Kann es Lupus sein?

03.07.10 10:17 #1
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Kann es Lupus sein?

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
Zitat von BunnyDog Beitrag anzeigen
Es überrascht mich, dass du ausgerechnet mich fragst, wir beide haben ja doch recht unterschiedliche Ansichten betreffend medizinischen Themen.

kennen wir uns?
wenn ja; woher?


hallo bunnydog,

vielen lieben dank für deine antwort und dafür, dass du dir zeit für mich genommen hast!

viele grüsse von shelley
__________________
IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Kann es Lupus sein?

mara022 ist offline
Beiträge: 1.216
Seit: 03.09.09
Hallo BunnyDog

Es stimmt schon und es ist auch gut und recht so dass vorerst einmal auf die gängigsten Dinge wie Diabetes,Anämie,Nahrungsmittel,Schilddrüse,... untersucht wird,doch dies sind dann oft eben diese Standarduntersuchungen (wenn man auch wirklich alle Werte machen lässt wie zb bei der SD und nicht nur TSH), die dann eben positiv oder negativ ausfallen.

Und genau deswegen sollte man vor allem Krankheiten mit "mittelhäufiger Prävalenz",rede jetzt nicht von 1:1 000 000 Dingern ,sondern so nenne ich jetzt mal all die Sachen die sagen wir von Prävalenzen zwischen 1:100 bis 1:5000 gehen, nicht unterschätzen.
Diese werden häufig übersehen,nicht korrekt diagnostiziert (da spezielle Werte erforderlich sind),zudem sind sie meistens der Allgemeinheit auch nicht so gut bekannt und häufig auch unterdiagnostiziert
(Lupus sollte auch eine hohe Dunkelziffer haben,zudem ANA in der Regel ja nicht beim "Standardblutbild" mitgemessen wird und die Krankheit oft schleichend verlaufen kann)

SLE zb hat auch keine spezifischen Symptome die bei jedem Patient fast gleich sind und genau das ist eben auch das Tückische bei solchen Erkrankungen....
Ebenso gibt es viele verschieden Formen von Lupus,mit und auch ohne Organbeteiligungen (systemischer Lupus,diskoider Lupus,subakut-kutaner LE,Lupus tumidus,...)

Aus Felias Symptomen mit Müdigkeit,Gliederschmerzen und Co könnten sich verschiedenste Diagnosen ergeben,Lupus ist nicht gerade die Wahrscheinlichste davon, aber möglich.
Als Erstes würde ich mal beim Arzt ein großes Blutbild machen mit allen SD Werten,Organfunktionen und Rheumafaktor dazunehmen.
Wenn das auch keine Ergebnisse bringt könnte man dann beispielsweise schon Richtung Borreliose und Lupus weiterforschen....

Und was ist wenn du jetzt zb ein einzelnes Symtom hast,so wie bei mir,das sagen wir lupusspezifisch ist (auch wenn die anderen Dinge vielleicht nicht so typisch sind) und von dem Symptom Lupus eine der gängigsten Ursachen ist,dann sollte man das auf jeden Fall untersuchen lassen.


@Shelley

Naja der typische Lupus Fall bist du ehrlich gesagt auch in meinen Augen nicht,aber da bei dir schon so viel untersucht wurde (wie ich so gelesen habe) aber SLE eben noch nicht und du zudem eine diagnostizierte Autoimmunerkrankung hast sowie Gelenksbeschwerden,warum dann nicht diesen Test mal machen.

Genauso wie bei dir auch eher Leberkrankheiten wie Morbus Wilson und andere in Frage kämen....

Gruß Mara

Geändert von mara022 (04.07.10 um 19:30 Uhr)

Kann es Lupus sein?
Weiblich Felia
Themenstarter
Danke euch, für die ausführlichen Antworten!

Ich hatte gelesen, dass Lupus bei jedem unterschiedlich auftauchen kann und somit auch nicht umbedingt automatisch alle Symptome vorhanden sein müssen, um Lupus in Betracht zu ziehen. Ich will mir da ja auch nichts einreden oder darauf beharren, zumal es ja auch sicher besser ist, solch eine Krankheit nicht zu haben und eher etwas weniger schlimmeres der Fall ist.

Das mit der Müdigkeit hat ungefähr mit 12 Jahren angefangen, war da allerdings noch in einem gut vertretbaren Maß, d.h. wenn ich mal am Wochenende richtig ausgeschlafen hatte, war ich auch wieder fit. Dann ist es aber von Zeit zu Zeit schlimmer geworden und begann dann im Alter von 18/19 so alltagsbeschränkend, wie es auch jetzt noch ist. Im Alter von 18/19 hatten auch die Gliederschmerzen in Verbindung mit meiner Menstruation angefangen.

Als Erstes würde ich mal beim Arzt ein großes Blutbild machen mit allen SD Werten,Organfunktionen und Rheumafaktor dazunehmen.
Wenn das auch keine Ergebnisse bringt könnte man dann beispielsweise schon Richtung Borreliose und Lupus weiterforschen...
So weit war ich beim Doc auch schon. Ich war sogar mal extra bei einem Rheumatologen, wegen der Gliederschmerzen. Er nahm auch Blut ab, aber ohne Befund. Und als ich wegen der Müdigkeit zu meinem jetzigen Hausarzt ging, hatte der auch erstmal eing roßes Blutbild gemacht und auch im Blut geguckt, ob ich die letzte Zeit eine Zecke gehabt haben könnte. Alles negativ.

So langsam stinkts mir auch, dass, sobald es nichts gängiges ist, was man mal eben diagnostizieren kann, sich die Ärzte aber überhaupt nicht darum kümmern, eine Diagnose vorzulegen. Von meinem alten Hausarzt durfte ich mir ja sogar anhören "da weiß ich jetzt auch nicht mehr weiter" und durfte dann gehen. Mein momentaner Hausarzt hat sich da anfangs zwar etwas mehr ins Zeug gelegt, dir Usache zu finden. Doch seid auch seine standard-Vermutungen nicht die richtigen waren, kümmert auch er sich nicht mehr um eine Diagnose.

Mir wurde auch schon vorgehalten, ich könne eventuell ja auch nur simulieren oder es wären irgendwelche Psychischen Probleme. Klar, alles worauf man keine Antwort finden will, schiebt man am besten auf die Psyche. Und mit dieser Faulheitseinstellung der Ärzte, stehen meine Chancen auf eine ordentliche Diagnose noch in diesem Jahrhundert, wohl nicht so besonders.

Andere Leute werden wegen Bandscheibenvorfällen oder anderem arbeitsunfähig geschrieben und ich muss gucken, mit welcher Energie ich meinen Tag irgendwie halbwegs auf die Reihe bekomme. Gut, muss mich ja keiner Arbeitsunfähig schreiben. Aber sich dann wenigstens mal um ne ordentliche Diagnose zu bemühen, wäre zumindest die andere Alternative. Einfach die Hände verschränken, weil es ab jetzt zu viel Arbeit machen würde und mich dann einfach mir selbst zu überlassen und ich darf gucken, wie ich weiter im Alltag zurecht komme... Dafür zahle ich weder Krankenkassenbeiträge, noch Praxisgebühr!

Hätte ich mir die 10 Euro in den ganzen verstrichenen Quartalen gespart, ganz zuschweigen von den Kosten der ganzen Medikamente, die ich verschrieben bekam, hätte ich mir davon nun was schönes kaufen können...

Kann es Lupus sein?

BunnyDog ist offline
Beiträge: 1.291
Seit: 05.08.08
Hallo Felia

ich kann deinen Frust gut nachvollziehen, da ich selbst von ständiger Müdigkeit betroffen bin. Auch in meinem Fall führten alle Untersuchungen zu keinem Befund. Mein Hausarzt gestand sich und mir dann ebenfalls ein, er wäre nun ratlos. Ich rechne ihm diese Offenheit jedoch positiv an. Ärzte sind keine Götter in Weiss, auch sie stossen an Grenzen.

Je mehr ich mich mit der Materie auseinander gesetzt und mich darüber informiert habe, desto mehr konnte ich nachvollziehen, warum Ärzte ab einem bestimmten Punkt auf die Bremse gehen:
Chronische Müdigkeit ohne erkennbaren Grund ist weit verbreitet. Wenn die wahrscheinlichsten Krankheiten ausgeschlossen werden konnten, wird es schwierig. Denn so gut wie jede Krankheit entzieht dem Körper Energie. Die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen beginnt.
Erfahrungsgemäss führen weitergehende Untersuchungen jedoch zu keinem Ergebnis mehr, treiben aber die Kosten in die Höhe - und enttäuschen den hoffenden Patienten jedes mal aufs Neue.

Wer also ist der bessere Arzt: derjenige welche immer mehr Untersuchungen anordnet (und dabei mitverdient), oder derjenige der sagt: "Stop. Ab jetzt stehen Aufwand und Kosten nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen".
Eine schwierige Frage, und eine Gratwanderung für jeden (guten) Arzt.


Gruss - BunnyDog

Kann es Lupus sein?
Weiblich Felia
Themenstarter
Wer also ist der bessere Arzt
Ich erwarte doch von den Ärzten auch nichts übermenschliches. Doch sehe ich es nicht als zu viel verlangt an, auch mal über den Tellerrand ihrer Standard-Untersuchungen hinaus zu blicken. Dadurch, dass man die Arme verschränkt und sagt, einem würde jetzt auch nichts mehr einfallen, lässt sich auch keine Diagnose stellen.

Ein Arzt, der seinen Beruf ausübt, weil er Menschen helfen möchte, weil es ihm wirklich um die Menschen geht, wird sich nach meiner Ansicht vielleicht auch mal durch diverse Fachbücher wälzen, wenn er selbst nicht weiter kommt. Oder seine Kollegen bzw. andere Ärzte fragen, ob die vielleicht auf eine Lösung kommen.

Und, wenn das sogar unsere Tierärztin mach, warum dann nicht auch ein Allgemein Doc?

Wobei ich mir relativ sicher, die Ursache der ungewöhnlich hohen Tagesmüdigkeit herausgefunden zu haben: Stress! Die ganze letzte Woche über hatte ich frei und war trotz normaler Menge an Schlaf (ca 8 Stunden) jeden Tag fitt und ausgeruht. Ab heute fing mein Praktikum an und trotz, dass ich erst um 15:30 Uhr anfangen musste, somit ausschlafen konnte und nur 2 Stunden dort war, ist plötzlich die starke Müdigkeit wie die ganze Zeit davor wieder vorhanden! Da wäre doch das naheliegenste, dass die Müdigkeit Stressbedingt wäre?!

Geändert von Felia (07.07.10 um 20:49 Uhr)

Kann es Lupus sein?

mara022 ist offline
Beiträge: 1.216
Seit: 03.09.09
Hallo Felia

Also mein bester Facharzt war der Neurologe zu dem ich mal überwiesen worden bin,der hatte auch kein Problem damit dass er Kupfer und Coeroluplasmin veranlassen ließ zu untersuchen und der nahm mich auch ernst.

Er hat mich auch mal gefragt warum ich Pünktchen bei der Hand habe und was das ist,hab halt gesagt vermutlich irgendeine Kontaktallergie,hat zwar nicht mehr nachgefragt und war mir damals auch nicht so wichtig,aber er war eben aufmerksam.

Fand auch seltsam dass mit Essen bei mir und meinte halt ich sollte Konzentrationstraining machen,leider hätte das zuviel gekostet.

Hat auch nach meinen letzen Leber-und SD Werten gefragt und das tun sowieso die wenigesten Ärzte...

Es gibt also auch gute Ärzte aber viele schieben dich eben vorschnell ins Psycho-Eck,besonders wenn du auch eine psychische Krankheit hast die sich aber mit deinen anderen Sachen nichts zu tun hat.
Dass Ärzte nicht jeden einzelnen Stoffwechselvorgang im Körper untersuchen können kann ich übrigens auch verstehen und nachvollziehen,ein bisschen mehr Recherche und Ursachenforschung könnte man allerdings schon verlangen.

Die Beschwerden im Beckenknochen hab ich auch oft vor den Tagen,aber auch mal zu anderen Zeiten.

Müdigkeit kann ja noch dazu für fast alles ein Symptom sein,wenn Lupus oder ein paar andere Dinge die du im Auge behalten willst bei dir negativ war kannst du es ja zur Sicherheit zu der jährlichen Blutkontrolle oder alle zwei Jahre mal dazunehmen.
Mache ich auch so.

Stressbedingt wäre natürlich auch eine mögliche Lösung des Problems aber der Stress kommt ja auch nicht von irgenwoher und belastet eben nicht nur die Psyche,sondern auch den Körper und den Hormonstoffwechsel.

Hast du schon mal beim Thema Neurostress reingeguckt?

Gruß Mara :0)

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Gamslet ist offline
Beiträge: 9
Seit: 05.07.10
Zitat von Felia Beitrag anzeigen
Wobei ich mir relativ sicher, die Ursache der ungewöhnlich hohen Tagesmüdigkeit herausgefunden zu haben: Stress! Die ganze letzte Woche über hatte ich frei und war trotz normaler Menge an Schlaf (ca 8 Stunden) jeden Tag fitt und ausgeruht. Ab heute fing mein Praktikum an und trotz, dass ich erst um 15:30 Uhr anfangen musste, somit ausschlafen konnte und nur 2 Stunden dort war, ist plötzlich die starke Müdigkeit wie die ganze Zeit davor wieder vorhanden! Da wäre doch das naheliegenste, dass die Müdigkeit Stressbedingt wäre?!
Hast Du das geschrieben? Falls ja, was spricht dagegen, dass Dein Problem ein Psychisches ist?
__________________
Erfolg hat man, wenn man mit den Gesetzen der Natur zusammenarbeitet.

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