20 Jahre krank, kein Befund

05.03.08 18:01 #1
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20 Jahre krank, kein Befund

esel86 ist offline
Beiträge: 15
Seit: 25.10.09
hallo, ich hab mir das jetzt nicht alles durchgelesen aber wieso hast du schon im 2ten oder 3ten beitrag psychische ursachen abgehakt? für mich sind sämtliche deiner symptome eine klassische angststörung und ganz besonders das, dass der betroffene seine symptome wegen der körperlichen symptome auch fast immer als körperliche ursache sucht.durchfall, schwindel pupillen kalte hände etc... öhm.. besser kann man es eigentlich gar nicht beschreiben. hastdu dich mal mit dem thema beschäftigt? naja vllt wurde das auch irgendwo auf den 30 seiten mal geklärt und ich nerve aber ich würde das als erstes in betracht ziehen!

20 Jahre krank, kein Befund

esel86 ist offline
Beiträge: 15
Seit: 25.10.09
und was meinst du mit "ich hab ja auch alles getan was die psychichen ursachen angeht und es hat sich nichts gebessert deshalb kann das nicht sein"? man kann dir nicht einfach ein paar pillen geben wenn du keine diagnose hast und alles wird gut und man kann dich auch nicht erfolgreich theapieren wenn du keine diagnose oder bereitschaft dazu hast deswegen kann es gar nicht sein dass du alles probiert hast. du wirst seit 20 JAHREN untersucht. ich halte es für vollkommen ausgeschlossen dass es nicht von der psyche kommt.

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esel86 ist offline
Beiträge: 15
Seit: 25.10.09
ok jetzt hab ich das wichtigste gelesen zu dem thema. ich red mal ein bisschen mit mir selbst also antidepressive wirken bei angsterkrankungen nicht viel die wirken selbst bei depressionen nur wenn man starke hat. werden in deutschland aber zu unrecht viel zu oft verschrieben. das thema psyche würd ich nicht abhaken. hast du es mal mit angstlösdenen medikamenten probiert?

20 Jahre krank, kein Befund

GuitarGuy ist offline
Beiträge: 726
Seit: 12.11.08
ist dir vielleicht bewusst dass es sehr viele erkrankungen gibt, die eine angststörung simulieren?
oder quasi nur ein symptom sind...?

ich zb hatte früher nur psychische symptome. alles war zu langsam und ich hatte panikattacken aus dem nichts. die therapie brachte mir gar nichts. ich konnte die anfälle nicht beeinlussen! durch psychopharmaka bekam ich enorme hallizunationen und störungen der wahrnehmung. ich saß in freiburg und wusste nicht mehr wo ich bin. ich glaubte an die psychotherapie. als dann plötzlich polyneuropathien und schmerzen dazukamen dachte ich mir das kann unmöglich psychisch sein. der arzt gab mir recht und führte tests durch, ergebniss: psychisch gesund.

daraufhin fand man hashimoto, die panik verschwand schnell, aber vieles blieb. 5 jahre später (!) diagnostizierte man eine chronische borreliose.
aha.

die psyche ist vor allem ins: ein kapitalgeschäft der lobby. und wer was anderes behauptet, der soll bitte mal nachsehen wieviele krankheiten vor 20-30 jahren noch psychisch beding waren und heute anerkannt sind. man denke an MCS. viele intoleranzen waren früher als psyche und einbildung verschrien. unfassbar!!!

natürlich existiert das thema aber was nehmen sich ärzte eigentlich verdammtnochmal heraus, vorher KEINE GRÜNDLICHEN differentialdiagnosen zu führen und es einfach abzuhaken. das ist misshandlung. die differentialdiagnosen führt man in der regel selbst. das ist schlecht, sich zu viel damit auseinanderzusetzen kann die psyche nämlich enorm belasten. ich bastle auch nicht an meinem auto herum, weil ich es mich nicht zugetrauen würde. würde mir jede werkstadt sagen der wagen hat nix würde ich sicher auch irgendwann selbst hand anlegen... nur kann man da auch eine menge falsch machen!

wie du siehst: das system ist für den arsch, so wie es momentan ist kann es nicht bleiben und die psycho kliniken sind voll von fehldiagnostizierten menschen.
nix gegen dich oder so, aber das ist einfach wirklich tatsache in deutschland. nimms mir nich übel, schönen tag noch!

Geändert von GuitarGuy (14.11.10 um 04:38 Uhr)

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esel86 ist offline
Beiträge: 15
Seit: 25.10.09
öhm ja ich denke schon dass einige psychische krankheiten von etwas körperlichen kommen aber der regelfall ist das noch lange nicht. die häufigsten psychischen krankheiten in de sind depressionen und angststörungen und sie sind bis aus schwere fälle fast immer behandelbar und entstehen hauptsächlich aus dem leistungsdruck der gesellschaft. und ja in meiner familie gibt es mehrere einschlägige erfahrungen damit und ich studiere im letzten semster psychologie. wir besprechen oft welche krankheiten besoderns zustände von angst und halluzis organische ursachen haben. das thema wird in keinen fall umgangen. der fehler lag bei deinen ärzten. das erfolgreiche psychotherapeutisce behandeln wäre gar nicht so oft möglich wenn es vornehmlich organisch wäre und nach 20 jahren sollte man meinen der körper ist gründlich durchgecheckt. wahrscheinlich warst du angstpatient nummer 598 in der laufbahn deines arztes. wie jeder betroffene schließt du dein problem auf die allgemeinheit. hauptsache gegen das establishment wenn ich mal die lücke im system war. du hast auf alle fälle recht dass die ärzte zu 90% alle fachidioten sind und in keinster weise übergreifend denken oder mal sagen "gehn sie da auch mal hin" ich glaube viele ärzte haben diesen diagnostischen elan zu anfang ihrer karriere und der verliert sich im laufe der jahre. zumal die deutschen weltmeister in arztbesuchen sind und der druck auf eine einzelne praxis enorm hoch. ms wurde zuerst als etwas psychisches gesehen. ok war ein fehler. aber: es wusste ja keiner besser und du schon gar nicht. die medizin ist eine ENTWICKLUNG. und steht nicht mit einem mal strahlend perfekt zu deinen diensten. ein elend für die die drunter leiden mussten aber wenn es sie gar nicht gäbe wäre alles noch schlimmer. DU musst genau wie die ärzte lernen ganzheitlich zu denken und dich nicht von dem hass über dein schicksal zerfressen lassen. ich habe auch seit 2 jahren ein prob und keiner hilft mir, bei anderen wurde mir aber schon super geholfen. schließlich gab es auch die ärzte die DIR letztendlich geholfen haben. ich denke es ist am wichtigstens dass er foren wie diese hier gibt und wofür ich wirlich plädiere ist ein super ausgebauten viel besuchtes ärzte-bewertungs-portal. leider gibt es kaum kontrollen von oben die unfähige ärzte aus dem verkehr ziehen wir können uns nur gegenseitig helfen.

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CesKO ist offline
Beiträge: 65
Seit: 06.01.11
Hallo fak2411,

schade dass du uns an deiner Krankheitsgeschichte nicht mehr teilhaben lässt, aber es wird seine Gründe haben.

Hoffe dir hat man anderweitig helfen können.

Gerne hätte ich mehr über Dr. K. Müller erfahren, z.B. wie hoch sich die Behandlungskosten belaufen haben, weil es zurzeit auch auf mich zukommt.

lg
CesKO

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erniecie ist offline
Beiträge: 71
Seit: 01.09.09
Hi CesKO,

evtl. hilft dir dieser Eintrag. Meine Probleme waren ähnlich und ich konnte mit hochdosiertem Magnesium das Problem komplett beseitigen. In diesem Forum findest du auch die Story dazu: www.Mg-Mangel.de - Foren-Übersicht

Meine Symptome waren ganz ähnlich und ich habe diesen Thread die letzten Jahre mit Hoffnung verfolgt. Im März letzten Jahres hat Magnesium (hochdosiert) dann meine Gesundheit wieder hergestellt.

Grüße

erniecie

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Hallo erniecie,

wenn Du bitte auch hier mal nur ganz kurz anreißen könntest, wie genau denn Dein Mg-Mangel festgestellt (welche Methode, welcher Wert, usw.) wurde und wie Du Mg genommen (welche Form, wie oft, wie lang, usw.)?

Vielen Dank!

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

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erniecie ist offline
Beiträge: 71
Seit: 01.09.09
Hallo Rübe,

sorry das es etwas gedauert hat, aber ich bin zur Zeit jobtechnisch im Stress.

Also, festgestellt habe ich den Mangel im März 2010 durch eine Selbstmedikation mit Magnesium aus dem Supermarkt. Bereits nach einer Brausetablette habe ich eine Besserung festgestellt. Ich habe nach Rücksprache mit meinem Arzt einfach mal mehr genommen und siehe da: Herzrasen, Depression und Schlafprobleme waren innerhalb von vier Tagen weg. Das war ein erstaunliches Erlebnis!
Die Diagnose des Mangels durch den Arzt anhand einer Blutanalyse war dann eigentlich nur noch "Formsache". Der Test ist auch nicht ganz einfach (Problematik: SHO Mineralimbalancen e.V.), aber zeigte einen Mangel auf. Seit dem habe ich versucht meinen individuellen Bedarf festzustellen und liege zur Zeit bei ca. 1200mg Magnesium am Tag. Diese nehme ich hauptsächlich über Magnesiumcitrat zu mir. Das variiert aber je nach Streßlevel auf der Arbeit und sportlicher Aktivität. Mit der Zeit bekommt man den Dreh der Dosierung einigermaßen raus. Nach mittlerweile fast einem Jahr Magnesium kann ich auch nichts negatives berichten.

Gruß

Erniecie

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CesKO ist offline
Beiträge: 65
Seit: 06.01.11
Hallo,

geht es hier um den Mg-Wert im normalen Blutbild, oder gibt es da noch einen anderen Wert.
@ erniecie,
um welchen test handelt es sich und wieso ist er nicht ganz einfach?

lg
CesKO
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