extreme Aggressionen

09.09.09 02:20 #1
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extreme Aggressionen

Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Hallo Ausgestossener,

das lese ich sehr gerne, dass Du Deinen Hausarzt ansprechen möchtest. Trau Dich, habe den Mut und wage den Schritt. Auch wenn Du Dich bis jetzt immer durchmogeln konntest, wie Du so schön geschrieben hast, irgendwann könnte es passieren, dass Du unter dieser Last zusammenbrichst. Ich denke es ist eine sehr große Belastung und deshalb wünsche ich Dir eine große Portion Mut und Kraft und würde mich freuen zu lesen was Du getan hast.

Liebe Grüße Manuela

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Weiblich Blue68
Hallo Ausgestossener,

es fällt mir schwer Dich so zu nennen, ehrlich gesagt.
Gerade das ist ja das Problem...es ist wird versteckt...nach aussen darf nichts durchdringen.
Das muss unheimlich Druck im Inneren aufbauen.
Ich hoffe Dein Hausarzt kann dir weiterhelfen.Gib nicht gleich auf, wenn die
erste Anlaufstelle nicht das Richtige ist, hörst Du?
Manchmal braucht es mehrere Anläufe.
Ich finde es sehr gut, dass Du Dich darum kümmern willst.Es ist wichtig.
Falls du nicht weiterkommst,können wir hier ja schauen...ob es in Deiner Umgebung nicht noch mehr oder andere Anlaufstellen gibt.
Ich wünsch Dir Mut.

Liebe Grüße von Blue

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
hallo ausgestossener,

ich würde dich auch gerne anders nennen.

Ich finde es toll dass du nun aktiv wirst. Man kann sich lange durchmogeln, das stimmt schon. Und auch so dass die anderen nichts oder kaum etwas davon merken. Aber du, du musst es immer spüren und aushalten! Und dir zuliebe solltest du nun mit dem Mogeln aufhören. Aber das tust du ja, und ich drück dir ganz fest die Daumen!

Ich würde mich sehr freuen wenn du dich hier im Forum weiter beteiligen magst.

liebe Grüße von hexe

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teverde ist offline
Beiträge: 18
Seit: 14.09.09
Hallo, von allen Süchten, musstest du dir ausgerechnet die aussuchen, die wissenschaftlich bewiesen ist, dass sie Agressionen fördert und das Gehirn strukturell ändert? Es ist verständlich, dass du was brauchst, aber Alkohol ist das schlechteste Mittel von allen. Die gute Nachricht, ist dass diese Sucht sich gut behandeln lässt. Was war zuerst da, die Gewalt-Fantasien oder das Alkoholproblem?
Auf jeden Fall gehörst du in den Händen eines guten Therapeuten. Sei froh, dass du reflektiert bist und dein Problem analysierst, andere merken gar nicht, dass sie en Problem haben, sie glauben sie seien halt so männlich und stark (das sind eben die schwersten Fälle für die Therapeuten). Alles Gute.

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ausgestossener ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 07.09.09
ob ich ganz mit dem alkohol aufhören will, kann ich nicht entscheiden, bisher habe ich es immer so gehandhabt dass ich längere zeit einfach weniger getrunken habe (ca 50 - 60 mg / tag) was zwar immer noch etwas zuviel ist, aber vertretbar für mich.

es ist einfach so dass mit dem alkohol auch viele wunderschöne erinnerungen verknüpft sind und ich ich innerlich einfach nicht dazu bereit bin, ihn völlig aufzugeben.

auch denke ich: 'du lebst nur einmal' .. und dieser gedanke gibt mir die rechtfertigung, sich nicht immer 100prozent vernünftig zu verhalten, weil dieser weg der auch der falsche ist. ich nehme sonst keine anderen drogen und rauche auch nicht, was aber keine rechtfertigung sein soll.

derzeit trinke ich ohnehin weniger, weil ich zum schlafen stangyl (25 mg, das ist eine sehr kleine menge) nehme, und wenn ich schlafen kann ist alkohol viel weniger thema.

es sind vor allem die aggressionen die mir zusetzen, aber auch die sind in den letzten tagen fast völlig verschwunden - nur als ich dich geschichte mit dem mann gelesen habe, der in münchen von zwei schlägern getötet wurde, bekam ich einen hass und hatte lust zuzuschlagen. aber das ging wohl vielen so, und ich hoffe dass die täter hart bestraft werden.

mit meiner therapie wird es wohl in den nächsten wochen werden, fest steht noch nichts, aber mein arzt hat mir ein paar kontaktadressen gegeben um die ich mich in den nächsten tagen kümmern muss.

ansonsten fühle ich mich zur zeit ganz gut - die schule hat wieder begonnen und somit meine arbeit in einer privaten nachhilfeschule. die kinder tun mir gut und bringen mich zum lachen. sie sind meine besten therapeuten.

gruß noch an alle, der ausgestossene

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Du,

ich freue mich dass du wieder geschrieben hast.

Es ist gut dass sich deine Aggressionen im Moment im Hintergrund halten. So ist dein Kopf und deine Sicht freier und klarer.

mit meiner therapie wird es wohl in den nächsten wochen werden, fest steht noch nichts, aber mein arzt hat mir ein paar kontaktadressen gegeben um die ich mich in den nächsten tagen kümmern muss.
Das klingt gut. "Müssen" musst du nichts. Es liegt alleine an dir ob du eine Therapie machst und dir dafür einen Therapeuten suchst.
Niemand anders kann das für dich entscheiden, und dazu zwingen kann dich auch niemand.
Aber wenn du wirklich an deiner momentanen Situation und Gefühlslage etwas ändern WILLST, dann wirst du dich für eine Therapie entscheiden.

So ist das auch mit dem Alkohol. Erst wenn du davon überzeugt bist dass dir Alkohol mehr schadet als nützt, wirst du den Konsum drastisch senken wollen und können, eventuell ganz aufhören.

auch denke ich: 'du lebst nur einmal' .. und dieser gedanke gibt mir die rechtfertigung, sich nicht immer 100prozent vernünftig zu verhalten, weil dieser weg der auch der falsche ist.
Ja, so denken wir Menschen oft. Aber irgendwie habe ich aber doch das Gefühl dass du mit dieser Einstellung nicht ganz glücklich bist.

Selbst wenn man nur einmal leben sollte - gibt es bestimmte Dinge, die zu beachten wäre von großem Vorteil für uns alle. Es geschieht ständig dass wir heute mit unserem Fehlverhalten von früher konfrontiert werden. Heute also eine Suppe auslöffeln müssen, die wir uns mal selbst eingebrockt haben. Wie lange diese Wirkung auf sich warten lässt, das ist ja unterschiedlich. mal sofort, mal erst kurze Zeit danach, mal sogar erst Jahrzehnte später. Und so wird es auch mit unserem momentanen Verhalten sein.

Dieses "leben im Hier und Jetzt", das ist nur dann befreiend und tut gut, wenn man einige Grundregeln dabei nicht ausser acht lässt.
Denn was wir "Hier und Jetzt" leben, ist ja der Grundstein auf dem unser nächstes "Jetzt" aufbaut. So wie auch unser momentanes "Jetzt" eine Folge vieler (aller) vergangener Momente ist.

Ich freu mich dass es dir im Moment gut geht.
Ich wünsche dir, dass das so bleibt.
Und ich wünsche dir ganz viel Mut und Kraft für die richtigen Entscheidungen.

liebe Grüße von hexe

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Jascha ist offline
Beiträge: 341
Seit: 20.02.09
Hallo Ausgestossener

Womöglich geht es dir besser die letzte Zeit weil du mit uns komunizierst. Vielleicht tut es gut darüber zu sprechen, und auf diese weise einen teil davon rauslassen zu können.

Eigentlich erstaunlich, nicht? Trotz deiner krassen Eingeständnisse welche große Gefahren in sich bergen können, bekommst du durchwegs positive Antworten und Rückmeldungen. Es sind halt intelligente Leute hier, und wenn jemand Wille zeigt etwas an sich zum besseren zu ändern, dann unterstützt man ihn. Jemand der nicht so viel Lebenserfahrung hat wie die Leute hier, oder noch nie mit einer von dir beschriebenen Situation klarkommen musste, würde vielleicht anders reagieren. Ich kenne Leute die auch Päderastisch veranlagt sind, oder besser gesagt so geworden sind. Das muss noch nicht heißen dass sie jemandem etwas antun. Meist beruhen diese Beziehungen im Einverständnis und auf Gegenseitigkeit. Jedoch sind Jungen in der Pubertät leicht zu beeinflussen und durchleben eine Zeit, wo die Sexualität ausgenutzt werden kann. Also ist es auch wenn sie wollen, moralisch höchst verwerflich.

Ich kenne die Wut wie du sie beschreibst. In mir enfacht sie durch Ungerechtigkeit die ich beobachte oder die mir angetan wird.

Jemand der über sich nachdenkt, und sich Hilfe sucht, besitzt die besten Voraussetzungen es zu schaffen. Achte aber darauf, was für einen Therapeuten du dir suchst, er muss für dich passen, also mach ein oder zwei Gespräche oder mehr, und entscheide dich dann. Wenn er dir nicht passt such weiter.

liebe grüße, Jascha


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