20 Jahre krank, kein Befund

05.03.08 18:01 #1
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20 Jahre krank, kein Befund

tellerrand ist offline
Beiträge: 713
Seit: 10.11.10
Und zum Thema Kuklinski,
ich werde seit ein paar Wochen so ähnlich behandelt und meine gesundheitlichen Verbesserungen sind für diesen kurzen Zeitraum enorm!
Es ist nur so, dass gesundete sich nur noch wenig bis garnicht in solchen Foren wie hier aufhalten - was sicherlich auch nicht verkehrt ist, denn das Leben geht weiter
Eine Behandlung mit Mikronährstoffen ist eine ganzheitliche Behandlung, jedes Organ (vorallem der Darm) muss mit in die Planung einbezogen werden. Das schaffen nur wenige Profis gut. Es ist eben auch keine Wunderpille. Heilung dauert zum Teil mehrere Jahre. Manchmal ist auch nur eine Verbesserung mehr möglich. Wie in jeder Therapieform gibt es auch hier NON Responder.
Ich denke aber, dass die meisten daran scheitern Ihre Ernährung umzustellen, denn das ist wirklich nicht einfach wie ich selbst merke.
Aber ich kann mir aussuchen: Weissbrot und Vollkornbrot mit Zuckeraufstrichen und als Preis fast 24/7 im Bett mit Angst und Unruhe oder strikte Ernährungsplaneinhaltung mit mehr Serotonin m Hirn, ausgeglichener und fähig pro Tag ein paar h zu arbeiten und mit Freunden etwas zu unternehmen.
Wie du siehst ist das Behandlungsspektrum (z.b. durch Kuklinski, aber letztendlich halte ich da Forscher aus den USA und zum Teil auch aus Deutschland mindestens genauso wissend, nur er hat sich halt einen Namen hier gemacht) sehr weit gefechert. Es grundet auf verschiedenen Säulen. Ich merke das selbst. Es wird ganz langsam Nährstoffe angefangen, mit jedem hinzugekommenen geht es mir wieder etwas besser. Der eine wirkt mehr, der andere wirkt weniger. Das gilt es heraus zu bekommen. Aber das Therapiekonzept fruchtet! Und ich bin mir sicher, dass die Orthomolekulare Therapie stark an Einfluss gewinnen wird, da sie eben eine Möglichkeit für das Überleben unsereres Gesundheitssystems durch Prävention bereit hält. Leider sind die Interessen in Politik und Wirtschaft andere. Aber jede Diktatur fällt irgendwann der Demokratie zum Opfer

Geändert von tellerrand (06.06.11 um 12:42 Uhr)

20 Jahre krank, kein Befund

erniecie ist offline
Beiträge: 71
Seit: 01.09.09
Hallo,

ich glaube eine Krankheit kann man sich vorstellen wie einen Teufelskreis. Dieser Kreis zieht sich durch verschiedene Systeme des Körpers. Durch Organe, Kreislauf, Nerven und natürlich auch durch die Psyche.
Natürlich hat man die Möglichkeit an vielen Stellen anzusetzen und diesem Teufelskreis zu entkommen. Die Kunst des Heilens besteht aber auch in der Suche nach der Stelle im Teufelskreis, welche für den Betroffenen am einfachsten ist. Welche Therapie ist am schonensten? Welche Therapie hält der Patient auch durch?
Sicherlich gibt es für eine Depression immer eine chemische Ursache, welche auch auf unsere Psyche einwirkt. Die Psyche widerrum wirkt aber auf unsere Körperchemie. Ist es nun einfacher die Körperchemie in den Griff zu bekommen um somit den Geist selbst heilen zu lassen? Oder fängt man bei der Psyche an und hofft dann auf die dadurch folgende Regulation der Körperchemie in die Normbereiche? Natürlich kann man auch alle Systeme auf einmal anfassen, aber sind der Wissenschaft denn auch alle Systeme überhaupt bekannt?

Wenn man seinen eigenen "Lösungspfad" aus dem Teufelskreis gefunden hat, dann ist das noch längst nicht der Pfad für einen anderen Menschen. Auch wenn dieser die identische Krankheit hat.

So sehe ich das als "ehemaliger" Patient (der auch immer noch im Forum aktiv ist).

Viele Grüße

erniecie

20 Jahre krank, kein Befund

CesKO ist offline
Beiträge: 65
Seit: 06.01.11
Es ist wahrlich ein Teufelskreis aber man kann ihn durchbrechen, so oder so.

Ich wurde als "Psycho" abgestempelt bis ich es fast selbst geglaubt habe.
Keine Psychopharmaka hat geholfen, im Gegenteil

Erst die Orthomolekulare Medizin hat mir zu Energie und Lebenslust verholfen

man muss auf seine innere Stimme hören

viele Grüße

CesKO
__________________
Wer nichts weiß muss alles glauben

20 Jahre krank, kein Befund
Das Edom
Zitat von tellerrand Beitrag anzeigen
Es ist nur so, dass gesundete sich nur noch wenig bis garnicht in solchen Foren wie hier aufhalten
Ja, so läßt sich natürlich schön erklären warum die Gesundungsberichte so selten sind (ich hab noch keinen gelesen).

Geändert von Das Edom (08.06.11 um 16:34 Uhr)

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Also ich denk das wenn sich hier jemand anmeldet und durch die Mithilfe des Forums eine Verbesserung oder Heilung erfährt, dann wird er sich sicher mehr oder weniger äußern.
Sorry, aber jetzt redet ihr was schön, es wurde einfach nicht jedem geholfen.
Gruß

20 Jahre krank, kein Befund

tellerrand ist offline
Beiträge: 713
Seit: 10.11.10
Zitat von fak2411 Beitrag anzeigen
Also ich denk das wenn sich hier jemand anmeldet und durch die Mithilfe des Forums eine Verbesserung oder Heilung erfährt, dann wird er sich sicher mehr oder weniger äußern.
Sorry, aber jetzt redet ihr was schön, es wurde einfach nicht jedem geholfen.
Gruß
Es hat auch nie jemand gesagt, dass jedem geholfen wurde. Auch Kuklinski führt Studien durch und hat da auch immer NON Responder dabei!
Es ist keine Wunderheilung, das behaupetet niemand. Letzendlich kann der Körper (und damit auch die Psyche) sich nur selbst heilen. Man kann sie aber von außerhalb unterstützen. Und das eine Therapie bei Kuklinski bei 20 Jahren Krankheitsverlauf innerhalb von 6 - 12 Monaten zur kompletten Heilung führt halte ich auch für bedenklich. Vielen mangelt es wohl auch an der nötigen durchhaltekraft und viele machen sich auch durch viel Lesen verrückt (das habe ich auch lange Zeit getan). Mann muss sich einfach mal für eine Sache entscheiden und dieser auch vertrauen. Das heisst im Umkehrschluss einen Arzt finden, dem man vertraut und ich habe zum Beispiel Antidepressiva KEIN BISSCHEN vertragen und wünsche keinem die Nebenwirkungen die ich darauf hatte... so viel zum Thema harmlos. Bei dir mögen sie wenige NW gehabt haben, aber jeder ist individuell daher darfst du nicht gleich sagen, dass das hier Panikmache mit den Dingern wäre usw.

20 Jahre krank, kein Befund
Das Edom
Es ist aber an sich nicht schlecht mal von jemand zu lesen der das Zeug verträgt. Frank wurde scheinbar von Seiten der Psychiater geholfen, das muss man einfach akzeptieren.
Außerdem scheinen manche NEM's auch nicht ganz ungefährlich zu sein, wenn ich von Leuten lese dass sie Probleme mit der Leber bekommen haben finde ich das gar nicht gut.

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Ich habe mindestens hundert Leute kennengelernt in der Zeit, die mehr oder weniger Psychopharmaka bekamen. Ich war einer der nur ein Medikament bekam.
Viele andere bekamen einen Mix. Ich habe von Nebenwirkungen gehört. Manche haben auch ein anderes Medikament bekommen mit dem die Nebenwirkungen dann besser wurden.
Ich habe vor Jahren mal ein Antidepressiva der ersten Generation bekommen, die Nebenwirkungen waren extrem, doch ich muss sagen, das diese immer nachgelassen haben oder ganz verschwunden sind. Die heutigen sind sehr viel verträglicher und spezifischer.
Sicher mag es Menschen geben, die sie nicht vertragen, aber durch probieren könnte man da sicher auch was finden.
Mein Vater denkt auch das er sie nicht verträgt, er hat vor vielen Jahren mal ein Negativerlebnis gehabt. Die Angst davor ist nun extrem.
Also tut mir Leid, aber meinen Erfahrungen nach, und die sind ja doch sehr gut und direkt, sollte man es einfach nicht verteufeln und die Nebenwirkungen relativieren. Natürlich sollte die Einnahme auch begründet sein.

Bei den NEMs fehlt mir einfach mittlerweile der Beweis und der Erfolg.
Wer sagt den das ein Enzym oder ähnliches überhaupt was bewirkt.
Zu dem ist das echt sehr kostspielig.
Ich habe 2 Bücher von Kuki gelesen und hab ihn zuerst vergöttert.
Ihr könnt ja alles lesen was ich gemacht hab, das brachte mir gar nix.

Ich zweifel das sehr stark an mit den NEMs, meine beiden Bücher gebe ich gerne günstig ab.

Gruß

20 Jahre krank, kein Befund

chris1983 ist offline
Beiträge: 279
Seit: 09.09.08
Hast du den schon mal dein Cortisolmangel mit Hydrocortison ausgeglichen. Stichwort Nebennierenschwaeche

20 Jahre krank, kein Befund

lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Bei den NEMs fehlt mir einfach mittlerweile der Beweis und der Erfolg.
Wer sagt den das ein Enzym oder ähnliches überhaupt was bewirkt.
Zu dem ist das echt sehr kostspielig.
Hallo fak2411,

meine Tochter ist nach 10jährigem Leidensweg und Psychiatrieaufenthalten nun auf dem Weg der Genesung, nimmt schon lange keine Psychopharmaka mehr und ist seit über einem Jahr in der Obhut eines erfahrenen Orthomolarmediziners, der sehr fundiert befundet bevor er NEMs verordnet. Diese sind dann allerdings als Medikament zu verstehen und sie heilen auch. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass das nur mit der richtigen Zusammenstellung aufgrund einer sauberen Befundung wirklich wirkungsvoll ist.

Die Wende kam erst mit der Stoffwechselbehandlung und der KPU mit NEMs, Nahrungsumstellung wg. Histaminose und Unverträglichkeiten (auch Casein) uvm. Die Liste der Störungen ist lang, und lang ist die Liste der auszugleichenden Stoffe und der Nahrungsmittel, die gemieden werden müssen.

Billig ist das nicht - doch die 10 Jahre dauernde Leidenszeit mit Psychiatrieaufenthalten hat uns (als Mutter war ich die ganze Zeit zwangsläufig stark involviert) sehr viel mehr Geld gekostet. Ganz zu schweigen von der Lebensqualität, die gegen Null, wenn nicht in den Minusbereich geht.

Der nächste Schritt ist nun, mit Bewegungsprogrammen den Stoffwechsel und die Körperfunktionen zu stabilisieren und anzuregen. Dass Bewegung und Sport positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben, ist ja erwiesen. Sogar beschädigte Mitochondrien können durch Intervalltraining zum absterben gebracht werden, so dass neue, gesunde nachfolgen können. Auch Stammzellen können sich durch Intensivtraining wieder erneuern. Und dass Muskeln sogar aktiv am Stoffwechsel beteiligt sind (umso mehr je mehr welche aufgebaut werden) hat mir mein Physiotherapeut gesagt.

Bei meiner Tochter hätte das alles nichts mehr genützt - sie wäre auch gar nicht mehr in der Lage gewesen sich zu bewegen. Erst der Ausgleich der teils exorbitanten Defizite brachte die gravierende Wende und seit der Behandlung beständige Besserung. Sie ist ein Beweis, dass Enzyme etwas bewirken (und fehlende Enzyme leider auch - aber nichts gutes) und dass Kuklinskis Konzept hieb- und stichfest ist. So ziemlich jede Mangelerscheinung die er beschreibt trifft auf sie zu - und die Behandlung hat frappierende Besserungen bewirkt, auch und besonders für die psychischen Störungen.

Alle ihre Freunde aus der Psychiatrie, die etwa gleichaltrig sind, leben heute genauso wie die Psychiater es prognostiziert haben: Lebenslange Psychopharmakaeinnahme (+ Nebenwirkungen), immer wieder Rückfälle und Psychiatrieaufenthalte, ein eigenständiges Leben und Berufsausübung (außer in entspr. Einrichtungen) ist nicht möglich. Nur meine Tochter ist aus diesem Kreislauf ausgebrochen (obwohl sie eine der am schwersten Erkrankten war) - mit der Orthomolekularbehandlung. Die Ursache für ihre Erkrankung lag nämlich in Defiziten, die sich wohl immer mehr aufgebaut haben.

Sicher kann man das nicht verallgemeinern - jedoch könnte mit Sicherheit vielen, gerade jungen Leuten viel Leid erspart werden, wenn bei den zahlreichen Vorsorgeuntersuchungen, die von Geburt an bis ins Berufseintrittsalter erfolgen einfache Testungen von Stoffwechseldysbalancen beinhaltet wären. Dann könnten sich solche Defizite und die Folgen (z.B. bei Zinkmangel ein Kupferüberschuss, der dem Gehirnstoffwechsel schadet und bei vielen Psychiatrischen Erkrankungen eine Rolle spielt) erst gar nicht entwickeln.

Weiterhin Alles Gute wünsche ich dir

LG Lealee


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