Methylenblau, Autismus, Endotoxine - Ernährung endotoxinfreier gestalten, aber wie?

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Halli hallo :),

Im Folgendem Buch

"The Ultimate Guide to Methylene Blue Remarkable Hope for depression, covid, aids & other viruses, alzheimers, autism, cancer, heart disease, cognitive enhancement, pain & the great transition to metabolic medicine / Mark Sloan"

habe ich im Autismus Kapitel den Zusammenhang gelesen von Endotoxinen und dem Darm, sowie das Autismus eine Stoffwechselstörung ist.

(Ich mache derzeit schon eine Mitochondrien Therapie nach Dr.Kuklinski mit seinem empfohlenen Autismus Stack, der beinhaltet Vit. B1, B6, folsäure, Biotin, B12, Q10, Magnesium, Vitamin A, selen)
Dazu nehme ich auch noch Bor, Vitamin C, Glycin und Taurin, L Theanin, Zink, Vitamin D und Omega 3 + Leberzauber.

Nicht alles davon absolut jeden Tag (Das schaffe ich nicht) aber an 3-5 Tagen die Woche nehme ich schonmal ~ 3/4 davon, jeweils in der Optimalen Form und Dosierung.

Auch als "Auffüllung der gängigsten Vitamine und Mineralien" damit ich in ein paar Wochen ordentlich mit MCP (modifiziertem Citrus Pektin anfangen kann)

Nun ich bin vor wenigen Tagen erneut auf Methylenblau aufmerksam geworden wegen der Nootropischen Wirkung und der Verbesserung der Konzentration.

Denn obwohl ich schon den Kuklinski Stack + ein Paar Sachen mehr extra nehme, habe ich häufiger noch immer einen Brainfog.
Und das ist äußerst nervig, wenn man nicht Klar denken kann, wie man sollte.

Gestern habe ich das erste mal L- Theanin ~ 125mg genommen + 1 Kaffee und war nach 30min Fröhlich, Heiter, ausgeglichen und Fokussiert (sehr sehr Seltener Zustand bei mir)

Dann habe ich in dem Buch über eine Studie gelesen, zwar an Ratten durchgeführt, aber bei mir dennoch Wirksam.


"Green tea (Camellia sinensis) extract ameliorates endotoxin induced sickness behavior and liver damage in rats
Die Immunaktivierung, entweder durch Zytokine oder Endotoxin, löst eine Konstellation von unspezifischen Symptomen wie Schwäche, Unwohlsein, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Adiposia, Magersucht, Depression und Angst aus, die zusammenfassend als Krankheitsverhalten bezeichnet werden."
Quelle

Und was ist Grüntee Extrakt? Richtig --> L-Theanin !


Methylenblau soll dabei ja unglaublich wirksam und Hilfreich sein auch als Energie Booster.
Es sollte nicht zusammen mit Q10 verwendet werden, ebenso wenig bzw. auf keinen Fall! mit jeglichen Antidepressiva. Da es selbst als MAO I wirkt.

Wobei das in einer therapeutisch niedrigen Dosierung weniger relevant sein dürfte => 2mg / kg

Beim Methylenblau ist es von entscheidender Wichtigkeit unbedingt zertifizierte USP Qualität zu nehmen, alles andere wäre eher toxisch.


Nun als ich das Buch vom Mark Sloan teilweise gelesen hatte (Mir Wichtige Kapitel zumindest)
Fand ich den Zusammenhang von Endotoxinen bei autistischen Menschen.

Z.b. schreibt er
"Autismus und Endotoxin-Vergiftung sind praktisch identisch!"

"Um die Endotoxinproduktion im Darm zu verringern, muss man zunächst verstehen, wie Endotoxin gebildet wird.
Und so funktioniert es...
Jedes Mal, wenn Sie Nahrung zu sich nehmen, die Ihr Körper nicht verdauen kann, bleibt diese Nahrung & setzt sich im Darm fest und bietet Nahrung für Bakterien.

Nachdem die Bakterien sie verzehrt haben, wird Endotoxin produziert und als Nebenprodukt des bakteriellen Stoffwechsels ausgeschieden. Dieses Endotoxin richtet dann Schaden an
der Darmschleimhaut an und verursacht all die Darmprobleme, die autistische Kinder als Kern der Krankheit erleben.

Das Endotoxin gelangt dann in den Blutkreislauf und in die Gewebe des Gehirns und des Körpers und wirkt sich negativ auf jede Zelle aus, mit der es in Kontakt kommt.
Die ideale Menge an Endotoxin im Körper ist Null; je weniger, desto besser.
Wie können wir also die Produktion von Endotoxin stoppen oder verlangsamen?

1. Reduzieren Sie den Verzehr von Lebensmitteln, die
Endotoxinproduktion fördern.

2. Einnahme von antibiotischen Lebensmitteln, Medikamenten oder anderen Substanzen, um die Bakterien abzutöten, damit sie Ballaststoffe und Stärke nicht in Endotoxin umwandeln können."

Und weiterhin:
"Lebensmittel, die eine gute Nahrung für Bakterien sind, sind alle, die der menschliche Darm nicht verdauen kann.

Ballaststoffe/Zellulose und Stärke sind die Hauptverursacher und finden sich in rohen Pflanzen, Bohnen, Getreide, Kartoffeln und anderen Stärke arten.

Nach jahrelangem Experimentieren bin ich definitiv der Meinung, dass diese Lebensmittel ein Teil einer gesunden Ernährung sein können.

Aber bei einem Kind mit Autismus ist es wahrscheinlich ratsam, sie während der Genesung ganz aus dem Speiseplan zu streichen.

Das Kochen von Gemüse vor dem Verzehr ist eine gute Möglichkeit, die unverdauliche Zellulose im Gemüse aufzuspalten,
was die Produktion von Endotoxinen reduziert und das Gemüse verdaulicher und nahrhafter macht"

____________________
Leider wird das Methylenblau, bevor es im Dickdarm die Endotoxine abtöten könnte, resorbiert.
Er empfiehlt also Aktivkohle, aber genauere Infos zu Dosierungen und wie häufig.
Ebenso empfiehlt er bis auf Rohe Karotten, quasi keine Lebensmittel die Hilfreich sind, außer auf Verzicht von Kartoffeln und stärkehaltigen Gemüsen und Ballaststoffen...

Aber da frage ich mich
1) Was könnte ich dann überhaupt noch sorglos Essen?!
2) Wie sähe eine "Gesunde" Endotoxin arme Ernährung dann konkret aus?

Zitat:
"Methylenblau ist zwar antibakteriell, wird aber längst absorbiert
bevor es die Chance hat, die Endotoxin produzierenden Darmbakterien im Dickdarm abzutöten, aber es kann rasch
neuroprotektive Wirkung auf Lipopolysaccharid-induzierte Verhaltensdefizite ausüben.

Aktivkohle ist ein weiteres kostengünstiges Arzneimittel, das
zur Beseitigung von Darmbakterien bei Kindern mit Autismus verwendet werden kann. Sie ist
hochgradig antibakteriell, und ihre orale Einnahme hat nachweislich
zu einer deutlichen Verringerung der Lipopolysaccharidwerte im Blut geführt.

Dies erklärt, warum Ratten, die ihr ganzes Leben lang mit sterilen Därmen lebten, die durch die Fütterung von Aktivkohle bei jeder Mahlzeit aufrechterhalten wurde, um 43 % länger lebten als Ratten mit bakteriell besiedelten Därmen."

Leider konnte mir Google zu den Themen äußerst wenig Helfen...

Ich konnte weder Endotoxin fördernde Lebensmittel herausfinden, noch konnte ich viele Antibiotische Lebensmittel herausfinden... :/
Kennt sich damit zufällig jemand hier aus? Und kann mir dazu ein paar Tipps geben?


Nochmal was zum Methylenblau,
wer es nicht weiß,
es soll ein wahres Füllhorn an Positiven Wirkungen haben bei:

- Arthritis & Schmerzen
- Gehirnnebel, Kopfschmerzen, trübes Denken
- Depressionen sowie Angst und Negatives Denken über Vergangenheit
- Mitochondrien Förderung und Stärkung, dadurch mehr Energie und Leistung physisch und mental
Und einiges anderes mehr


Also um es einmal in aller Kürze zusammenzufassen:
1. Autisten haben viel zu viele Endotoxine, die wollen verringert werden
2. Ernährung endotoxin freier gestalten. Aber wie genau???
3. L-Theanin und Aktivkohle scheinen Hilfreich bei Endotoxinen zu sein
4. Methylenblau ist richtig angewandt sehr Hilfreich bei Brainfog, mehr Energie uvm.
5. Laut H.C.Fricke sind Chitosan und Aktivkohle hilfreich für Endotoxine


Schöne Grüße
 
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Hallo MM15,

ich glaube, bei Deinen Zitaten oben fehlen die Quellenangaben?

Nach den Beschreibungen hier kann man sich die Rolle von Endotoxinen ganz gut vorstellen:
...
Kurzprofil der Endotoxine:
  • Hauptbildungsort ist der Darm, denn normalerweise werden Endotoxine nicht durch eine intakte Darmwand gelassen
  • sollten Endotoxine die Darmwand passieren, werden über die Pfortader zur Leber transportiert und dort unschädlich gemacht, deshalb wird die Leber massiv mit Endotoxinen belastet, wenn es keine intakte Darmwand gibt und des zu einer massiven Aufwucherung der proteolytischen Bakterien/Mikrobiota kommt. Hier kann ein Teufelskreis aus – Leberbelastung durch Erhöhung der Entzündungsmarker z.B. TNF-alpha, keine ausreichenden Produktion an Gallensalzen, Entzündung im Dünndarm, besonders dem terminalen Illeum, Gallensäureverlust, nicht genügend Gallensalze …
  • bakterielle Translokation: Darunter versteht man die Verlagerung von Bakterien und Bakterienfragmenten und deren Toxinen in andere Körpergebiete (Kompartimente) wo sie einen krankmachenden Einfluss ausübern, bzw. pathogen wirken, insbesondere aus dem Darmbereich/Gastrointestinaltrakt in die Blutbahn, Leber etc.
  • Leberbelastung wird deutlich vor allem, dass die Transaminasen und Cholestaseenzyme sich erhöhen
  • Endotoxine und gesättigte Fette – das Einschleusen von Endotoxinen wird gemäß Studienlage durch gesättigte Fette begünstigt. Endotoxine nutzen den Carrier der gesättigten Fettsäuren, um durch die Darmwand zu gelangen. Diese Chylomikronen sind also Transportproteine, die gesättigte Fettsäuren durch die Darmwand schleusen.
  • Endotoxine und Lebensmittel: Es gibt Lebensmittel die mit Endotoxinen belastet sind, welche die Botenstoffe TNF-α und IL-6 aktivieren, die wichtigsten dieser sehr belasteten Lebensmittel waren – Schwein, Huhn, Schokolade, Eiscreme – also Fleisch und Milchprodukte. Aber warum diese?
    Bakterien werden zwar bei der Zubereitung von Fleisch und Milch (Pasteurisieren) durch Erhitzen abgetötet, aber Bakteriengifte, werden weder durch Erhitzen, noch durch Magensäure oder Enzyme im Dünndarm unschädlich gemacht
  • Frisches Obst und Gemüse sind kaum endotoxinbelastet

Ich finde den von mir markierten Punkt besonders interessant, weil er für mich den Zusammenhang zwischen Ernährung und Nahrungsmittelunverträglichkeit herstellen könnte. - Dann wäre eben nicht unbedingt eine Unverträglichkeit durch Enzymmangel das Thema sondern eher Endotoxine im Darm.

Grüsse,
Oregano
 
Nachdem die Bakterien sie verzehrt haben, wird Endotoxin produziert und als Nebenprodukt des bakteriellen Stoffwechsels ausgeschieden.
Das ist in dieser Allgemeinheit doch gar nicht richtig. Endotoxine werden nur von bestimmten (deswegen schädlichen) Bakterien produziert. Die normale (gesunde) Darmflora sollte wenig bis keine Endotoxine produzieren.

Zu den Endotoxin (LPS)-Produzenten im Darm gehören: Escherichia Spezies (spp.), Klebsiella spp., Pseudomonas spp, Sutterella spp. In Mikrobiomanalysen erscheinen sie auch unter der Bezeichnung "LPS-tragende Bakterien".

Endotoxine werden auch nicht von den Bakterien ausgeschieden, sondern entstehen durch ihren Zerfall (es sind Bruchstücke ihrer Zellwand). Es scheint also, daß hier (in diesem Buch von Sloan) ein Begriff zweckentfremdet worden ist, um etwas ganz anderes zu bezeichnen als üblich. Nur was?
 
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Nochmal was zum Methylenblau,...
Auch hier:

Hast Du mal das Forum zu Stichworten wie "Endotoxine, Ernährung" o.ä. durchsucht? Zu den genannten gibt es 2 Seiten Ergebnisse, vielleicht findest Du dort Hinweise. (Sie stammen u.a. aus dem Thread Resistente Stärke - Präbiotika und Probiotika - Peptide, in dem sehr viel Wissen und Erfahrungen gesammelt sind).
 
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ich glaube, bei Deinen Zitaten oben fehlen die Quellenangaben?

Hallo Oregano, meine Zitate, wenn nicht anders vermerkt kommen aus dem englisch sprachigen Buch, ich habe es in den Zitaten bereits übersetzt

Auch hier:

Hast Du mal das Forum zu Stichworten wie "Endotoxine, Ernährung" o.ä. durchsucht? Zu den genannten gibt es 2 Seiten Ergebnisse, vielleicht findest Du dort Hinweise. (Sie stammen u.a. aus dem Thread Resistente Stärke - Präbiotika und Probiotika - Peptide in dem sehr viel Wissen und Erfahrungen gesammelt sind).
Danke! gucke ich mir an,

Hoffentlich verstehe ich dann die Zusammenhänge..

Der Mark Sloan geht ja davon aus, das eine Ballaststoffreiche Ernährung für Normale Menschen gut sei, nur für Autisten nicht, da zuviele Endotoxine vorhanden sein sollen.

Daher bin ich bei der geeigneten Ernährungs wahl leider noch nicht weiter
 
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