Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

05.04.12 18:04 #1
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AW: Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

ingo251264 ist offline
Beiträge: 9
Seit: 20.04.15
Hallo hier im Forum,

ich habe jetzt 6 Monate ohne Benzos hinter mir. Dabei kann ich sagen das es immer noch ein ständiges bergauf und bergab gibt und das auch innerhalb von Minuten. Was mir hilft zur überwindung der Krisen ist Reden, Sport und Sauna. Man braucht sehr viel Geduld und nochmals Geduld sowie Zeeeeeit...!
Wie überwindet Ihr Krisen? Wem vertraut Ihr Euch an? Geht Ihr wieder arbeiten?

Gruß Ingo

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Valerie, Granny Jane, Lisl, Ulli,
wie geht es euch? Lange nichts mehr von euch gehört.

Ingo, vielen Dank, dass du die Anderen an deiner Entwicklung und deinen Strategien teilhaben lässt.
Ich hoffe, es geht weiter aufwärts!!!

Herzliche Grüße an Euch
BEN / Erik
__________________
Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Gisi32 ist offline
Gesperrt
Beiträge: 46
Seit: 04.09.13
Ich empfehle noch den Kreislauf einmal täglich stark anzuregen, viel Wasser zu trinken und mehr Obst und Gemüse als sonst zu essen. Das bewirkt unter Umständen dass die Sucht doppelt so schnell weg ist, wie ohne all das. euer Stoffwechsel muss angeregt werden. Dazu empfehle ich rituale zu schaffen, (Abends einen Tee zum einschlafen, morgens erstmal nen halben Liter Wasser und Dehnübungen usw. Das Hirn braucht diese Rituale an denen es festhalten kann, wenn es so lange "dicht" durch Drogen/Ad´s war.

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Valeria77 ist offline
Beiträge: 16
Seit: 29.05.15
Hallo an alle,

ich weiß, ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, das tut mir leid, aber ich war so gefangen in meiner Situation und auch T. geht es nicht so gut, wie ich es mir wünschen würde...Er trinkt ab und zu und das Problem ist, dass er das nicht dürfte, nach dem dritten Bier "verwandelt" er sich in ein nicht wiederzuerkennendes "A...." und weiß nicht mehr, was er tut, kann sich auch am nächsten tag nicht erinnern. Das belastet mich, ich muss es vor den Kindern verstecken, hab Sorgen, wenn er rausgeht, etc. Trotzdem bin ich weiter am Herunterdosieren, aber ganz langsam, denn bei ihm war es definitiv zu schnell: Er war entügig bei 60mg, wurde sofort auf 30mg runtergeholt und nach fünf Wochen komplett auf Null gesetzt...Dann hat ihm seine Hausärztin Gabapentin aufgeschrieben und damit fing ein Drama an: Er wurde feindselig, agressiv, verletzte sich selbst, hatte Selbstmordgedanken, Empfindungsstörungen etc.
Zeit für mich...gibts nicht

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Lisel ist offline
Beiträge: 19
Seit: 22.12.14
Valerie das tut mir leid zu lesen.

Ich bin jetzt im 9. Monat ohne Benzos und es geht hoch und runter. Ich hab schlimme Angst. Kann alleine gar nicht raus gehen, bin traurig, depressiv, lebensmüde.

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Valeria77 ist offline
Beiträge: 16
Seit: 29.05.15
Liebe Lisel,
das tut mir total leid zu lesen. Wie lange hast Du denn die Benzos genommen? Soweit ich mittlerweile weiß, dauert es umso länger, je länger man sie nahm, egal wie hochdosiert...
Depressiv bin ich auch, daher nehm ich jetzt Duloxetin, kann es aber nur abends nehmen, es wirkt eher wie eine Schlaftablette -tagsüber kam ich damit nicht klar- allerdings merke ich, wie es meine Stimmung hebt bzw. mich auf einen normalen Level bringt. Manchmal denke ich mir, das einzige, was mich hält sind meine Kinder und die bewirken auch, das ich rausgehe, ob jetzt zum Einkaufen (mein Lebensgefährte hat grad mein Auto etwas geschrottet) oder mit der Kleinen an die frische Luft. Aber wo bleibe ich????
Bist Du eigentlich schon daheim oder noch in der Klinik?
Wie stark ist denn Dein Gefühl nicht mehr zu wollen? Ich merke oft an Kleinigkeiten, das da doch etwas ist, was mir Freude bereitet, heute die Sonne und das bunte Laub, obwohl ich seit dem Tramalentzug unter massiven Migräneattacken leide: Vorbeugend Betablocker und Magnesium helfen nichts... Teilweise habe ich drei tage am Stück solche Schmerzen, ich könnte ausflippen. Und Ibuprofen hilft auch nicht mehr so und ich kanns ja nicht Händeweise schlucken...Jeden Abend Entspannungscds, Faszienrolle etc. nix hilft...
Würde Dir gerne helfen und es macht mir auch Angst zu hören, wie lange die Nachwehen sind...Wenn hast Du denn in Deinem Umfeld zum Reden oder was machen????
Sei umarmt....Valeria

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Lisel ist offline
Beiträge: 19
Seit: 22.12.14
Liebe Valerie,

ich habe ca 7 Jahre lang täglich Tavor genommen. Und ich bin mir nicht mal sicher, ob das jetzt wirklich Nachwehen vom Tavor sind, da ich die Probleme ja schon davor hatte. Die depressiven Gefühle und die Ängste, die ich jetzt hab, hatte ich alle auch schon davor. Es fällt mir schwer einzuschätzen, ob es jetzt viel schlimmer als vor Tavor ist. Die Depressionen vielleicht. Ja, die sind noch schlimmer als vorher. Sei also bitte über mein Schreiben nicht arg zu erschrocken. Das muss bei Dir nicht so werden. Du dosierst ja auch langsam ab. Ich wurde nach 7 Jahren innerhalb von drei Wochen auf Null gesetzt.

Gestern hatte ich wieder einen ziemlich schlimmen Tag. Da war das mit "Nicht-mehr-wollen" arg ausgeprägt. Heute geht es wieder. War vorhin mit meinem Vater im Garten und hab Äste geschreddert und Vögel beobachtet. Das hat etwas abgelenkt, die Angst war jedoch in leichterer Form mit dabei.

Duloxetin soll auch gegen Angststörung helfen. Dieses AD hab ich noch nicht probiert. Wie lang nimmst Du es schon? Ich hab in der Reha noch Mirtazapin bekommen. Das nehme ich auch abends und es beruhigt mich schon auch. Aber an ganz schlimmen Tagen wie gestern, kann auch Mirtazapin nur die Spitzen nehmen. Immerhin hab ich es geschafft, bisher nicht wieder zu Benzos zu greifen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mehrfach darüber nachdenke, es nicht nochmal mit einem Benzo zu probieren. Die Lebensqualität war mit einfach besser. Es ist Anfang nächsten Jahres noch mal eine stationäre Psychotherapie geplant. Bis dahin müsste ich auf jeden Fall benzofrei bleiben, da die nur Leute aufnehmen, die keine Suchtmittel nehmen. Wenn es mir danach immer noch so bescheiden geht, werde ich mit mir nochmal neu verhandeln, wieder Benzos ja oder nein.

Seit vier Wochen bin ich nicht mehr in der Klinik. Bin zu Haus bzw. bei meinen Eltern. In meine Wohnung kann ich nur stundenweise gehen. Aber ich mag sie noch nicht aufgeben. Es ist eigentlich eine schöne Wohnung. Vielleicht kann ich ja dann nach der Psychotherapie wieder dort sein.

Ich bewundere Dich, wie Du es schaffst, Dich um Deine Kinder zu kümmern (du hast drei, richtig?), den entzügigen Partner und selbst dosierst Du auch noch ab. Das ist echt eine Leistung! Geht es bei Dir mit rausgehen? Oder bekommst Du da auch Panikattacken (z. B. beim Einkaufen)?

Ich hab letztes Jahr in der Klinik eine Frau kennengelernt, die hatte nach einem Katadolon-Entzug auch höllische Kopfschmerzen und das jeden Tag. Mir fällt leider nicht mehr ein, was sie ihr dagegen gegeben haben. Ibuprofen hilft da echt nur begrenzt, zumal Du ja andere Kaliber an Schmerzmedikamenten gewöhnt bist. Bist Du wegen des Kopfwehs schon mal irgendwo vorstellig geworden?

Auf welcher Dosis bist Du denn jetzt?

Fühl auch Du Dich gedrückt!

Viele liebe Grüße
Lisel

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Valeria77 ist offline
Beiträge: 16
Seit: 29.05.15
Hallo,
wow, das ist heftig, nach sieben Jahren in drei Wochen auf Null zu gehen. Ich hab ja mal in einer Therapieeinrichtung gearbeitet und da gab es richtige "Opfer" vom zu schnellen Benzoentzug, sie hatten Psychosen und Schizophrenie bekommen und sind jetzt alle in einer betreuten WG und müssen zig Medis nehmen, vor allem Leponex....Daher war es mir so wichtig, langsam runterzudosieren. Bin jetzt aber immer noch bei 20mg...Naja, ich war auch schon bei 100mg, von daher...
Ich war schon mit 20 Jahren wegen meiner Spannungskopfschmerzen und Migräne beim Neurologen, habe diese, seitdem ich ca. 10 bin....Damals wurde mir Amitriptylin verschrieben, ich habs aber nicht lange genommen, weil ich nicht zunehmen wollte. Betablocker oder Magnesium helfen nix und so irre es sich anhört, auch das Tramal hat nie geholfen, nur Ibuprofen....
Das Duloxetin, das ich jetzt seit ca. 2 Monaten nehme, kann ich nur abends einnehmen, weil ich sonst tagsüber nicht in die Gänge komme, früher nahm ich Fluoxetin, das war super, geht aber beim Benzoentzug nicht, da dreh ich innerlich durch... Allerdings bin ich "normaler" drauf, also die ganz depressiven Gedanken gehen langsam weg...Ich suche mir zum Beispiel keinen Baum mehr beim Autofahren aus, falls Du verstehst, worüber ich dann nachdenke...
Ja, ich habe Angst- und Panikattacken beim Einkaufen oder auch auf dem Spielplatz. Ich konzentrier mich dann auf die Kinder und habe dabei aber manchmal das Gefühl, sie zu "missbrauchen" gegen meine Gefühle. Obwohl ich eigentlich sehe, dass sie gar nichts mitbekommen. Und manchmal geh ich auch nicht raus, ich schaue immer, alles dann zu erledigen, wenn ich mich dazu in der Lage fühle. Und kaufe im voraus ein...Ich kann auch nicht immer Auto fahren, fuhr schonmal zwei Jahre nicht, weil ich herzrasen hinter dem Steuer bekam...Und hatte Panikattacken auf Partys....Kenn das alles auch schon von vorher....Manchmal denke ich mir trotzig, dann nehm ich sie halt für immer.....Aber ich hab das Problem mit der Toleranzentwicklung und irgendwie möchte ich frei davon sein, wenn es gehen wird...Das weiß ich ja jetzt noch nicht.
Körperlich was machen tut immer gut und lenkt ab... wie stehen denn deine eltern zu Dir und Deinen Problemen?
Muss jetzt die Kleine füttern, die anderen beiden kommen auch bald heim.....
Bis bald. Und sei stark!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Annette(Valeria)

AW: Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Benzogeschädigte!

Die letzten Jahre habe ich immer wieder Kontakt zu Menschen, die Benzodiazepine nehmen und Probleme haben oder zu Menschen, die entziehen oder in der Entwöhnungsphase sind.

Fast alle diese Betroffenen haben Fragen, die nur schwer zu beantworten sind. Auf jeden Fall suchen sie zu meist Antworten, die sie im direkten Umfeld nicht bekommen können! Wer kennt sich schon mit dem Problem aus? Oder ist es so, dass sich keiner outen will (bei ca. 1,6 Millionen Medikamentenabhängigen müssten ja doch mehr Menschen betroffen sein.... auch mal der ein oder andere im eigenen Umfeld )
Fast allen hilft es sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und von anderen, die einen Schritt voraus sind sind zu hören, was sie durchmachen, wie sie die Zeit davor durchgestanden haben.
Fast alle suchen Hilfe, Tipps oder auch nur ein offenes Ohr für ihre Probleme. Zumeist können die Menschen in ihrem Umfeld nicht ansatzweise verstehen, was der Betroffene durchmacht.
Nicht selten fällt der Satz: "Ich kann es nicht mehr hören!"

Ich würde mich freuen, wenn Betroffene immer wieder mal mitteilen, wie es Ihnen geht und was sie so tun, damit sie überleben und ins Leben zurückfinden.
Denkt daran, auch ihr sucht Hilfe, sonst würdet ihr das hier nicht lesen...... Zumindest seid ihr interessiert!
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Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!

Geändert von Ben Diaz (15.01.16 um 12:16 Uhr)

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Valeria77 ist offline
Beiträge: 16
Seit: 29.05.15
Hallo,
ja ich hab mich lange nicht mehr gemeldet hier - bin immer noch am kämpfen, jetzt bei 15mg. Im nächsten Monat reduzieren wir um 5mg und dann geht es mit Tropfen weiter.
Momentan merke ich aber schon, dass ich klarer bin und tue mir teilweise sehr schwer, damit umzugehen, auch mit meiner Zeit, wenig Antrieb, trotz Unruhe...
Mein Freund ist jetzt sieben Monate benzofrei und hat immer noch mit Tinnitus und Kribbeln in den Armen zu kämpfen. Bei ihm sind sie stationär von 100mg innerhalb vier Wochen auf Null, das war zu schnell!!!
Hab da auch eine peinliche Frage Kennt sich jemand aus, ab wann der Sex wieder "normal" wird? Er mag schon, aber es ist nach etwa zwei Minuten vorbei....:eek Total überreizt....
Meine Kleine ,will tipseln, sorry


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