Bin sicher falsch hier mit meinem Problem - aber wohin?

21.11.09 17:42 #1
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bin sicher falsch hier mit meinem Problem - aber wohin?

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Chipmunk,

Frage- MUSS man mir helfen oder kann man mich auch abwimmeln? Hab Angst - wieder alleine dazustehen!!! Dann weiss ich wirklich nicht mehr weiter - :(
gerade was das betrifft, könntest Du Dich von dem oben genannten Netzwerk vielleicht mal beraten lassen. BApK

Habt Ihr gegebenenfalls Kontakt zu einer Organisation, die Euch schon mal irgendwie geholfen hat, wie zum Beispiel eine Beratungsstelle oder ein Verein? Möglicherweise kann Dich von dort jemand begleiten?
Oder gibt es sonst jemanden, der Deine Familie näher kennt und dadurch hilfreich sein kann?

Möglicherweise gibt es auch eine Organisation für psychisch Kranke/ Angehörige psychisch Kranker, vor Ort oder im Landkreis?

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Geändert von Leòn (22.11.09 um 02:30 Uhr)

bin sicher falsch hier mit meinem Problem - aber wohin?

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Chipmunk,

eine Kleinigkeit habe ich noch:

...ne, ich hab mich dagegen entschieden, in die Klinik anzuweisen - war irgendwie eh nicht sooooooooooo 100% angetan - schien mir aber als einzige Lösung....
wir als Laien können sowieso niemanden einweisen oder einweisen lassen, sondern lediglich einer Fachstelle gegenüber die Symptome schildern und vielleicht eine Anregung in diese Richtung geben.
Über eine zwangsmäßige Einweisung entscheidet ohnehin nur ein Arzt (Gesundheitsamt) und nur dann, wenn eine unmittelbare Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt. Liegt die dann nicht mehr vor. wird der Patient auf Wunsch baldmöglichst wieder entlassen.

Herzliche Grüße von
Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
Ob da ein Antidepressivum reicht?

Also ich glaube er braucht ein Ziel, eine Aufgabe die ihn wenigstens in Teilzeit beschäftigt.

Was den Wirkstoff betrifft:

Ein Tablette oder Kapsel kann man sicher aufmachen und pulverisiert ins Essen geben. Aber ob das wirklich die Lösung ist? Finde das zu einfach.

Ich glaube, es bedarf mehr.

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Weiblich KimS
Hallo,

Ich glaube, es bedarf mehr.
Da stimme ich voll zu!

Ein Tablette oder Kapsel kann man sicher aufmachen und pulverisiert ins Essen geben. Aber ob das wirklich die Lösung ist? Finde das zu einfach.
Ich finde das nicht zu einfach, ich finde das u.U. sehr gefährlich.

Herzliche Grüsse,
Kim

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Zitrone ist offline
Beiträge: 1.026
Seit: 12.10.09
Hallo, ich schreibe was ganz anderes als die anderen, weil ich deine Geschichte sehr gut nachvollziehen kann!

1. geb deiner Mutter die Adressen und Tips, die du hier bekommen hast, weiter.
2. Zieh dich zurueck und pass AUF DICH auf!!!! Du bist viel zu involviert. Du bist erwachsen, du hast dein eigenes Leben, du hast ein Kind (oder?). Du bist NICHT verantwortlich fuer deinen Vater. Du bist nur dafuer verantwortlich, dass DU und dein Kind gesund bleiben. Du kannst ihn nicht "retten".
3. Mach eine Verhaltenstherapie. Du hast ein ganz arges Helfersyndrom. Wenn es bei dir zuhaus zum Drama kommt (und glaub mir: wenn es so sein soll, dann wirst du es nicht verhindern koennen!), dann gibst du dir am Ende noch die Schuld. Du bist aber nicht schuld.
4. Dein Vater ist vielleicht krank, aber erwachsen. Deine Mutter ist definitiv erwachsen und nicht krank. Es ist IHRE SACHE! Kinder sind NICHT verantwortlich fuer ihre Eltern. Du hast dein eigenes Leben. Du kannst sympathisieren und Tips geben, aber vor allem musst du eins: dich nicht zu sehr involvieren und auf DICH aufpassen, denn wenn du das nicht tust, wird deine Psyche am Ende auch broekeln.
5. BITTE BITTE pass auf dich auf. Ich kann mir vorstellen, wie sehr du in der Sache drin haengst, wie viel Angst du hast, wie sehr du was aendern moechtest, aber du bist NICHT verantwortlich. Es liegt nicht in deinen Haenden.

Das sind die Worte einer sehr sehr guten Psychotherapeutin, die 23 Jahre mit Familienangehoerigen von psychisch kranken zusammen arbeitet. Liebe Gruesse.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Zu den Worten von Zitrone noch einen Gedanken:
So lange Du aktiv bist, werden Deine Mutter und Dein Bruder wahrscheinlich passiv bleiben, weil Du ihnen einen Teil des Leidens abnimmst. Dein Vater dagegen wird vielleicht dadurch erst recht in seiner Art verharren.

Vielleicht kann sich erst dann etwas bewegen, wenn Du ruhig bei Dir bleibst?

Gruss,
Uta

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chipmunk ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 16.11.09
ohhhhhhhhhhhhhhh ... Zitrone DEINE Worte haben mich zum heulen gebracht ...
ICH gebe mir tatsächlich Schuld u.a. auch in seinem Verhalten.
Ich weiss, ich hab meine Familie - mein Mann leidet mich so zu sehen ... und sagt mir auch immer wieder, lass es, Du machst Dich kaputt ect.
Aber ich kann doch nicht einfach nur zuschauen??? Ich will wenigstens, dass irgendein Arzt sich meinen Vater zu Herzen nimmt ... und ihn wieder auf den richtigen Weg lenkt.
Ich bin ein sehr sensibles Wesen - ( u.a. Fisch als Sternzeichen ;-) und naja --- ich stelle mir immer die schlimmsten Situationen vor, die zuhause passieren könnten - dass macht mich echt rasend.
U.a. war ich auch schon bei einer Heilpraktikerin ... die hat mir sehr gut helfen können ... kaum geht es mir wieder besser ... steht meine Mum da und erzählt mir wieder was zuhause abgeht. :(
Wie man es macht, macht man es falsch.
Aber ich bin jetzt überzeugt, morgen zum Gesundheitsamt zu fahren und mich dort weiter informieren lassen ... meine letzte Chance.
Das mit den Kapseln heimlich unterjubeln ... ist wirklich zu gefährlich - und meiner Mutter würde ich es leider nicht mal zutrauen, dass sie das zustande bekommt ohne ertappt zu werden.

Ich kann manchmal einfach nicht glauben, dass es wirklich Menschen gibt, die sooooooooo grausam zu seiner EIGENEN Familie sein können ...

Wünsche euch allen einen schönen Sonntag
und danke für eure Kraft und eure guten Worte

PS: Vorallem mein kleiner Sohn und mein Mann geben mir immer wieder die Kraft und positiv in die Zukunft zu schauen.

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chipmunk ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 16.11.09
Apropo LEON:

Habe Deinen Link angeschaut - aber ich weiss nicht ob mein Vater wirklich depressiv oder psychisch krank ist!?
Denn nach aussen hin ist er der liebevolle und nette Familienvater der keinen Menschen das Wasser trüben kann ...
ist das nicht schizo???

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
Zitrone hat recht.

Wer anderen seine Hilfe aufdrängt, wird zurückgestoßen. Ich finde, der eigene Standpunkt sollte dem anderen klar sein, die eigene Meinung. Einen guten Rat sollte man auch mal freundlich aber bestimmt wiederholen. Damit sich der andere auch erinnern kann. Evt. noch Gründe nennen, warum man das so sieht. Evt. konkrete Maßnahmen vorschlagen. Das wars dann aber auch.

Man kann und darf einem Erwachsenen keine Vorschriften machen und eben auch keine Medis unters Essen mischen. Ist leider so. Manchen muß man einfach zusehen, wie sie in Ihr Unglück laufen. Manchmal ist aber auch die Auffassung von Glück nicht die selbe. Und manchmal ergeben sich Krisen, weil ein vielleicht wichtiger Lernprozess durchlaufen wird. Es ist auch mal besser, wenn der eine oder andere seine Lektion lernt, selbst wenn sie schmerzhaft ist.

Vielleicht kannst Du den anderen Personen im Haus helfen, eine gute Entscheidung zu treffen (nur beratend/unterstützend). Dein Vater hat sich entschieden. Helfersyndrom stößt meistens irgendwann auf große Ablehnung bei anderen; hat manchmal sogar egoistische Beweggründe, was ich Dir aber nicht unterstellen will. Wenn Leib und Leben in Gefahr sind, muß sich deine Mutter auf Zeit trennen (räumlich).

Geändert von Joh70 (22.11.09 um 11:20 Uhr)

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chipmunk ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 16.11.09
@Joh - ich hab denk ich KEIN Helfersyndrom - ich persönlich denke, dass es einfach(er) ist, zu sagen MISCH Dich nicht ein - wenn man nicht selber betroffen ist. :( ICH kann und will nicht einfach zuschauen, wie er meine Mutter und Bruder und vorallem sich selber unglücklich macht - da ich ihn eben schon kannte wie er VORHER war - ein liebevoller Vater und Ehemann!
Will niemandem vor den Kopf stossen - aber so eine Aussage - NICHTS zu tun kann und will ich nicht akzeptieren :(((
Ich denke mit HELFERSYNDROM hat das nichts zu tun - es geht um meinen PAPA ... da ist es wohl das selbstverständlichste der Welt ODER?


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