Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

05.04.12 18:04 #1
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AW: Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Lieber Ben
das ist ja GENIAL... freue mich sehr für Dich.. und alle die das Buch lesen und anfangen sich darüber Gedanken zu machen sowie für jene, welche von deinen Erfahrungen profitieren dürfen.
Alles Liebe weiterhin auf Deinem Weg. Sei stolz für all das was Du erreicht hast.
Béatrice
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Alles was ich anschaue --- schaut zurück

Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

ingo251264 ist offline
Beiträge: 9
Seit: 20.04.15
Hallo,

ich bin seit dem 17.02.15 von Lorazepam clean. Habe unregelmäßig zwischen 1mg und 2,5mg pro Tag über 1,5 Jahre genommen. Der Entzug erfolgte in einer Klinik innerhalb von zwei Wochen. Habe aber immer noch Entzugserscheinungen und wollte fragen, wie lange diese bei Euch angehalten haben? Könnt Ihr Beschreiben was bei Euch alles auftrat und wie lange dies anhielt? Wie konntet Ihr die Symtome lindern?

Gruß Ingo

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Zitat von ingo251264 Beitrag anzeigen
Hallo,

ich bin seit dem 17.02.15 von Lorazepam clean. ....Habe aber immer noch Entzugserscheinungen und wollte fragen, wie lange diese bei Euch angehalten haben? Könnt Ihr Beschreiben was bei Euch alles auftrat und wie lange dies anhielt? Wie konntet Ihr die Symtome lindern?

Gruß Ingo
Lieber Ingo,
das kann keiner so genau sagen. Aber viele Informationen findest du auf der folgenden Seite
Übersicht - apisa

Hier gibt es auch einen Link zum Ashton-Manual (Ärztin aus England, die sich sehr damit beschäftigt hatte).

Jeder Entzug ist anders, aber es gibt ein paar Richtwerte.
Hauptanteile eines Benzoentzugs sind oft Unruhe, Angst, Schwindel, Schlafprobleme uvm.
Körperlich kann es schon monatelang dauern - phasenweiser Ablauf.
Psychisch kann es bis zu einem Jahr und länger dauern - aber das hängt sehr von deiner psychischen Grundverfassung ab und wie den Entzug verkraftet hast..... Panikattacken, die auftreten, die vorher nicht da waren etc..

Du solltest an deinen Grundproblemen arbeiten! Den Grund oder die Gründe, warum du Tavor gebraucht hast. Und es muss dir klar werden, dass Tavor nicht dein Helfer ist, sondern dass du das selbst lernen musst. Dann wirst du es loswerden....

Herzliche Grüße
BEN
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Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!

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ingo251264 ist offline
Beiträge: 9
Seit: 20.04.15
Lieber Ben,

danke für Deine nette Antwort.
Habe mir erst einmal Dein Buch bestellt, bin gespannt darauf. Die ausführliche Leseprobe klang schon sehr vielversprechend. Zur Zeit mache Phychotherapie und arbeite stark an meinen Problemen warum ich Tavor genommen habe. Außerdem versuche ich über Sport und Bewegung die Entzugssymptome zu lindern.

Gruß Ingo

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Lieber Ingo,

ich hoffe es gelingt dir neue Strategien zur Bewältigung deiner Probleme zu finden!
Sport ist gut, aber manchmal ist es auch gut, einfach mal zu entspannen und die Beine hoch zu legen.

@ Buch: Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir zum Buch einen Kommentar geben würdest. Ist aber natürlich "kein muss".

Ich wünsche dir alles Gute, viel Geduld und Überzeugung, damit du die "Zeit der Symptome" unfallfrei überstehst.

Herzliche Grüße
BEN / Erik
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Ulli987 ist offline
Beiträge: 53
Seit: 28.05.12
Hallo Erik, lange nichts von mir horen. lassen. Ich lese gerade Dein Buch. Ist klasse und könnte so auch meines sein. Von Beginn an. Habe aber erst das ca. erste Drittel. Ich hatte allerdings vor meiner Benzo Karriere schon immer gerne getrunken. Vor allem auf Dienstreisen. Mag sein dass meine Panikattacken damals schon Alk Entzugserscheinungen waren. Wer weiss das schon. Bin im Moment noch auf 10m taglich. Manchmal 15mg. Privat und beruflich ist einiges nicht so glatt gelaufen und des Ausstieg fällt mir eher schwer. Schwerer als wir damals aufhörten . Ich nahm ja Tetrazepam. Bin noch guter Dinge oder wie Churchill sagte: we will never Melde ......Melde mich jetzt wieder regelmäßig. Danke fur Deine Mühe mit dem Buch. Nochmal : Echt klasse.

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Ulli, freut mich von dir zu hören. Danke für deine Rückmeldung, dass dir mein Buch gefällt und du dich da wiederfindest.
10 - 15 mg Diazepam? Ist zwar noch low-dose, aber für meinen Geschmack noch eine ganz schöne Menge, die dich jeden Tag beeinflusst. Wenn du es loswerden willst, glaube ich schon, dass du einen Schnitt machen musst.
Auch im Nachhinein kann ich für mich sagen, dass es notwendig war, den Job hinter die Problematik Angst/Benzo zu stellen und mich voll und ganz auf meine Genesung zu konzentrieren. Stabilisierung, Klarheit über mich, Angstursachen, Angstbewältigung, Ausschleichen, weiteres arbeiten an den Ursachen.....Ich denke, du weißt, was ich meine.
Ich hatte ca. 1 1/2 Jahre versucht Beruf und Entzug hinzubekommen und musste dann doch einsehen, dass es so für mich nicht zu schaffen war.
Aber vielleicht ist es in deinem Fall aber auch anders. Auf jeden Fall schleppst du das Problem mit der Angst, Panik und dem Benzo weiter mit durch und das kostet jeden Tag viel Kraft.
Wenn es dir mit der Zeit besser geht, dann kann dein Weg passen, wenn nicht, solltest du deinen Weg anpassen. 2+2 = 4 - wenn du ein anderes Ergebnis haben willst, musst du die linke Seite der Gleichung verändern ..... ich bin sicher, du weißt, wie ich das meine.

Nimmst du nur das Benzo oder trinkst du auch Alkohol?

Bin sehr auf deine abschließende Meinung zum Buch gespannt.

Wäre schön wieder von dir zu hören.

Herzliche Grüße
Erik / BEN
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Ulli987 ist offline
Beiträge: 53
Seit: 28.05.12
Hallo Erik, sitze Grade im Fitness Studio und lese am Ergometer meine mails. Schön von Dir zu lesen.
Habe die Woche ohne grosse Mühe 7,5 mg gehalten. Ich weiß dass ich langsam runter muss.
Ich mache mir jetzt den Plan nach Dr. Ashton , kenne Ihr "Werk " schon so lange.......
Alkohol : habe irgendwann vor ziemlich genau einem Jahr das letzte mal was getrunken. Ich habe da wirklich keinen Bedarf mehr.
Ich muss auf mich aufpassen und mir Zeit fur mich nehmen. Momentan stehe ich etwas euphorisch unter Strom. Mir geht's einfach gut. Ich werde Dir berichten.
So jetzt lese ich Fein Buch weiter, habe noch 6km.....

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Ulli, schön dass es dir gut geht. Werde jetzt aber nicht zu optimistisch, lass dir bei allen Reduzierungen Zeit, damit dein Gehirn hinterherkommt!
Alles Gute weiterhin ����
Herzliche Grüße
Erik
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Ulli987 ist offline
Beiträge: 53
Seit: 28.05.12
Hi Erik,bei Deinem Buch hab ich mich immer wieder gefragt:Man,der hat ja eigentlich so extrem wenig Allerdings erwähnst Du in den ein oder anderen Passagen dass Du auch ein paar Bierchen zusatzlich genommen hast. Ich mutmaßte mal wenn Du nicht auch in der ein oder anderen Situation Alk genommen hattest wäre Dein Benzo Konsum wesentlich höher ausgefallen. Oder?
Zu mir: Leben mit 10mg momentan . Mal geht's besser mal schlechter. Ach ja: ich trinke absolut null Alkohol. Habe Angst, mir da noch ein Problem aufzuhalsen wenn ich wirke was der bewirkt. Ausserdem ist eine gute Freundin von mir mit 50 an der Kombination Alk Benzo gestorben.
Naja. Das mit dem Ausschleichen zieht sich.....habe im Job sowviel Stress mit zickigen Mitarbeitern. ...und Probleme das alles zu schaffen. Freitag war ich richtig fertig. Da habe ich dann tatsächlich beim Griechen mit Freunden 35mg eingeschmissen und keine Wirkung gemerkt. Das hatte ich vor ca. 5 Jahren mit Tetrazepam auch mal. Fakt ist: Das Zeug muss weg. Klar. Aber irgendwie fällt mir der Ausstieg diesmal schwerer als vor ein paar Jahren. Und damals hab ich auch über Jahre nicht wenig eingeworfen..... Ich meine das wichtigste ist die Hölle zu antizipieren. Dann bin ich danach nicht schockiert wenn diese Situationen eintreten. So sollte es sein. Aber die Realität sieht anders aus. Ich habe schon versucht mir einzureden diese Zustande zu lieben. Feindesliebe . Viel Gedanken. Alles wird gut.
Höre Grade die deutschsprachige CD von Sarah Connor. Eigentlich ist die gar nicht mein Ding. Aber echt starke Texte. Höre mal rein. Schöne Pfingsten! Ulli


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