Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

05.04.12 18:04 #1
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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Libbi, hallo "?"!

Sorry, dass ich mich so spät melde. War die letzte Zeit mal wieder mehr mit mir selbst beschäftigt..... So ist das, auf und nieder immer wieder, aberrrr insgesamt trotzdem aufwärts und das ist gut so.

Libbi, ich denke der Artikel bzgl. Depressionen könnte Sinn machen. Ich selbst habe wohl keine Depression im klinischen Sinn, kenne aber depressive Phasen. Die hatten wohl immer mit einem fehlenden Sinn bzw. einer Leere, einer fehlenden Zukunftsperspektive zu tun. Dieses Gefühl der Leere erzeugte eine große Angst vor der Zukunft.
Aber ich will mich aktuell nicht zu sehr mit diesem Thema beschäftigen, da es mir nicht gut tut. Ich habe dann Angst, dass ich in so eine Phase gerate und wieder tiefer ins Loch fallen könnte. Ich hoffe du siehst es mir nach.

Ansonsten lassen meine körperlichen Symptome nach. Schlafen geht auch immer besser.
Die innere Anspannung gibt es noch, aber auf einem niedrigeren Level, die Ängstlichkeit wird auch weniger, auch wenn ich manchmal denke "hört das nie auf".
Ich durchlebe immer mehr Situationen, ohne dass sich die Gedanken im Angstkreisel einhaken.

Ich bin Dankbar, dass ich soweit bin und versuche meine aktuelle Situation zu akzeptieren, auch wenn ich natürlich hoffe, dass es besser wird....wobei, könnte ich es voll und ganz akzeptieren, wie es ist, dann ginge es mir schon besser.... hmmm
Muss mal sehen, wie ich das hinbekomme!?

Ich hoffe dir geht es soweit auch recht gut und es wird besser?!
Leider können wir nichts mehr von den anderen lesen, wirklich schade. Trotzdem hoffe ich, dass jeder seinen WEG gefunden hat oder noch findet!!!

Liebe Grüße
BEN

By the way: Ab kommenden Mittwoch werde ich für ca. 5 Wochen in der Reha sein. Dort gibt es keinen Internetzugang :-(
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Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!

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LieberTee
Lieber Ben,

ich bin froh, dass es Dir besser geht. Nein, Du solltest Dich nicht mit Themen beschäftigen, die Dir nicht guttun. Ich wünsche Dir eine gute Zeit in der Reha. Die Zeit geht so schnell um und sicher wirst Du das Internet gar nicht vermissen, weil Du so viel Zeit mit ganz realen Menschen verbringst. Vielleicht kannst Du ja dort auch etwas für Deine Zukunftsperspektive tun, wenn nicht, genieße einfach die Zeit. Es wird sich alles finden, so wie es richtig für Dich ist. Ich wünsche Dir, dass Dir die Zeit in der Reha gut tut. Gute Reise und gute Wiederkehr!

Lieber Gruß
LieberTee

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
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Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Hallo Ben
wünsche Dir von ganzem Herzen einen rundum guten Rehe Aufenthalt.
Liebe Grüsse
KARDE
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Alles was ich anschaue --- schaut zurück

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Lieben Dank Libbi, lieben Dank Karde!!!

ich hoffe sehr, dass mir die Reha hilft... auf meinem Weg, an das Positive in meinem Leben zu glauben, denn es ist ja da und ich sehe es ja auch .... Alles weitere wird sich finden!

Bei so einem Entzug leidet das Selbstvertrauen in die Psyche schon gewaltig!
Der Wiederaufbau dauert lange..... aber das wird schon.

Alles Liebe
BEN
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Geändert von Ben Diaz (06.11.12 um 20:05 Uhr) Grund: Beitrag hatte nicht die richtige Aussage :O)

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Ulli987 ist offline
Beiträge: 53
Seit: 28.05.12
Hallo Ihr Lieben. Nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Nachdem ich nun auch das erste halbe Jahr fast geschafft habe ,ohneRückfall , ohne Hilfe ,ohne Antidepressiva, ohne Urlaub , folgender Stand :
Mir gehts nicht so toll. Viel Kopfweh. Herzrasen nachts. Manchmal auch Tagsüber. Ohrensausen. Ich weiss nicht ob das mal besser wird. Oft hab ich das Gefühl von demOrt wo ich grade bin weg zu müssen.
Hab oft überlegt ob ich mal ein Benzo nehmen soll. Hab immer was dabei. Aber seit halben Jahr wie gesagt voll clean.
Mich verlässt oft fast der Mutzu glauben dass das malbesser wird. Aber man sagt ja immer Minimum ein Jahr.
Aber wars das wirklich?
Ich habe hier nichts weiterverfolgt und hoffe dass es Euch soweit gut geht.
Das mit den Depressionen. ... Ich meine da hängtviel dran und man gesteht es sich nicht ein.
Der Körper spielt in den Phasen Katz und Maus und wir sind total verwirrt.Pathologisch klinisch natürlich nichts feststellbar.
Bin irgendwie frustriert. Gruss an Euch alle. Ulli

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LieberTee
Lieber Ulli,

es tut mir leid, dass Du so frustriert bist. Die Symptome, die Du beschreibst, kenne ich so ähnlich auch. Für mich sind es Stresssymptome. Macht Dir vielleicht irgendetwas Stress? Außer der Entzug, meine ich.

Schau auch mal, welche Störquellen an den Orten, wo Du weg möchtest, vorhanden sind. Sendemasten vielleicht, W-lan kann auch enorm stören. Am besten mal nachts ausschalten. Auch Handy ausschalten nachts und wenn Du ein schnurloses Telefon hast, weit entfernt davon schlafen. Oder mal ausstöpseln und dann schauen, ob Du besser schlafen kannst. Diese Störquellen können sich ja auch auf das Körpergefühl und die seelische Verfassung auswirken.

Andersherum ist es wahrscheinlich der beste Schutz vor solchen Einflüssen, innerlich im Gleichgewicht zu sein. Hast Du es schon einmal mit Entspannungs- oder Konzentrationsübungen versucht? Ich lerne gerade Qi-gong und verspreche mir mehr innere Balance. Mal schauen...

Ich wünsche Dir gute Besserung und halte durch! Überwinde die Durststrecke, sie nimmt sicher auch einmal ein Ende!

Schau doch mal, was Dir wirklich Freude macht. Oder was für Dich eine Herausforderung sein könnte, wo Du noch mal richtig Deine Energie reinsetzten willst. Dann aber nicht entmutigen lassen, wenn Du noch nicht so viel Energie hast. Wenn Du wirklich in einer Depression steckst, dauert es erstmal, bis Du aus dem Tal bist.

Psychotherapie wäre auch eine Möglichkeit. Da musst Du gut suchen, und schauen, was und wer zu Dir passt. Du kannst es vielleicht auch privat bezahlen. Manchmal bietet sich das an. Du bist anonymer, keiner erfährt davon und Du kannst so oft ausprobieren, wie Du willst. Nimm Dir ein Herz. An sich selbst zu arbeiten ist eine großartige Herausforderung, denn Du bist die Hauptperson in Deinem Skript! Wer sollte wichtiger für Dich sein, als Du selbst?

Lieber Gruß
LieberTee

Geändert von LieberTee (10.11.12 um 22:02 Uhr)

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Ulli987 ist offline
Beiträge: 53
Seit: 28.05.12
Danke Libbi , danke für Deine Zeilen. Frage für mich : Wie werde ich ruhig ohne Benzos und Alkohol? Meine Symptome sindein Mischmasch aus Entzug und ohnehin nervoser Art. - solange ich denken kann. Ich hab schon immer an den Fingernageln gekaut. Immeretwas gezittert. War immer leicht nervös. Jetzt bin ich fast 50 und jetzt? Kein Alk. Keine Benzos mehr. Zurück bleibt das was ich immer hatte : ein - dank Entzug - noch sensibleres Nervenkostum. Yoga. Jacobsen. Autogenes Training. Alles versucht. Keine Ahnung wie es weitergeht. Hab anstrengenden Job und kann nicht stationäre Therapie durchlaufen.
Aber Danke für Dein Mitgefühl! !!

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo!

Falls hier noch gelesen wird, ein kurzer Statusbericht.

Bin seit 3 Wochen zur Reha, es geht mir aktuell recht gut.
Schlafen geht nun schon seit ca. 1 1/2 Monaten, Schwindel nur noch selten, Essen in der Kantine der Klinik fast problemlos möglich, weg gehen ins Restaurant oder Tanzbar fast ohne Anspannung möglich. Die Unruhe ist auf einem niedrigen Niveau, Anspannung teilweise ganz weg, Angstpegel auch auf einem niedrigen Niveau, teilweise weg. Viele Symptome sind rückläufig bis weg. Ich hoffe, dass es so bleibt, falls es aber noch ein paar Tiefen gibt, glaube ich doch, dass ich dankbar sein kann und auch sein werde, dass ich es soweit geschafft habe.
Reha geht seit 3 Wochen und dauert noch 3 Wochen, ab der 2. KW werde ich dann mit einer Wiedereingliederung beginnen.

Liebe Grüße an Euch und ich wünsche euch viel Vertrauen, Klarheit und Kraft!!!
BEN

Anmerkung: Seit 7 1/2 Monaten Benzo-FREI, AD morgens 12,5 mg Quetiapin, mittags 12,5 mg Quetiapin, nachts 37,5 mg Quetiapin
Ich denke, dass AD werde ich im nächsten Jahr, nach der Wiedereingliederung, versuchen abzusetzen.
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Geändert von Ben Diaz (28.11.12 um 23:14 Uhr) Grund: Medikation

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Zitat von Ulli987 Beitrag anzeigen
Danke Libbi , danke für Deine Zeilen. Frage für mich : Wie werde ich ruhig ohne Benzos und Alkohol? ........ Yoga. Jacobsen. Autogenes Training. Alles versucht. Keine Ahnung wie es weitergeht. Hab anstrengenden Job und kann nicht stationäre Therapie durchlaufen.
Aber Danke für Dein Mitgefühl! !!
Lieber Ulli, ich weiss nicht, ob du das hier lesen wirst, falls ja, hier meine Erfahrungen.

Die Unruhe und die Symptome lassen nach.
Was habe ich dafür getan!?
Ich habe auch einen stressigen Beruf, aber mir war meine Gesundheit wichtiger, denn ohne diese Gesundheit habe ich keine Lebensqualität!!!
Ich habe mich zum Projekt gemacht und alles was möglich war und ist getan, damit es mir besser geht.
Ich kenne die Gedanken.... wie werde ich ruhig? Gedanken an die Benzos in schwierigen Phasen..... aber ich bin froh, dass ich durchgehalten habe!!!
Es dauert lange und auch ich hatte depressive Phasen, zumindest war ich des öfteren traurig und fast auch verzweifelt, aber ich hatte einen PLAN und somit einen immer klarer werdenden WEG.
Wie soll ich entspannen ohne BENZO.... mir hat hier die Meditation geholfen, denke ich zumindest. Ich mache es fast täglich ca. 20 Minuten und dies seit Sept. 2011. Du musst wissen, dass ein Effekt erst dann eintritt, wenn du es täglich über mehrere Monate praktizierst. Deine Konzentrationsfähigkeit erhöht sich, du lernst schwierige Gefühle auszuhalten.....die 20 Min. durchzuhalten. Durch die Konzentration auf den Atem kannst du immer wieder von den aufkommenden Gedanken loslassen.
Was sonst noch sehr sehr wichtig war: Ein guter Psychiater, der DIR in dieser schwierigen Zeit hilft und dir sagt, ob du auf dem richtigen WEG bist. Außerdem habe ich mich mit dem TOD, dem Sterben und mit der Beziehung zu mir selbst beschäftigt. Dazu kommt noch das Vorbereiten auf die Situationen in denen die Angst kommt, damit ich immer mehr bereit war mich auf die kommenden Ängst einzulassen. Mit dem Gedanken, dass du diese aushalten kannst, verliert die Angst an Macht!!!
Ich wünsche dir sehr, dass du für DICH das RICHTIGE tust, damit du DAUERHAFT auf einen guten WEG kommst!!!

Ach ja, außerdem treibe ich Moment ca. 3x pro Woche Sport, ich gehe regelmäßig weg, auch in die Tanzbar, des öfteren mal essen gehen. Meine Bedürfnisse befriedigen, die so lange hinten anstehen mussten! So langsam, aber sicher wird meine Grundstimmung besser und mein Selbstvertrauen nimmt wieder zu........ein sehr erleichtender Umstand, das Glücksgefühl hingt noch etwas hinterher, sicher ist da noch die Angst, dass es sich wieder negativ verändern könnte, aber die Zweifel werden weniger.

Uuuuuund noch etwas: Absolut wichtig für mich war die Erkenntnis, dass nur ich es ändern kann und ich somit begonnen habe für alles die volle Verantwortung zu übernehmen. Ich will einfach nicht mehr OPFER sein, sondern ich will die gestaltende Kraft in mir sein und dies gelingt wohl immer mehr!!! Dafür bin ich seeeeehr dankbar!!!

Liebe Grüße und alles GUTE und viel KRAFT
BEN
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Geändert von Ben Diaz (28.11.12 um 23:35 Uhr) Grund: Ergänzung

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LieberTee
Lieber Ben,

schön, dass Du Dich hier meldest. Ich freue mich sehr, dass es Dir so viel besser geht und drücke Dir ganz doll die Daumen, dass es so weitergeht!

Mit mir geht es auch aufwärts, obwohl ich schon merke, dass ich immer noch nicht so voll belastbar bin. Das liegt aber zum Teil auch daran, dass die Belastungen immer mal wieder so sehr ansteigen, dass eben dann in vielen anderen Bereichen auch ein Limit erreicht ist. Aber ich sehe zumindestens schon mal meine Muster und wie ich mit Ruhe gegensteuern kann. Klappt immer besser.

Ich habe die Meditation im Moment wegen "tobender See" aufgegeben. Will aber auf jeden Fall wieder beginnen. Allein schaffe ich es nicht so gut. Mir fehlt meine Gruppe, die im Moment wegen anderer Verpflichtungen nicht geht. Dein Beispiel macht mir aber wieder Mut, es auch mal wieder allein zu probieren und dran zu bleiben.

Danke dafür!!! Dir noch gute Erholung. Genieße die Zeit.

Lieber Gruß
Libbi

P.S. Habe hier eine Leseprobe einer Zeitschrift gefunden, wo es u.a. auch um eine psychosomatische Klinik geht. Ich glaube, da würde ich auch gerne hin. www.wir-menschen-im-wandel.de/files/8313/5297/1308/Leseprobe_Wir06_2.pdf

Geändert von LieberTee (29.11.12 um 00:10 Uhr) Grund: P.S.


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