Schwerste Erschöpfung/Muskelschwäche u.a.

08.03.08 20:29 #1
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Schwerste Erschöpfung/Muskelschwäche u.a.

Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
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Pilze behandeln und gleichzeitig die Antibiose weitermachen? Das widerspricht sich, oder?

Ich habe aber doch echt Schiss, jetzt wieder mit der Antibiose anzufangen, weil es mir zuletzt so dreckig damit ging. Andererseits weiß ich auch: Jede Pause gibt den Viechern neuen Vorsprung.
Bist du auch bei Dr. Klemann, Mungg?

mungg, nimmst du irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel? wenn ja, was? Habe so sehr das Gefühl, dass man den Körper auch mal irgendwie aufpäppeln muss statt immer nur feste drauf zu schießen.

Zumindest den Neurologen-Termin am 19. werde ich noch abwarten, bevor ich die Antibiose evt. wieder aufnehmen, da ich gern eine zweite Arztmeinung zum Borreliose-Befund haben möchte.
Fluconazol (gegen Candida) verträgt sich meines Wissens nicht gut mit AB. Ich selbst habe 2.5 Jahre AB gespritzt und gefuttert, bis ich eine behandlungsbedürftige Candida hatte (Symptome und Nachweis in Stuhlprobe). Seit Beginn Therapie habe ich vorbeugend ca. 1-2 Std. nach AB eine probiotische Kapsel eingenommen. Als Betthupferl ein Nature-Joghurt oder ein Nature-Bifidus-Joghurt.

Nein, ich bin nicht bei Dr. K. in Behandlung, da ich in der Schweiz lebe. Ich weiss aber von Betroffenen in Deutschland, dass er sehr gut ist und er hat mal für mich ein Gegengutachten gemacht.

Ja, ich nehme Nahrungsergänzung. Unter AB-Therapie soll man einen erhöhten Vitamin-B-Bedarf haben. So nehme ich täglich eine Kapsel Vit-B hochdosiert. Dazu Vitamin C. Zur Zeit auch Eisen, da die Werte immer noch an der unteren Grenze sind. Zink nehme ich regelmässig, ausser wenn ich Doxy einnehme, da Zink zu Resorbtionsminderung bis zu 50% bei Doxy führt.

Vorsicht beim Neurologen! Für Neurologen darfst du nur eine Borreliose haben, wenn der Liquor positiv ist, obwohl nur wenige Borreliosen über den Liquor nachweisbar sind.
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Borreliose ist ein Arschloch

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Aidyl ist offline
Themenstarter Beiträge: 95
Seit: 08.03.08
Fluconazol (gegen Candida) verträgt sich meines Wissens nicht gut mit AB. Ich selbst habe 2.5 Jahre AB gespritzt und gefuttert, bis ich eine behandlungsbedürftige Candida hatte (Symptome und Nachweis in Stuhlprobe). Seit Beginn Therapie habe ich vorbeugend ca. 1-2 Std. nach AB eine probiotische Kapsel eingenommen. Als Betthupferl ein Nature-Joghurt oder ein Nature-Bifidus-Joghurt.
Danke für den Tipp!
Ja, ich habe meistens auch einmal tgl. Actimel getrunken, und das hat spürbar geholfen. Leider war ich dann nicht mehr so konsequent damit und nun habe ich halt den Pilz bzw. die Symptome dazu.
Wie lange hast du die Candidose dann behandelt, womit und hast du in der Zeit AB-Pause gemacht?


Ja, ich nehme Nahrungsergänzung. Unter AB-Therapie soll man einen erhöhten Vitamin-B-Bedarf haben. So nehme ich täglich eine Kapsel Vit-B hochdosiert. Dazu Vitamin C. Zur Zeit auch Eisen, da die Werte immer noch an der unteren Grenze sind. Zink nehme ich regelmässig, ausser wenn ich Doxy einnehme, da Zink zu Resorbtionsminderung bis zu 50% bei Doxy führt.
Danke auch für den Tipp. Das lässt sich ja recht einfach bewerkstelligen. Dass ich irgendetwas brauche, habe ich einfach gespürt, nur wusste ich nicht genau, was.
Einige hier im Forum spritzen sich auch Vitamin B 12 selber, wie ich gelesen habe (Kate z.B.), da es sehr gut gegen nitrosativen Stress helfen soll (Dr. Kuklinski), den man ja bei einer so umfassenden Krankheit wie Borreliose garantiert auch hat. Hast jemand von euch eine Meinung dazu?

Vorsicht beim Neurologen! Für Neurologen darfst du nur eine Borreliose haben, wenn der Liquor positiv ist, obwohl nur wenige Borreliosen über den Liquor nachweisbar sind.

Gut zu wissen!
Mein ehemaliger Neurologe, zu dem ich aber schon lange nicht mehr gehe, hat vielleicht auch deswegen die Diagnose Borreliose vom Tisch gewischt mit der Bemerkung, Dr. Klemann sei sicher eine schillernde Persönlichkeit (hörte sich an, als wenn er vom Rattenfänger spräche...!), und er selber würde nicht von Borreliose ausgehen sondern von einer Borreliose-Phobie oder sowat in der Richtung... Naja, das war`s dann auch mit diesem Doc. Nun probiere ich halt nochmal einen neuen Neurologen.
Da bei uns in der Familie auch Muskelerkrankungen liegen, möchte ich diesen Bereich jetzt nochmal abklären lassen, bevor ich mit der Antibiose weitermache. Wäre halt ärgerlich, wenn die Borreliose eine andere Erkrankung maskiert und diese deswegen zu spät erkannt würde.

Ansonsten zum Thema Amalgam: Habe jetzt einen Emailwechsel mit Dr.Runte aus Wannweil/Reutlingen (nach eigener Aussage ist die sehr sorgfältige Vorgehensweise bei der Amalgamentfernung DER Grund, aus dem heraus Dr. Mutter seine Patienten zu ihm schickt), der sehr kompetent zu sein scheint. Von der Befundung eines Kieferpanorama-Bildes vom toxcenter hält er allerdings nicht viel, weil er findet, dass die da zu viel hineininterpretieren. Die Zahnherdbeseitigung mit Kieferausfräsen bei Bedarf praktiziert er selbst mit großer Überzeugung, wenngleich er dies auch nicht ganz so radikal macht, wie Dr. Daunderer es empfiehlt.
Mal sehen, denke ich werde einen Termin bei ihm machen.
Vorher möchte ich aber noch das Buch von Dr. Mutter "Amalgam-Risiko für die Menschheit" lesen.

Mit dem Thema M. Wilson weiß ich im Augenblick nicht weiter, da ja eine Diagnostik bei gleichzeitiger Hormonsubstitution nicht möglich zu sein scheint. Mal sehen.

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Lydia,

Ich nehme nur Östrogengel als transdermale Anwendung, und das in Minimaldosierung (0,5mg). Ist ja im Grunde noch im physiologischen Bereich. Wäre es da nicht anzunehmen, dass es doch möglich ist den M. Wilson, falls er denn vorliegen sollte, zu diagnostizieren?
Ich weiß es nicht, ab welcher Dosierung Östrogene sich auswirken. Da es auch Hormonpflaster gibt, scheint man über die Haut Hormone ganz gut aufzunehmen, so dass ich auch für ein Gel dies annehmen würde.
Aber wenn es eine Minimaldosierung ist, kannst Du es dann nicht für eine gewisse Zeit auch ganz weglassen? Aber frage mich nicht, wie lange man es weglassen muss, damit es sich nicht mehr auswirkt. Ich habe dazu noch nichts gelesen.
Prinzipiell sagt man bei Hormonen, dass man sie schon länger weglassen muss, bis sich alles normalisiert hat.
Aber vielleicht kannst du die Werte auch unter dem Gel mal bestimmen, wenn sie dann dennoch auffällig wären, dann wären sie noch auffälliger, wenn Du das Gel wegläßt.
Nur sind die Ärzte sparsam mit Untersuchungen und ob Du evtl. eine 2. oder 3. Bestimmung so schnell von einem Arzt genehmigt bekommst, das weiß ich nicht.


Also, wühle gerade mal meine Uralt-Befunde durch:
1997 - 99
-Leukos 4.27/ 5,7
-Alk. Phosphatase 80 U /l / 83 / 82
4,27 ist bei den Leukozyten etwas niedrig, aber noch tolerabel, wenn es nicht weiter runter geht. Also da würde ich nun nichts daraus ableiten.
Alk. Phosphatase ist vollkommen unauffällig. Es könnte natürlich sein, dass man aus 2 Gründen Veränderungen bei diesem Wert hat. Bei M. Wilson sinkt der Wert evtl. (wohl auch nicht immer) und bei z. B. Vitamin D-Mangel steigt er, d. h. hättest Du einen Grund für eine Erhöhung wie Vitamin-D-Mangel, Schilddrüsenüberfunktion, Schwangerschaft dann steigt der Wert. Also er würde wohl auch steigen bei Östrogentherapie, wenn er bei Schwangerschaft steigt.
Wenn also ein Grund für eine Erhöhung mit einem Grund für eine Erniedrigung zusammentrifft, dann wird der Wert wohl weder steigen noch fallen (?).
Aus den o.g. Werten, wie Du sie hast, kann ich daher nichts

Alpha-2-Globulin gut in der Norm
Der Wert steigt bei Entzündungen, wie Du schon schriebst, aber auch bei nephrotischem Syndrom, etc.
Liegt er gut im Normbereich, kann man daraus natürlich nichts ableiten.

Also diese Werte sind bei Dir nicht auffällig, es sind aber auch nicht die entscheidenden Werte für die Wilson-Diagnostik, sondern allenfalls Werte, aus denen man evtl. einen Hinweis auf die Krankheit bekommen kann.

Wenn die Leberwerte immer im Normbereich liegen und es sonst noch keine Leberauffälligkeiten gab, kann man daraus auch nichts ableiten.
So gesehen, spricht nach den Werten nichts für M. Wilson, wenngleich die Beschwerden schon darauf passen könnten und es bei M. Wilson auf andere Werte mehr ankommt (Kupfer, etc.).

Ich würde aber bei Nachtschweiß noch an infektiöse Ursachen denken. Es muss nicht unbedingt eine Borreliose sein, es gibt noch sooo viele andere Infektionen, an die oft nicht gedacht wird.
Ich hatte mal eine Zeitlang sehr viel geschwitzt und nach Roxithromycin hörte dies auf. Später stellte sich heraus, dass ich positive Werte auf Q-Fieber habe. Wo ich mir das geholt habe, ist mir ein Rätsel. Aber es erklärt, wenn man viel schwitzt (und es macht noch einiges mehr).
Und so gibt es etliche Erreger, auf die man evtl. gar nicht kommt, weil sie weniger bekannt sind und es außerdem teuer ist, alle denkbaren Erreger durchzuprüfen.
Ich selbst bin bei mir, wenn einige Entzündungszeichen zusammenkommen, wie häufiges Schwitzen, erhöhte BKS, Gelenkschmerzen mittlerweile schneller bereit, für ca. 10 Tage ein Antibioitikum zu nehmen, das vor allem gegen die atypischen Bakterien wie Chlamydien, Q-Fieber-Erreger, Mycoplasmen, Borrelien, etc. etc. wirkt (Gyrasehemmer, Makrolide z. B.). Bisher führte dies dazu, dass es mir danach besser ging, die Leberwerte sanken deutlich, ja, was will man mehr ?
Man muss da eigene Erfahrungen machen, d. h. nicht immer wirkt ein Antibiotikum und zu oft sollte man so etwas auch nicht tun wegen der Resistenzgefahr.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Zitat von Aidyl Beitrag anzeigen
Ja, ich habe meistens auch einmal tgl. Actimel getrunken, und das hat spürbar geholfen. Leider war ich dann nicht mehr so konsequent damit und nun habe ich halt den Pilz bzw. die Symptome dazu.
Wie lange hast du die Candidose dann behandelt, womit und hast du in der Zeit AB-Pause gemacht?
Habe die Candidose mit 10 Tagen Fluconazol 1x200 mg/tag behandelt (oder waren es 14 Tage?).
Während er Candida-Therapie keine Antibiotika.
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lil mig ist offline
Beiträge: 2
Seit: 21.08.12
hallo lydia,
ich forsche gerade wegen meiner eigenen erschöpfungszustände nach und bin dabei auf 'pyrrolurie' gestoßen,wo auch einige deiner beschwerden als symptome genannt werden. vielleicht solltest du das mal bei google oder bei wiki aufrufen.
alles gute!
mig

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Zur Info:

Zum Thema Pyrrolurie gibt es hier im Forum schon etliche Threads; bitte die Suchfunktion bemühen.

Liebe Grüße,
Malve

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lil mig ist offline
Beiträge: 2
Seit: 21.08.12
oh klasse,da werde ich mich die nächsten tage mal durchwurschteln müssen. danke für den hinweis! vielleicht komme ich meinem 'geheimnis' endlich auf die spur.
vg!


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