Zinkvergiftung

16.05.08 20:41 #1
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Harry78 ist offline
Beiträge: 73
Seit: 06.03.08
Hallo Leute,
Wer kann mir was zu Zinkvergiftung sagen?
Ein Arbeitskollege erzählte dass er eine Zinkvergiftung habe, da er jahrelang in einer Sandbestrahlungsfirma gearbeitet hat und er diese Vergiftung sein lebenlang mit sich tragen muss. Dass er es nie loswird. Er sagte dass es ein Schwermetall "Zink" ist, und er es nicht ausleiten könne. So sollen die Ärzte gesagt haben. Stimmt das? Kann mann Zink nicht ausleiten?


Lg

Zinkvergiftung
Binnie
Zitat von Harry78 Beitrag anzeigen
Hallo Leute,
Wer kann mir was zu Zinkvergiftung sagen?
Ein Arbeitskollege erzählte dass er eine Zinkvergiftung habe, da er jahrelang in einer Sandbestrahlungsfirma gearbeitet hat und er diese Vergiftung sein lebenlang mit sich tragen muss. Dass er es nie loswird. Er sagte dass es ein Schwermetall "Zink" ist, und er es nicht ausleiten könne. So sollen die Ärzte gesagt haben. Stimmt das? Kann mann Zink nicht ausleiten?


Lg
DMPS leitet u.a. Zink wunderbar aus... Leider... in den meisten Fällen.

Zinkvergiftung

Oregano ist offline
Beiträge: 53.802
Seit: 10.01.04
Wie ist es denn zu dieser Zinkvergiftung gekommen? Doch wahrscheinlich kaum über die Einnahme von Zink-Tabletten?

Wird dem Körper innert kurzer Zeit viel zu viel Zink zugeführt, tritt eine akute Zinkvergiftung mit Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, und mit Fieber, auf. Ohne Behandlung kann das Kreislauf-System beeinträchtigt werden und Betroffene können in ein Koma fallen.
Wird dem Körper über längere Zeit immer etwas zu viel Zink zugeführt, entsteht eine sogenannte chronische Zinkvergiftung, die sich hauptsächlich mit einem Kupfermangel äussert, da das Zink die Aufnahme von Kupfer aus der Nahrung verschlechtert. Dieser Kupfermangel führt zu einer Blutarmut mit Blässe, Leistungseinbusse, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Atembeschwerden.
Eine Zinkvergiftung muss insbesondere bei einer akuten Vergiftung mit bestimmten Medikamenten behandelt werden.
Zink (Zn, Zinkmangel, Zinküberschuss): Symptome, Diagnose, Therapie - eesom

Wie Binnie schon geschrieben hat: Zink ist ein Schwermetall, das mit Chelatbildnern ausgeleitet werden kann.
Allerdings habe ich dazu im ToxCenter folgendes gefunden:
>So kann man keine Zinkvergiftung, keine Kupferspeicherkrankheit, keinen Magnesiumüberschuß u.a. mit DMPS bekämpfen, weil damit nur unbedeutende Bruchteile des Speichers ausgeschieden werden.
DMSA DMPS verändern keine Spurenelemente (ganz unten).

Welcher Chelatbildner dann?

Gruss,
Uta
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Zinkvergiftung

Harry78 ist offline
Themenstarter Beiträge: 73
Seit: 06.03.08
hallo,
Er hat Jahrelang an einer Sandbestrahlung gearbeitet , wo er oft mit Zink arbeiten musste. Die Ärzte sollen ihm gesagt haben, dass er Zink nicht ausleiten könne, und er damit leben sollte. Er war die letzten 6 wochen Krank. Er musste wegen plötzlicher Erblindung intensiv stationiert worden. Ist vor 2 tagen erst wieder auf der Arbeit , da fragte ich ihm was er hat. Er sagte dass er Zuckerkrank ist und eine Zinkvergiftung hat.

Zinkvergiftung

margie ist gerade online
Beiträge: 3.064
Seit: 02.01.05
Hallo Harry,

Dass er es nie loswird. Er sagte dass es ein Schwermetall "Zink" ist, und er es nicht ausleiten könne. So sollen die Ärzte gesagt haben.
Zink wird leider mit Chelatbildnern ausgeleitet, zumindest ist das ein unerwünschtes Ergebnis der Behandlung mit Trientine, dem beim M. Wilson eingesetzten Chelatbildner.
Ich nehme wegen M. Wilson hochdosiert Zink (ca. 100 mg reines Zink täglich, das sind z. B. 10 Tabletten Unizink oder 7 Tabletten Zinkamin Falk) und Trientine ein und muss immer einen Zeitabstand zwischen beiden Produkten einhalten, damit Trientine das Zink nicht gleich wieder ausleitet.

Ich vermute daher, dass auch andere Chelatbildner Zink ausleiten.

Wenn ihm die Ärzte so etwas erzählt haben, würde ich zu anderen Ärzten gehen.

Zinkmangel ist einer der häufigsten Mängel, die es gibt. Nur Jodmangel dürfte es öfters geben.
Zink ist weitaus weniger giftig wie z. B. Quecksilber oder Kupfer oder Zinn.

Wie wurde denn die Vergiftung festgestellt? Sind die Zinkwerte denn wirklich viel zu hoch?
Viele Ärzte gehen bei Zink davon aus, dass man unbesorgt die Normwerte im Blut oder Urin etwas überschreiten kann, weil die Normwerte auch nur Schätzwerte sind und weil bei Vitaminen und auch Mineralstoffen die Normwerte oft nicht ganz stimmen, d. h. manchmal zu niedrig definiert sind.
Vielleicht sind seine Werte gar nicht so hoch und er benötigt keine Ausleitung?
Denn wenn er Chelatbildner zur Ausleitung nimmt, leitet er auch andere Metalle/MIneralien aus, also auch Eisen, Calcium, etc. und er muss dann diese wieder zuführen.

Gruß
margie

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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.”Volker E Pilgrim, Schriftsteller


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