Müdigkeit, Angst, HIT, ...

17.03.10 16:30 #1
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Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo rosmarin,

Zitat von rosmarin
Mir geht es wie dir - ich suche auch nach dem roten Faden und wäre glücklich, eine Erklärung zu finden für "die Tage auf dem Sofa, wo selbst Fernsehen zu anstrengend ist" (hier im Forum gefunden), für unvermittelt hereinbrechende Blackouts/Gedankennebel/Desorientierung, und halt für Angstblockaden (die ich übrigens viel weniger habe, wenn ich grad faste - leider muss man dann doch auch mal was essen und sofort sind die Grundbeschwerden wieder da)...

Was die Schilddrüse betrifft - wie hast du festgestellt, dass du ein Schilddrüsenproblem hast, wenn die Werte "offiziell" immer ein Ordnung waren? Vielleicht hast du da einen Tipp für mich?
(Der einzige Befund, den ich da sonst noch habe, sind zwei wohl kleine Knoten - Nebenbefund bei einer Carotis-Sonografie. Ich hab da noch nix weiter unternommen, weil ich das Gefühl hatte, ich komme derzeit weder mit Jod noch mit Hormontests gut klar.)
am besten schaust Du Dir dazu mal meinen Thread an :
http://www.symptome.ch/vbboard/schil...hashimoto.html

Dort sind bestimmt einige Deiner Fragen beantwortet .


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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rosmarin ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Hallo Heather,

nach nunmehr vielen Wochen/Monaten, gefühlten tausend Untersuchungen und diversen Auf's und Ab's weiß ich:
  • Es gibt ein Hypoglykämie-Problem, weil das Insulin viel zu lange aktiv bleibt und weil ein B6-Problem dafür sorgt, dass der Blutzucker auch nicht so schnell wieder hochkommt. Daher ist alles kontraproduktiv, was einen Insulin-Ausstoß provoziert (natürlich auch Traubenzucker) und die sinnvollste Option ist LOGI-Diät. Deshalb war mir die Umstellung vor 1,5 Jahren so gut bekommen, und ist es mir so gar nicht bekommen, wieder Bananen, Kartoffeln, Brot etc. zu essen.
  • Es gibt offensichtlich ein Glutenproblem jenseits von Zöliakie. Darm schwillt an, Bauch schmerzt etc., aber Zöliakie-Befund ist negativ (Antikörper/Biopsie).
  • Es gibt sehr offensichtlich ein Zink-/B6-Problem - nachdem ein HPU-Test zweimal fehlgeschlagen ist (beim ersten Mal konnte die Probe nicht verwertet werden und beim zweiten Mal ist sie erst 4 Wochen nach dem Versand beim Labor angekommen), habe ich allerdings keinen weiteren gemacht, weil ich nicht nochmal alles absetzen wollte (keine Kraft, mich nochmal mit extremer Konzentrationsschwäche und nahezu völligem Ausfall von Kurzzeitgedächtnis rumzuschlagen).
  • Diagnostiziert wurde ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel (lt. Orthopädem lebenslang) und der Beginn einer hochdosierten Substitution hatte revolutionäre Auswirkungen (auf Erschöpfung, Muskel-/Gelenk-/Wirbelschmerzen, Hypoglykämie). Entsprechend wurde dann auch Osteoporose entdeckt (der Orthopäde hatte nach den Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule eine Knochendichtemessung veranlasst). Die neurologischen Defizite (Neuropathie, Gehörzellen-Verlust, Augen) hängen offenbar auch damit zusammen.

Meine entdeckte Fructose-Intoleranz hat sich, wies aussieht, nach Zink-/B6-/D-Substitution deutlich gebessert.
Histamin-Werte waren diesmal in Ordnung (wenn auch sehr niedrig), Cortisol ist auch teils am unteren Rand, aber in Ordnung, auf nitrosativen Stress gibt es keinen wirklichen Hinweis (nachdem ich die B12-Injektionen ausgesetzt, hat es ca. 8 Wochen gebraucht, bis der hohe B12-Serum-Wert wieder den Referenzbereich erreicht hatte, so dass ich denke, wenn der Verbrauch so vergleichsweise niedrig ist, gibts auch keinen nitrosativen Stress). Kupfer (in Ery's) war lt. Labor knapp zu niedrig (allerdings nach einer Phase mit excessivem Vitamin C-Konsum von 2-3g/Tag).
Das einzige, dem ich nicht mehr nachgegangen bin, weil ich keine Kraft mehr hatte, ist die Schilddrüse - aber zumindest der ft3-wert hat sich auch etwas erhöht (vielleicht seitdem ich sporadisch immer mal Selen nehme?).

Nachdem ich mich nochmal intensiver mit Physiologie und Stoffwechselwegen beschäftigt habe, drängt sich mir der Verdacht auf, dass die Störungen im Phosphatstoffwechsel, die ggf. durch einen langanhaltenden Vitamin-D-Mangel, nicht nur Hypoglykämie verursachen können, sondern auch diverse Störungen bei B1/B6 und nachfolgend Zink und Magnesium und dass die Ursache aller Probleme in einem einfachen (konstitutionellen) Vitamin-D-Mangel liegt...

lieben Gruß,
rosmarin

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Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo rosmarin,

aber Zöliakie-Befund ist negativ (Antikörper/Biopsie).
meines Wissens nach ist nicht jede Untersuchung sehr aussagekräftig, ich weiß aber natürlich nicht wie das bei Deiner ist. Hast Du denn schon einmal unser Wiki zu diesem Thema angesehen ?

Nimmst Du denn auch ein hochdosiertes Multivitamin-Präparat? Ich könnte mir gut vorstellen dies würde Dir allgemein gut tun. Außerdem, je nachdem welche Mengen in einem Multi drin wären, ein hochdosiertes Vitamin-B-Präparat, vielleicht einen B-100 Komplex. Damit wären alle B-Vitas abgedeckt .
Das Problem in Deutschland ist die Präparate die man bei uns kaufen kann sind quasi für die Katz ! Wenn Du solche Produkte einnimmst wirst Du vermutlich nicht allzu viel davon spüren. Ich hoffe Du bist da gut informiert ?

Eventuell könntest Du mal die Ergebnisse Deiner Untersuchungen hier einstellen, möglicherweise fällt anderen Mitlesern dazu noch einiges ein .


Liebe Grüße .

Heather
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aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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rosmarin ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Hallo Heather,

was das Gluten betrifft, so war meine Untersuchung ziemlich gründlich nach allem, was ich dazu gelesen hab: es wurden alle Antikörper gemessen nach 14 Tagen extremer Glutenbelastung (jede Menge Weißbrot, weiße Brötchen, diverse Backwaren, die mit Gluten angereichert waren...) und nach einem nochmaligen ebenso gründlichen Belastungstest wurde eine Dünndarm-Biopsie gemacht, bei der auch keinerlei Zottenveränderungen festgestellt wurden. Nur mir ging's während dieser ganzen Zeiten besch...

Solange ich mich glutenfrei ernähre, sind die Beschwerden weg.
Mit anderen Worten, es gibt eine deutlich negative Reaktion, aber jedenfalls keine Zöliakie. Bei den Belastungstests hätte man nach Aussagen aller von mir befragten Laborärzte und Ärzte im Falle einer Zöliakie auf jeden Fall eine Antikörper-Reaktion und eine Zellreaktion festgestellt. Auch hier im Wiki hab ich nix anderes gefunden.

Da ich ja aber ohnehin nur wenige Kohlehydrate vertrage, ist das nicht so tragisch ;-) - auch wenn sich das Problem mittlerweile ja deutlich entschärft hat.

Was die B-Vitamine betrifft, so hatte ich alle hochdosiert (Einzelpräparate) außerdem Magnesium, Zink, Vitamin C genommen, als es mir so schlecht (und immer schlechter) ging.

Dann hatte ich einige Wochen komplett ausgesetzt (wurde dadurch auch nicht besser) und als ich auf das Vitamin D gestoßen wurde, zunächst nur damit angefangen. Seitdem ging es kontinuierlich bergauf, später habe ich dann mit Zink und noch zwei Wochen später mit 25mg B6 und einem ganz niedrig dosierten B-Komplex angefangen - ich wollte auch sehen, welche Beschwerden sich mit welcher Einnahme bessern.

Insgesamt geht es mir aber mit dieser Einstellung physisch so gut wie in meinen besten Tagen (keine Schmerzen, keine Müdigkeit, keine Muskelschwäche) und psychisch geht es mir trotz meinem posttraumatischen Stresssyndron auch deutlich besser. Vor allem auch die Neuropathie hat sich sehr gebessert. Da alle Symptome, die ich hatte, auch als Vitamin-D-Mangel wiederzufinden sind und da die körperlichen Symptome sich mit Vitamin D allein schon auf für mich unglaubliche Weise gebessert haben, bin ich ziemlich sicher, dass das das Grundproblem ist. Ich sehe es ja auch bei mehreren Bekannten in meinem Umfeld, die auf meine Empfehlung hin einen 25(OH)D-Test gemacht haben, einen teils extremen Mangel hatten und jetzt den Spiegel aufsättigen, dass Muskelschmerzen, Schwäche, Erschöpfung, Angstzustände sich mit steigendem Spiegel nachhaltig bessern...

Meine Untersuchungsergebnisse muss ich erst einmal digital aufbereiten...

Lieben Gruß,
rosmarin

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gentlemen01 ist offline
Beiträge: 847
Seit: 14.09.09
Zitat von rosmarin Beitrag anzeigen
was das Gluten betrifft, so war meine Untersuchung ziemlich gründlich nach allem, was ich dazu gelesen hab: es wurden alle Antikörper gemessen nach 14 Tagen extremer Glutenbelastung (jede Menge Weißbrot, weiße Brötchen, diverse Backwaren, die mit Gluten angereichert waren...) und nach einem nochmaligen ebenso gründlichen Belastungstest wurde eine Dünndarm-Biopsie gemacht
Entschuldigt, dass ich diesen doch sehr, sehr alten Thread rauskrame....

Mich interessiert aber, ob eine 2 - wöchige Glutenbelastung vor einer Dünndarmbiopsie ausreicht?

Habe mich nämlich schon im Dezember alles andere als glutenfrei ernährt, obwohl es mir ohne Gluten besser geht (Weihnachtszeit und andere Probleme, warum ich meine Ernährung so schleifen gelassen habe...) - ich würde dann einfach noch den kompletten Februar glutenhaltig essen. Das sollte doch dann für eine aussagekräftige Dünndarmbiopsie ausreichen?

Und wenn es ausreichen sollte...WIEVIEL Gluten sollte ich pro Tag essen?
2 Brötchen am Morgen oder schon esslöffelweise Glutenpulver?

Was denkt ihr?
__________________
Liebe Grüße G01


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