Keiner hilft mir wirklich weiter....

07.10.09 17:18 #1
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EricFlat ist offline
Beiträge: 7
Seit: 07.10.09
Hi,
eins vorweg...
Ich (31 Jahre) war schon immer jemand, der große Angst vor Krankheiten hatte und nachdem ich im letzten Jahr die Bekanntschaft mit einer MS-Kranken gemacht habe, hat sich das noch verstärkt.
Nun zu meinem Problem:
Gegen Ende des letzten Jahres bin ich morgens aufgewacht und war total KO...dazu etwas Fieber und sobald ich mich nur ein wenig angestrengt habe, ging der Puls hoch und ich war danach völlig platt. Daraufhin bin ich zum Arzt und der meinte, das es bestimmt das Pfeiffersche Drüsenfieber ist (hatte zudem noch einen leicht geschwollenen Lymphknoten am Hals). Ich wurde dann erstmal krankgeschrieben. Nachdem die Beschwerden aber kaum besser wurden (ca. 3 Wochen später), bin ich zu einem neuen Arzt (wollte den Hausarzt sowieso wechseln). Dieser ließ sich die Ergebnisse vom letzten Bluttest schicken und sagte mir dann, das bei mir damals gar keine Anzeichen auf PD vorlagen. Ich hätte das zwar mal gehabt, aber nicht zu dem Zeitpunkt. Er hat dann nochmal einen Bluttest gemacht- ohne weitere Kontrolle auf PD und die Werte waren seiner Aussage nach Super- nur habe ich etwas zu viele rote Blutkörperchen im Blut- ich solle daher mehr trinken oder Blutspenden gehen. 2 Wochen später bin ich dann wieder arbeiten gegangen, da ich es zuhause nicht mehr ausgehalten habe. Es ging mir dann auch schon wieder besser. Mitte Februar gings damit weiter, das ich in der linken Hand und im linken Bein Mißempfindungen hatte (mal leichtes Kribbeln, mal etwas Taub....nicht andauernd aber ab & zu mal). Daraufhin kam die Angst vor MS auf. Bin dann zu einem Neurologen und der hat auf meinen Wunsch eine Lumbalpunktion gemacht, mit dem Ergebnis, das nichts auf MS hinweist. Ein MRT von HWS und LWS blieben ebenfalls ohne Ergebnis.
Der geschwollene Lymphknoten am Hals macht sich aber von Zeit zu Zeit immer mal bemerkbar und im Moment ist es so, das es mir vorkommt, als würde von ihm aus meine rechte Gesichtshälfte manchmal wärmer werden. Hinzu kommt, das ich manchmal das Gefühl habe, als sei meine rechte Gesichtshälfte "müder" oder "träger". Das ist aber nicht andauernd so sondern meistens nur dann, wenn ich eh schon total müde bin. Da ich seit Beendigung meiner Lehre auch Wechselschicht gehe, kommt das mit der Müdigkeit schon mal häufiger vor. Jetzt habe ich die Befürchtung, das ich vielleicht HIV-positiv bin, da ich im letzten Jahr 2x ungeschützen Sex hatte (wobei das 1x mit der MS Kranken war) und das die Symptome darauf zurückzuführen sind.
Meine Schwägerin (Arzthelferin) und allen, den ich davon erzähle halten mich für paranoid, da in unserer Familie eigentlich nie schwere Krankheiten vorgekommen sind. Zumal es auch Tage- machmal auch Wochen gibt, wo ich absolut nichts habe und es mir super geht. Doch irgendetwas kann ja mMn nicht stimmen.

Geändert von EricFlat (07.10.09 um 17:29 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wie sehen Deine Zähne vor allem auf der rechten Seite, wo der Lymphknoten immer mal anschwillt, aus?

Gruss,
Uta

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EricFlat ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 07.10.09
Also damals hatte ich kurz vor der Schwellung des Lymphknotens eine Entzündung am Weißheitszahn. Diese wurde dann vom Zahnarzt behandelt und mein Hausarzt meinte dann, das die Schwellung von daher komme. Dennoch schwillt der Lymphknoten seitdem immer mal wieder an. Zwar nicht extrem (so das es ersichtlich wäre) aber so, das man ihn fühlen kann. Manchmal glaube ich auch, das es mit dem Weißheitszahn zusammenhängt, da er sehr schief rausgekommen ist und ich mir deswegen manchmal auf der Wange beisse- zudem kommt es mir so vor, als wenn man ihn manchmal "bemerkt" (vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein). Der Zahnarzt meinte aber, das das noch ok wäre.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wie ist denn der Weisheitszahn behandelt worden?
Wenn er sowieso schief herauskommt und damit letztlich eher ein Hindernis ist als ein erfreulicher Zuwachs, würde ich sehr darüber nachdenken, ob man ihn nicht besser zieht.
Einen Weisheitszahn würde ich mir allerdings nicht vom Zahnarzt ziehen lassen sondern vom Kieferchirurgen. Der ist einfach besser dafür ausgerüstet.

Gruss,
Uta

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EricFlat ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 07.10.09
Daran habe ich auch schon gedacht, aber irgendwie wollen die mir nicht so richtig helfen. Damals wurde nur die Entzüdnung mit so einer "desinfizierenden Einlage" (die von allein rausgefallen ist) behandelt. Meinst Du denn, das die ganzen Symptome damit zusammenhängen können? Ich habe ja schon oft gehört, das Zähne ziemliche Probleme machen können.
Aber schon mal DANKE für deine Hilfe

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Solange ein Weisheitszahn ein fraglicher Kandidat ist, würde ich an dem dranbleiben und auf jeden Fall z.B. bei einem Kieferchirurgen eine zweite Meinung einholen.

So ein Weisheitszahn hat ja auch Auswirkungen auf den ganze Körper. Insofern sollte er beachtet werden.
"Desinfizierende Einlage": Das klingt seltsam für mich. Ist denn da eine Wurzelbehandlung gemacht worden? Dann würde ich ihn erst recht bald ziehen lassen.

Hier kannst Du Dir die Zahn-Organ-Beziehungen anschauen:

Zahn-Organ-Beziehung

Gruss,
Uta

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EricFlat ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 07.10.09
Eine Wurzelbehandlung war es nicht. Ich hatte wohl eine Entzündung zwischen Zahn und Zahnfleisch- ziemlich an der Oberfläche. Die Einlage sollte dann nur die Entzündung hemmen- was sie dann auch getan hat.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Das ist auf jeden Fall besser als eine Wurzelbehandlung am Weisheitszahn.

Was Du machen könntest: eine Panoramaaufnahme machen lassen (OPG) und die hier im Forum zeigen. Vielleicht fällt ja jemand etwas daran auf.

Gruss,
Uta

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo,
da muss der Zahnarzt wohl mal antworten. "Desinfiezierende Einlage" bedeutet einen mit einem desinfizierenden Mittel beschickte Gazestreifen,der in die Tasche zwischen Zahn-Kaufläche und Zahnfleisch geschoben wird. Wenn ein Zahn durchbricht,muss ja das über ihm liegende Zahnfleisch verdrängt werden.Da WZ oft aus Platzmangel sozusagen "auf halbem Wege" liegen bleiben,bleibt auch über der Kaufläche ein mehr oder weniger grosses Stück Zahnfleisch zurück. Natürlich setzen sich dann zwischen diesen Zahnfleischrest und die Zahnoberfläche Bakterien,Speichel und verflüssigte Speisereste,die dort eine chronische oder akute Entzündung unterhalten. Das kann äusserst schmerzhaft sein und zu einer ausgeprägten Kieferklemme führen.

Zur Frage,ob so etwas auf den übrigen Körper Einfluss haben kann : Ja,infizierte Zahntaschen k ö n n e n (müssen nicht ! ) als Störfelder wirken und streuen.In einem solchen Fall kann man den Zahnfleischlappen entfernen.Meisstens heutzutage durch Elektrochirurgie.Das bringt aber nur dauerhaften Erfolg,wenn der Zahn schon fast voll durchgebrochen ist.Meisstens liegt er noch im Bereich des weichen hinteren Wangenfleisches.Und das wuchert im allgemeinen wieder über die Kaufläche rüber.Man hat also Operationsschmerzen und bald wieder die Entzündung.In solchemFalle empfehlt sich die Entfernung.
Eine Panorama-oder sonstige Aufnahme hilft da wenig,weil man Zahnfleisch-Strukturen da kaum erkennen kann.

Nachtjäger

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Danke für die Erklärung, Nachtjäger .

Frage an Eric:
ist dieser Weisheitszahn denn inzwischen ganz durchgebrochen?

Grüsse,
Uta


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