Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

05.04.12 18:04 #1
Neues Thema erstellen
Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Felis ist offline
Beiträge: 5.377
Seit: 14.08.10
Zitat von Ben Diaz Beitrag anzeigen
Ich erkläre es mir so: Durch die Neben- und Entzugswirkungen bei Benzodiazepinen kann der Betroffene, wie in unserem Fall eine Art Traumatisierung erleben. Das Selbstvertrauen geht komplett verloren und wir müssen uns es Stück für Stück zurück holen. Wir brauchen dafür viel Kraft und Mut / einen tiefen Glauben, dass wir es schaffen werden, auch ohne ein Benzodiazepin oder Alkohol...

DU BRAUCHST KLARHEIT ÜBER DEN WEG DER BEWÄLTIGUNG - DU MUSST IM ANGSTFALL ENTSCHEIDEN KÖNNEN; DASS ES NUR DIE ANGST IST UND ES KEINE WIRKLICHE BEDROHUNG GIBT: HAST DU HIER ZWEIFEL, DANN MUSST DIE DIESE AUSRÄUMEN - FRAGE ÄRZTE UND THERAPEUTEN, LASSE DIR ANTWORTEN AUF DEINE FRAGEN UND GEDANKENKREISEL GEBEN.

Ich würde weiterhin sagen, dass ein Benzo-Entzug nicht nach 6 Monaten abgeschlossen ist. Auch wenn das Zeug draußen sein sollte, so muss dein Gehirn und dein vegetatives Nervensystem sich noch normalisieren und das kann eben viel länger als 6 Monate dauern! Es ist die ZEIT NACH DEM BENZO!!! Ich bin sicher, es wird besser werden!!!!!

Herzliche Grüße und vieeeeel Kraft und weiterhin Geduld (mit dir)
BEN
Hallo ihr Lieben.
Eine wunderbare Methode, die das vegetative Nervensystem beruhigt und direkt im Zentrum ansetzen kann, ist das Amygdalaretraining nach Ashok Gupta.
Anxiety Disorders Treatment | The Gupta Programme - The Gupta Programme

Gupta hat ein Programm entwickelt mit Elementen aus dem NLP (neurolinguistischen Programmieren), Meditationen, Visualisierungen und eine spezielle Retrainingtechnik für die geschundene Amygdala.
Sie ist es, die permanent Gefahr wittert und powert - sie ist es, die permanent im Hyperarousal ist und das gesamte System am rotieren hält.

Stressempfindungen...ihr dürft nicht vergessen, dass es ja für jeden von euch Gründe gab, VORHER - um zu Benzos zu greifen.
Die sind hinterher ja wieder da, zusammen mit der Interpretation, die eure Amygdala euch auf die aktuellen Empfindungen sendet.
Diese Denk - und Angstmuster sind tief eingeprägt im Gehirn.
Mit seiner Technik kann man direkt ansetzen. Man lernt um.
Man unterbricht Gedankenkreisel, Angstgedanken, negative Gedanken.
Im Gehirn werden sich neue Verknüpfungen bilden, wenn man das Programm intensiv anwendet.
Guptas Retrainer machen das Programm aus verschiedensten Gründen.
(CFS/Me, Schmerzsyndrome, MCS, Fibromyalgie und eben auch Angst).

Ich mache das Programm derzeit erneut und intensiver als jemals vorher.
Durch gewisse schmerzliche Einschnitte in meinem Leben bin ich darauf zurückgekommen.
Ohne hätte es mich nun vollends geknickt, das weiss ich.
Ich mache es jetzt zwei Monate und es ist erstaunlich, was es bewirkt. (auch körperlich)
Ich hatte es vor Jahren angerissen, aber bin nie so tief eingestiegen, wie jetzt.
Und es wirkt. Man KANN umlernen, man kann Gedanken unterbrechen, man kann Freiheit davon bekommen.

Das was ich bei euch lese, scheint einer vollkommen übererregten Amygdala zu entsprechen.
In Guptas webinaren (die man zusätzlich machen kann und die ich für absolut wichtig halte) - sitzen auch Menschen, die Benzos, Schlafmittel etc. reduzieren.
(Eingenommen aus verschiedensten Gründen)

Ursprünglich hatte ich das Programm wegen CFS ähnlicher Erschöpfungszustände angefangen damals.
Mittlerweile und diesmal ist es mir völlig egal, was sich wie medizinisch nennt - ob es ausgeschlauchte Nebennieren sind oder CFS , oder autoimmune Reaktionen oder oder oder.

Es wirkt, und es wirkt auf einer so grundlegenden Ebene, die ich NICHT für möglich gehalten hätte. Und gerade bei Angst- die ich nun tonnenweise hatte/habe.

Wenn ihr Englisch könnt, dann wäre das garantiert etwas für den einen oder
anderen von euch (das Begleitmanual gibt es zu den DVDs auf deutsch).

Ihr könnt euch das ja mal anschauen. Er hat es dort zwar vornehmlich von CFS, aber es ist genauso auf Angst anzuwenden .

Die Seite wirkt ein bisschen werbemäßig, aber davon würde ich mich nicht abschrecken lassen.
Bei Nicht Wirksamkeit mit Geld zurück Garantie (aber ich denke, man kommt nicht in die Lage es zurückgeben zu wollen )

Gupta ist ein wundervoller coach.

Übrigens: Ich habe vor vielen Jahren im niedrig Dosis Bereich entzogen und weiß, dass sehr viele Empfindungen und Ängste, die gleichgesetzt werden mit Entzugs- uns Absetzerscheinungen, nichts anderes sind, als die vollkommen überreizte und aufgescheuchte Amygdala, die über ihre Hyperaktivierung den gesamten Menschen im Kampf-Fluchtmodus hält - selbst wenn nichts mehr
an Benzodiazepinen da ist.
Sie hat es so erlernt und interpretiert sämtliche Vorgänge im Körper/ Gedanken, Trigger dann auf diesem Hintergrund.
Schnellentzüge in Kliniken zum Beispiel können zum Trauma werden, da sie verheerend auf die Amygdala wirken.

Und genau das kann man umlernen.
Und selbst wenn manches direkt mit Entzugssymptomen zusammenhängt, kann man eingreifen damit.

Für mich werden gewisse Teile des Programms lebenslang Begleiter bleiben nun. Das ist sicher.
Ich habe in den letzten zwei Monaten sehr schmerzliche Dinge erfahren und
habe aktuell eine extreme Belastungssituation mit meinem 15 jährigen Sohn.
Und ich stehe noch. Bzw. - ich stehe fester als jemals vorher.

Und das alleine wegen diesem Programm.
Eines der effektivsten, das ich zumindest jemals erlebt habe.

Ich kann weinen, wenn ich traurig bin, kann lachen, wenn mir schöne Dinge
in den Sinn kommen - und wenn die Angst und der Stress mich überwältigen, kann ich hindurchgehen und mit den Techniken wieder für Ruhe sorgen.
Ich bin erst im Monat zwei des Programms.
Aber die Effekte sind für mich unglaublich.

Das einzige was man wirklich geben muss, ist die Kontinuität: Es tun. Dran bleiben.


Und wie gesagt - es geht zwar viel um CFS - aber man kann es zuverlässig und wunderbar auf genau das anwenden, worunter ihr hier so leidet.

Vielleicht mag es jemandem von euch eine Hilfe sein.
Ich bin im ganz intensiven Retraining und auch deswegen nicht mehr oft am Lesen im Forum.
Weil ich Abstand brauche zu Krankheitssachen (zuviel davon gelesen kann mächtig triggern)

Liebe Grüße und haltet durch.

Felis
__________________
Was man liebt, das möchte man bewahren.

Geändert von Felis (28.07.15 um 06:57 Uhr)

Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Valeria77 ist offline
Beiträge: 16
Seit: 29.05.15
Hallo Felis,
wird diese Methode eigentlich kassenärztlich übernommen??
Das ist nämlich glaube ich bei vielen das Problem, wenn man/Frau nicht so einen guten finanziellen Hintergrund hat, dann können solche Dinge wie Rütte oder dein beschriebenes Training gar nicht in Anspruch genommen werden. Und sich entsprechende Auszeiten nicht so genommen werden.
Klar, manchmal wünschte ich mir den sozialen und finanziellen Hintergrund von Ben, aber diesen habe ich nicht.
Also müssen wird das ausschöpfen, was uns die krankenkassen zugestehen...Und da ist ein Benzoentzug in Deutschland mit ca. 14 tagen angesetzt, also hört dann auf, wenns heftig wird, außer man geht nicht "nur" auf Entgiftung, sondern in die Psychiatrie. Und in der Villa schreiben sie sich auch die Finger wund, damit mein Freund seine sechs Wochen bekommen hat. Leider.Val

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Felis ist offline
Beiträge: 5.377
Seit: 14.08.10
Hallo Valeria!

Nein, es ist nicht über die Krankenkasse finanzierbar.
Es kostet um die 150 Euro (DVD-Kurs) und wenn man eventuell ein webinar zusätzlich macht
sind es insgesamt an die 300 Euro.

Für Menschen die bereits aus dem Berufsleben geflogen sind und damit meist einen miserablen finanziellen Hintergrund haben sind 150 Euro eine Menge Geld, ich weiß.

Aber es sind an die 18 Stunden an vollgepacktem Programm die man erhält mit vielen
Informationen (rund um die Amygdala,was sie tut, wie sich das auf den Rest deines Systems auswirkt) und den wichtigen Techniken.
Mit webinar kommen dann nochmal 12 sessions von etwas je eineinhalb Stunden wöchentlich
dazu.
Die kann man hinterher herunter laden, oder online wiederholen, auf dem PC belassen oder brennen.
Das hat Vorteile genauso wie Fallstricke.
Der Vorteil ist, dass du sie immer zur Verfügung hast, wann immer du Zeit hast - der Nachteil ist, dass
du selbst dich bei der Stange halten musst es auch zu tun.
Das ist manchmal das Schwierigste, vor allem am Anfang, wenn man noch nicht spüren kann, dass
es wirkt.
Ich denke, dass die grösste Hürde dabei die üblichen so vertrauten Gedanken sind wie: Es kann nicht wirken, wieso sollte es.
Bei anderen mag das so sein, bei mir aber eh wieder nicht.
Wer ist dieser blöde Gupta überhaupt und was redet der da.
Möglicherweise bin ich nun wieder mal so einer sinnlosen Sache aufgesessen.Probiert hab ich ja schon genug anderes.Nix hielt dauerhaft.
Das schaff ich nie! Ich bin zu dumm dafür. Das Programm taugt eh nix, was soll das.
Alle sagen es (hier zum Beispiel deine Angstempfindungen, deine Nachwirkungen) MUSS schrecklich sein, also ist es auch schrecklich.
Ich habe Kinder, da bleibt keine Zeit.
Mein Beruf lässt es nicht zu. usw usw.

Jeder wird da seine eigenen Gedanken haben und mit denen wäre man eigentlich schon mitten im Programm ;-)
Denn genau diese Abläufe wird man in ganz vielen Varianten generell in seinem Kopf finden - und die gilt es zu brechen und umzulernen.
Manche Muster laufen nahezu unbemerkt im Hintergrund ab.
Aber sie laufen ab und sie können enorm schwächen und für Daueranspannung sorgen.

Es geht um die vielen vielen negativen Denkmuster, um die zum Teil extrem aufgescheuchte Amygdala (und andere Teile des Gehirns).
Es geht darum das "System" zu beruhigen.

Eine aufgescheuchte Amyygdala neigt dazu, immer triggerfreudiger zu werden.
Lisel hat das ganz gut beschrieben: Sie sieht Kinder oder denkt an Verantwortung und in Sekunden ist ihr System noch mehr in Aufruhr, indem sie denkt: "Wenn ich jetzt auch noch Kinder zu betreuen hätte...wenn ich nun auch noch dieses oder jenes..."

Jeder hat da seine Varianten. Und bereits morgens nach dem Aufwachen scannt man, schneller als man denken kann, seinen Körper auf die Symptome: Ist es wieder da? Wie ist es heute? - Und sofort geht es dann meist los.

Eine meiner bedrohlichsten Hauptängste war zum Schluss: der nächste Streßstoß wird mich vollends umbringen.
Du wirst sterben, dein Sohn wird ohne Mutter sein. Du hast die Ernährung umgestellt, es brachte Besserung, du nimmst Vitamine, sie brachten Besserung - aber eben immer nur bis zum nächsten Stoß. Es darf nun nichts mehr kommen, sonst geht es dir an den Kragen"

Und bei mir war es extrem.
Abgemagert (wieder), ausgeschlaucht. Mit jeder erneuten Anspannung spürte ich wieder, wie es in mir frisst, ich Gewicht verliere, Missempfindungen in den Händen und Füssen wieder bekam.
Entzündliche Gewebezustände überall. Schmerzen. Herzrasen, das nicht mehr aufhörte - Herzenge.
Und eben diese furchtbaren Ängste.....
Vitamine nehme ich weiterhin - B -Vitamine sind wichtig für die Nerven. Aber ich benötige sie nun nicht mehr in so extrem hohen Dosierungen.Und es scheint, als kämen sie erst jetzt überhaupt richtig an.

Ich habe mich dann entschieden das Programm nochmal anzufangen, nicht halbherzig mehr, sondern es einfach zu tun, komme nun was wolle.
Was gibt es zu verlieren dabei?
Die ganzen Symptome habe ich doch eh - also...lauf!
Und egal, was wo gelesen und egal, was wo aufgeschnappt.

-------------------------------------------------------------------------------

Und dann kam das erste Mal...ich wusste nicht mehr, wie man es nennt.
Es fühlte sich vollkommen anders an, als das, was ich Jahre schon spürte.
Und ich spürte es Jahre immer schneller immer heftiger.(seelisch wie körperlich)

Zunächst war es einfach so da. Fünf Minuten: Ruhe. Absolute Ruhe im Körper.
Die dauerhaft narkotisierte Haut an meinem Körper fühlte wieder.
Ich spürte einen völlig anderen Muskeltonus.
Die Schmerzen in den Händen und Füssen waren vollkommen weg.
Und keinerlei Angst mehr.
Ich suchte nach einem Wort dafür. (es gab keines mehr zunächst)
Wohlbefinden. Das ist Gesundheit, was ich spüre.
So muss es sich anfühlen, wenn man vollkommen gesund ist.
Wahnsinn.

Es verflüchtigte sich wieder, aber es war für mich das Signal: Ok.DAS ist durch das Programm. Also. Weitermachen.
Und nun habe ich es immer öfters. Manchmal über mehrere Stunden.
Ich bin ehrlich gesagt zunächst erschrocken darüber.Ich finde es manchmal unheimlich zu wissen, dass es dieses Organ in meinem Kopf ist, das mich
so derart im Griff hatte.
Aber ich bin auch erleichtert, weil ich Handlungsfähigkeit erlebe.Ich kann etwas tun.

Mein Ziel lasse ich bewusst offen.Ich setze mich nicht unter Druck.
Es wird da hin gehen, wo es hingeht.
Ich vertraue.

Was das Anwenden im Alltag angeht: Je mehr man Sicherheit und Übung mit den Techniken hat, desto eher kann man dann auch unterwegs die Kurzversionen anwenden.
Ich würde mir, wenn Familie mit im Spiel ist - herausnehmen, dass ich morgens und abends die Zeit, Ruhe und Freiheit brauche, um meine Meditationen und Techniken zu machen.
(Und zwischendrin kann man die Kurzversionen anwenden, die man dann im Kopf nur durchläuft)
Bei ganz kleinen Kindern an der Seite wird es dann nicht so leicht, ich weiss.
Aber dem Rest würde ich unmissverständlich klar machen: Ich brauche das und tue da etwas für mich.

Jetzt ist das hier ellenlang geworden, entschuldigt bitte.
Ich werde jetzt auch wieder abtauchen.

Wünsche euch alles Gute.

Felis
__________________
Was man liebt, das möchte man bewahren.

Geändert von Felis (29.07.15 um 06:18 Uhr) Grund: vitamine etc. eingefügt

AW: Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Mal nicht direkt das Thema Benzo, aber Ängste, die bei einigen Menschen zum Benzokonsum führen.
Herzneurose / Angst vor Herzinfarkt - Angst vor plötzlicher schwerer Krankheit

Für mich kommt es daher, dass das Vertrauen in den eigenen Körper gestört ist. Dauerstress, Unruhe, angespannt sein, dazu kommen schlechte Erlebnisse und/oder Unregelmäßigkeiten des eigenen Körpers (bsp. Extrasystolen, stechen, brennen, drücken, schwitzen) die uns ins Grübeln bringen. Oft hat es auch mit Sterbefällen und schwerer Krankheit im Umfeld zu tun. Wir sind nicht mehr so belastbar, sind oft ausgepowert und uns wird bewusst, dass wir sterblich sind.

Es bauen sich Blockaden und Ängste auf. Unsere Körperwahrnehmung hat sich verändert. Verlorenes Vertrauen in die eigene Gesundeit führt oft zur Vermeidung, was nicht nur die Angst und die negativen Gefühle verstärkt, sondern zusätzlich zur Folge hat, dass man sich durch eine fehlende alltägliche körperliche Belastung keinen Beweis mehr liefert, dass der Körper funktioniert.

Leider ist die innere Alarmanlage so scharf gestellt, dass jede Kleinigkeit, jedes stechen, drücken, schwitzen, etc. als mögliche Bestätigung für eine Erkrankung, als eine Bedrohung detektiert wird. Der Betroffene muss/kann die Bewertung solcher Symptome ändern, damit er sich wieder traut "ERST RECHT" den Körper zu belasten, damit dann das Unterbewusstsein wieder die Erfahrung machen kann, dass der Mensch gesund ist. ABER ich erachte es als wichtig, dass man eben auch lernt und akzeptiert, dass das Leben nicht stabil und gleichmäßig verläuft, sondern im stetigen Fluss ist und dass NIEMAND sagen kann, was morgen ist. Das sind immer nur Prognosen und Annahmen, in der Hoffnung, dass nichts schlimmes passiert. Aber natürlich kann es auch anders kommen. Oft ist es notwendig sich auch mal mit dem Leben/Tod auseinanderzusetzen. Der Tod ist das einzige was wirklich sicher ist - aber sehr wahrscheinlich nicht jetzt und nicht morgen.

Das zu akzeptieren und die Erfahrungen, dass der Körper belastbar ist und nichts passiert, ermöglicht es die Alarmanlage langsam wieder auszuschalten.

Sofern ein Betroffener offene Fragen zu seiner Gesundheit hat, muss er versuchen die entsprechenden Antworten zu bekommen (bsp. "warum sind die Extrasystolen ungefährlich", "wieso ist das stechen vom Rücken" .......) - also am besten den Arzt damit nerven!!! Im Zweifel macht auch eine zweite oder gar dritte Meinung Sinn, aber dann muss es genug sein. Es macht auch keinen Sinn die Untersuchungen alle 4 Wochen zu machen. Ein wichtiger Schritt ist Vertrauen in den Körper aufzubauen und zu akzeptieren, dass das Leben nicht SICHER und nicht wirklich planbar ist. Die Bewältigung einer Angst geht nicht drum herum, sondern genau hindurch!

EIN AKTIVER MENSCH (KÖRPER&GEIST) IST DIE BESTE PRÄVENTION GEGEN KRANKHEITEN! Versucht euch Gutes zu tun und BENUTZT EUCH! Wir haben ein Recht es uns auf dieser Welt gut gehen zu lassen.
__________________
Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!

Geändert von Ben Diaz (03.08.15 um 10:23 Uhr) Grund: Verbesserung, Lesbarkeit und Komplettierung Überschrift

Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Valeria77 ist offline
Beiträge: 16
Seit: 29.05.15
Hallo an alle,
seit gestern ist T. wieder, sehr wackelig und sogar die Überschwenglichkeit der Kinder sind für ihn belastent bzw. anstrengend. Klar, es prasseln jetzt alle Reize ungefiltert auf ihn ein, aber er hat trotzdem es ihm schlecht geht und er noch entzügig ist einen absoluten Widerwillen gegen die Benzos entwickelt, was ich toll finde. Jetzt versuche ich halt, noch allen Stress von ihm abzuhalten und werde mit meinem Reduzieren etwas warten, bis er wieder fiter ist. Aber er hat eigentlich, ohne das Buch gelesen zu haben, ähnlich wie Ben gesprochen was die Benzos angeht und auch die "Gemeinheit" des Suchtgedächtnises, das sich wirklich auf Situationen stürzt, um etwas zu nehmen. Meine Sucht läßt mich mehr nehmen, wenn mein Exmann droht, nicht er... Ich denke, das ist etwas sehr wichtiges, das zu erkennen...
Hab jetzt leider gar nicht so viel Zeit wie ich gerne möchte.
Lisel, wie sieht das mit Dir eigentlich aus, helfen Dir Meditationscds???Ich habe welche von Arno Stein und Robert Beltz, und da sind wirklich gute dabei, vor allem wenn die Grübelspirale zu mächtig wird...Hab sogar meinen Kindern die Kindervariante über die Gfühle gekauft. Auch seine Vorträge finde ich wahnsinnig gut, kannte sie vor Bens Buch schon...
Mir hilft das, wenn ich nur noch Angst habe und nicht mehr kann...
Alles Liebe, Val

Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Felis ist offline
Beiträge: 5.377
Seit: 14.08.10
Hallo.
Jenseits der Benzos und auch nicht:
Ashok Gupta macht ein "Projekt". (es ist auf englisch)

Vollgefüllt mit sehr guten und wirkungsvollen Tipps und Tools zum Leben-
zu Stress - Ängsten - Reduktion und Umgang mit Stress.
Meditationen sind auch dabei. Eine zum wieder einschlafen z.B.
Auch einige Elemente aus dem Amygdalaretraining.
Man muss sich anmelden, aber das dürfte ja kein Problem sein.
Kostenlos alles und machbar.

Hier stellt er sich und sein meaning of Life experiment vor:
https://youtu.be/L728Pd7MWuk

Vielleicht nutzt es euch was da reinzuschauen.
Man muss sich nur die Zeit nehmen und die "Mühe" machen es anzusehen, zu zu hören und das eine oder andere mit zu machen.


The Meaning of Life Experiment - The Meaning of Life

Er ist dabei noch mehrere Videos zu erstellen und hinzu zu fügen.

Die schlimmen Schläge der letzten Wochen wurden für mich der Auftakt zu einer Reise in tiefere Schichten des/meines Lebens an sich.
Ashok ist ein guter Begleiter dabei :-)
Tschüß und macht es gut.

Felis
__________________
Was man liebt, das möchte man bewahren.

Geändert von Felis (08.08.15 um 08:46 Uhr)

Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Valeria77 ist offline
Beiträge: 16
Seit: 29.05.15
Hallo Ben,
also hier ist einer -leider nicht ich- der seit 12 Tagen Benzo-frei ist, mein Lebensgefährte. Eine Woche ist er davon jetzt daheim und ihm gehts noch verdammt mies. Er beschreibt das Gefühl als Glasscherben in seinem Kopf und er hat seit drei Wochen einen Tinitus. Geht das wieder weg? er hat jetzt Quetiapin aufgeschrieben bekommen (nachdem er es nach einer Woche aus der Wohnung raus geschafft hat), aber die Nerven liegen blank, die Kinder sind zuviel und machen tut er auch so gut wie nichts. Ich tue mir auch sehr schwer, ihn zu entlasten, außer alles selber zu machen und viel mit den Kindern rauszugehen. Er war am Geburtstag der Großen mit spazieren und gestern mit mir auf dem Arbeitsamt, aber jeder Schritt ist ein Meilenstein. Ich kenne das ja, aber momentan bin ich selber so überfordert...
Sein Berater von Condrops war total sauer auf mich, als ich meinte, er brauche einen Therapeuten (er sieht sich mit seiner Mini-Ausbildung selber als einen, redet aber hauptsächlich von sich) und ich wolle mit ihm, falls es nicht besser wird, zu meinem ehemaligen Psychiater. Zu dem fahre ich heute - es kann nicht sein, dass mein Arzt ohne Ankündigung sechs Wochen Urlaub macht und ich mit Panik dastehe, weil niemand die Medikamente aufschreiben will und ich jetzt nicht auf Entgiftung kann....
Wie könnte ich ihm noch helfen bzw. er sich? Und ab wann merke ich, dass es sich in Richtung Depression ausweitet?
Bin für jeden Tip dankbar, auch von Dir Lisel, da Du schon so lange kämpst, was ich bewundernswert finde
Danke.Val

Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Lisel ist offline
Beiträge: 19
Seit: 22.12.14
Huhu Valeria :-)

Zitat von Valeria77 Beitrag anzeigen
Lisel, wie sieht das mit Dir eigentlich aus, helfen Dir Meditationscds???
Neee, nicht so recht. Ich finde beim Hinlegen keine Ruhe. Ich muss mich bewegen und die überschüssige Energie irgendwie loswerden. Wenn ich mich zwinge mich hinzulegen und zu entspannen, wird die Unruhe meist noch größer.

also hier ist einer -leider nicht ich- der seit 12 Tagen Benzo-frei ist, mein Lebensgefährte.
Herzlichen Glückwunsch!

Das ihn alles überfordert, kann ich sehr gut nachvollziehen, da es bei mir genauso war. Geräusche, Licht, alles.

... er hat seit drei Wochen einen Tinitus. Geht das wieder weg?
Diesen Tinnitus habe ich auch. Bin seit 7 Monaten benzofrei, aber der Tinnitus ist noch da. Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, bei Ben ist er bisher nicht weggegangen.

Wie könnte ich ihm noch helfen bzw. er sich? Und ab wann merke ich, dass es sich in Richtung Depression ausweitet?
Ich habe fast ein Jahr lang mit argen Depressionen gekämpft. Ich hatte auch sehr oft den Suizid als letzte Möglichkeit gesehen. Letzte Woche hat mir die Ärztin hier in der Reha-Klinik ein Medikament gegeben (Risperdal 0,5 mg) und seither fühle ich mich besser. Die Ängste sind besser geworden und ich muss nicht mehr ständig nur an Suizid denken. Generell kann ich jetzt wieder klarer denken und auch mal wieder sowas wie Freude empfinden. Bin jetzt auch dran, den Beta-Blocker wieder auszuschleichen. Mir ist klar, dass Risperdal kein Smarties ist, wenn ich den Beipackzettel lese, wird es mir ganz anders, aber da es mir jetzt schon 7 Tage relativ gut geht, werde ich das Med. erstmal eine Weile nehmen.

Welche Symptome belasten T. denn am meisten? Angst? Depression?

Es muss Zeit vergehen. Der Körper bzw. das Gehirn muss sich wieder regenerieren, die durch die Benzo-Einnahme zusätzlich gebildeten Rezeptoren müssen sich wieder zurückbilden und das dauert, leider. Vielleicht kann er eine Reha machen? Ich denke, am besten entlastest Du ihn, indem Du keinen Druck auf ihn ausübst. Ist Dir das möglich? Mir ist bewusst, dass auch Du in keiner leichten Situation bist. Ich kann mir vorstellen, dass es für ihn auch nicht leicht ist zuzugucken, wie Du noch Benzos nimmst. Versuche dies vor ihm zu verbergen.

Ich drück Euch die Daumen und wünsche Euch viel Kraft! Dass man das schaffen kann, seht Ihr an mir! Durchhalten! Einen Tag nach dem anderen! Heute nehme ich kein Benzo! Das war es, was mir geholfen hat. Und die "Gespräche" mit den Leuten, hier im Forum, in Kliniken.

Alles Liebe
Lisel

Geändert von Lisel (13.08.15 um 15:02 Uhr)

AW: Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Liebe Val, entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte. Die letzte Woche und das Wochenende war voll gepackt und ich habe nun etwas Luft.

Dein Lebensgefährte war entgiften und ist nun zurück. Ich gehe davon aus, dass die Entgiftung in einem Krankenhaus erfolgte? Ausschleichen innerhalb 2-3 Wochen? Wie viel, wie lange und was hatte er denn vorher genommen? Was wurde in der Klinik außer dem Ausschleichen noch gemacht?
Nur Quetiapin? Wie viel davon?
Er ist nun ca. 14 Tage ohne Benzo, das ist noch sehr kurz. Da sind alle Nerven und Sinne noch hoch sensibel. Außerdem dürfte das Gefühlsleben sehr "negativ" beeinträchtigt sein.

Tinnitus: Es ist schwer zu sagen, ob der wieder weg geht. Aber ich denke schon. Er hatte den vorher nicht, oder!? Ich selbst hatte ihn schon während der Zeit mit Benzo und er ist geblieben. Aber ich komme seit vielen Jahren gut damit klar! Meist höre ich ihn nicht...also nur wenn ich mich darauf konzentriere. Von alleine tritt er ins Bewusstsein, wenn der Stress hoch ist und ich lange am Schreibtisch und PC sitze.
Tinnitus dürfte ein verbreitetes Symptom beim Absetzen oder Reduzieren von Psychopharmaka sein.
Aber wie gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass er bei deinem LG wieder weggeht.

Glasscherben im Kopf: Mich erinnert das an die ersten Monate nach dem Absetzen, als ich sehr empflindlich war. Verstärkter Tinnitus, Hyperakusis und so eine Art "Blitze im Kopf". Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben könnte - sehr kurze unangenehme Momente, die Angst antriggerten. Dies wurde monatlich besser und ging auch wieder ganz weg.

Ich hatte oft das Gefühl, wie innerlich vergewaltigt zu werden. Total unter Druck, gereizt und keine Möglichkeit bewusst darauf einzuwirken...... ein Gefühl der "Ohnmacht".
Das ging aber wurde zusehends besser und ging weg.

Quetiapin: Das ist ein Neuroleptikum, was mittler Weile gerne bei Ängsten eingesetzt wird. Auch daher können Nebenwirkungen kommen. Bei mir selbst war es ein Kribbeln, ca. 1-2 Stunden nach der nächtlichen Einnahme. Eine innere Unruhe und Kribbeln in den Beinen. Wurde mit der Zeit besser. Ich hatte damals ca. 75 mg (1/2 morgen, 1/2 mittags, 2 nachts). Ich konnte die Menge dann kurzfristig auf ca. 62,5 mg reduzieren (1/2 morgens, 1/2 mittags, 1 1/2 nachts). Nach ca. 1 Jahr habe ich in 3 Schritten (je ca. 3-4 Wochen auseinander) auf 25 mg reduziert (nur noch 1 Tablette nachts).
Für die Reduktionen sollte man schon sehr stabil sein, damit man sich keine weitere Baustelle öffnet.

Therapeut:
Deine Idee deinen Psychiater dazu zu nehmen, finde ich gut. Wenn dein LG zu seinem Berater/Mini-Therapeut kein Vertrauen hat, dann macht es nicht wirklich Sinn. Im Entzug braucht es sehr erfahrene Ärzte/Therapeuten, denen man vertraut. Diese Leute haben es in der Hand: Medikation, Stabilisierung. Gerade in der ersten Zeit des Entzugs braucht es vertraute Fachleute, die erreichbar sind, wenn es krieselt. Oft braucht es da nur ein Gespräch, was einem ein paar Antworten oder zumindest wieder etwas Stabilität gibt, da man in den ersten Monaten sehr verunsichert ist und sich fragt: "kommt die Angst vom Entzug" "kommt die Angst/Unruhe von dem AD" "bin ich das selbst?" "was kann passieren?" "zu was bin ich fähig"
Zumindest kenne ich das so. Das Selbstvertrauen ist so gestört, dass man nicht mehr was vorne, hinten, rechts oder links ist. Was passiert da mit mir? Was kann noch passieren? Was mache ich, wenn es schlimmer wird? Und so weiter.....
Es ist absolut wichtig, für die schwierigen Situationen einen Plan zu haben! Vorher war das Benzo die Krücke, Hilfe, Bewältigungsstrategie, nun ist diese Krücke weg! Auch wenn dein LG kein Benzo mehr nehmen will, so braucht er eine für ihn hilfreiche Strategie um mit den schlechten Gefühlen und den vielen Symptomen, die kommen und gehen, zu recht zu kommen.
Also: Du kannst ihm mit einem guten Facharzt (Psychiater) und Therapeuten helfen. Du kannst mit ihm Strategien durchdenken, die ihm in Krisen helfen. Stress wegnehmen, das ist absolut hilfreich. Auch wenn es dir selbst schwer fällt, du weißt wofür du es tust!
ABER du selbst brauchst auch Zeiten der Erholung, damit das durchhältst. Kannst du dir Gutes tun? Freundin treffen, schön ausgehen oder einfach nur entspannen.........

Die Zeit eines Benzo-Entzugs verlangt von allen Betroffenen sehr viel ab! Jeder der einen Entzug angeht, hat schon einen gewaltigen Respekt verdient. ABER jeder Tag ist ein Tag Richtung eigener Freiheit.

Ein langer harter Weg! Aber hier braucht es eine Mentalität, wie beim Fahrradfahren lernen! Nach dem Absturz immer wieder aufsteigen, bis man nicht mehr fällt!
Eine Mentalität: Ich werde es schaffen!!!

Depression: Woran erkennt man die?! Im Entzug nicht so ganz einfach....Traurigkeit und Depression können verwechselt werden. Am besten ein persönliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt und/oder Therapeuten führen!
Allgemein: Die Depression ist gekennzeichnet durch Schlafstörungen (frühes erwachen, nicht durchschlafen, kein Antrieb, Hoffnungslosigkeit, Gefühl von innerer Leere, Wertlosigkeit, Lipido- und Appetitverlust).
Gedanken an den Tod/Sterben.

Hier die 3 Hauptbereiche, die für eine Depression sprechen - Dauer der Symptome "2 Wochen):
Gedrückte Grundstimmung (tiefe Traurigkeit): Gefühle der Verzweiflung und „inneren Leere“ stellen sich ohne erkennbaren Anlass ein.
Beispielfrage:
Fühlten Sie sich in den letzten 2 Wochen fast jeden Tag nahezu durchgängig nieder*ge*schla*gen, traurig oder deprimiert?

Interessenverlust (Anhedonie): Die Fähigkeit, sich an wichtigen Dingen oder Aktivitäten des Alltags zu freuen bzw. daran teilzunehmen, geht verloren. Der Interessenverlust kann sich auf alle Lebensbereiche, also Familie, Freundeskreis, Beruf, aber auch Hobbies, Sport oder sexuelle Aktivitäten erstrecken.
Beispielfrage:
Hatten Sie in den letzten 2 Wochen fast ständig das Gefühl, zu nichts mehr Lust zu haben; oder haben Sie das Interesse und die Freude an Dingen verloren, die Ihnen gewöhnlich Freude machen?

Verminderung des Antriebs (Energielosigkeit): Das Gefühl einer starken inneren Müdigkeit und Energielosigkeit lässt jede Aktivität beschwerlich erscheinen. Die Motivation zur Durch*füh*rung selbst einfacher Alltagsaktivitäten, wie Essenszubereitung oder Körperpflege, nimmt ab.
Beispielfrage:
Haben Sie sich in dieser Zeit fast immer müde und energielos gefühlt?

Der Benzoentzug ist geprägt von Unruhe/Angst/Schlafstörungen. Ich denke, am besten achtest du darauf, ob dein LG Suizidgedanken hat, ob er hoffnungslos wirkt. Wenn du Angst und Zweifel hast, rede mit ihm darüber oder versuche ihn zu motivieren, dass er mit einem Therapeuten/Arzt spricht.
Es ist eine sehr schwere Zeit und es gibt kein Patentrezept.

Das beste ist ihn zu entlasten, zu unterstützen und eine gute kompetente und vertrauensvolle Begleitung durch Fachärzte/Therapeuten zu organisieren. Ein Krisenplan ist absolut empfehlenswert.
Ansonsten braucht ihr viel Geduld! Ein Entzug und die geistige Entwöhnung lassen sich nicht erzwingen. Wichtig ist, dass die richtigen Schritte gegangen werden und nicht wie schnell.

Ich wünsche dir, in deiner wirklich sehr schwierigen Lebenslage, viel Kraft, Klarheit und Überzeugung, damit du es auch für dich schaffst.

Herzliche Grüße
BEN
__________________
Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!

AW: Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Val, noch einmal kurz zu einem anderen Post von dir. Panikattacken, obwohl du gerade nichts reduziert hattest....

Also, ich bin mir absolut sicher, dass die Auswirkungen einer Reduzierung noch Wochen später kommen, wenn nicht sogar noch länger. Es ist brutal schwer zu unterscheiden, ob aktuelle Probleme mit einem selbst zu tun haben oder mit einer Reduzierung, die schon Wochen zurückliegt. Aber einige Wochen ist nicht wirklich viel. Dazu kommt, dass Magen-Darmprobleme und andere Infekte Auswirkungen auf die absorbierten Mengen haben können. Je kleiner die Einnahmemengen, umso größer die Schwankungen und die Effekte von fremden Einflüssen (Nahrung, Alkohol, andere Medikamente, Infekte....).
Ich bin mir sicher, dass nicht einmal alles bekannt ist, was alles Einfluss hat.

Herzliche Grüße
BEN
__________________
Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!


Optionen Suchen


Themenübersicht