Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen, Knochenschmerzen

23.12.11 14:40 #1
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AussiSam ist offline
Beiträge: 8
Seit: 23.12.11
Hallo,
ich bin neu hier und habe folgendes Problem:
Seit ein paar Monaten leide ich unter Knochenschmerzen und Gelenkschmerzen. So fing es an: Morgens beim aufstehen taten mir die Zehenknochen in den Füssen weh, die Knöchel und die Hüfte. Nach 20 min. habe ich mich aber eingelaufen und es war für den Rest des Tages ok. Mittlerweile ist es aber so schlimm, daß ich kaum aus´m Bett mag. Ich arbeite vormittags, habe 2 Kinder (4 und 8 Jahre) und einen Hund (8 Monate alt). Wenn ich aufstehe tut mir alles weh, ich komme kaum die Treppe runter. Mittlwerweile begleiten mich die Schmerzen den ganzen Tag. Wenn ich mit dem Hund draussen war (so eine Stunde) dann komme ich nach Haus und alles schmerzt, die Knochen in den Fußzehen, die Knöchel, die Schienenbeine, die Knie, die Hüfte, die Wirbelsäule, die HWS und auch die Handgelenke und die Knochen in den Fingern. Ich muß mich dann erst mal hinsetzen. Das geht aber nicht gerade auf einem Stuhl, sonder ich muß auf´s Sofa fast im liegen und Beine hoch. Dann brauche ich über eine halbe Stunde bis ich wieder weiter machen kann. Und trotzdem tut mir alles weh.
Ich war natürlich beim Arzt, der hat mir Iboprofen verschrieben. Die sollte ich 14 Tage nehmen (er sagte, wenn ein entzündlicher Prozeß in den Gelenken ist, dann ist das nach 14 Tagen Iboprofen weg). Also während der Einnahme war es wesentlich besser (wie auch bei anderen Schmerzmitteln) aber unmittelbar danach war alles wie immer.
Blutabnahme war ok. Rheumawerte waren ok. Borelliose war ok. (Hatte vor Jahrzehnten mal ´nen Zeckenbiss). Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind mir keine bekannt. Haben aber folgende Tests gemacht: Fruchtose war ok, Lactose war ok, Glukose war ok.
Mittlerweile ist es so schlimm, daß mein Alltag echt eingeschränkt ist, vor allem mit den Kinder und dem Hund.
Ich denke ich sollte mal einen Facharzt aufsuchen, aber was für einer ist für sowas zuständig?
Ist die normale Blutabnahme und Rheumawerte und Borelliose beim Hausarzt 100% zig? Oder ist eine Blutabnahme über einen Facharzt nochmal anders?
Rheuma gibt es nicht in meiner Familie, aber Osteopose (bei meiner Oma).
Ach ja, seit ein paar Wochen habe ich noch folgendes:
Rechts und links an der Rippen, aber auf dem Rücken an den Rippen bin ich total druckempflindlich. Wenn ich dort mit den Fingern drücke, dann tut das total weh und es dauert auch, bis der Druckschmerz wieder aufhört.
Sport: Treibe ich zur Zeit nicht, das halte ich gar nicht aus, habe total Angst das es dann noch schlimmer wird.
Nehme oft Schmerztabletten, damit ich überhaupt über den Tag komme.
Ich nehme seit ca. einem Jahr Blutdrucktabletten, aber in der Packungsbeilage steht nicht über Glieder.- oder Knochenschmerzen in den Nebenwirkungen. Und ich nehme Regelmäßig Pantoprazol, denn ich habe einen Zwerchfellbruch und muß meine Magensäure im Zaum halten. Ausserdem habe ich immer Darmprobleme (Arzt: Reizdarm).
Aber Magen und Darm habe ich schon lange, kommt immer vermehrt bei Streß und kann mir nicht vorstellen, daß es etwas mit den Knochenschmerzen zu tun hat.
So, ich glaube jetzt habe ich nichts vergessen. Hoffe ich bekomme viele Tipps. Wünsche allen hier schon mal schöne Weihnachten.


Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen, Knochenschmerzen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo AussiSam,

ich nehme Regelmäßig Pantoprazol, denn ich habe einen Zwerchfellbruch und muß meine Magensäure im Zaum halten.
Seit wann nimmst Du Pantoprazol? Man sollte es höchstens 14 Tage lang nehmen, sonst haben diese Tabletten endgültig unerwünschte Wirkungen:

Pantoprazol: Nebenwirkungen - Onmeda: Medizin & Gesundheit
(Bitte auch über die Wechselwirkungen und die anderen Punkte nachlesen).

Bei den Intoleranzen wurden nicht alle getestet, und da können schon auch Gliederschmerzen dazu gehören. Es fehlen:
Histamin- und Glutenintoleranz. Hier kannst Du darüber lesen:
Inhaltsverzeichnis
Außer Histamin gibt es noch andere biogene Amine, die zu Problemen führen können. Auf jeden Fall spielen Medikamente dabei eine Rolle, z.B. auch Blutdrucksenker:

Schmerzen, Migräne, Juckreiz, Quaddeln, Erytheme (Flush) und Kreislaufproblemen führen. Eine Hemmung oder Aktivitätserniedrigung von DAO ist aus verschiedenen Gründen möglich. Einerseits können eine Dauermedikation mit Bluthochdruckmitteln oder Chemotherapeutika sowie bestimmte chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Dickdarmkarzinom) zu einer Hemmung von DAO führen. Andererseits bewirkt Alkohol eine Hemmung und Aktivitätsminderung der DAO. Weiterhin werden die Deaktivierungsmechanismen auch durch verschiedene Biogene Amine wie Cadaverin, Putrescin oder Spermin kompetitiv gehemmt.
Symptome einer Tyraminintoxikation können sich durch Blutdruckanstieg, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Schwindel und Empfindungsstörungen äußern.

In vielen Lebens- und Genussmitteln, bei deren Herstellung bzw. Verarbeitung eine mikrobiologische Umsetzung stattfindet, sind Biogene Amine in erhöhter Konzentration vorhanden. Zu aminreichen Lebensmitteln zählen Fisch und Fischprodukte, Käse, Fleisch und Fleischprodukte, fermentiertes Gemüse und Sojaprodukte sowie Wein und Bier. Weiterhin findet man beachtliche Mengen in mikrobiell verdorbenen Lebensmitteln. In Tabelle 1 sind Beispiele für Histamin- bzw. Tyramingehalte aufgeführt.

Die wichtigsten biogenen Amine in Lebensmitteln und Getränken sind Histamin, ß-Phenylethylamin, Tyramin, Tryptamin, Putrescin, Cadaverin, Spermin und Spermidin, wobei durch Histamin am häufigsten eine Intoxikation hervorgerufen wird.

Die Diagnostik der enteralen Histaminose erfolgt in unserer Klinik durch orale Provokation mit histaminreichen Lebensmitteln.
http://www.psorisol.de/index.php?id=...nosehistaminin

Am Ende brauchst Du Blutdrucktabletten und hast einen Reizdarm, WEIL Du Probleme mit biogenen Aminen hast? Wie sieht Deine Ernährung so alles in allem denn aus?
Listen mit den entsprechenden Lebensmitteln bei Histamin und anderen biogenen Aminen findest Du hier im Forum über die SUCHE.

Wie sieht es bei Dir mit der Schilddrüse aus?: Schilddrse und Rheuma

Welche Tests auf Borreliose sind bei Dir gemacht worden?
http://www.symptome.ch/vbboard/borre...insteiger.html

Wenn Du ein Haustier hast, wäre es möglich, daß Du mit Parasiten zu tun hast. Auch da können solche Schmerzen herkommen.

Noch eine Frage: es sieht so aus, als ob Du vor ein paar Monaten noch schmerzfrei warst?
Dann wäre wichtig herauszufinden, was davor passiert ist, was zu den Gelenk- und Gliederschmerzen geführt haben könnte:

- Auslandsreise, Umzug, Renovierung, Zahnbehandlung, Impfung, Medikamente, Ernährungsveränderung mit neu dazugekommenen Lebensmitteln, Unfall ..... -

Grüsse,
Oregano

Geändert von Oregano (23.12.11 um 16:17 Uhr)

Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen, Knochenschmerzen

AussiSam ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 23.12.11
Oh je,
das hört sich ja nach längerer Suche an. Danke für die Links. Werde mich über die Feiertage mal in Ruhe damit beschäftigen.
Das Pantoprazol nehme ich alle 2 bis 3 Tage jetzt seit ca. einem Jahr. Mein Arzt hat gesagt, ich solle es nach Bedarf nehmen und ich bekomme auch immer ohne weiteres ein neues Rezept von ihm. Es ist aber auch so, daß durch meinen Zwerchfellbruch ständig Sodbrennen vorhanden ist und das ist ja für die Speiseröhre auch nicht gerade gesund, also Pantoprazol, daß hält das Sodbrennen im Zaum.
Welcher Borelliose-Test gemacht wurde, weiß ich nicht, mein Arzt sagte nur er wolle mal Borelliose testen und das wars. Es wurde Blut abgenommen und das Ergebnis war ok.

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AussiSam ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 23.12.11
Ach ja Schilddrüse.
Lt. der Blutabnahme waren auch die Schilddrüsenwerte alle i.O.

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bestnews ist offline
Beiträge: 5.702
Seit: 21.05.11
Hallo AussiSam.
zu den Nahrungsmittelintoleranzen gehören auch Probleme mit Milcheiweiss, sowohl die Allergie als auch die Unverträglichkeit (schächere Form), dann muss eine Zöliakie abgeklärt werden.
Die Zöliakie wird mittels eines Bluttests untersucht und dann muss zwingend eine Dünndarmbiopsie so oder so erfolgen (Schlauch schlucken). Letzteres wird gerne vergessen.

Reicht die Antikörperbestimmung für die Diagnose aus?

"Durch eine Antikörperbestimmung kann nur der Vedacht auf Zöliakie / Sprue geäußert werden.
Die Europäische Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (ESPHGAN) empfielt und neurere Untersuchungen belegen, dass eine 100%ige Diagnose nur durch eine anschließende Dünndarmbiopsie gestellt werden kann. "

Quelle http://www.welt-zoeliakie-tag.de/Zoeliakie-Diagnose

War bei mir auch so. Der Arzt teilte mir ein negatives Ergebnis für den Bluttest mit und damit war für ihn die Sache erledigt, obwohl er mir noch sagte: % Prozent fielen durch. Er schien sich aus irgendwelchen Gründen sicher zu sein, dass ich nicht dazu gehöre? Sehr seltsam und es war ein Magen-Darm-Facharzt!
Eine Freundin hatte auch einen negativen Befund beim Bluttest und durch die Biopsie kam dann doch eine Zöliakie zum Vorschein!
Mit der Zöliakie ist nicht zu spassen, man hat u.a. ein viel höheres Darmkrebsrisiko als Nichtbetroffene!
Ich habe den Verdacht, dass meine Nieren am Gluten eingegangen sind seitdem ich nen Menge recherchiert habe und wenn ich so auf meine Kindheit zurückblicke.

Krank durch Gluten wird man aber auch nicht nur bei einer Zöliakie, sondern auch bei schächeren Formen der Glutenunverträglichkeit, das wird meist schon gar nicht in Betracht gezogen oder ausgetestet.
Tests auch bei Milcheiweiss z.B. sind nicht immer zuverlässig.

Ich kann Dir nur sehr empfehlen, Dich vor dem Gang zum Arzt über das
Austesten gut zu informieren! Hier und im web und in der Literatur.

Leider kann man sich nie wirklich auf die Ärzte verlassen.
Ich sagte dies mal zu meinem Nephrologen und er sagte mir, das würde stimmen....Ich kenne den Arzt sehr gut . Er weiss eben, dass er auch nur ein Mensch ist...

Alles Gute und hartnäckig dran bleiben!

Geändert von bestnews (23.12.11 um 21:03 Uhr)

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AussiSam ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 23.12.11
Hallo Bestnews,
danke für Deine Antwort. Ich hatte schon 2 Magenspiegelungen und eine Darmspiegelung, bei der auch Morbus...irgendwas getestet wurde. Bis auf den Zwerchfellbruch hat keiner irgendwas festgestellt.
Also es ist schon so, daß ich eben auch ständig Magenbeschwerden, Sodbrennen manchmal akute Durchfallattaken habe oder mal Verstopfung (eher selten). Aber da habe ich überhaupt keinen Zusammenhang drin gesehen. Vielleicht sollte ich da noch mal drüber nachdenken.
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, zu was für einen Arzt ich mit den Symptomen gehen soll.

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AussiSam ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 23.12.11
Ach ja, ich habe meinen Hausarzt mal nach einer Glutenunverträglichkeit gefragt, und da hat er mir geantwortet, daß Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit eher dünn sind bzw. sehr abnehmen. Leider kann ich das von mir nicht behauptet. Im gegenteil, wir essen gesund (ausser mal ´ne ausnahme), durch die Kinder achtet man ja schon sehr auf die Ernährung, es wird also auch jeden Tag gekocht und es gibt selten Fast-Food. Mein Mann und meine Kinder sind super schlank und ich wiege bei 1.69m 85 kg. Das ist definitv zu viel, aber was ich auch mach, ich nehme nicht ab. Treibe halt auch keinen Sport (aber mein Mann auch nicht), da diese Gelenkschmerzen mir im Weg stehen. Süßigkeiten oder Alkohol eher wenig bis selten. Wirklich. Mein Arzt glaubt es mir gar nicht, er sagt immer nur Ernährungsumstellung, aber wenn ich die Umstelle muß ich mich ungesund Ernähren (Umstellung also von Gesund auf Ungesund haha). Mein Mann sagt, daß kann gar nicht sein, ich sehe doch was du so isst und was wir so essen. Der versteht das auch nicht.

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bestnews ist offline
Beiträge: 5.702
Seit: 21.05.11
Ich war wegen der Zöliakie beim Magen-Darm-Arzt, laut Dr.med. Ledochowski geht man wegen der Unverträglichkeiten zu einem Magen-Darm-Spezialisten und wegen allergischer Probleme zum Beispiel zum Allergologen.
Ruf einfach an und frag nach. Ich schätze mal, hier auf meinen Eintrag werden auch noch Rückmeldungen kommen von in der Sache Erfahreneren.
Ich habe letztlich alles durch längeres Auslassen des verdächtigen Nahrungsmittel ausgetestet.
Meine mich seit Jahrzehnten umschwirrenden Ärzte waren sämtlich ahnungslos!

Ich habe auch mal die Kinesiologie bemüht als alternatives Verfahren.
Es wirkte alles sehr eindrucksvoll aber ich weiss heute, dass das Austesten nicht funktioniert auf diese Art.

Zwerchfellbruch = Leistenbruch?

Ich habe mal gelesen, so ein Bruch kann auch durch einen aus den Fugen geratenen kranken Darm entstehen....

Bei der Suche nach einem geeigneten Arzt würde ich mich an Deiner Stelle mal in den Zöliakieforen umgucken, ich meine da mal vor längerer Zeit Listen fürs Bundesgebiet gesehen zu haben.
Sonst melde Dich mal an und frage explizit nach!

Schau mal hier die Symptome einer Histaminintoleranz:

HISTAMIN-INTOLERANZ > Symptome

Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen, Knochenschmerzen

bestnews ist offline
Beiträge: 5.702
Seit: 21.05.11
Dein Gewichtsproblem kann auch ein Indiz für eine oder mehrere Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein. Soweit ich weiss, sind die meisten eher dünn bei Zöliakie aber es geht wohl auch anderesherum.

Mir hat mal eine Frau erzählt, dass sie immer dicker wurde, als sie ihren Milchkonsum um morgendliche Milch erweiterte.Sie liess dies dann vernünftigerweise sein.
Sie ist jetzt sehr alt und fast ein Leben lang verstopft.
Ich meine, sie verträgt bis heute keine Milchprodukte und ich meine nicht die Laktose sondern das Milcheiweiss.

Übrigens sollte es einem zu denken geben, dass immer mehr Menschen gerade auch mit Getreide und Milchprodukten Probleme haben.
Ich habe mich sehr, sehr lange mit gesunder Ernährung befasst und sehe ständig irgendewelche Moden: Erst ist das Fett böse, dann die KHs usw.
Für mich ist mittlerweile klar:
Wir sind evolutionär nicht an Getreide und Milchprodukte, schon gar nicht im dem Ausmass angepasst und werden dadurch früher oder erst sehr spät Schaden nehmen.
Für mich ist das, was die DGE immer noch empfiehlt einfach eine Anschauung, die völlig überholt ist deswegen:
Wenn Du Dich bei Ernährungsformen umschaust, die grosse Heilerfolge haben im alternativern Bereich, wirst Du durchgängig finden, dass Stärke (Mehle) tabu sind, natürlich auch Zucker und immer auch Milchprodukte!
Es wird gegessen, wie wir evolutionär geprägt sind:
Es gibt nur einen Zankapfel: Fleisch ja oder nein und wie viel.

Tschö.

Geändert von bestnews (23.12.11 um 21:26 Uhr)

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AussiSam ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 23.12.11
Danke für Deine Hilfe,
werde mich da mal mit auseinandersetzen.


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