Amalgam "nur" im Milchgebiss - Auswirkungen auch Jahre später?

04.01.13 20:37 #1
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Stella Maris ist offline
Beiträge: 79
Seit: 01.11.10
Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe momentan keine Amalgamfüllungen im Gebiss, hatte jedoch die Milchzähne voll davon.
Leider ist mir auch eine Energiesparlampe zerbrochen vor einiger Zeit, ich weiß nicht wann genau - vielleicht vor einem Jahr, auch hier soll sich ja Quecksilber finden (bitte keine Panikmache, mache mir deshalb schon genug Sorgen).

Die Gesundheit geht bei mir stetig bergab, ich frage mich -angeregt durch ein anderes liebes Forumsmitglied- ob neben der Psyche auch Amalgam für meine Beschwerden verantwortlich sein kann.

Kurz zu meiner Geschichte: bin 31 Jahre alt und leide seit der frühen Kindheit unter Schlaflosigkeit und Angstzuständen. Zugegeben, äußerliche Faktoren, die dazu führten, waren reichlich vorhanden.
Mit 9 Jahren begann meine Erschöpfung, die sich von Jahr zu Jahr verschlimmerte; Stressphasen führen bei mir zu noch stärkeren Schlafstörungen, Angstzuständen und Erschöpfungen, von denen ich mich nicht vollständig erholen kann.

Mit der Pubertät begann es auch, dass ich die Sommerhitze nicht mehr vertragen habe. Reagiere darauf mit Dauer-Mattheit und übermäßigem Schwitzen, teilweise laufen mir Tropfen von den Kniekehlen und den Achseln runter.

Mit etwa 15 begann eine 8-jährige Halsentzündungsphase, die mit 23 plötzlich aufgehört hat, ohne erkennbare äußere Veränderungen wie Umzug etc..

Leide seit der Pubertät an Akne sowie an abnormal fettiger Gesichts- und Kopfhaut.

Neben Angststörungen kamen auch vermehr Depressionen hinzu.

Seit 2,5 Jahren weiß ich von meiner Histaminintoleranz. Ich ernähre mich histaminarm, habe aber, im Gegensatz zur Zeit vor einem Jahr, jetzt auch an Tagen ohne Histaminreaktion Symptome, wie Herzstolpern und Brustenge, als sei mein Lungenvolumen vermindert, das jedoch eher, wenn ich sehr übermüdet bin, was nun häufiger vorkommt.

Scheidenpilze habe ich eigentlich ständig, wenn auch in einem erträglichen Maß; behandle sie nicht mehr, da sie nach spätestens einer Woche wieder da sind.

Verspannungen d. Brustwirbelsäule und des Nackens seit Jahren, leider auch schlimmer werdend, daher auch manchmal Kopfschmerzen, selten Migräne.

Mir ist klar, dass auch andere Ursachen für einige dieser Symptome zuständig sein können, ich frage mich jedoch ob sich Quecksilber theoretisch so lange im Körper halten kann und vor allem erst nach Jahren immer stärker werdende Beschwerden auslöst, obwohl gegenwärtig keine Exposition durch Amalgamfüllungen mehr besteht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Auskunft geben könntet!

Liebe Grüße,
Stella Maris


Amalgam "nur" im Milchgebiss - Auswirkungen auch Jahre später

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.131
Seit: 08.11.10
Hallo Stella Maris,

Wenn Du Amalgam im Mund hattest und es vielleicht auch noch ohne Schutz ausgebohrt wurde, kann man von einer gewissen Belastung ausgehen. Trotzdem ist es sicher nur ein Bruchteil der Ursachen deiner Beschwerden.

Hier einige Zusammenhänge und was man tun kann.

Eine Schwermetallbelastung ist eine Ursache für KPU.

Kryptopyrrolurie

Du müsstest dich erst mal selbst informieren und dann weitere Fragen stellen. Es ist leicht zu diagnostizieren. Man muss die Mineralien und Vitamine, welche der Körper aufgrund von KPU verstärkt verbraucht ständig zuführen. Dafür gibt es spezielle Präparate. Ich nehme Kryptosan HF.

Weitere Infos hier und ganz unten ist ein PDF mit weiteren Medikamenten.

http://www.symptome.ch/vbboard/krypt...gsquellen.html

Scheidenpilz ist ein Hinweis auf Candida. Candida bindet Schwermetalle. Es kann ein Zusammenhang zu deinen Amalgamfüllungen geben. Man darf aber auf keinen Fall ein Antipilzmittel oral einnehmen, weil dann die Pilze im Darm abgetötet werden und Schwermetalle freigesetzt.

Was man tun kann, ist seine Ernährung anpassen, damit der Pilz nicht extra gefüttert wird, bzw. langsam zurückgeht.

siehe hier: Candida Anti Pilz Diät - Warum Sie eine Antipilzdiät überdenken sollten...

Ich habe nicht ausgeleitet jedoch viel darüber gelesen. Eine Ausleitung mit DMPS scheint mir zu viele Nebenwirkungen zu haben. Ich würde wenn, diese Methode anwenden. Günter, der sie hier beschrieben hat, berichtet auch von einer Verbesserung seiner Beschwerden.

Diese Ausleitung ist für alle geeignet. Nicht irritieren lassen vom Begriff Borreliose. Der Text beginnt nur mit dem Thema Borreliose, weil eine Ausleitung bei einer Borrelioseinfektion von besonderer Bedeutung ist.

http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...tml#post275526

Dann sind weitere Vitamin- und Mikronährstoffmängel bei deinen Beschwerden von Bedeutung. Wenn Du dich auf KPU untersuchen lässt, gehört B6 und Zink dazu. Du solltest bei der Gelegenheit auch Magnesium (Schwitzen Zeichen eines Mangels), Vitamin D (Sommerhitze nicht vertragen sind Zeichen eines Mangels), B12, Jod, Selen und wenn möglich weitere untersuchen lassen.

Zuletzt möchte ich noch kurz die Themen Schilddrüse, Allergien und Intoleranzen nennen, welche bei deiner Akne eine Rolle spielen können.

Ich hatte auch starke Schlafstörungen und Gelenkschmerzen seit dem ich denken kann. Rausgefunden wurden mit 35 Vitamin D Mangel, welchen ich vielleicht schon immer hatte und eine Milcheiweissunverträglichkeit. Ich hatte auch den Mund voll mit Amalgam aber meine Beschwerden schon vorher, deshalb bin ich auch skeptisch bei den ganzen Beschwerden an dem immer Amalgam schuld sein soll. Vitamin D Einnahme und der Verzicht auf Milch brachten bei mir die deutlichsten Verbesserungen.

Es gibt noch weitere Faktoren, so wurde unter anderem Toxoplasmose (welche ich als Kind hatte) und Herpes per LTT festgestellt.

Eventuell sind solche Infektionen, wozu auch EBV gehört die Ursache deiner Mandelentzündung.

Grüsse
derstreeck

Geändert von derstreeck (04.01.13 um 21:24 Uhr)

Amalgam "nur" im Milchgebiss - Auswirkungen auch Jahre später

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Ja es kann schon sein das du noch belastet bist. Die Halbwertszeit von Quecksilber beträgt bis zu 20 Jahre oder mehr d.h nach 20 Jahren ist erst die Hälfte draussen nach 40 3/4.

Es hat einmal einen unglücklichen Fall gegeben von jemanden der sich bei der Arbeit ein einziges Mal zu viel Quecksilber ausgesetzt hat und sich eine Vergiftung zugezogen hat.

Es wurde sofort eine Entgiftungstherapie eingeleitet und die schlimmsten Beschwerden waren innerhalb von nicht allzu langer Zeit weg. Trotzdem hatte die Person weiterhin Beschwerden und blieb arbeitsunfähig.

20 Jahre später verstarb die Person ohne jemals wieder wirklich funktionsfähig gewesen zu sein. Bei der Autopsie fand man hohe Konzentrationen von Quecksilber im Gehirn.

Also wie gesagt es kann schon sein das man nach so langer Zeit noch belastet ist.

Es kann aber auch sein das es eine andere Giftquelle in deiner Umgebung gab oder gibt zb. Blei und andere Metalle könnten ähnliche Beschwerden verusachen. Viele alte Wasserleitungen sind aus Blei.

Quecksilber erkennt man u.a auch daran das es im Gegensatz zu vielen anderen Metallen auffällig menschenscheu und verhalten im Umgang mit anderen machen kann(muss aber nicht sein jeder reagiert anders)

Ursachen von Erschöpfung und vor allem von Angstzuständen könnten u.a Nebennierenschwäche, Magnesiummangel und auch Hypoglykemie sein was auch als Folge von einer Schwermetallbelastung sein kann.

lg

Geändert von dmps123 (05.01.13 um 10:11 Uhr)


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