar gerade sehr angenehm, weil sich alles weich und betäubt anfühlt, aber ich bin total verpeilt. Kurz davor, mal schief zu laufen und bin halt voll neben mir am stehen.
Als ob ich gerade besoffen wäre. Genau so. Vergesslich etc, einfach total verpeilt. Das ist bei mir oft so, wenn ich sehr lange schlafe, was ich aber nicht sehr oft tue.

Ich habe hier mal etwas gelesen, was in diese Richtung geht: Dass Alkohol vom Körper produziert wird und/oder aber nicht vom Körper abgebaut werden kann und man deswegen die Benommenheitsgefühle hat. Aber was hat das mit dem langen Schlaf zu tun und vor allem: Welche Krankeheit war das?
Zu welchem Facharzt muss ich?

MFG

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hallo Itsrainingmen1,

Bei mir ist es nicht so stark, dass ich es als Depersonalisation bezeichnen würde. In den Phasen, wo ich diese innere Unruhe habe, kann ich auch nicht abschalten und grüble die ganze Zeit und ärgere mich über Dinge. Zum Beispiel beim Angeln einen teuren Köder abgerissen. Ich merke auch, dass ich mich Kleinigkeiten anscheinend genau so stark belasten, wie grössere Sachen. Also egal, ob ich mir nen Köder für 10 Euro abgerissen habe oder ein Steinschlag meine Frontscheibe zerstört hat und die Versicherung nicht zahlen will.

Wenn ich also dieses Gefühl der "Benommenheit" habe und den Druck auf der Brust und die innere Unruhe gübel ich und ärgere mich über das nächste was mir einfällt oder was gerade passiert ist.

An Tagen, wo ich diesen Druck nicht habe, sehe ich dieselben Vorkommnisse ganz gelassen.

Ich bin mir sicher, dass nicht dieses Ereigniss, über das man sich ärgert, die Benommenheit auslöst, sondern umgekehrt. Wenn aus irgend einem Grund (also der körperlichen Ursache) dieses Benommenheitsgefühl das ist, dann grübelt man auch mehr und ärgert sich schneller und stärker über etwas.

Ich bringe das mit dem Histamin in Zusammenhang. Also die körperliche Ursache erhöht den Histaminspiegel und durch die Wechselwirkungen von diesem Hormon und Neurotransmitter mit den anderen Neurotransmittern, grübelt man mehr und nimmt Gefühle stärker war.

Vielleicht sind unterdrückte Gefühle die Ursache für die DP?
Wobei es schon sein kann, dass psychischer Stress zu einer Histaminfreisetzung führt und die Symptome verstärken kann aber undersrückte Gefühle als Ursache der DP. Da ist meine Antwort nein.

Grüsse
derstreeck

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Also die Symptome vom zweiten Link sind ja mal totaler Schwachsinn. Da kann es ja eine Millionen Gründe für geben.
Aber in den anderen Abschnitten erkenne ich mich schon wieder. Meiner Meinung nach war ich ja schon immer "anders", in dem Sinne, dass ich über Sachen staunen konnte, wo andere Menschen es als normal oder langweilig ansahen. Das merke ich zum Beispiel in der Schule. Ich hab da so mega viel Spaß dran im Gegensatz zu den anderen Schülern. Wo die schon keine Lust mehr haben bin ich schon am staunen und am nachdenken, wie man was löst und wie ich das schneller in meinen Kopf aufnehme. Aber ob ich hochsensibel bin, keine Ahnung. Denn bei den restlichen Sachen bin ich ganz normal. Genau so habe ich normale Hobbies etc.
Und mit dem Benommenheitsgefühl ist es schon so, dass ich reizüberflutet bin. Deswegen habe ich ja auch mal L-Theanin etc. ausprobiert.
Der Fernseher, die Musik, der Laptop, all das kommt mir sehr belastend vor. Alles, was ich momentan wahrnehme. Selbst Wege die ich zurücklege, mit Leuten die ich rede, etc. Früher, als ich das Benommenheitsgefühl hatte, war es aber nicht so. Ob das alles auf Hochsensiblität hindeutet, weiß ich nicht. Ich denke eher es hat etwas mit meinem jetzigen Zustand, meinem Benommenheitsgefühl zu tun.

Lol, die Symptome bei dem dritten Link mit dem Test, da treffen aber auch einige zu :p Aber wie soll mir das jetzt weiterhelfen? Meine Benommenheitsgefühle habe ich ja immer noch. Ich habe mal überlegt, eine Woche lang komplett auf Medien wie Laptop, Fernseher etc zu verzichten, also auf viele Sinnesreize und mal sehen was passiert.

"15.Fernsehsendungen und Spielfilme mit Gewaltszenen meide ich"

trifft heutzutage mit dem Benommenheitsgefühl voll zu. Bei meinen Serien spule ich immer die unangenehmen Scenen vor. Ich kann sie nicht mehr sehen, mein Körper wehrt sich dagegen.

Sensibel oder Hochsensibel? Test der Hochsensibilität.

Bei diesem Test habe ich, wenn ich immer die weniger zutreffende Punktzahl nehme, 83 Punkte. Wenn ich die höhere zutreffende Punktzahl nehme, habe ich 104 Punkte, also in beiden Fällen laut dem Test hochsensibel.

Aber wenn man dann nach Hochsensibilität und Depersonalisation sucht, kommt man sofort auf die Psychoschiene:

- Burnout bei Hochbegabten und Hochsensiblen: Naheliegend? - OpenMind Akademie :: Experten für Hochsensibilität & Hochbegabung


http://www.symptome.ch/vbboard/neuro...erson-hsp.html


Ein Link wird nochmal in dem Thread von Symptome.ch verlinkt:

Trauma bzw Psychotrauma / Dissoziation / dissoziative Amnesie / Flashbacks / PTBS bzw PTSD / ADS bzw ADHS bzw AHDS / Depersonalisation / Derealisation

Die Seite hatte ich früher auch mal entdeckt. Da wird ja auch die DP erwähnt. Aber dann wäre die DP doch wieder psychischen Ursprungs...

Geändert von Itsrainingmen1 (23.06.15 um 14:12 Uhr)

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Das was hier steht:

Hochsensibel: Wenn Reize Stress verursachen

trifft ja auch auf mich zu. Momentan, also zeitgleich und nur mit dem Benommenheitsgefühl, gehe ich ja negativen Reizen aus dem weg. Verzichte auf Konflikte, Anstrengungen, Belastungen, verzichte auf das komplette normale Leben. Versuche, allem aus dem Weg zu gehen, weil ich gar keine Kraft mehr habe und mich erschöpft fühle.

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Ich habe gerade 3x 400mg, also 3 Chlorella Tabletten eingenommen. Daraufhin wurde komischerweise die Benommenheit, bzw. das Wattegefühl in meinem Kopf größer und habe auch leichte Kopfschmerzen bekommen. Habe also danach direkt noch 2 Tabletten nachgeworfen, da ich gelesen habe, dass bei zu wenig Chlorella Schwermetalle mobilisiert werden und es zu den Symptomen kommt.

Kennt sich einer mit der Dosierung aus? Manche schreiben von 3x 5g pro Tag, woanders lese ich 4x 1.2g pro Tag, da durch die 4 einmalige Einnahme irgend ein Kreislauf druchbrochen wird.

MFG

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Itsrainingmen1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 183
Seit: 13.02.15
Nehme jetzt seit gestern 4x 5 Chlorella Tabletten ein. Dazu seit heute die Life Extension Two-Per-Day Präparate. Habe heute bis jetzt 2 Stück genommen.

Mein Urin war eben komplett grün. Es kommt ja wohl von den Präparaten. Jetzt meine Frage, ist das gefährlich, sollte ich niedriger dosieren?

MFG


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